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Unternehmenskultur und Wirtschaftsethik. Die GLOBE-Studie

Stakeholder-Theorie, Drei-Ebenen-Modell und das Lernmodell

Titel: Unternehmenskultur und Wirtschaftsethik. Die GLOBE-Studie

Einsendeaufgabe , 2020 , 21 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Moritz Kleforn (Autor:in)

BWL - Unternehmensethik, Wirtschaftsethik

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit beschäftigt sich mit den Themen: Vereinbarung der Stakeholder-Theorie mit der Pflichtethik und dem Utilitarismus, die GLOBE-Studie, Differenzierung der Unternehmenskultur und Lernkultur mithilfe des Drei-Ebenen-Modells und des Lernmodells.

Die Stakeholder-Theorie ist zwar deskriptiv, da sie reale Phänomene, wie zum Beispiel das Entscheidungsverhalten der Manager beschreibt, erklärt und gegebenenfalls darauf fußende Prognosen abgibt. Aber auch oft normativ argumentiert, da die benötigte Berücksichtigung von Stakeholder-Interessen nicht ökonomisch, sondern beispielsweise aus ethisch-moralischen Erwägungen begründet wird. Dabei ist laut Donaldson und Preston (1995) die Gültigkeit der Theorie letztlich normativ zu rechtfertigen, da die Basis ebendieser die normative Feststellung ist, dass Menschen durch ihre eigenen Interessen zu Stakeholdern der Unternehmung werden.

Die GLOBE-Studie, dessen Akronym für „Global Leadership and Organizational Behavior Effectiveness Research Programm“ steht, ist eine Forschungsaktivität des US-Amerikaners Robert J. House, die zu den relevanten kulturvergleichenden Studien zählt. Damit zwischen gesellschafts- und organisationskulturellen Praktiken und Werten unterschieden werden kann, stellt die Studie immer zwei unterschiedliche Frageformen. Die erste Frageform befasst sich mit den derzeitig gegebenen Zuständen, die bspw. die Verhaltensweisen anspricht. Die zweite Frageform befasst sich mit den zentralen Wertvorstellungen. In der Studie wird unter anderem die Kulturdimension Machtdistanz klassifiziert. Diese Distanz reflektiert, inwieweit Autoritäts-, Macht- und Statusunterschiede akzeptiert werden. So zeichnen sich Staaten mit einer hohen Machtdistanz dadurch aus, dass sie eine schmale Mittelschicht, starre hierarchische Strukturen und eine geringe Aufwärtsmobilität vorweisen.

Im Allgemeinen kann eine Kultur als eine Differenzierungsstrategie einer Gruppe verstanden werden, durch die sie sich von anderen Gruppen abgrenzt und ihre eigenen Mitglieder (Einwohner oder Mitarbeiter/Angestellte) an sich bindet. Verfolgt man die Kulturgruppe „Unternehmen“ weiter, ergibt sich die Unternehmenskultur, die sich dadurch auszeichnet, dass sie eine Grundgesamtheit an gemeinsamen Werten, Denk- und Verhaltensmuster sowie Normvorstellungen eines jeden Unternehmens ist. Sie ist damit ein identitätsstiftender, eindeutig abgrenzbarer Stil, der nach innen und außen wirkt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Vereinbarung der Stakeholder-Theorie mit der Pflichtenethik und dem Utilitarismus

2 Die GLOBE-Studie

3 Differenzierung der Unternehmenskultur und Lernkultur mit Hilfe des Drei-Eben-modells und des Lernmodells

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Diese Arbeit befasst sich mit der theoretischen Verknüpfung von ethischen Systemen mit der Stakeholder-Theorie, untersucht die kulturellen Einflüsse auf Unternehmensführung anhand der GLOBE-Studie und analysiert die Differenzierung von Unternehmens- sowie Lernkultur mittels etablierter wissenschaftlicher Modelle.

  • Integration von Stakeholder-Theorie, Pflichtethik und Utilitarismus
  • Analyse kultureller Führungsstile mittels der GLOBE-Studie
  • Kulturdimensionen im internationalen Vergleich
  • Anwendung des Drei-Ebenen-Modells nach Schein
  • Organisationale Lernprozesse und Enkulturation

Auszug aus dem Buch

1 VEREINBARUNG DER STAKEHOLDER-THEORIE MIT DER PFLICHTENETHIK UND DEM UTILITARISMUS

Stakeholder werden als "those groups without whose support the organization wolud case to exist" bezeichnet. Die Wurzeln der dazugehörenden Stakeholder-Theorie stammt wohl aus dem Jahr 1932 in dem Berle und Means (1932) zu dem Entschluss kamen, dass weder die traditionelle Sichtweise der alleinigen Ausrichtung auf die Interessen der Aktionäre, noch die Unternehmensführung im weitestgehenden Eigeninteresse der Manager zu empfehlen sind, sondern "a third possibility exists, however … It ist conceivable, – indeed it seems almost essential if the corporate system ist o survive, – that the control oft he great corporations should develop into a purely neutral technocracy, balancing a variety of clains by various groups in the communtiy an assigning to each a portion of the income stream on the basis of public policy rather than private cupidity." So sind die wichtigsten Hauptteilnehmer der Unternehmung die Beschäftigten, Lieferanten, Distributoren, Kapitalanleger und Konsumenten.

Die Stakeholder-Theorie ist zwar deskriptiv, da sie reale Phänomene, wie z. B. das Entscheidungsverhalten der Manager beschreibt, erklärt und ggf. darauf fußende Prognosen abgibt, aber auch oft normativ argumentierend, da die benötigte Berücksichtigung von Stakeholder-Interessen nicht ökonomisch sondern bspw. aus ethisch-moralischen Erwägungen begründet wird. Dabei ist laut Donaldson und Preston (1995) die Gültigkeit der Theorie letztlich normativ zu rechtfertige, da die Basis ebendieser die normative Feststellung ist, dass Menschen durch ihre eigenen Interessen zu Stakeholdern der Unternehmung werden ("(t)he interests of all stakeholders are of intrinsic value. That is, each group of stakeholders merits consideration for its own sake.") und so von Managern beachtet werden müssen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Vereinbarung der Stakeholder-Theorie mit der Pflichtenethik und dem Utilitarismus: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen der Stakeholder-Theorie und setzt diese in Bezug zu deontologischen (Pflichtenethik) und konsequentialistischen (Utilitarismus) Ethikansätzen.

2 Die GLOBE-Studie: Hier wird das Forschungsprogramm zur globalen Führung untersucht und die neun Kulturdimensionen vorgestellt, um kulturelle Unterschiede in der Wirtschaft zu kategorisieren.

3 Differenzierung der Unternehmenskultur und Lernkultur mit Hilfe des Drei-Eben-modells und des Lernmodells: Dieses Kapitel analysiert mittels des Drei-Ebenen-Modells nach Schein und des Lernmodells von Agyris/Schön, wie Unternehmenskultur strukturiert ist und wie organisatorisches Lernen erfolgt.

Schlüsselwörter

Stakeholder-Theorie, Pflichtethik, Utilitarismus, GLOBE-Studie, Kulturdimensionen, Unternehmenskultur, Drei-Ebenen-Modell, Lernkultur, organisationales Lernen, Enkulturation, Sozialisation, Führung, Wirtschaftsethik, Schaden-Nutzen-Bilanz, Artefakte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die ethischen und kulturellen Rahmenbedingungen von Unternehmen und wie diese durch wissenschaftliche Modelle wie die Stakeholder-Theorie oder das Drei-Ebenen-Modell analysiert werden können.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf Wirtschaftsethik, interkulturellem Management sowie der Dynamik von Unternehmenskultur und organisationalen Lernprozessen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, Zusammenhänge zwischen ethischen Prinzipien, kulturellen Clustern und der internen Organisationsstruktur darzulegen und deren Relevanz für die Unternehmenspraxis aufzuzeigen.

Welche wissenschaftlichen Modelle werden verwendet?

Unter anderem werden die Stakeholder-Theorie, die GLOBE-Studie, das Eisbergmodell von Schein sowie das Lernmodell nach Agyris/Schön angewandt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil erörtert die Vereinbarkeit von Stakeholder-Interessen mit Ethiksystemen, klassifiziert verschiedene Kulturdimensionen und erläutert Ebenen der Unternehmenskultur sowie das Konzept der Enkulturation.

Welche Schlagworte charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind Stakeholder-Theorie, Utilitarismus, Pflichtethik, Kulturdimensionen und organisationales Lernen.

Was besagt die Schaden-Nutzen-Bilanz im Kontext des Utilitarismus?

Sie ist ein utilitaristisches Kalkül, das dazu dient, Entscheidungen – wie beispielsweise Entlassungen – durch die Quantifizierung von Freude und Leid (TILLYs) moralisch zu bewerten.

Wie unterscheiden sich Enkulturation und Sozialisation laut dem Text?

Während die Enkulturation das Erlernen kultureller Basisfähigkeiten beschreibt, ist die Sozialisation ein milieuspezifischer Teilbereich, der sich auf den gesamtgesellschaftlichen Kontext bezieht.

Ende der Leseprobe aus 21 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Unternehmenskultur und Wirtschaftsethik. Die GLOBE-Studie
Untertitel
Stakeholder-Theorie, Drei-Ebenen-Modell und das Lernmodell
Hochschule
SRH Fernhochschule
Note
1,3
Autor
Moritz Kleforn (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
21
Katalognummer
V1163956
ISBN (eBook)
9783346570406
ISBN (Buch)
9783346570413
Sprache
Deutsch
Schlagworte
unternehmenskultur wirtschaftsethik globe-studie stakeholder-theorie drei-eben-modell lernmodell
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Moritz Kleforn (Autor:in), 2020, Unternehmenskultur und Wirtschaftsethik. Die GLOBE-Studie, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1163956
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Leseprobe aus  21  Seiten
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