"Werbung ist die Kunst, auf den Kopf zu zielen und die Brieftasche zu treffen"
Vance Packard
Um auch die Brieftasche bei jedem Menschen unterschiedlicher Nationen zu treffen
bedarf es Unterschiede in der Werbung.
Unterschiede in der Werbung sind von Land zu Land sichtbar. Während deutsche
Ärzte nicht werben dürfen ist Werbung von britischen Ärzten ganz legitim und es
wird sogar gewünscht. Patienten sollen so über die Arbeit ihrer Ärzte informiert
werden damit ihnen die Ärztewahl leichter fällt (vgl. www.aerzteblatt.de)
Im Gegensatz dazu erhielten die Werbeplakate zu der TV-Serie "The L Word" von
den biederen Briten über 600 Beschwerden. Folglich mussten die Werbeplakate mit
provokanter Darstellung von Frauen wieder beseitigt werden, teilte die englische
Tageszeitung "Guardian" mit (vgl. www.satundkabel.de).
Ein anderes Beispiel aus Großbritannien ist die Armani Junior Werbung die für
Furore sorgte. Ein weiblich aussehender Junge wird auf einer Anzeige
Oberkörperfrei abgebildet, er trägt nur eine Jeans und eine Halskette. Dies empörte
die Briten und führte bei dieser Kampagne wieder zu heftigen Beschwerden, da man
nach Ansicht der Briten einen Jungen nicht so sexistisch darstellen könnte (vgl.
www2.onunterhaltung.t-online.de). [...]
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1 Welche Unterschiede gibt es?
2. Internationales Marketing: Marktbedingungen in Deutschland und Großbritannien
2.1 Internationale Produktpolitik
2.1.1 Produktentwicklungsprozess
2.1.2 Produktdesign
2.1.3 Produktname/Marke
2.2 Internationale Kommunikationspolitik
2.2.1 Internationales Branding
2.2.2 Rahmenbedingungen der Internationalen Kommunikationspolitik bezogen auf Deutschland und Großbritannien
2.2.2.1 Rechtliche Rahmenbedingungen
2.2.3 Internationale Werbung
2.2.3.1 Organisation der internationalen Werbung
2.3 Internationale Preispolitik
2.3.1 Zielsetzung internationaler Preisentscheidungen
2.3.2 Unternehmensinterne/externe Determinante der internationalen Preispolitik
2.3.3 Auswirkungen geografischer Preisdifferenzen
2.4 Internationale Distributionspolitik
2.4.1 Distributionsorgane
2.4.2 Direkter und indirekter Export sowie Vertrieb
3. Das Image von Deutschland und Großbritannien
3.1 Was Großbritannien über Deutschland denkt
3.2 Was Deutschland über Großbritannien denkt
4. Beispiele aus der Werbung
4.1 Audi und BMW
4.1.2 Audi
4.1.3 BMW
4.1.3.1 Marketingaktivitäten zum 1er BMW
5. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Unterschiede und Gemeinsamkeiten im Bereich der Werbung zwischen Deutschland und Großbritannien unter Berücksichtigung kultureller, rechtlicher und wirtschaftlicher Rahmenbedingungen. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie international agierende Unternehmen ihre Marketingstrategien an länderspezifische Gegebenheiten anpassen müssen, um effektiv zu kommunizieren.
- Grundlagen des internationalen Marketings (Produkt-, Kommunikations-, Preis- und Distributionspolitik)
- Einfluss rechtlicher Rahmenbedingungen und nationaler Gesetze auf Werbemaßnahmen
- Analyse des gegenseitigen Images von Deutschland und Großbritannien
- Fallbeispiele aus der Automobilbranche (Audi und BMW)
- Erfolgsfaktoren für eine länderübergreifende Markenführung
Auszug aus dem Buch
1.1 Welche Unterschiede gibt es?
"Werbung ist die Kunst, auf den Kopf zu zielen und die Brieftasche zu treffen" Vance Packard
Um auch die Brieftasche bei jedem Menschen unterschiedlicher Nationen zu treffen bedarf es Unterschiede in der Werbung.
Unterschiede in der Werbung sind von Land zu Land sichtbar. Während deutsche Ärzte nicht werben dürfen ist Werbung von britischen Ärzten ganz legitim und es wird sogar gewünscht. Patienten sollen so über die Arbeit ihrer Ärzte informiert werden damit ihnen die Ärztewahl leichter fällt (vgl. www.aerzteblatt.de)
Im Gegensatz dazu erhielten die Werbeplakate zu der TV-Serie "The L Word" von den biederen Briten über 600 Beschwerden. Folglich mussten die Werbeplakate mit provokanter Darstellung von Frauen wieder beseitigt werden, teilte die englische Tageszeitung "Guardian" mit (vgl. www.satundkabel.de).
Ein anderes Beispiel aus Großbritannien ist die Armani Junior Werbung die für Furore sorgte. Ein weiblich aussehender Junge wird auf einer Anzeige Oberkörperfrei abgebildet, er trägt nur eine Jeans und eine Halskette. Dies empörte die Briten und führte bei dieser Kampagne wieder zu heftigen Beschwerden, da man nach Ansicht der Briten einen Jungen nicht so sexistisch darstellen könnte (vgl. www2.onunterhaltung.t-online.de).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einführung verdeutlicht anhand von Beispielen, dass Werbung aufgrund nationaler Unterschiede angepasst werden muss, um wirksam zu sein.
2. Internationales Marketing: Marktbedingungen in Deutschland und Großbritannien: Dieses Kapitel erläutert die strategischen Anpassungen in den Bereichen Produkt-, Kommunikations-, Preis- und Distributionspolitik im internationalen Kontext.
3. Das Image von Deutschland und Großbritannien: Die Untersuchung beleuchtet die wechselseitigen Wahrnehmungen und Vorurteile, die das Image der beiden Nationen prägen, und deren Einfluss auf die Außenwirkung.
4. Beispiele aus der Werbung: Anhand der Unternehmen Audi und BMW wird aufgezeigt, wie international agierende Marken ihre Werbebotschaften und Kampagnen in Deutschland und Großbritannien umsetzen.
5. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass trotz nationaler regulatorischer Unterschiede viele Kampagnen standardisiert werden können, wobei die Kernbotschaft immer die Zielgruppenbedürfnisse adressieren muss.
Schlüsselwörter
Internationales Marketing, Deutschland, Großbritannien, Werbestrategie, Standardisierung, Differenzierung, Markenimage, Produktpolitik, Kommunikationspolitik, Preispolitik, Distributionspolitik, kulturelle Unterschiede, rechtliche Rahmenbedingungen, Markenführung, Werbeaufwendungen
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die Herausforderungen und Unterschiede im internationalen Marketing zwischen Deutschland und Großbritannien.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf den Marketinginstrumenten (Produkt, Preis, Kommunikation, Distribution) sowie dem Einfluss von nationalen Bildern und rechtlichen Rahmenbedingungen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Es soll analysiert werden, wie Unternehmen ihre Werbung an verschiedene nationale Märkte anpassen und warum dies für den Erfolg notwendig ist.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt eine Literaturanalyse, Datenvergleiche sowie konkrete Fallbeispiele aus der Automobilindustrie.
Was wird im Hauptteil detailliert behandelt?
Der Hauptteil analysiert die Marketing-Mix-Instrumente, die Bedeutung des Landesimages sowie die Werbepraxis anhand von Audi und BMW.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wesentliche Begriffe sind Internationales Marketing, Standardisierung, Differenzierung und Marktanpassung.
Wie unterscheidet sich die Werbung für Ärzte in Deutschland und Großbritannien?
Während Werbung für Ärzte in Deutschland untersagt ist, ist sie in Großbritannien legitim und wird sogar als Entscheidungshilfe für Patienten erwünscht.
Welchen Einfluss hat die Fußballweltmeisterschaft 2006 auf das deutsche Image in Großbritannien gehabt?
Die WM führte zu einer positiven Veränderung des deutschen Images, da das Land als attraktives Reiseziel mit Organisationstalent und Gastfreundschaft wahrgenommen wurde.
Wie geht BMW mit länderspezifischer Werbung im Vergleich zu Audi um?
Während Audi oft auf einheitliche Claims setzt, nutzt BMW in Deutschland und Großbritannien unterschiedliche Werbebotschaften, um die spezifischen lokalen Zielgruppen besser anzusprechen.
Welche Bedeutung haben die "April Fool's advertisements" von BMW?
Diese jährlichen Spaß-Anzeigen in der britischen Presse dienen dazu, die Zielgruppe durch Humor anzusprechen und eine lokale Identifikation mit der Marke zu schaffen.
- Quote paper
- Kathrin Segeritz (Author), 2006, Unterschiede in der Werbung in Deutschland und Großbritannien, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/116394