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Lebenslanges Lernen. Eine kritische Betrachtung aus erziehungswissenschaftlicher Sicht

Titel: Lebenslanges Lernen. Eine kritische Betrachtung aus erziehungswissenschaftlicher Sicht

Hausarbeit , 2013 , 13 Seiten , Note: 1

Autor:in: Sascha Hülcker (Autor:in)

Pädagogik - Erwachsenenbildung

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Arbeit wird erörtert, was unter dem Schlagwort „Lebenslanges Lernen“ (LLL) zu verstehen ist und unter welchen Umständen dieses Phänomen durchaus kritisch zu betrachten ist. Zunächst wird LLL als solches definiert und die grundlegendsten Festlegungen der EU und der OECD benannt und deren Intentionen beschrieben.

Anschließend kommt eine kritische Betrachtung einiger Teilaspekte des LLL aus zumeist erziehungswissenschaftlicher Sicht zum Ausdruck, anhand derer deutlich werden soll, dass eine große Diskrepanz zwischen ökonomischen Ansprüchen einer sich selbst als Wissensgesellschaft verstehenden Gemeinschaft und bildungstheoretischer Wirklichkeit, in der die Gesellschaft laut Konrad Paul Liessmann wohl zutreffender als "Desinformationsgesellschaft" bezeichnet würde, herrscht.

Besondere Relevanz hat die Thematik im Bereich der Erwachsenenbildung und insbesondere dort wird die Kritik am Konzept des LLL aus erziehungswissenschaftlicher Sicht beachtenswert laut, wo sich die Schnittstelle zwischen Interessen der Wirtschaft und den Interessen einer humanistischen Bildungsvorstellung befindet, denn auch dort, wo augenscheinlich ein Konsens vorhanden ist, muss die Situation doch differenziert betrachtet werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1.Einleitung

2. Lebenslanges Lernen – ein Versuch der Definition

3. Inhalte und Ziele des Lebenslangen Lernens

4. Kritische Betrachtung des Lebenslangen Lernens in der Literatur

4.1. Die Wissensgesellschaft

4.2. Das Lernen lernen

4.3. Humanressource Mensch

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit verfolgt das Ziel, das Konzept des lebenslangen Lernens (LLL) auf Basis des Memorandums der Europäischen Kommission kritisch zu hinterfragen und die Diskrepanz zwischen ökonomischen Anforderungen einer Wissensgesellschaft und bildungstheoretischer Realität aufzuzeigen.

  • Definition und Zielsetzung des Lebenslangen Lernens
  • Die kritische Rolle der sogenannten Wissensgesellschaft
  • Die Problematik der Forderung „Das Lernen lernen“
  • Die Ökonomisierung des Menschen als Humanressource
  • Spannungsfeld zwischen Wirtschaft und humanistischer Bildung

Auszug aus dem Buch

4.1. Die Wissensgesellschaft

Beschäftigt man sich heutzutage tiefergehend mit einschlägiger Literatur zum Thema LLL, tritt als eine der wichtigsten Ursachen für die Notwendigkeit eines Paradigmenwechsels hin zum LLL die Tatsache in den Vordergrund, dass Gesellschaften und Wirtschaften einem immer schnelleren Wandel unterliegen, dass eine Bildung, die mit dem Austritt aus der Ausbildung oder der Universität beendet ist nicht mehr ausreicht, um sich in einer technologisierten, globalisierten und ökonomisierten Welt zurecht zu finden, ohne sich permanent selbst zu aktualisieren. Die Gesellschaft wandelt sich in eine „Wissensgesellschaft“, in welcher der Begriff an sich zum modischen Schlagwort geworden ist. Bergsdorf schreibt dazu: „Heute zeigt die ständig wachsende Verwendungshäufigkeit des Terminus ‚Wissensgesellschaft‘ die Zentralität an, die dem Wissen in unserer pluralistischen, von Globalisierungsängsten geschüttelten und von Globalisierungserwartungen enthusiasmierten Wohlstandsgesellschaft zukommt.“ (2006, S.9). Dass der Ausdruck „Wissensgesellschaft“ jedoch kritisch gesehen werden muss, macht Liessmann sehr deutlich:

„Eine Gesellschaft, die sich selbst durch das >>Wissen<< definiert, könnte als Sozietät gedacht werden, in der Vernunft und Einsicht, Abwägen und Vorsicht, langfristiges Denken und kluge Überlegung, wissenschaftliche Neugier und kritische Selbstreflexion, das Sammeln von Argumenten und überprüfen von Hypothesen endlich die Oberhand über Irrationalität und Ideologie, Aberglaube und Einbildung, Gier und Geistlosigkeit gewonnen haben. Jeder Blick auf die rezente Gesellschaft aber zeigt, daß das Wissen dieser Gesellschaft nichts mit dem zu tun hat, was in der europäischen Tradition seit der Antike mit den Tugenden der Einsicht, lebenspraktischen Klugheit, letztlich mit Weisheit assoziiert wurde. Die Wissensgesellschaft ist keine besonders kluge Gesellschaft. Die Irrtümer und Fehler, die in ihr gemacht werden, die Kurzsichtigkeit und Aggressivität, die in ihr herrschen, sind nicht geringer als in anderen Gesellschaften, und ob wenigstens der allgemeine Bildungsstand höher ist, erscheint durchaus fraglich. Das Ziel der Wissensgesellschaft ist nicht Weisheit, auch nicht Selbsterkenntnis im Sinne des griechischen Gnóthi seauton [im Original kursiv], nicht einmal die geistige Durchdringung der Welt, um sie und ihre Gesetze besser zu verstehen. Es gehört zu den Paradoxa der Wissensgesellschaft, daß sie das Ziel jedes Erkennens, die Wahrheit oder zumindest eine verbindliche Einsicht, nicht erreichen darf. In ihr, in dieser Gesellschaft lernt niemand mehr, um etwas zu wissen, sondern um des Lernens selbst willen. Denn alles Wissen, so das Credo ausgerechnet der Wissensgesellschaft, veraltet rasch und verliert seinen Wert.“ (2011, S.26f.)

Zusammenfassung der Kapitel

1.Einleitung: Einführung in den Diskurs über das lebenslange Lernen und Darlegung der zentralen Fragestellung bezüglich der Diskrepanz zwischen ökonomischen Ansprüchen und bildungstheoretischer Wirklichkeit.

2. Lebenslanges Lernen – ein Versuch der Definition: Erläuterung der verschiedenen Definitionsansätze des Konzepts sowie Abgrenzung der Bereiche formale, nicht-formale und informelle Bildung.

3. Inhalte und Ziele des Lebenslangen Lernens: Analyse der von der Europäischen Kommission formulierten Zielvorgaben, insbesondere der Förderung von Beschäftigungsfähigkeit und aktiver Staatsbürgerschaft.

4. Kritische Betrachtung des Lebenslangen Lernens in der Literatur: Fundierte Auseinandersetzung mit den Begriffen Wissensgesellschaft, der Maxime des „Lernens lernen“ und der zunehmenden Humankapitalisierung des Menschen.

5. Fazit: Zusammenfassende Reflexion der Ergebnisse und kritische Einordnung des lebenslangen Lernens als gesellschaftlicher Anpassungszwang unter ökonomischen Vorzeichen.

Schlüsselwörter

Lebenslanges Lernen, LLL, Europäische Kommission, Wissensgesellschaft, Humankapital, Humanressource, Bildungspolitik, Ökonomisierung, Erwachsenenbildung, Kompetenz, Anpassungsleistung, Selbstgesteuertes Lernen, Beschäftigungsfähigkeit, Bildungskritik, Pädagogik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit einer kritischen erziehungswissenschaftlichen Analyse des Konzepts des lebenslangen Lernens, wie es von der Europäischen Kommission definiert wurde.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Fokus stehen die Wissensgesellschaft, die ökonomische Instrumentalisierung von Bildung sowie das kritische Hinterfragen von Begriffen wie Humankapital und Selbstverantwortung im Lernprozess.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es aufzuzeigen, dass das Konzept des lebenslangen Lernens oft einseitig ökonomischen Verwertungsinteressen dient und den Menschen zunehmend als anpassungsfähige Ressource betrachtet.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und einer kritischen Auseinandersetzung mit dem Memorandum für Lebenslanges Lernen der Europäischen Kommission sowie einschlägiger bildungstheoretischer Fachliteratur.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die inhaltlichen Ziele des Memorandums sowie eine differenzierte Kritik an der sogenannten Wissensgesellschaft und der Übertragung von unternehmerischen Logiken auf den Menschen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Lebenslanges Lernen, Wissensgesellschaft, Humankapital, Ökonomisierung und Bildungskritik.

Wie bewertet der Autor das Konzept des „Lernens lernen“?

Das Konzept wird kritisch als eine „Ideologie der leeren Lernbewegung“ hinterfragt, die den Fokus von inhaltlicher Bildung auf die reine formale Anpassung an marktwirtschaftliche Anforderungen verlagert.

Warum wird der Begriff „Humanressource“ im Kontext des LLL so stark kritisiert?

Die Kritik richtet sich dagegen, dass der Mensch auf seine ökonomische Verwertbarkeit reduziert wird und Bildungseinrichtungen zunehmend zu „Humanressourcenveredelungsbetrieben“ umfunktioniert werden.

Ende der Leseprobe aus 13 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Lebenslanges Lernen. Eine kritische Betrachtung aus erziehungswissenschaftlicher Sicht
Hochschule
Leopold-Franzens-Universität Innsbruck  (Institut für Erziehungswissenschaften)
Veranstaltung
Lernen für das Leben: Grundprinzip und Schlüsselkompetenz
Note
1
Autor
Sascha Hülcker (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
13
Katalognummer
V1162758
ISBN (eBook)
9783346565686
ISBN (Buch)
9783346565693
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Lebenslanges Lernen Erziehungswissenschaften
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Sascha Hülcker (Autor:in), 2013, Lebenslanges Lernen. Eine kritische Betrachtung aus erziehungswissenschaftlicher Sicht, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1162758
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  13  Seiten
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