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Vergleichende Betrachtung der Ätiologie und Therapie von ADHS im Kindes- und Jugendalter aus psychoanalytischer und medizinisch-biologischer Sicht

Title: Vergleichende Betrachtung der Ätiologie und Therapie von ADHS im Kindes- und Jugendalter aus psychoanalytischer und medizinisch-biologischer Sicht

Term Paper , 2021 , 15 Pages

Autor:in: Benedikt Wimmer (Author)

Pedagogy - Pedagogic Psychology

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Die Aufmerksamkeitsdefizithyperaktivitätsstörung ist eine der am häufigsten diagnostizierten psychischen Störungen bei Kindern und Jugendlichen, wobei die Prävalenz auf ca. 5 % weltweit geschätzt wird. Obwohl viele Menschen weltweit an der Aufmerksamkeitsdefizithyperaktivitätsstörung leiden, ist trotz intensiver Forschung in den letzten Jahrzehnten immer noch nicht vollständig geklärt, welches die Ursachen der Entstehung von ADHS sind. Der aktuelle Stand der Forschung zeigt derzeit, dass ein Zusammenspiel mehrere Variablen von Genetik, Umwelt und neurobiologischen Faktoren die Störung hervorrufen bzw. begünstigen. Aufgrund der pluralen Erklärungsweisen haben unterschiedliche Disziplinen, kontroverse Therapieformen entwickelt. Dabei beschreibt der Kinder- und Jugendpsychiater Peter Riedesser ADHS als eine der größten Kontroversen in der Geschichte der Kinder- und Jugendpsychatrie.

Im Rahmen dieser Hausarbeit möchte ich mich dieser Thematik näher widmen und zwei der vielleicht kontroversesten diskutierten Ursachen und deren Therapieformen im Kinder- und Jugendalter näher beleuchten. Zum einen, die im Diskurs am prominentesten vertretene Sicht der Medizin, welche die ätiologische Erklärung aufgrund eines Neurotransmitter-Defizites im Frontalhirn sieht. Zum anderen, die psychoanalytische Kinder- und Jugendpsychologie, welche die Ursache der Entstehung von ADHS im Zusammenhang mit schmerzlichen Erfahrungen im Kleinkindalter erklärt. Dabei kann die Psychoanalyse auf verschiedenste Theorien, wie der Ich-Psychologie, sowie Objektbeziehungstheorie als auch Bindungstheorie zurückgreifen.

Resultierend aus den unterschiedlichen Ätiologie Modellen entstehen auch dementsprechend konträre Behandlungsformen. Daraus ergibt sich schließlich meine Fragestellung, inwiefern sich die Ätiologie von der Aufmerksamkeitsdefizithyperaktivitätsstörung im Kinder- und Jugendalter aus medizinisch-biologischer, sowie psychoanalytischer Sichtweise unterscheiden und welche Therapieformen sich daraus ergeben? Im Fazit soll es dann darum gehen, die beiden Sichtweisen in einen sinnvollen Kontext zu stellen und eventuelle daraus sich ergebenden Therapieansatz zu erläutern.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Krankheitsbild der ADHS

2.1 Symptome

2.2 Diagnose

3 Medizinisch-biologische Perspektive auf ADHS

3.1 Ätiologie aus medizinisch-biologischer Perspektive

3.2 Medikamentöse Behandlung

4 Psychoanalytische Betrachtungsweise auf ADHS

4.1 Ätiologie aus psychoanalytischer Perspektive

4.2 Psychoanalytische Interventionen bei ADHS

5 Diskussion der Ergebnisse

5.1 Symptomverständnis

5.2 Ätiologische und therapeutische Unterschiede

6 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Kontroverse um die Ätiologie und Therapie von ADHS im Kindes- und Jugendalter, indem sie die medizinisch-biologische Sichtweise mit der psychoanalytischen Perspektive vergleicht und in einen Kontext setzt.

  • Kernsymptome und diagnostische Einordnung von ADHS
  • Medizinisch-biologische Erklärungsmodelle (Neurotransmitter-Defizite) und Pharmakotherapie
  • Psychoanalytische Ansätze (Ich-Psychologie, Objektbeziehungstheorie, Bindungstheorie)
  • Diskussion über Symptomverständnis und Behandlungsansätze
  • Plädoyer für einen interdisziplinären, ganzheitlichen Therapieansatz

Auszug aus dem Buch

4.1 Ätiologie aus psychoanalytischer Perspektive

Die psychoanalytische Perspektive im Sinne der Ich-Psychologie sieht Aufmerksamkeit als eine hochkomplexe Ich-Funktion. Diese Ich-Funktion entwickelt sich im Säuglingsalter in Beziehungskontexten mit primären Bezugspersonen. Dabei kommt es darauf an, ob diese ihre eigenen Impulse sowie die des Säuglings im lustvollen Austausch flexibel steuern können. Der Säugling nimmt die gemeinsam wahrgenommene Aufmerksamkeit unmittelbar auf, imitiert und assimiliert diese und integriert sie in das Ich (vgl. Bürgin & Streck, 2007 S.318). Die Aufmerksamkeit beschreibt dabei eine Ich-Funktion, welche Möglichkeiten sucht Triebe in der Umwelt zu befriedigen (vgl. Leuziger-Bohleber et al., 2007, S.360). Aufmerksamkeitsstörungen können daher als Dysfunktion des Ichs beschrieben werden. Diese können dann entstehen, wenn primäre Bezugspersonen und der Säugling es nicht geschafft haben, im Sinne des Lustprinzips Aufmerksamkeit auf gemeinsame Ziele zu lenken (Vgl. Bürgin & Streck, 2007, S.318). Auch ist es Kindern, wenn sie keine stabilen Ich-Funktionen entwickelt haben, nicht möglich ihr Verhalten selbst zu regulieren. Deshalb sind sie, bei Verhaltensregulation auf primäre Bezugspersonen angewiesen. Können diese das Kind dabei nicht unterstützen, kann das Kind kaum adäquate Strategien zur Trieb- und Affektregulation entwickeln. In der Konsequenz kann Hyperaktivität entstehen (vgl. Leuziger-Bohleber et al., 2007, S.360).

Ein anderes Erklärungskonzept zur Entstehung von ADHS-Symptomen kommt aus der psychoanalytischen Objektbeziehungstheorie. Im Kern geht es um die Internalisierungsprozesse früher Beziehungserfahrungen, welche der Säugling mit seinen primären Bezugspersonen durchlebt. Diese Internalisierungen sind deshalb bedeutsam, da sie als essenziel für die Entwicklung von psychischen Strukturen, Triebbedürfnissen und Persönlichkeitsmerkmalen betrachtet werden. In diesem Altersstadium ist zwischen zwei affektiven Zuständen zu unterscheiden. Einer wird als sogenannter mild-affektiver Zustand bezeichnet. Dabei erfährt der Säugling normale Internalisierung in Form von angenehmen Körpergefühl. Somit können sich normale Ich-Funktionen entwickeln, die sich im Gehirn des Kindes verfestigen (vgl. Leuziger-Bohleber et al., 2007, S.361).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Kontroverse um die ADHS-Diagnose ein und stellt die Forschungsfrage nach den Unterschieden zwischen medizinisch-biologischer und psychoanalytischer Sichtweise.

2 Krankheitsbild der ADHS: Dieses Kapitel definiert die Kernsymptome Unaufmerksamkeit, Hyperaktivität und Impulsivität sowie den diagnostischen Prozess als Wahrscheinlichkeitsdiagnose.

3 Medizinisch-biologische Perspektive auf ADHS: Hier werden neurobiologische Ursachen wie Dopamin-Defizite und die daraus abgeleitete medikamentöse Behandlung mit Stimulanzien erläutert.

4 Psychoanalytische Betrachtungsweise auf ADHS: Dieses Kapitel beleuchtet psychodynamische Ätiologiemodelle, die ADHS-Symptome als Folge von frühen Bindungserfahrungen und Störungen der Ich-Entwicklung verstehen.

5 Diskussion der Ergebnisse: Hier werden die konträren Positionen zum Symptomverständnis, der Ätiologie und den daraus resultierenden Therapieformen gegenübergestellt.

6 Fazit: Das Fazit fordert einen ganzheitlichen, multifaktoriellen Therapieansatz unter Einbeziehung verschiedener Disziplinen, um den Bedürfnissen von Kindern gerecht zu werden.

Schlüsselwörter

ADHS, Aufmerksamkeitsdefizit, Hyperaktivität, Medizin, Psychoanalyse, Ätiologie, Therapie, Kindesentwicklung, Neurobiologie, Bindungstheorie, Ich-Funktion, Medikamentöse Behandlung, Interdisziplinarität, Sozialisation, Psychodynamik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die kontroversen Sichtweisen auf ADHS bei Kindern und Jugendlichen, insbesondere den Vergleich zwischen medizinisch-biologischen und psychoanalytischen Erklärungs- und Therapieansätzen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentrale Themen sind die Symptomatik und Diagnose, die neurobiologische Forschung, die psychoanalytischen Theorien zur Entwicklung sowie die Diskussion über therapeutische Konsequenzen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Unterschiede in der Ätiologie und Therapie zwischen der medizinisch-biologischen und der psychoanalytischen Perspektive herauszuarbeiten und zu hinterfragen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Auseinandersetzung mit Fachliteratur, um die verschiedenen Konzepte und Erklärungsmodelle einander gegenüberzustellen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden das Krankheitsbild, die medizinisch-biologische Perspektive (inklusive Pharmakotherapie) sowie die psychoanalytische Perspektive (inklusive verschiedener Entwicklungstheorien) detailliert analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind ADHS, Ätiologie, Psychoanalyse, Medizin, Therapie, Bindungstheorie und Neurobiologie.

Wie unterscheidet sich die medizinische von der psychoanalytischen Sicht auf Symptome?

Während die Medizin Symptome als pathologische Werte innerhalb von Klassifikationssystemen betrachtet, sieht die Psychoanalyse sie als Ausdruck innerer Konflikte und als sinnvolle Äußerung des Kindes.

Welchen Stellenwert nimmt die medikamentöse Behandlung ein?

Die medizinische Perspektive nutzt Medikamente zur Symptomlinderung durch den Ausgleich von Neurotransmitter-Defiziten; die Psychoanalyse sieht dies lediglich als Unterstützung, warnt aber vor der Vernachlässigung pädagogisch-psychologischer Hilfe.

Was ist die Schlussfolgerung des Autors bezüglich der Therapie?

Der Autor plädiert für einen ganzheitlichen, multifaktoriellen Ansatz, der nicht nur auf Einzeltherapie (wie Pharmakotherapie) setzt, sondern verschiedene Blickwinkel interdisziplinär vereint.

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Details

Title
Vergleichende Betrachtung der Ätiologie und Therapie von ADHS im Kindes- und Jugendalter aus psychoanalytischer und medizinisch-biologischer Sicht
Author
Benedikt Wimmer (Author)
Publication Year
2021
Pages
15
Catalog Number
V1156424
ISBN (eBook)
9783346549860
ISBN (Book)
9783346549877
Language
German
Tags
vergleichende betrachtung ätiologie therapie adhs kindes- jugendalter sicht
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Benedikt Wimmer (Author), 2021, Vergleichende Betrachtung der Ätiologie und Therapie von ADHS im Kindes- und Jugendalter aus psychoanalytischer und medizinisch-biologischer Sicht, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1156424
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