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Opferedikt und die Religionspolitik unter Kaiser Decius. Handelte es sich um eine gezielte Christenverfolgung?

Title: Opferedikt und die Religionspolitik unter Kaiser Decius. Handelte es sich um eine gezielte Christenverfolgung?

Term Paper , 2021 , 17 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Mario Ziesemeier (Author)

World History - Early and Ancient History

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Summary Excerpt Details

Diese Arbeit wird einen umgrenzten Abschnitt der Soldatenkaiserzeit darstellen, nämlich die des Soldatenkaiser Decius, wobei ein gesonderter Blick auf die sogenannte decische Christenverfolgung gelegt wird. Es wird folgende Fragestellung versucht zu beantworten: Handelte es sich bei dem von Kaiser Decius ausgerufenen Opferedikt um eine geplante und gezielte Verfolgung von Christen?

Dafür wird zuerst ein Überblick über die Person des Decius vorangestellt. In dieser wird der Aufstieg sowie die Herrschaft in zusammenfassender Form dargestellt. Da im Verlauf der Arbeit teils vermehrt auf die Ereignisse der decischen Christenverfolgung Bezug genommen wird, gewährleistet dieser Überblick zudem, dass die Darstellung nicht andauernd für längere Erläuterungen unterbrochen werden muss.

Im Anschluss wird versucht eine Definition des Wortes „Christenverfolgung“ aus den Erkenntnissen christlicher Quellen herzuleiten, sowie mögliche Motive des Kaisers für eine solche Verfolgung. Daraufhin werden die Ereignisse, die dieses Opferedikt hervorbrachte mit den Erkenntnissen und der Definition der christlichen Autoren verglichen um die obige Frage zu beantworten, ob es sich bei den Ereignissen tatsächlich um eine Christenverfolgung handelte.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Einführung in die Thematik

1.2 Quellenlage und Methodik

2. Zur Person Decius

2.1 politischer Aufstieg

2.2 militärischer Aufstieg

2.3 Herrschaft und Fall von Decius

3. Die decische Christenverfolgung

3.1 Der Charakter der Verfolgung

3.2 Motive für die Ausrufung einer Verfolgung

3.2.1 Die christlichen Quellen

3.2.2 Die Religiosität von Decius

3.2.3 Die Bedeutung der Religionspolitik für Decius

4. Eine Christenverfolgung? – Das Opferedikt des Decius

4.1 Inhalt und Anlass des Opferedikts

4.2 Opferkommissionen, Opferlibelli und die Behörden

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht kritisch, ob das von Kaiser Decius im Jahr 249 erlassene Opferedikt als eine gezielte, reichsweite Christenverfolgung zu bewerten ist oder ob diese Interpretation christlicher Autoren einer historisch fundierten Überprüfung nicht standhält.

  • Biografische Analyse des Kaisers Decius und seines Aufstiegs
  • Kritische Quellenanalyse zur sogenannten decischen Christenverfolgung
  • Untersuchung der Motive für das Opferedikt
  • Funktionsweise und rechtlicher Kontext der Opferkommissionen und Opferlibelli

Auszug aus dem Buch

3.2.1 Die christlichen Quellen

Für jede Begründung müssen valide Argumente angeführt werden, da es ohne sie zu keiner aussagekräftigen Aussage kommen kann. Wer also die Ansicht vertrete, Decius habe das Opferedikt als eine Christenverfolgung genutzt, muss dafür Argumente anbringen, weshalb Decius die Christen verfolgt haben soll.

Ob es sich bei der Verfolgung unter Decius nun tatsächlich um eine Christenverfolgung im Sinne der obigen Definition handelt, ist es daher zunächst wichtig herauszufinden, welche Motive Decius für eine Verfolgung von Christen gehabt haben könnte. Beginnen wir erneut mit der Betrachtung der christlichen Überlieferung. Das wohl bekannteste überlieferte Argument von christlicher Seite zur Begründung der Decischen Verfolgung besagt: Aus Hass auf seinen Vorgänger Philippus Arabs, welcher ein großer Freund der Christen gewesen sein soll, habe Decius die Verfolgung begonnen:

„[...] les écrivains chrétiens s`accordent à voir dans la persécution déchainée par Dèce une réaction contre la politique de Philippe, une revanche du parti paien [...].“

Dieses Argument lässt sich zum ersten Mal in der Kirchengeschichte des Eusebius niedergeschrieben wiederfinden. Laut seiner Überlieferung vereinigt er die positive Bewertung des Philippus durch Dionysios von Alexandria mit der Kunde vom Briefwechsel des Origenes mit dem Kaiserhaus sowie mit Gerüchten, der Kaiser würde heimliche Verehrungen des Christengottes durchführen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Thematik der decischen Christenverfolgung und Darstellung der problematischen, subjektiven Quellenlage.

2. Zur Person Decius: Zusammenfassender Überblick über den politischen und militärischen Aufstieg von Decius sowie seine Amtszeit.

3. Die decische Christenverfolgung: Analyse der christlichen Sichtweise auf die Ereignisse und Diskussion möglicher Motive des Kaisers für das Edikt.

4. Eine Christenverfolgung? – Das Opferedikt des Decius: Rekonstruktion des Opferedikts und Untersuchung der Rolle von Opferkommissionen und Opferlibelli.

6. Fazit: Zusammenfassende Bewertung, die zu dem Schluss kommt, dass die Bezeichnung „Decische Christenverfolgung“ als christliche Interpretation historisch nicht haltbar ist.

Schlüsselwörter

Kaiser Decius, Opferedikt, Christenverfolgung, römische Religionspolitik, Opferlibelli, Opferkommissionen, christliche Quellen, 3. Jahrhundert, Soldatenkaiser, Religionsgeschichte, Konstantin I., Antike, Quellenkritik, Eusebius, Historische Interpretation

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit dem sogenannten Opferedikt des römischen Kaisers Decius und der Frage, ob dieses historisch korrekt als gezielte Verfolgung der Christen im Römischen Reich klassifiziert werden kann.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Im Fokus stehen die Biografie des Kaisers Decius, eine Quellenkritik der christlichen Überlieferung sowie die Untersuchung der praktischen Durchführung des Opferedikts mittels Libelli und Opferkommissionen.

Was ist die primäre Forschungsfrage des Autors?

Die zentrale Forschungsfrage lautet, ob es sich bei dem von Kaiser Decius ausgerufenen Opferedikt um eine geplante und gezielte Verfolgung von Christen handelte oder ob dies eine Fehlinterpretation der Ereignisse durch zeitgenössische christliche Autoren darstellt.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Erkenntnisgewinnung verwendet?

Der Autor wendet eine kritische Quellenanalyse an, indem er christliche Schriften mit nicht-christlichen, „heidnischen“ Quellen abgleicht und die historische Plausibilität der Behauptungen hinterfragt.

Was wird im Hauptteil der Untersuchung behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der Person Decius, eine detaillierte Auseinandersetzung mit der Begriffsdefinition der Christenverfolgung und die Prüfung der Motive für das Edikt, ergänzt durch die Analyse der administrativen Abläufe der Opferungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Opferedikt, Decius, Christenverfolgung, Quellenkritik, Opferlibelli und römische Religionsgeschichte definiert.

Warum wird die Darstellung des Eusebius im Text als unglaubwürdig kritisiert?

Der Autor argumentiert, dass Eusebius das Motiv des Hasses auf den Vorgänger bereits bei Maximinus Thrax anwandte und es lediglich auf Decius übertrug, ohne dass dies durch unabhängige Belege gestützt wird.

Welche Funktion hatten die sogenannten Opferlibelli tatsächlich?

Die Libelli waren laut Untersuchung keine „Unterscheidungszertifikate“, um Christen zu identifizieren, sondern eine etablierte bürokratische Methode zur Dokumentation der Loyalität gegenüber den römischen Göttern, vergleichbar mit Steuererfassungen.

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Details

Title
Opferedikt und die Religionspolitik unter Kaiser Decius. Handelte es sich um eine gezielte Christenverfolgung?
College
Ernst Moritz Arndt University of Greifswald  (Historisches Institut)
Grade
1,3
Author
Mario Ziesemeier (Author)
Publication Year
2021
Pages
17
Catalog Number
V1152417
ISBN (eBook)
9783346573674
ISBN (Book)
9783346573681
Language
German
Tags
opferedikt religionspolitik kaiser decius handelte christenverfolgung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Mario Ziesemeier (Author), 2021, Opferedikt und die Religionspolitik unter Kaiser Decius. Handelte es sich um eine gezielte Christenverfolgung?, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1152417
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