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Orthographie-Erwerb am Beispiel der Groß- und Kleinschreibung

Titel: Orthographie-Erwerb am Beispiel der Groß- und Kleinschreibung

Examensarbeit , 2007 , 55 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Linda Steinkamp (Autor:in)

Sprachwissenschaft / Sprachforschung (fachübergreifend)

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

„Ein Hauptgrund für abgelehnte Bewerbungen sind die mangelnden Rechtschreibkenntnisse der Schulabgänger.“ Das liest und hört man immer wieder und meistens lastet die Schuldzuweisung auf den Schultern der Lehrer. Keine Frage, „die Vermittlung von sicheren Rechtschreibfähigkeiten ist nach wie vor eine wichtige Aufgabe des Deutschunterrichts“1. Doch woher rühren all die Mängel? Sind wirklich nur die Lehrer schuld? Verunsichert nicht auch die Rechtschreibreform und die Reform der Reform Schüler, Lehrer und alle mit Sprache agierenden Wesen? Ist es die Didaktik, der die Lehrer die Schuld zuweisen können? Oder trägt die Sprache allein die Last? Kann es einen Weg geben dem Mangel ein Ende zu bereiten, einen Weg hinaus aus dem Dschungel deutscher Rechtschreibung?
Sicher können all diese Fragen nicht beantwortet werden. Aber es lohnt sich allemal einen Blick auf dieses weite Feld der Orthographie und dessen Erwerb zu werfen. Es stellt sich die Frage, wie Kinder eigentlich rechtschreiben lernen und ob die vermittelten Regeln und das Wissen ausreichend sind, um erfolgreich schreiben zu können. Wenn die Rechtschreibkenntnisse der Schulabgänger bemängelt werden, so ist auch ein „Nachdenken über eine Optimierung des Schrifterwerbs höchst aktuell“ und unbedingt notwendig.
Als eines der wichtigsten und zugleich problematischsten Felder im Bereich des Orthographie-Erwerbs gilt die Groß- und Kleinschreibung (im Folgenden auch GKS). Bemerkenswert ist, „dass am Ende der Primarstufe ungefähr jeder vierte Orthographie-Fehler die GKS betrifft“ . Allein schon aus diesem Grund scheint eine nähere Betrachtung und Erforschung dieses problematischen Feldes lohnenswert und sinnvoll.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Vorwort

2. Die Regeln der satzinternen Groß- und Kleinschreibung als Wissensbasis für Schüler und Lehrer

2.1 Die traditionelle Didaktik

2.2 Ein neuer Ansatz als Alternative

3. Erhebung von Orthographie-Kenntnissen im Bereich der Groß- und Kleinschreibung am Ende der Grundschulzeit

3.1 Das Diktat

3.2 Die Schülertexte und erste Eindrücke

4. Die „Artikelprobe“ und „das schreibt man immer so“ oder wie Schüler ihre Schreibungen begründen

4.1 Die Nomen

4.2 Die Nominalisierungen

4.3. Die Denominalisierungen

4.4 Zusammenfassung der Ergebnisse

5. Fazit

6. Literatur

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, wie Grundschüler die Regeln der satzinternen Groß- und Kleinschreibung anwenden und begründen. Ziel ist es, die Wirksamkeit der traditionellen, wortartenbezogenen Didaktik zu hinterfragen und im Abgleich mit einem alternativen, syntaxbezogenen Ansatz zu prüfen, ob das vermittelte Regelwissen den Schülern hinreichende Sicherheit bietet.

  • Kritische Analyse der wortartenbezogenen Didaktik
  • Einführung in den syntaxbezogenen Ansatz nach Röber-Siekmeyer
  • Empirische Erhebung orthographischer Kenntnisse mittels Diktat
  • Qualitative Auswertung von Schüler-Interviews zu Begründungsstrategien
  • Vergleich der Anwendungssicherheit zwischen guten und schwächeren Rechtschreibern

Auszug aus dem Buch

2.2 Ein neuer Ansatz als Alternative

Ein alternativer didaktischer Ansatz zur Majuskelsetzung in der deutschen Rechtschreibung von Röber-Siekmeyer basiert auf syntaktischen Eigenschaften von Wörtern und klammert die traditionelle wortartengebundene Vermittlung aus. Wörter werden also nicht isoliert betrachtet und einer Wortart zugeordnet, aus der die Groß- oder Kleinschreibung hervorgeht, die Markierung erschließt sich bei diesem Modell einzig und allein aus dem textlichen Zusammenhang.

Doch warum macht man das? Die satzinterne Großschreibung markiert im Deutschen eigentlich Wörter, die durch Kleinschreibung eine andere Satzbedeutung auslösen. Großschreibung dient also in erster Linie als Lesehilfe. In einem Satz wie „Das haben Sie Ihren Eltern zu verdanken“ werden die großgeschriebenen Wörter als Anredeformen ausgezeichnet. Der Satz „Das haben sie ihren Eltern zu verdanken“ hat durch die Kleinschreibung eine ganz andere Satzbedeutung und die Wörter können nicht als Anredeformen verstanden werden. Wie schon erwähnt, werden nur in der deutschen Sprache Substantive und Eigennamen großgeschrieben. Eine Funktion, die diese Schreibung berechtigen würde, ist nicht zu ergründen.

Der neue Ansatz hat einen anderen Weg zum Erwerb der GKS eingeschlagen, der weniger durch Regeln versucht zu verallgemeinern, sondern vielmehr das Nachdenken über Sprache anregt. Dabei geht es darum, dass die Kinder lernen, Rechtschreibung zu erforschen und diese begreifen zu können und nicht durch mangelndes grammatisches Wissen auf orthographische Irrwege geführt werden, wie es in der traditionellen Regelvermittlung leider oft der Fall ist.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Vorwort: Die Einleitung beleuchtet die Problematik mangelnder Rechtschreibkenntnisse bei Schulabgängern und motiviert die Notwendigkeit, den Orthographie-Erwerb, insbesondere der Groß- und Kleinschreibung, kritisch zu untersuchen.

2. Die Regeln der satzinternen Groß- und Kleinschreibung als Wissensbasis für Schüler und Lehrer: Dieses Kapitel gegenüberstellt die traditionelle, auf Wortarten basierende Didaktik einem innovativen, syntaxorientierten Ansatz, der die Satzbedeutung und syntaktische Funktion in den Fokus rückt.

3. Erhebung von Orthographie-Kenntnissen im Bereich der Groß- und Kleinschreibung am Ende der Grundschulzeit: Hier wird das methodische Vorgehen der Untersuchung beschrieben, inklusive der Auswahl des Diktattextes und der Kriterien für die Auswahl der befragten Schüler.

4. Die „Artikelprobe“ und „das schreibt man immer so“ oder wie Schüler ihre Schreibungen begründen: Dieser Hauptteil analysiert die qualitativen Interviews, in denen Schüler ihre Schreibweisen für Nomen, Nominalisierungen und Denominalisierungen begründen, wobei die Artikelprobe als dominantes, aber oft unsicheres Hilfsmittel identifiziert wird.

5. Fazit: Die abschließende Betrachtung resümiert, dass das traditionelle Regelwissen für die Schüler oft nicht ausreicht und die isolierte Wortbetrachtung die Anwendung syntaktischer Kriterien erschwert.

6. Literatur: Auflistung der verwendeten Fachliteratur und Quellen für die Analyse des Schrifterwerbs.

Schlüsselwörter

Orthographie, Groß- und Kleinschreibung, GKS, Schrifterwerb, Grundschule, Artikelprobe, Wortarten, Syntax, Didaktik, Nominalisierung, Denominalisierung, Rechtschreibreform, Sprachbewusstsein, Fehleranalyse, Rechtschreibunterricht

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den Erwerb und die Anwendung der satzinternen Groß- und Kleinschreibung bei Viertklässlern und hinterfragt, wie effektiv die gängige wortartenbezogene Didaktik in diesem Bereich ist.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind die traditionelle versus syntaxbezogene Didaktik der Groß- und Kleinschreibung, die Problematik der Wortisolierung im Unterricht und die empirische Analyse von Schülerbegründungen bei orthographischen Entscheidungen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsfrage?

Ziel ist es zu klären, ob die in der Grundschule vermittelten Regeln den Kindern eine ausreichende Sicherheit für die korrekte Groß- und Kleinschreibung verleihen und inwieweit die Kinder in der Lage sind, ihr Regelwissen in einer Diktatsituation anzuwenden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine Kombination aus einer exemplarischen Erhebung (Diktat in einer vierten Grundschulklasse) und qualitativen Interviews, um die Begründungsstrategien von guten und schwächeren Rechtschreibern tiefgehend zu analysieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil dokumentiert die Durchführung des Diktats, stellt die Schülertexte gegenüber und wertet die Interviews zu den Kategorien Nomen, Nominalisierungen und Denominalisierungen detailliert aus.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Orthographie, Groß- und Kleinschreibung, Syntax, Didaktik, Artikelprobe, Schrifterwerb und Nominalisierung.

Warum fällt es den Schülern schwer, Nominalisierungen korrekt zu schreiben?

Laut der Studie führt die im Unterricht gelernte Artikelprobe bei komplexeren Kasusformen oder abstrakten Wörtern zu Unsicherheit, da die Kinder den direkten Bezug zum Artikel nicht mehr herstellen können und das Wort fälschlicherweise ihren bekannten Wortarten (Verb/Adjektiv) zuordnen.

Wie bewertet die Arbeit die Wirksamkeit der „Artikelprobe“?

Die Arbeit zeigt auf, dass die Artikelprobe zwar als wichtigste Kontrollmethode vermittelt wird, aber oft zu Verunsicherung führt, da sie isoliert vom syntaktischen Kontext angewendet wird und bei vielen Schülern nicht zu einem sicheren, regelbasierten Handeln führt.

Ende der Leseprobe aus 55 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Orthographie-Erwerb am Beispiel der Groß- und Kleinschreibung
Hochschule
Universität Münster  (Germanistisches Institut - Abteilung Didaktik der deutschen Sprache und Literatur)
Note
1,3
Autor
Linda Steinkamp (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2007
Seiten
55
Katalognummer
V115206
ISBN (eBook)
9783640159260
ISBN (Buch)
9783640160112
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Orthographie-Erwerb Beispiel Groß- Kleinschreibung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Linda Steinkamp (Autor:in), 2007, Orthographie-Erwerb am Beispiel der Groß- und Kleinschreibung, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/115206
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Leseprobe aus  55  Seiten
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