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Geschlecht und Peerkultur bei männlichen Jugendlichen. Die Konstruktion eigener Männlichkeit und Rolle der Weiblichkeit

Titel: Geschlecht und Peerkultur bei männlichen Jugendlichen. Die Konstruktion eigener Männlichkeit und Rolle der Weiblichkeit

Hausarbeit , 2019 , 11 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Marvin Gärtner (Autor:in)

Geschlechterstudien / Gender Studies

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit betrachtet die Dynamiken in Gruppen männlicher Jugendliche mit einem geschlechtsspezifischen Fokus darauf, wie die eigene Männlichkeit konstruiert wird und welche Rolle Weiblichkeit in diesem Prozess spielt. Männlichkeit ist immer wieder und immer öfter Thema in öffentlichen Diskursen. Insgesamt stellt sich die Frage, welche Bedeutung die Ablehnung, sowie Abwertung, von Weiblichkeit in der Konstruktion eigener Männlichkeit in geschlechtshomogenen Peergroups bei Jugendlichen hat. Zur Beantwortung der Frage muss zuerst grundsätzlich geklärt werden, in welchem Zusammenhang Geschlecht und Peer-Kultur stehen und wie beides in diesem Kontext zu verstehen ist.

Danach steht die Behandlung der obigen Frage im Zentrum, die sich einerseits als Frage nach der Funktion innerhalb der Konstruktion und andererseits als Frage nach dem Telos der Abwertung von Weiblichkeit behandeln lässt. Beide Aspekte müssen betrachtet werden, um die Frage der Arbeit vollständig beantworten zu können. Methodologisch muss schließlich noch gesagt werden, dass in dieser Arbeit keine eigene empirische Untersuchung unternommen wurde, sondern die theoretische Konzeption von Männlichkeit betrachtet wird, unter der Zuhilfenahme schon existierenden und durchgeführten empirischen Befragungen und Analysen.

Vor allem in der gegenwärtigen Me-too-Debatte geistert das Schlagwort toxic masculinity umher. Ein anderer Aspekt, der auch unter diesem Begriff diskutiert wird, ist die Abwertung und Ablehnung von Weiblichkeit bei und von Männern. In den Gender Studies wird dieses Phänomen auch unter den Begriffen Transmisogyny und Femmephobia verhandelt. Auf der Suche nach dem Ursprung dieses Phänomen muss ein Blick in die Konstruktion von Männlichkeit an sich geworfen werden – vor allem zum Zeitpunkt der Kindheit und Jugend, wenn sich die männliche Geschlechtsidentität formt. In der Forschung von Michael Meuser stand dabei vor allem die selbstgefährdende Körperkultur von Jungen im Zentrum. Jedoch spricht er nebenher auch von der Abwertung von Weiblichkeit innerhalb dieses Prozesses an. Das Phänomen bedarf also weiterer Untersuchung.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Männlichkeit heute

2. Geschlecht und Peerkultur

2.1. Geschlecht als Projekt

2.2. Peers und Peer-Groups

3. Konstruktion von Männlichkeit

4. Männlichkeit(en)

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die zentrale Bedeutung der Abwertung und Ablehnung von Weiblichkeit bei der Konstruktion eigener Männlichkeit innerhalb jugendlicher Peergroups und analysiert, wie diese Prozesse als Mittel zum Machterhalt und zur Identitätsabsicherung dienen.

  • Konstruktion von Männlichkeit als sozialer Prozess im Jugendalter
  • Die Rolle der Peergroup als Kontrollinstanz für Geschlechternormen
  • Mechanismen der Ausgrenzung durch die Markierung von Weiblichkeit
  • Hegemoniale Männlichkeit und das Streben nach Macht
  • Der Zusammenhang zwischen Männlichkeitskonstruktion und gesellschaftlichen Machtstrukturen

Auszug aus dem Buch

3. Konstruktion von Männlichkeit

Empirische Untersuchungen zeigen, dass männliche Jugendliche verschiedene Taktiken zur Konstruktion ihrer Männlichkeit einsetzen. Deborah David und Robert Brannon charakterisieren vier Elemente, die als normatives Leitbild für Männlichkeit dienen. Neben den Imperativen the big wheel, the sturdy oak und Give’em Hell ist der vierte Imperativ, No Sissy Stuff, zentral für die Fragestellung der vorliegenden Arbeit. Die Ablehnung jeglicher Art von Weiblichkeit äußert sich in männlichen Peer Groups auf verschiedene Weise. Einerseits äußert sie sich in der Bezeichnung von Jungen, die daran scheitern den normativen Ansprüchen bezüglich ihrer Männlichkeit zu genügen, als schwul – dabei ist irrelevant ob diese wirklich schwul sind oder nicht, sondern zentral ist die Markierung des Gegenübers als nicht-männlich. In einer Studie an einer australischen Schule zeigt Wayne Martino, wie die dominierende Gruppe männlicher Jugendliche andere ausschließt, indem sie die Ausgeschlossenen mit Weiblichkeit verbinden.

Der Ausschluss basiert dabei auf der arbiträren Verbindung menschlicher Eigenschaften, wie zum Beispiel Sportlichkeit, mit Männlichkeit. Die Männlichkeit der dominierenden Gruppe wird gerade durch das Ausschließen von Femininität konstruiert. Gegen den Verdacht der Femininität, die zum Negieren der eigenen Männlichkeit durch andere führen könnte, kann sich besonders effektiv gewehrt werden, indem andere, schwächere (aufgrund körperlicher Stärke oder sozialen Kapitals) Jungen als feminin tituliert und in der Folge angegriffen, gemobbt und ausgeschlossen werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Männlichkeit heute: Einführung in die aktuelle Relevanz des Themas im Kontext von gesellschaftlichen Diskursen und der wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit Männlichkeitskonstruktionen.

2. Geschlecht und Peerkultur: Theoretische Herleitung des Geschlechtsbegriffs als soziale Konstruktion sowie Erläuterung der Bedeutung der Peergroups als primärer Sozialisationsraum für Jugendliche.

3. Konstruktion von Männlichkeit: Analyse der empirischen Mechanismen und Taktiken, mit denen Jungen innerhalb ihrer Gruppen Männlichkeit durch die bewusste Ablehnung und Abwertung von Weiblichkeit herstellen.

4. Männlichkeit(en): Diskussion des Konzepts der hegemonialen Männlichkeit und der ungleichen Machtverhältnisse, die das Streben nach einer normkonformen Identität prägen.

5. Fazit: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfrage, die die Notwendigkeit der Abwertung von Weiblichkeit als stabilisierendes Element für die Aufrechterhaltung männlicher Dominanz bestätigt.

Schlüsselwörter

Männlichkeit, Peerkultur, Geschlechtsidentität, Weiblichkeitsabwehr, soziale Konstruktion, Peergroup, Hegemonie, Geschlechternormen, Ausgrenzung, Macht, Adoleszenz, Identitätsbildung, soziale Exklusion, Femininität, Maskulinität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den Dynamiken der Identitätsbildung männlicher Jugendlicher und der Frage, warum die Ablehnung von Weiblichkeit dabei eine so zentrale Rolle einnimmt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die soziale Konstruktion von Geschlecht, die Rolle der Peergroups bei der Disziplinierung von Geschlechternormen und die Mechanismen der hegemonialen Männlichkeit.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es zu untersuchen, welche Bedeutung die Abwertung von Weiblichkeit für die Konstruktion und Aufrechterhaltung einer männlichen Identität bei Jugendlichen hat.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es wurde eine theoretische Analyse durchgeführt, die auf dem Rückgriff auf bereits existierende empirische Studien und Konzepte, insbesondere von Raewyn Connell und Judith Butler, basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Konstruktionsprozesse von Männlichkeit, die Bedeutung von Peergroups als Kontrollinstanz und wie durch Exklusion und Stigmatisierung Machtverhältnisse gesichert werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Männlichkeitskonstruktion, Peergroups, Weiblichkeitsabwehr, Hegemonie, soziale Exklusion und Adoleszenz.

Wie unterscheidet sich "legitime Männlichkeit" von anderen Formen?

Legitime Männlichkeit definiert sich nach dem Autor über die konsequente Abgrenzung von allem, was als weiblich, schwach oder homosexuell markiert wird, um so den Zugang zu Machtpositionen innerhalb der Männergemeinschaft zu wahren.

Warum wird die Verletzung von Geschlechternormen im Jugendalter so hart bestraft?

Da das Jugendalter eine kritische Phase der Identitätsentwicklung darstellt, dienen Sanktionen gegenüber Normabweichlern der eigenen Absicherung und der Aufrechterhaltung der Gruppenhierarchie innerhalb der heteronormativen Ordnung.

Ende der Leseprobe aus 11 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Geschlecht und Peerkultur bei männlichen Jugendlichen. Die Konstruktion eigener Männlichkeit und Rolle der Weiblichkeit
Hochschule
Universität zu Köln  (Department Erziehungs- und Sozialwissenschaften - Schulforschung)
Veranstaltung
Peerdynamiken im Schulunterricht
Note
1,0
Autor
Marvin Gärtner (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2019
Seiten
11
Katalognummer
V1151765
ISBN (eBook)
9783346542793
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Peerdynamiken Transmisogynie Schule Jugend Männlichkeit Jungen Weiblichkeit Geschlecht Gender Studies
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Marvin Gärtner (Autor:in), 2019, Geschlecht und Peerkultur bei männlichen Jugendlichen. Die Konstruktion eigener Männlichkeit und Rolle der Weiblichkeit, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1151765
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Leseprobe aus  11  Seiten
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