Im Rahmen des Faches Forschungsmethoden und Statistik wurde die Tendenz zur Leistungsmotivation untersucht. Hierzu wurde als Messinstrument ein Fragebogen von Modick angewendet. Es wurden insgesamt knapp über 350 Personen befragt. Die Auswertung der Daten erfolgte über SPSS. Hauptsächlich wird auf die Theorie der Leistungsmotivation eingegangen. Ziel dieser Arbeit ist es herauszufinden, ob Frauen zukunftsorientierter sind als Männer oder ob sie in kritischen Situationen im Gegenzug zu Männern mehr Angst haben. Ein wichtiger Punkt ist auch, den Zusammenhang zwischen Bildungsabschluss und Leistungsmotivation herauszustellen, ob Menschen mit hohen Bildungsabschlüssen tatsächlich mehr leistungsmotivierter sind. Für die Interpretation wird auf Geschlechtsdifferenzierung, Stereotypen und Situation-Ergebnis-Erwartung-Modell eingegangen und die Zusammenhänge erläutert.
Inhaltsverzeichnis
1 Abstrakt
2 Einleitung
2.1 Theoretischer Hintergrund
2.2 Ursprünge der Leistungsmotivation
2.2.1 Definition Motivation
2.2.2 Werte und Erwartungen
2.2.3 Risiko-Wahl-Modell
2.3 Zukunftsorientierung
2.4 Forschungsfragestellungen und Hypothesen
3 Methode
3.1 Stichprobe
3.2 Untersuchungsdesign
3.3 Instrumente
3.4 Gewählte statistische Verfahren
4 Ergebnisse
4.1 Ergebnisse bzgl. der 1. Hypothese mit t-Test
4.2 Ergebnisse bzgl. der 2. Hypothese mit t-Test
4.3 Ergebnisse bzgl. der Hypothesen mit Korrelationsanalyse
5 Diskussion
5.1 Interpretation der Ergebnisse
5.2 Limitationen und zukünftige Forschungen
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Diese Arbeit untersucht mittels einer quantitativen Studie die Leistungsmotivation von Personen. Das primäre Ziel besteht darin, den Einfluss von Geschlechtsunterschieden auf Zukunftsorientierung und Stressresistenz in kritischen Situationen zu prüfen sowie einen möglichen Zusammenhang zwischen Bildungsgrad und Leistungsmotivation zu analysieren.
- Analyse der Leistungsmotivation und ihrer Subdimensionen.
- Untersuchung von geschlechtsspezifischen Unterschieden bei der Zukunftsplanung.
- Einfluss von Angst und Stress in kritischen Leistungssituationen.
- Korrelationsprüfung zwischen Bildungsabschluss und Motivation.
Auszug aus dem Buch
Ursprünge der Leistungsmotivation
Schon 1938, forschte Henry A. Murray, ein US-amerikanischer Psychologe, in seinen Untersuchungen als „n(eed) Achievement“ so genannte Leistungsmotivation und hat es mit folgenden Eigenschaften beschrieben: Meistern von schwierigen Aufgaben, Überwindung von Problemen, etwas besser und schneller machen, ein hohes Niveau erreichen, das eigene Talent gegenüber anderen demonstrieren und andere im Wettbewerb schlagen.
McClelland baute diese Aussage weiter aus und definierte 1953 Leistungsmotivation wie folgt: „Ein Verhalten gilt als leistungsmotiviert, wenn es um die Auseinandersetzung mit einem Tüchtigkeitsmaßstab geht“. Somit zählt Leistung zu den am meisten untersuchten Motiven, da diese Definition es erlaubt, grundsätzlich alle Aktivitäten als leistungsmotiviert zu betrachten. (Heckhausen & Heckhausen, 2010, S. 145)
Die Leistungsmotivationsforschung wird in erfolgszuversichtlichen und misserfolgsmeidenden Menschen getrennt. Menschen die erfolgssicher sind, bewältigen die Aufgaben und verbinden dies mit stolzen Gefühlen. Um die Erfolgschancen zu erhöhen, bevorzugen sie mittelschwere Aufgaben und vermeiden sowohl leichte Aufgaben als auch schwierige Situationen um nicht zu Scheitern. Misserfolgsmotivierte Menschen dagegen bevorzugen entweder leichte Aufgaben oder besonders Schwierige. Dadurch wird ihr Selbstwertgefühl geschützt, da die Chance zu Versagen nicht hoch ist und bei schwierigen Aufgaben der Misserfolg kein Grund zur Sorge ist. (Schermer, 2011, S. 205)
Zusammenfassung der Kapitel
Abstrakt: Zusammenfassende Darstellung der Forschungsziele, der verwendeten Methodik mittels Modick-Fragebogen und SPSS sowie der wichtigsten Ergebnisse zur Geschlechterdifferenzierung und Leistungsmotivation.
Einleitung: Hinführung zur Fragestellung der Motivationsforschung und Erläuterung der Relevanz von Leistungsmotivation, Zukunftsorientierung und Geschlechtsrollen.
Theoretischer Hintergrund: Darstellung der psychologischen Grundlagen, insbesondere der Ursprünge der Leistungsmotivation nach Murray und McClelland sowie der Definition von Motivation.
Ursprünge der Leistungsmotivation: Vertiefende Betrachtung der Motivkomponenten, Werte, Erwartungen und des Risiko-Wahl-Modells.
Zukunftsorientierung: Definition der Zukunftsorientierung basierend auf Lewins Theorie und deren Bedeutung für das individuelle Handeln.
Forschungsfragestellungen und Hypothesen: Formulierung der drei zentralen empirischen Hypothesen zur Zukunftsorientierung, Ängstlichkeit in kritischen Situationen und dem Bildungsabschluss.
Methode: Beschreibung des Datenerhebungsprozesses, der Stichprobenbereinigung und der eingesetzten statistischen Werkzeuge.
Stichprobe: Darstellung der soziodemografischen Daten der Befragten, insbesondere Geschlechtsverteilung und Bildungsniveaus.
Untersuchungsdesign: Erläuterung der Online-Umfragemethodik via empirio.de und der Vorteile des gewählten Vorgehens.
Instrumente: Detaillierte Vorstellung des Modick-Fragebogens, der Gütekriterien und der Reliabilitätsanalyse.
Gewählte statistische Verfahren: Erläuterung der Anwendung von t-Tests und der Rangkorrelation nach Spearman.
Ergebnisse: Präsentation der statistischen Daten zur Überprüfung der drei Hypothesen.
Ergebnisse bzgl. der 1. Hypothese mit t-Test: Detaillierte Analyse des Geschlechtsunterschieds bei der Zukunftsplanung mittels Mittelwertvergleichen.
Ergebnisse bzgl. der 2. Hypothese mit t-Test: Analyse der geschlechtsspezifischen Unterschiede in Bezug auf Ängstlichkeit in kritischen Situationen.
Ergebnisse bzgl. der Hypothesen mit Korrelationsanalyse: Prüfung des Zusammenhangs zwischen Bildungsabschluss und Leistungsmotivation.
Diskussion: Kritische Reflexion der Ergebnisse vor dem Hintergrund bestehender Stereotypen und Theorien.
Interpretation der Ergebnisse: Zusammenführung der Erkenntnisse und Einordnung in das psychologische Verständnis der Motivation.
Limitationen und zukünftige Forschungen: Ausblick auf methodische Grenzen der Studie und Anregungen für weiterführende Untersuchungen.
Schlüsselwörter
Leistungsmotivation, Motivationsforschung, Zukunftsorientierung, Geschlechtsunterschiede, Bildungsabschluss, Angst, Stress, t-Test, Korrelationsanalyse, SPSS, Modick, Selbstbild, Handlungssteuerung, empirische Untersuchung, Leistung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht das psychologische Konstrukt der Leistungsmotivation und deren Verknüpfung mit soziodemografischen Faktoren wie Geschlecht und Bildungsabschluss.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der Leistungsmotivationsforschung, der psychologischen Zukunftsplanung sowie der Untersuchung von Ängstlichkeit und Leistungsbereitschaft.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es zu klären, ob Frauen zukunftsorientierter sind als Männer, ob es geschlechtsspezifische Angstunterschiede in kritischen Situationen gibt und wie der Bildungsabschluss mit der Leistungsmotivation zusammenhängt.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine quantitative Online-Befragung mit 354 Probanden, deren Daten mittels SPSS, t-Tests und Rangkorrelationen nach Spearman ausgewertet wurden.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, die methodische Beschreibung der Datenerhebung sowie die detaillierte Darstellung und statistische Interpretation der Testergebnisse.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Kernbegriffe sind Leistungsmotivation, Zukunftsorientierung, Geschlechterdifferenzierung, statistische Auswertung und Reliabilität.
Gab es signifikante Unterschiede zwischen den Geschlechtern bei der Zukunftsplanung?
Nein, die Untersuchung ergab keinen statistisch signifikanten Unterschied zwischen Frauen und Männern hinsichtlich ihrer Zukunftsorientierung.
Hängt der Bildungsabschluss statistisch mit der Leistungsmotivation zusammen?
Nein, die Korrelationsanalyse nach Spearman konnte keinen bedeutsamen Zusammenhang zwischen dem Bildungsabschluss und der ausgeprägten Leistungsmotivation feststellen.
Wie unterscheidet sich die Ängstlichkeit von Frauen und Männern in kritischen Situationen?
Die Studie belegt einen statistisch signifikanten Unterschied: Frauen neigen in der Auswertung häufiger zu leistungshemmender Angst in kritischen Situationen als Männer.
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- Anonym (Author), 2021, Forschungsmethoden in der angewandten Statistik. Eine empirische Studie zur Leistungsmotivation bei Frauen und Männern, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1150574