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Die Konstruktion von Zweigeschlechtlichkeit und dessen Implikationen für die menschliche Freiheit

Title: Die Konstruktion von Zweigeschlechtlichkeit und dessen Implikationen für die menschliche Freiheit

Essay , 2016 , 12 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Liam Bennhoff (Author)

Gender Studies

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Summary Excerpt Details

Ob wir von der Begegnung mit einer Person erzählen, ob wir im Hier-und-Jetzt mit Menschen interagieren oder ob wir nach einer Rechtfertigung für unser eigenes (Nicht-)Handeln suchen – oftmals greifen wir, ohne es zu merken, in den unterschiedlichsten Situationen des Alltags ganz selbstverständlich auf die geschlechtliche Kategorie zurück. Auf offener Straße mögen wir den Namen und weitere möglicherweise identitätsstiftende Merkmale einer unbekannten Person nicht kennen, über das Geschlecht erlauben wir uns hingegen durchaus ein Urteil zu fällen und stellen diese Erkenntnis in einen logischen Zusammenhang mit den Erwartungen, die wir an andere und vor allem an uns selbst stellen.

Es scheint also für viele Menschen für eine gelingende Kommunikation bedeutsam zu sein, das Gegenüber als "Frau" oder "Mann" klassifizieren zu können und sich selbst geschlechtlich zu verorten. Doch wieso ist die Frage nach dem Geschlecht eigentlich – mal durchaus explizit, mal eher implizit – so omnipräsent und was bedeutet das für unsere Autonomie?

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Die Konstruktion von Zweigeschlechtlichkeit und dessen Implikationen für die menschliche Freiheit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, inwiefern die alltagsweltliche Zweigeschlechtlichkeit als soziale Konstruktion zu verstehen ist, die durch sprachliche Objektivationen stabilisiert wird, und analysiert die daraus resultierenden Implikationen für die menschliche Autonomie und Identität, insbesondere im Kontext von Transidentität.

  • Soziale Konstruktion der Wirklichkeit nach Berger und Luckmann
  • Sprachliche Objektivationen und binäre Geschlechterordnung
  • Heteronormativität und Ausschlussmechanismen im Alltag
  • Performativität von Geschlecht (Judith Butler)
  • Freiheit und Subjektwerdung in der geschlechtlichen Identifikation

Auszug aus dem Buch

Die Konstruktion von Zweigeschlechtlichkeit und dessen Implikationen für die menschliche Freiheit

Bereits bevor ein Baby überhaupt das Licht der Welt erblickt, wird es anhand von medizinischen Kriterien gemäß wissenschaftlicher Standards zu einem Geschlecht zugewiesen. Sobald diese Praxis aus feministischer Perspektive als eine soziale Konstruktion – Stichwort: assigned at birth – benannt wird, ertönt der große Aufschrei derer, denen die Dekonstruktion fremd oder hinsichtlich ihres eigenen privilegierten Status schlichtweg unbequem ist. Die politischen Forderungen von intersexuellen und transidenten Menschen nach Anerkennung ihres Anspruchs auf geschlechtliche Selbstdefinitionen sind für die selbsternannten Experten [!] in der Geschlechterfrage doch nur gefürchtete Quälgeister, die sie nicht gerufen haben und denen sie daher nicht zuhören wollen.

Die Begriffe ‚Frau’ und ‚Mann’ lassen sich als sprachliche Objektivationen des Alltags auffassen, aus denen nach Berger/Luckmann die intersubjektive Alltagswelt entsteht. Hinter dem Begriff der Objektivation verbirgt sich der zumeist über Sprache verlaufende Prozess, der subjektive Empfindungen auch über die entsprechende Situation hinaus objektiv beschreib- und (mit)teilbar werden lässt. Es wird deutlich, dass wir ‚Frauen’ und ‚Männer’ überhaupt nur deswegen zu erkennen glauben, weil wir mit Begriffen aus binärgeschlechtlichen Strukturen denken und diese benutzen. Doch welche konventionellen Normen werden eigentlich durch die binäre Geschlechterordnung in der Alltagswelt stabilisiert und institutionalisiert?

Zusammenfassung der Kapitel

1. Die Konstruktion von Zweigeschlechtlichkeit und dessen Implikationen für die menschliche Freiheit: Das Kapitel analysiert, wie Geschlecht durch alltagsweltliche und sprachliche Prozesse sozial konstruiert wird, die Rolle der Heteronormativität hinterfragt und die Möglichkeiten individueller Freiheit und Selbstbestimmung gegenüber binären Geschlechterzuschreibungen im Sinne existenzphilosophischer Ansätze diskutiert.

Schlüsselwörter

Zweigeschlechtlichkeit, soziale Konstruktion, Alltagswelt, Sprache, Objektivation, Heteronormativität, Transidentität, Doing Gender, Performativität, Identität, Autonomie, Subjektwerdung, Ausschlussmechanismen, Geschlechterordnung, Freiheit

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der kritischen Analyse der alltagsweltlichen Zweigeschlechtlichkeit als soziale Konstruktion und deren Auswirkungen auf die individuelle Freiheit.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind die wissenssoziologische Konstruktion der Wirklichkeit, sprachliche Objektivationen, heteronormative Machtstrukturen und die Performativität von Geschlechtsidentität.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Arbeit fragt danach, wie die binäre Geschlechterordnung institutionalisiert wird und welche Bedeutung dies für die menschliche Autonomie sowie die Anerkennung transidenter Menschen hat.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Analyse, die soziologische Konzepte (Berger/Luckmann, Schütz, Hirschauer) mit queerfeministischer Theorie (Butler) und existenzphilosophischen Perspektiven (Sartre, Wittgenstein) verknüpft.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die sprachliche Objektivation von Geschlecht, die heteronormativen Strukturen in Alltag und Gesellschaft, die Problematik der "kulturellen Genitalien" sowie die Möglichkeiten des Widerstands gegen normative Geschlechtszuschreibungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Schlüsselwörtern gehören soziale Konstruktion, Zweigeschlechtlichkeit, Heteronormativität, Transidentität, Performativität und Autonomie.

Wie bewertet der Autor die Rolle von Sprache bei der Geschlechtszuweisung?

Sprache wird als machtvolles Instrument verstanden, das nicht nur Wirklichkeit beschreibt, sondern diese durch Objektivationen erst hervorbringt und binäre Strukturen stabilisiert.

Welche Bedeutung kommt der Unterscheidung von "Körper-Sein" und "Körper-Haben" zu?

Diese Unterscheidung verdeutlicht, dass Menschen sich als nicht identisch mit ihrem Körper erfahren können, was das Verständnis für die Diskrepanz zwischen zugewiesenem Geschlecht und gelebter Identität bei transidenten Menschen ermöglicht.

Welche Rolle spielt die Philosophie Jean-Paul Sartres für die Argumentation?

Sartres Unterscheidung zwischen dem "An-Sich-Sein" und dem "Für-Sich-Sein" dient dazu, die Freiheit des Einzelnen zu betonen, die eigenen Identitätszuschreibungen kritisch zu reflektieren und sich gegen verdinglichte Geschlechterrollen zu entscheiden.

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Details

Title
Die Konstruktion von Zweigeschlechtlichkeit und dessen Implikationen für die menschliche Freiheit
College
Ruhr-University of Bochum  (Fakultät für Sozialwissenschaft)
Course
Die Konstruktion von Wirklichkeit
Grade
1,0
Author
Liam Bennhoff (Author)
Publication Year
2016
Pages
12
Catalog Number
V1148660
ISBN (eBook)
9783346531377
ISBN (Book)
9783346531384
Language
German
Tags
Zweigeschlechtlichkeit Freiheit Alltag Konstruktion Intersexualität Transidentität Heteronormativität Pronomen Gender Policing Alltagswissen Existenzialismus
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Liam Bennhoff (Author), 2016, Die Konstruktion von Zweigeschlechtlichkeit und dessen Implikationen für die menschliche Freiheit, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1148660
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