Einordnung der Stellungnahme der Novellierung: Die Stellungnahme zur geplanten Legalisierung des neoliberalen Paradigmenwechsels der Kinder- und Jugendhilfe beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit den Paragraphen 1 bis 41. Innerhalb der Paragraphen geht es um die einzelnen Leistungen und deren Inhalt. Diese Stellungnahme spricht sich stark gegen die Novellierung des SGB VIII aus.
Unterschied Soziale Arbeit und Neo-Soziale Arbeit: Soziale Arbeit hat in den letzten Jahrzehnten einen großen Wandel durchgemacht, der kontrovers diskutiert wird. Zum Teil herrscht eine große Unzufriedenheit über die heutige Auffassung von Sozialer Arbeit. Ist Soziale Arbeit heute noch so professional wie vor 20-30 Jahren? Die professionelle Sozialarbeit von früher wird durch die neoliberale Politik auf eine harte Probe gestellt.
Inhaltsverzeichnis
Teil B und C – Funktionen, Theorien, Profession & Ethik in der S.A
Aufgabe 1 „Einordnung der Stellungnahme der Novellierung“
Inhaltsübersicht
Einordnung in die Ethik
Impliziertes Professionsverständnis
Aufgabe 2 „Unterschied Soziale Arbeit und Neo- S.A.“
Zielsetzung & Themen
Das Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, die Auswirkungen neoliberaler Politik auf die Soziale Arbeit kritisch zu untersuchen, wobei der Fokus auf der Novellierung des SGB VIII sowie dem Wandel professioneller Standards liegt. Die zentrale Forschungsfrage beschäftigt sich damit, wie sich durch ökonomische Zwänge und sparpolitische Maßnahmen das Professionsverständnis der Sozialen Arbeit verändert hat und inwiefern diese Entwicklung utilitaristischen Mustern folgt.
- Analyse der Novellierung des SGB VIII aus ethischer Perspektive.
- Einordnung staatlicher Maßnahmen in den Utilitarismus nach Bentham und Mill.
- Gegenüberstellung des traditionellen Professionsverständnisses mit der Neo-Sozialen Arbeit.
- Untersuchung der Bedeutung von Alltagsorientierung und Beziehungskultur in der Sozialarbeit.
- Kritische Reflexion der zunehmenden Ökonomisierung und Standardisierung sozialer Dienstleistungen.
Auszug aus dem Buch
Soziale Arbeit und Neo-soziale Arbeit (Modulbereich Theorie/Funktion)
Soziale Arbeit hat in den letzten Jahrzehnten einen großen Wandel durchgemacht, der kontrovers diskutiert wird. Zum Teil herrscht eine große Unzufriedenheit über die heutige Auffassung von Sozialer Arbeit. Ist Soziale Arbeit heute noch so professional wie vor 20-30 Jahren? Die professionelle Sozialarbeit von früher wird durch die neoliberale Politik auf eine harte Probe gestellt.
Zuerst einmal muss man sich vor Augen führen, was gute Soziale Arbeit ausmacht. „Soziale Arbeit fördert als praxisorientierte Profession und wissenschaftliche Disziplin gesellschaftliche Veränderungen, soziale Entwicklungen und den sozialen Zusammenhalt sowie die Stärkung der Autonomie und Selbstbestimmung von Menschen. Die Prinzipien sozialer Gerechtigkeit, die Menschenrechte, die gemeinsame Verantwortung und die Achtung der Vielfalt, bilden die Grundlage der Sozialen Arbeit.“ Dies ist die offizielle Definition der Sozialen Arbeit und damit verbunden die Grundlage der Arbeit jedes Sozialarbeiters. Hierbei kann man erkennen, was die Hauptaufgabe eines professionellen Sozialarbeiters ist: Die Arbeit am Menschen und seiner Lebensumwelt. Nun stützt sich gute Soziale Arbeit auf gewisse Elemente, die gegeben sein müssen, damit man gute Soziale Arbeit praktizieren kann. Diese Kriterien, um die Ausführung der Sozialen Arbeit zu überprüfen und ihre Qualität damit fest zu machen, sind abhängig von guter Kommunikation, der Arbeit im Alltag des Klienten, dem jeweiligen Menschen- bzw. Gesellschaftsbild und der Handlungsorientierung.
Zusammenfassung der Kapitel
Teil B und C – Funktionen, Theorien, Profession & Ethik in der S.A: Einleitung in die inhaltliche Bearbeitung der Fragestellungen im Rahmen des Moduls M4.
Aufgabe 1 „Einordnung der Stellungnahme der Novellierung“: Untersuchung der geplanten SGB VIII-Novellierung unter utilitaristischen Gesichtspunkten und Herausarbeitung des impliziten Professionsverständnisses.
Aufgabe 2 „Unterschied Soziale Arbeit und Neo- S.A.“: Detaillierte Analyse des Wandels von der traditionellen hin zur Neo-Sozialen Arbeit sowie der damit einhergehenden Veränderung professioneller Kernelemente.
Schlüsselwörter
Soziale Arbeit, SGB VIII, Neoliberalismus, Utilitarismus, Professionsverständnis, Ethik, Sparpolitik, Fallhilfe, Alltagsorientierung, Professionalität, Ökonomisierung, Lebenswelt, Qualität, Menschenbild, Selbstbestimmung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit den Auswirkungen des neoliberalen Wandels auf die Soziale Arbeit, insbesondere im Kontext der geplanten Novellierung des SGB VIII.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die Themenfelder umfassen ethische Fragestellungen (Utilitarismus), die Transformation des Professionsverständnisses sowie die ökonomischen Rahmenbedingungen sozialer Dienstleistungen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist die kritische Einordnung der aktuellen gesetzlichen Entwicklungen und die Aufdeckung der Diskrepanz zwischen humanistischer Sozialarbeit und betriebswirtschaftlicher Effizienzorientierung.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung auf Basis von Fachliteratur und Stellungnahmen, kombiniert mit einer kritischen ethischen und berufstheoretischen Reflexion.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die ethische Einordnung der Novellierung des SGB VIII sowie eine fundierte Analyse des Wandels professioneller Arbeitsweisen hin zur sogenannten Neo-Sozialen Arbeit.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Neoliberalismus, Utilitarismus, Professionsverständnis, Sparpolitik und Lebensweltorientierung charakterisiert.
Wie definiert die Autorin den Utilitarismus im Kontext der Sozialpolitik?
Die Autorin sieht im Utilitarismus eine zweckgebundene Ethik, die staatliches Handeln an ökonomischer Effizienz und der Maximierung des Gesamtnutzens ausrichtet, statt das individuelle Wohl des Klienten in den Mittelpunkt zu stellen.
Warum sieht die Autorin die Qualität der Sozialen Arbeit gefährdet?
Die Qualität ist durch steigenden Zeitdruck, Personalmangel und eine zunehmende Standardisierung bedroht, welche das zwischenmenschliche Vertrauensverhältnis als Kern professioneller Arbeit untergräbt.
- Arbeit zitieren
- Sabrina Müller (Autor:in), 2017, Soziale Arbeit. Paradigmenwechsel und Neo-Soziale Arbeit, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1148266