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Die Seele als Maßstab der Gerechtigkeit. Das Abstraktionsproblem und seine Lösung in "Politeia" Buch I, IV

Title: Die Seele als Maßstab der Gerechtigkeit. Das Abstraktionsproblem und seine Lösung in "Politeia" Buch I, IV

Term Paper , 2021 , 14 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Mohammad Hassan Heshmatifar (Author)

Philosophy - Philosophy of the Ancient World

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Summary Excerpt Details

Im Folgenden soll die Ansicht vertreten und begründet werden, dass sich der platonische Gerechtigkeitsbegriff nicht ausschließlich auf den Individualbereich anwenden lässt. Wenn es sich so verhält, ist die Gerechtigkeit nach Platon keine rein esoterische Tugend. Zu Beginn meiner Ausführungen will ich die Argumentation von Kephalos und Polemarchos analysieren. Daraufhin wird Sokrates’ bereits erwähnte Lösung für das Abstraktionsproblem, nämlich Gerechtigkeit als Wohlgeordnetheit der Seele, zu erörtern sein. Danach werde ich zwei Argumente aus der Forschungsliteratur detailgetreu rekonstruieren, deren Autoren (Pappas, Singpurwalla) die Ansicht widerlegen wollen, die Gerechtigkeit hänge nach Platon nicht vom Guten des anderen ab. Schließlich lege ich meine eigene Ansicht zu der Frage dar, warum Singpurwallas Argument beweiskräftiger ist.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Das Abstraktionsproblem (327a-336a): Kephalos und Polemarchos

3 Sokrates’ Lösung für das Abstraktionsproblem: Gerechtigkeit als Wohlgeordnetheit der Seele

4 Ein Triumph oder ein Fehlschluss? Eine Debatte über platonische Gerechtigkeit als Wohlgeordnetheit der Seele

4.1 Gerechte Seele und gerechte Handlung

4.2 Gerechte Seele und das Gute des anderen

4.2.1 Indirect justice strategy

4.2.2 Impartial justice approach

4.2.3 Self-interested justice approach

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das sogenannte Abstraktionsproblem in Platons Politeia, insbesondere in den Büchern I und IV, und analysiert, wie Sokrates Gerechtigkeit als Wohlgeordnetheit der Seele definiert. Ziel ist es zu erörtern, ob diese platonische Definition eine rein esoterische Tugend darstellt oder ob sie das Gute des anderen notwendigerweise mit einbezieht.

  • Analyse der Gerechtigkeitskonzeptionen von Kephalos und Polemarchos.
  • Sokrates’ Lösung des Abstraktionsproblems durch die Harmonie der Seele.
  • Rekonstruktion der Forschungspositionen von Pappas und Singpurwalla.
  • Untersuchung des Verhältnisses von Gerechtigkeit als innerer Zustand und äußerem Handeln.
  • Kritische Würdigung der platonischen Gerechtigkeit im Kontext von Vernunft und Sitte.

Auszug aus dem Buch

4.1 Gerechte Seele und gerechte Handlung

Pappas (ebd.: 138-142) geht davon aus, dass Sokrates Glaukons Frage im zweiten Buch nur dann durch die Entsprechung der Gerechtigkeit in der Seele überzeugend beantworten könnte, falls platonische Gerechtigkeit und die herkömmliche notwendigerweise miteinander verbunden wären, wovon bei Platon anscheinend überhaupt nicht die Rede ist. Nichtsdestoweniger vertritt Pappas die Ansicht, dass es etliche Beweise für das notwendige Verhältnis der platonischen Gerechtigkeit zur herkömmlichen in Rep.IV gibt, d.h. gerechte Handlungen, die üblicherweise das Glück des anderen zur Folge haben können, sind gute Indizien für eine gerechte Seele. Damit widerlegt er schließlich teilweise die Ansicht, die platonische Gerechtigkeit sei eine rein esoterische Tugend. Eine Widerlegung gelingt damit jedoch deshalb nicht vollkommen, weil Platon selber nie erörtert, wie gerechte Handlungen eine gerechte Seele zur Folge haben könnten. Im Folgenden beabsichtige ich, Pappas’ Argumentation detailgetreu zu rekonstruieren.

Platonische Gerechtigkeit ist die Wohlgeordnetheit der Seele (1). Wenn Sokrates beweisen kann, dass die wohlgeordnete Seele die glücklichste überhaupt ist (2), kann er schlussfolgern, die gerechte Seele sei die glücklichste überhaupt (3). Damit kann er Glaukons Frage überzeugend beantworten. (3) ist dennoch an sich nicht imstande, die Frage überzeugend zu beantworten, ob die Gerechtigkeit an sich und deren Entsprechung in der Seele den gerechten Menschen glücklicher machen als den ungerechten (4). Wir identifizieren die gerechten Menschen durch deren gerechte Handlungen (360b–362c). Glaukon fordert Sokrates auf, zu zeigen, dass diejenige Seele glücklich sei, die solche Handlungen verantwortet, die üblicherweise für gerecht gehalten werden (5). Er verweist also auf die herkömmliche Gerechtigkeit. Damit (3) die (5) begründen könnte, müsste es der Fall sein, dass die gerechte Seele die Seele dessen wäre, der meistens fähig ist, gerechte Handlungen zu begehen (6). Demnach wären gerechte Handlungen ihrerseits zuverlässige Symptome für gerechte Seele (7).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in das Abstraktionsproblem in Platons Politeia ein und legt die Forschungsfrage sowie die methodische Vorgehensweise der Arbeit dar.

2 Das Abstraktionsproblem (327a-336a): Kephalos und Polemarchos: Das Kapitel analysiert die Gerechtigkeitsauffassungen von Kephalos und Polemarchos, deren Ansätze als konventionell und theoretisch unzureichend identifiziert werden.

3 Sokrates’ Lösung für das Abstraktionsproblem: Gerechtigkeit als Wohlgeordnetheit der Seele: Sokrates bietet hier die Lösung an, Gerechtigkeit als harmonische Ordnung der Seele zu verstehen, bei der der vernünftige Teil regiert.

4 Ein Triumph oder ein Fehlschluss? Eine Debatte über platonische Gerechtigkeit als Wohlgeordnetheit der Seele: Hier wird die platonische Gerechtigkeitsdefinition kritisch im Hinblick auf die Einbeziehung des Guten für andere und die Verbindung zum alltäglichen Handeln diskutiert.

4.1 Gerechte Seele und gerechte Handlung: In diesem Teilabschnitt wird Pappas' Versuch rekonstruiert, eine Verbindung zwischen der inneren Gerechtigkeit der Seele und dem äußeren gerechten Handeln herzustellen.

4.2 Gerechte Seele und das Gute des anderen: Dieses Kapitel untersucht, ob eine gerechte Seele zwingend das Wohl des anderen berücksichtigt oder eine rein auf das Individuum fokussierte Tugend darstellt.

4.2.1 Indirect justice strategy: Diskussion der ersten These von Singpurwalla, die eine indirekte Beziehung zwischen der Gesundheit der eigenen Seele und dem Handeln gegenüber anderen betrachtet.

4.2.2 Impartial justice approach: Analyse der zweiten These, welche das Handeln des Philosophen basierend auf der Kenntnis des objektiv Guten und dessen universeller Geltung beleuchtet.

4.2.3 Self-interested justice approach: Behandlung der dritten These, die argumentiert, dass das Interesse am Gerechtsein aus einer seelischen Harmonie entspringt, die notwendigerweise soziale Anteilnahme beinhaltet.

Schlüsselwörter

Platon, Politeia, Gerechtigkeit, Seele, Wohlgeordnetheit, Abstraktionsproblem, Tugend, Kephalos, Polemarchos, Sokrates, Glückseligkeit, Individuum, Gemeinwohl, Philosophenherrschaft, Ethik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie Platon in der Politeia Gerechtigkeit definiert und ob diese Definition, die primär auf die innere Ordnung der Seele zielt, auch soziale Verantwortung und das Wohl anderer abdeckt.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Themenfelder umfassen die platonische Seelenlehre, die Analyse des Gerechtigkeitsbegriffs, die Unterscheidung zwischen esoterischen und exoterischen Tugenden sowie die Forschungskontroversen zur platonischen Gerechtigkeit.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage lautet, ob die platonische Gerechtigkeit, definiert als Wohlgeordnetheit der Seele, eine rein esoterische Tugend bleibt oder ob sie das Gute des anderen in einer Weise integriert, die sie praktisch relevant macht.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die philologische Textanalyse der Politeia sowie die Rekonstruktion und kritische Diskussion von Beiträgen aus der zeitgenössischen Forschungsliteratur (insb. Pappas, Singpurwalla).

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Schemata von Kephalos und Polemarchos, stellt Sokrates' Gegenentwurf vor und debattiert intensiv die Argumente über die Beziehung zwischen individueller Seele und sozialem Handeln.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Schlüsselwörter sind Politeia, Gerechtigkeit als Wohlgeordnetheit der Seele, Abstraktionsproblem, platonische Tugendethik und das Verhältnis von individuellem Glück zum Wohl der Gemeinschaft.

Warum wird das Abstraktionsproblem als ungelöst bei den Gesprächspartnern von Sokrates bezeichnet?

Das Abstraktionsproblem entsteht, weil Kephalos und Polemarchos versuchen, Gerechtigkeit durch alltägliche Regeln zu definieren, die jedoch bei genauer Prüfung durch Sokrates aufgrund von logischen Zirkeln oder mangelnder Allgemeingültigkeit scheitern.

Inwieweit spielt der Zeitgeist bei der Kritik von Hegel eine Rolle?

Hegel kritisiert Platon dafür, dass er das Prinzip der subjektiven Besonderheit in seinen Überlegungen ausschließt, was nach Auffassung des Autors eine wichtige Perspektive bietet, um die platonische Gerechtigkeit historisch einzuordnen.

Warum wird die Position von Singpurwalla gegenüber der von Pappas als beweiskräftiger eingeschätzt?

Singpurwalla wird als beweiskräftiger erachtet, da sie die Idee des Guten und die soziale Dimension der Gerechtigkeit explizit in ihre Analyse einbezieht und somit die Gefahr vermeidet, platonische Gerechtigkeit rein auf herkömmliche Handlungsweisen zu reduzieren.

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Details

Title
Die Seele als Maßstab der Gerechtigkeit. Das Abstraktionsproblem und seine Lösung in "Politeia" Buch I, IV
College
Humboldt-University of Berlin  (Institut für Philosophie)
Course
Proseminar Platons Politeia
Grade
1,7
Author
Mohammad Hassan Heshmatifar (Author)
Publication Year
2021
Pages
14
Catalog Number
V1144687
ISBN (eBook)
9783346522849
ISBN (Book)
9783346522856
Language
German
Tags
Staat Platon Gerechtigkeit Seele
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Mohammad Hassan Heshmatifar (Author), 2021, Die Seele als Maßstab der Gerechtigkeit. Das Abstraktionsproblem und seine Lösung in "Politeia" Buch I, IV, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1144687
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