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Was ist ein öffentliches Konzert?

Oder: Die Entwicklung eines öffentlichen Konzertwesens

Title: Was ist ein öffentliches Konzert?

Seminar Paper , 2008 , 16 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Sebastian Bluschke (Author)

Musicology - Miscellaneous

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Summary Excerpt Details

Der Titel impliziert ein Definitionsproblem. Eine befriedigende Antwort auf die Frage, was ein Konzert (oder genauer: das Konzertwesen) sei, haben aber selbst anerkannte Musikwissenschaftler wie Hans-Werner Heister oder Walter Salmen geben können. Die allgemeine Lehrmeinung geht sehr weit auseinander, und der Streit geht dabei um vielerlei Dinge. Etwa, ob die Trennung von Musikern und Publikum charakteristisch sei, das Zahlen eines Eintrittsgeldes, oder alleinige Hinwendung zur Musik, die alles andere nebenbei, davor und danach verbietet. All diese Fragen lassen sich, wenn überhaupt, nicht beantworten, ohne einen genaueren und tiefschürfenden Blick auf die geschichtliche Entwicklung des Konzertwesens geworfen zu haben.
Die vorliegende Konzeption versucht, sich systematisch vorzuarbeiten. Im ersten Teilabschnitt wird das Wort „Konzert“ auf seine Bedeutung untersucht. Ein knapper Überblick über die Anfänge der Musik als öffentliche Darbietungsform soll dann einen ersten Eindruck über die historische Bedeutsamkeit des Konzertes vermitteln. Anschließend werden einzelne europäische Länder genauer betrachtet. Der nächste und längste Abschnitt behandelt die Stationen, die das Konzertwesen in Deutschland zurücklegen musste. Einer abschließenden Beleuchtung verschiedener Gründe aller vorher genannten Geschehnisse schließt sich die obligatorische Zusammenfassung an.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Was ist ein öffentliches Konzert?

Einleitung

(1) Klärung des Wortes „Konzert“

(2) Vorformen und Anfänge des Konzerts

(3) Die Entwicklung eines öffentlichen Konzertwesens Europa

(4) Die Entwicklung eines öffentlichen Konzertwesens am Beispiel Deutschlands

(5) Ursachen des als Entwicklungsprozess betrachteten Konzerts

(6) Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit setzt sich mit der komplexen Definition und historischen Genese des öffentlichen Konzertwesens auseinander. Dabei wird untersucht, wie sich Musik von einer funktionalen, an Rituale gebundenen Praxis hin zu einer autonomen, öffentlichen Freizeitaktivität im europäischen Raum entwickelte, wobei der Fokus insbesondere auf der Verbürgerlichung der Musikkultur in Deutschland liegt.

  • Historische Herleitung des Konzertbegriffs
  • Einfluss sozioökonomischer Faktoren auf die Musikpraxis
  • Rolle von Collegia Musica und frühen Konzertgesellschaften
  • Wandel von höfischer Repräsentation zu bürgerlichem Konzertwesen
  • Bedeutung der Aufklärung für die Entstehung eines öffentlichen Publikums

Auszug aus dem Buch

(2) Vorformen und Anfänge des Konzerts

Musik gilt allgemein als ein Grundbedürfnis des Menschen, und so ist es auch nicht verwunderlich, wenn sich Musik in so ziemlich allen Kulturenkreisen auf der gesamten Fläche des Erdballes finden lässt, sei es zur Ausschmückung religiöser Zeremonien oder gesellschaftlicher Feste.

Literarische wie architektonische Zeugnisse beweisen, dass schon in den antiken Städten Griechenlands und des Römischen Reiches Gebäude allein für Vorführzwecke errichtet wurden. Zur Zeit des Perikles (ca. 445 v. Chr.) beispielsweise waren es überdachte Theater, die, abgeleitet vom griechischen Wort Ode für Gesang, Odeion (lateinisch Odeum) genannt wurden. Ziel und Zweck war es, den Bürgern und Reisenden Unterhaltung durch ausgebildete Musiker zu ermöglichen.

Im Mittelalter dagegen war jegliche Musik funktional geprägt. Am Hofe diente sie vorwiegend der Repräsentation. Es wurde beim Essen aufgespielt, man bestritt feierliche Festtage mit Musik und blies bei Kundgebungen. Selbst die geselligen und großzügig ausgerichteten Bälle wurden nicht in erster Linie veranstaltet, um sich den Vergnügungen des Tanzes hinzugeben, geschweige denn, der Musik zu lauschen.

Gleiches galt für die Kirchenmusik. Auch hier galt es nicht, der Musik Tribut zu zollen, wenn die Messe begangen wurde oder die Gemeinde zusammen sang, sondern Gott zu lobpreisen bzw. das Zusammengehörigkeitsgefühl innerhalb der Kommune zu stärken.

Insgesamt lässt sich also festhalten, das diese Musik an Rituale und Zeremonien gebunden und deren strengen Regeln unterworfen war. Musik besaß nur eine geringe ästhetische Funktion.

Zusammenfassung der Kapitel

Was ist ein öffentliches Konzert?: Das Kapitel führt in die Problematik der Begriffsdefinition ein und skizziert die Schwierigkeit, das Konzertwesen eindeutig abzugrenzen.

Einleitung: Die Einleitung benennt das Ziel der systematischen Erarbeitung des Konzertbegriffs und bietet einen Ausblick auf die historische Betrachtung von den Anfängen bis zur deutschen Konzertlandschaft.

(1) Klärung des Wortes „Konzert“: Dieser Abschnitt thematisiert die sprachliche Doppeldeutigkeit des Wortes Konzert als Werkgattung und als konkrete Veranstaltung.

(2) Vorformen und Anfänge des Konzerts: Das Kapitel beschreibt den Wandel der Musik von ihrer rein funktionalen Bindung an Rituale und höfische Repräsentation hin zu ersten Ansätzen musikalischer Unterhaltung.

(3) Die Entwicklung eines öffentlichen Konzertwesens Europa: Es wird die Herausbildung des Konzertwesens in europäischen Zentren wie London, Paris und Italien unter Berücksichtigung politischer und wirtschaftlicher Rahmenbedingungen analysiert.

(4) Die Entwicklung eines öffentlichen Konzertwesens am Beispiel Deutschlands: Dieser Hauptteil beleuchtet die Entstehung bürgerlicher Musikkultur in Deutschland, geprägt durch Collegia Musica und die zunehmende Professionalisierung.

(5) Ursachen des als Entwicklungsprozess betrachteten Konzerts: Das Kapitel analysiert die Rolle der Aufklärung und wirtschaftlicher Umbrüche als Auslöser für die Emanzipation des Bürgertums und die damit verbundene Öffnung des Musikmarktes.

(6) Zusammenfassung: Abschließend wird konstatiert, dass eine historisch haltbare, statische Definition des öffentlichen Konzerts aufgrund der vielfältigen und dynamischen Entwicklungsprozesse kaum möglich ist.

Schlüsselwörter

Konzertwesen, Musikgeschichte, öffentliche Musikdarbietung, Verbürgerlichung, Aufklärung, Collegia Musica, Konzertgeschichte, Musiksoziologie, Virtuosentum, Konzertveranstaltung, bürgerliche Musikkultur, Kulturgeschichte, Musikpraxis, Musikmarkt, Konzertpublikum.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die historische Entstehung und den Wandel des öffentlichen Konzertwesens in Europa mit besonderem Fokus auf die Entwicklung in Deutschland.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind der Übergang von funktionaler, ritueller Musik zur bürgerlichen Freizeitaktivität, die Rolle der Aufklärung sowie die sozioökonomischen Bedingungen der Musikpraxis im 17. und 18. Jahrhundert.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist eine systematische Aufarbeitung des Konzertbegriffs und der historischen Stationen, die zur Herausbildung des modernen Konzertwesens geführt haben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine historisch-systematische Analyse auf Basis musikwissenschaftlicher Literatur und zeitgenössischer Quellenberichte durchgeführt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil behandelt die Unterschiede in der Konzertentwicklung zwischen europäischen Ländern sowie die spezifische Rolle der deutschen Musizierkreise, wie der Collegia Musica, und die Einflüsse reisender Musiker.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Konzertwesen, Verbürgerlichung, Musikgeschichte, Aufklärung und bürgerliche Musikkultur charakterisiert.

Welche Rolle spielten die Collegia Musica in der Entwicklung?

Sie fungierten als Keimzellen, die den Übergang vom gemeinsamen Musizieren im privaten Kreis hin zur organisierten, öffentlichen Konzertveranstaltung ebneten.

Warum gestaltete sich die Definition des „öffentlichen Konzerts“ so schwierig?

Aufgrund der historischen Vielfalt – von kostenfreien studentischen Zusammenkünften bis hin zu kommerziellen Konzerten mit Eintrittsgeldern – lässt sich keine universelle Definition finden, die allen historischen Formen gerecht wird.

Welchen Einfluss hatte die Aufklärung auf das Konzertwesen?

Die Aufklärung förderte den öffentlichen Diskurs und das Selbstbewusstsein des Bürgertums, was Musik als kulturelle Institution für eine breitere Öffentlichkeit zugänglich machte.

Gab es in der Anfangsphase Widerstände gegen das öffentliche Konzertwesen?

Ja, insbesondere in kirchlichen Kreisen, beispielsweise in Hamburg, gab es erbitterte Auseinandersetzungen über die kommerzielle Nutzung von Kirchenräumen für musikalische Darbietungen.

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Details

Title
Was ist ein öffentliches Konzert?
Subtitle
Oder: Die Entwicklung eines öffentlichen Konzertwesens
College
University of Leipzig  (Musikwissenschaftliches Institut der Uni Leipzig)
Course
Publikum – Publizistik – Public Sphere
Grade
1,0
Author
Sebastian Bluschke (Author)
Publication Year
2008
Pages
16
Catalog Number
V114117
ISBN (eBook)
9783640152032
ISBN (Book)
9783640154319
Language
German
Tags
Konzert Publikum Publizistik Public Sphere
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sebastian Bluschke (Author), 2008, Was ist ein öffentliches Konzert?, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/114117
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