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Die Antihomosexuellenpolitik zur Zeit des NS-Regimes

Hat es in der NS-Zeit den jüdisch vergleichbaren "schwulen Holocaust" gegeben?

Title: Die Antihomosexuellenpolitik zur Zeit des NS-Regimes

Term Paper , 2019 , 15 Pages , Grade: 2.0

Autor:in: Nicole Kramer (Author)

History of Germany - National Socialism, World War II

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Summary Excerpt Details

Zu Beginn dieser Arbeit, wird erklärt was unter dem Nationalsozialismus zu verstehen ist und was im Zentrum der NS-Ideologie stand. Anschließend werden die Gründe erläutert, warum die Juden als nationalsozialistisches Feindbild angesehen wurden. Ein weiterer Punkt stellt die Radikalisierung der Judenverfolgung und -vernichtung dar. Auch wird der Sachverhalt der Verfolgung von Homosexuellen zur Zeit des NS-Regimes näher beleuchtet und warum sie zum Ziel der Verfolgung wurden.
Abschließend ist die Frage zu klären, ob es denn in der NS-Zeit einen jüdischen vergleichbaren ,,schwulen Holocaust’’ gab.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Nationalsozialismus

2.1 Der jüdische Holocaust

3. Die NS-Argumentation für die Antihomosexuellenpolitik

3.1 Die Verfolgungspraxis der Homosexuellen

3.2 Die Verschärfung des §175

4. Fazit

5. Quellenverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Verfolgung von Homosexuellen im Nationalsozialismus und setzt diese in den historischen Kontext der NS-Ideologie und des Holocaust. Die zentrale Forschungsfrage beschäftigt sich damit, welche Argumente das NS-Regime zur Rechtfertigung der Verfolgung nutzte und ob eine Vergleichbarkeit mit der systematischen Vernichtung der jüdischen Bevölkerung besteht.

  • Historische Grundlagen des Nationalsozialismus und der Rassenideologie
  • Mechanismen der Judenverfolgung und des Holocaust
  • Ideologische Begründung der NS-Antihomosexuellenpolitik
  • Die Rolle der Kriminalisierung und der Verschärfung des §175
  • Vergleich der Verfolgungspraxen verschiedener Minderheitengruppen

Auszug aus dem Buch

3.1 Die Verfolgungspraxis der Homosexuellen

Bereits wenige Wochen nach der Machtergreifung wurden Maßnahmen zur Verfolgung und Unterdrückung in Gang gesetzt. Bis 1935 kam es zur Zerschlagung der ,,aktiven wissenschaftlichen Institutionen und Vereine, sofern sie sich im Rahmen der von ihnen propagierten Liberalisierung besonders nachhaltig auch für die Aufhebung einer strafrechtlichen Verfolgung der Homosexualität eingesetzt hatten’’.

Kurz darauf wurden Kampagnen in die Wege geleitet, die ,,mit großem propagandistischem Aufwand’’ betrieben wurden ,,im Gefolge des sog. Röhm-Putsches 1934’’. Ernst Röhm war der Stabschef der Sturmabteilung (SA), welche bis zu vier Millionen Mitglieder zählte. Das Ziel des Offiziers war eine Volksmiliz zu gründen, die unter seinem Kommando stehen sollte. Dies wurde jedoch von der Reichswehr verworfen, da die Volksmiliz im Interessenkonflikt mit Hitlers Zielen stand. Er hatte sich ,,für ein modernes Volksheer in den Händen der Reichswehr’’ ausgesprochen. Da Hitler ,,die Unterstützung der Reichswehrgeneräle für seine Kriegspläne nicht verlieren [durfte], musste er Röhm beseitigen.’’

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema des Nationalsozialismus ein und umreißt die Verfolgung von Juden und Homosexuellen als Teil der totalitären Diktatur.

2. Der Nationalsozialismus: Das Kapitel erläutert die ideologischen Grundlagen des Nationalsozialismus, insbesondere den Rassenantisemitismus und das Ziel der Schaffung einer rassistisch definierten Volksgemeinschaft.

2.1 Der jüdische Holocaust: Hier werden die Gründe für die Stigmatisierung der Juden als Feindbild sowie die Radikalisierung der Verfolgung bis hin zur systematischen Vernichtung dargestellt.

3. Die NS-Argumentation für die Antihomosexuellenpolitik: Dieses Kapitel analysiert die ideologischen Konstrukte, mit denen die Verfolgung Homosexueller legitimiert wurde, darunter die angebliche Gefährdung der Geburtenrate und des "Herrenvolkes".

3.1 Die Verfolgungspraxis der Homosexuellen: Es wird die konkrete Umsetzung der Verfolgung nach 1933 sowie der propagandistische Vorwand des Röhm-Putsches zur Intensivierung der Unterdrückung beleuchtet.

3.2 Die Verschärfung des §175: Die rechtlichen Änderungen am §175 werden als Instrument der staatlichen Willkür und der administrativen Ausweitung der Strafbarkeit von homosexuellen Handlungen beschrieben.

4. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und relativiert die Vergleichbarkeit der Verfolgung von Homosexuellen mit der systematischen Vernichtung der Juden im Holocaust.

5. Quellenverzeichnis: Auflistung der für die Arbeit verwendeten Literatur und Quellen.

Schlüsselwörter

Nationalsozialismus, Holocaust, §175, Homosexuellenverfolgung, NS-Ideologie, Volksgemeinschaft, Antisemitismus, Röhm-Putsch, Kriminalisierung, Rassenlehre, Gestapo, Ausgrenzung, Strafbataillone, Umerziehung, Staatsfeinde.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der systematischen Unterdrückung und Verfolgung von Homosexuellen im NS-Staat und setzt diese in den Kontext der nationalsozialistischen Weltanschauung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind der Nationalsozialismus als Ideologie, der Holocaust als beispielloses Verbrechen, die Ideologie der "Volksgemeinschaft" und die spezifischen Verfolgungsmechanismen gegen Homosexuelle.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, die Motive für die NS-Antihomosexuellenpolitik zu ergründen und die Frage zu klären, inwiefern die Verfolgung von Homosexuellen mit dem Völkermord an den Juden vergleichbar ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Analyse von Fachliteratur, zeitgenössischen Dokumenten und historischen Aufarbeitungen der NS-Zeit.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die theoretischen Grundlagen der Rassenlehre, die Rolle des Antisemitismus, die Verschärfung des §175 sowie die praktische Umsetzung der Verfolgung, beispielhaft illustriert durch den Röhm-Putsch.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Nationalsozialismus, Holocaust, §175, Homosexualität und NS-Rassenideologie stehen im Zentrum der Arbeit.

Welche Rolle spielte der Röhm-Putsch bei der Verfolgung?

Der Röhm-Putsch diente als Vorwand, um Ernst Röhm und seine Anhänger aufgrund seiner Homosexualität öffentlich zu diskreditieren und die Verfolgungswelle gegen homosexuelle Männer massiv zu intensivieren.

Warum wird im Fazit von einem "schwulen Holocaust" abgeraten?

Der Autor argumentiert, dass die Absicht der Nationalsozialisten bei Homosexuellen primär auf Umerziehung und Kriminalisierung abzielte, während die Judenvernichtung eine systematische und totale Ausrottung zum Ziel hatte.

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Details

Title
Die Antihomosexuellenpolitik zur Zeit des NS-Regimes
Subtitle
Hat es in der NS-Zeit den jüdisch vergleichbaren "schwulen Holocaust" gegeben?
College
University of Regensburg
Course
Gender Studies
Grade
2.0
Author
Nicole Kramer (Author)
Publication Year
2019
Pages
15
Catalog Number
V1139573
ISBN (eBook)
9783346514806
ISBN (Book)
9783346514813
Language
German
Tags
ns-zeit holocaust
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Nicole Kramer (Author), 2019, Die Antihomosexuellenpolitik zur Zeit des NS-Regimes, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1139573
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