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Lehrwerksanalyse im Zweitsprachenunterricht Deutsch

Titel: Lehrwerksanalyse im Zweitsprachenunterricht Deutsch

Hausarbeit , 2021 , 24 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Didaktik für das Fach Deutsch - Deutsch als Zweitsprache, DaZ

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Betrachtet man das Kerncurriculum im Sekundarbereich I für die Oberschule, stellt man fest, dass die SuS zum Ende des 6. Schuljahres „unter Verwendung einer angemessenen Wortwahl deutlich und verständlich“ sprechen sollen. Dies ist so offen formuliert, dass es für die meisten SuS möglich ist, dieses Lernziel zu erreichen. Weitere Punkte im Kerncurriculum sind: „Wenden in Vorträgen grundlegende Fachbegriffe an und erklären sie“ und „erzählen Erlebnisse und Geschichten gegliedert und mithilfe einer ausdrucksstarken Wortwahl“. Es wird also deutlich, dass schon ab Jahrgang 6/7. Von SuS erwartet wird, dass sie nicht nur über einen ausreichenden Wortschatz besitzen, sondern diesen „ausdrucksstark“ anwenden können und Fachbegriffe kennen.

Die Schwierigkeiten für den Deutschunterricht ergeben sich dementsprechend in der Umsetzung. Es muss ein weitreichender Wortschatz hergestellt werden, der so abgerufen werden kann, dass die Schüler:innen einen Text verstehen können.
Da dies jedoch in vielen Fällen praktisch nicht der Fall ist, stellt sich die Frage, inwieweit der erlernte Wortschatz ausreicht.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Wortschatz

Mentales Lexikon

Rezeptiver und produktiver Wortschatz

Relevanz

Lehrwerkanalyse

Psycholinguistische Perspektive

Didaktische Perspektive

Ergebnisse

Fazit

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, die Angemessenheit des vermittelten Wortschatzes im Lehrwerk „Willkommen in Deutschland I“ für den Einsatz in Sprachlernklassen zu untersuchen und zu prüfen, ob dieser Wortschatz die Schülerinnen und Schüler effektiv auf den Übergang in den regulären Deutschunterricht vorbereitet.

  • Theoretische Grundlagen zum mentalen Lexikon und Wortschatzerwerb
  • Unterscheidung und Relevanz von rezeptivem und produktivem Wortschatz
  • Analyse der psycholinguistischen und didaktischen Ansätze des Lehrwerks
  • Quantitative und qualitative Überprüfung der Wortschatzfrequenz
  • Eignungsbewertung für den Übergang in Regelklassen

Auszug aus dem Buch

Mentales Lexikon

Jedes Individuum besitzt, je nach sozialen und ökonomischen Voraussetzungen, über einen gewissen Wortschatz. Diese Wörter oder auch lexikalischen Einheiten genannt, repräsentieren dabei die Wortbedeutung, Informationen über die Verwendungsbedingungen des Wortes, wichtige syntaktische, lautliche und graphematische Eigenschaften, als auch das damit verbundene Konzept. Dieses lexikalische Wissen ist im Langzeitgedächtnis, im mentalen Lexikon, gespeichert. Die Speicherung erfolgt netzartig in bestimmten Einheiten (Kühn, 2007).

Eine Einheit kann als Informationsbündel verstanden werden, in dem einzelne Komponente des Wortes, sowie Relationen der Wörter untereinander enthalten sind (Dietrich, 2007). Somit erfüllt das mentale Lexikon zwar die ungefähre Funktion eines handelsüblichen Lexikons, die Organisation ist jedoch anders. Anders als in einem normalen Lexikon werden die Einträge nicht alphabetisch geordnet, sondern systematisch strukturiert und organisiert, zudem sind sie inhaltlich unbegrenzt und dynamisch. Dabei werden die Wortform und der Wortinhalt getrennt gespeichert.

Allgemein müssen bei der Ordnung innerhalb der Felder und Netzte grundlegende Unterscheidungen getroffen werden. So muss zwischen Wortformen und deren Bedeutung, den Bedeutungen der einzelnen Wörter und ihrer Beziehung untereinander sowie des Speicherns und Abrufens von Wörtern unterschieden werden.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die steigenden Zahlen migrierter Kinder im schulpflichtigen Alter und leitet daraus die Notwendigkeit einer effektiven Wortschatzarbeit in Sprachlernklassen ab.

Wortschatz: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen des mentalen Lexikons sowie die Differenzierung zwischen rezeptivem und produktivem Wortschatz und dessen Relevanz für den Schulerfolg.

Lehrwerkanalyse: Hier wird das Lehrwerk „Willkommen in Deutschland I“ unter psycholinguistischen und didaktischen Gesichtspunkten auf seine Eignung zur Wortschatzvermittlung untersucht.

Ergebnisse: In diesem Kapitel werden die Analyseergebnisse beurteilt, insbesondere im Hinblick auf die Frequenz und die logische Anordnung der vermittelten Wörter.

Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass das Lehrwerk zwar solide Ansätze bietet, jedoch aufgrund inkonsequenter Themenanordnung und teils geringer Frequenz der Vokabeln Schwachstellen aufweist.

Schlüsselwörter

Wortschatz, Mentales Lexikon, Sprachlernklassen, Deutsch als Zweitsprache, Lehrwerkanalyse, rezeptiver Wortschatz, produktiver Wortschatz, DaZ-Unterricht, Wortschatzfrequenz, Sprachförderung, Zweitspracherwerb, Didaktik, Kerncurriculum, Schulerfolg, Wortwissen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Qualität und Eignung des vermittelten Wortschatzes in Sprachlehrwerken für Kinder mit Migrationshintergrund, um deren Übergang in reguläre Schulklassen zu erleichtern.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind der Prozess des Wortschatzerwerbs, das mentale Lexikon, die didaktische Struktur von Lehrwerken und die Anforderungen des Kerncurriculums für Deutsch als Zweitsprache.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Prüfung, ob der im Lehrwerk „Willkommen in Deutschland I“ vermittelte Wortschatz quantitativ und qualitativ angemessen ist, um den Anforderungen des Regelunterrichts gerecht zu werden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit kombiniert eine theoretische Auseinandersetzung mit einer didaktischen Lehrwerkanalyse sowie einer quantitativen Frequenzüberprüfung ausgewählter Begriffe mittels einer Wortschatzdatenbank.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der psycholinguistischen Grundlagen, die Definition von Wortschatzarten und die konkrete Analyse des gewählten Lehrwerks unter verschiedenen Perspektiven.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe umfassen Wortschatz, Mentales Lexikon, Sprachlernklassen, DaZ-Unterricht und die Analyse der Wortschatzfrequenz.

Warum wird das Lehrwerk „Willkommen in Deutschland I“ kritisiert?

Das Lehrwerk wird unter anderem wegen seiner zum Teil willkürlichen Anordnung der Themengebiete kritisiert, was die psycholinguistisch wichtige Vernetzung von Wörtern erschweren kann.

Welche Rolle spielt die Wortschatzfrequenz bei der Untersuchung?

Die Frequenzprüfung soll aufzeigen, ob die im Lehrwerk erlernten Begriffe auch im tatsächlichen deutschen Sprachgebrauch des Regelunterrichts hochfrequent und somit relevant für die Schüler sind.

Welche Empfehlungen gibt die Autorin für die Praxis?

Es wird empfohlen, die Lehrwerk-Inhalte stärker an den Bedürfnissen des Regelunterrichts auszurichten und dabei den Fokus stärker auf hochfrequente Begriffe sowie eine lernpsychologisch sinnvollere Themenabfolge zu legen.

Ende der Leseprobe aus 24 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Lehrwerksanalyse im Zweitsprachenunterricht Deutsch
Hochschule
Carl von Ossietzky Universität Oldenburg  (Germanistik)
Note
2,0
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
24
Katalognummer
V1139197
ISBN (eBook)
9783346512956
ISBN (Buch)
9783346512963
Sprache
Deutsch
Schlagworte
mentales Lexikon Deutsch als Zweitsprache DaZ Lehrwerksanalyse
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2021, Lehrwerksanalyse im Zweitsprachenunterricht Deutsch, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1139197
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  24  Seiten
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