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Das Römerbild im deutschen Kaiserreich - Die Saalburg

Titel: Das Römerbild im deutschen Kaiserreich - Die Saalburg

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2008 , 14 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Jessica Rihm (Autor:in)

Geschichte Deutschlands - 1848, Kaiserreich, Imperialismus

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Wiedererrichtung einer historischen Stätte stellt immer einen Neubau seiner Zeit dar. So ist auch die wiedererbaute Saalburg als historische Anlage nicht als aus antiker, sondern wilhelminischer Zeit zu bezeichnen und stellt nur das Wissen und die kulturgeschichtlichen Auffassungen über eine vergangene Zeit, aus dieser ebenso vergangenen Zeit dar. Weshalb wurde das alte Römerkastell, die „Saalburg“ bei Homburg, jedoch gerade in wilhelminischer und nicht einer früheren oder späteren Zeit wiedererrichtet? Die Frage begründet sich durch die Tatsache, dass die Mauerreste der Saalburg bereits Ende des 18. Jahrhunderts sichtbar lagen und dem ungeachtet gegen Geldleistung als Steinbruch genutzt wurden. Die vorliegende Arbeit möchte sich dieser Frage stellen und dabei die kulturgeschichtlichen Aspekte der wilhelminischen Zeit, als auch den Auftraggeber dieses Wiederaufbaus, Kaiser Wilhelm II. selbst, untersuchen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Römerkastell ‚Saalburg’ bei Bad-Homburg

2.1 Exkurs: Die Entstehung des römischen Kastells in der Antike

2.2 Über die Wiedererrichtung der Saalburg zur Zeit des zweiten deutschen Kaiserreichs

3. Kulturgeschichte des Deutschen Kaiserreichs

3.1 Das römische Kulturerbe

3.2 Geisteshaltung und kulturelle Strömungen

3.3 Das Deutsche Reich als Kulturstaat

3.4 Das Kaiserreich im Modernisierungsprozess

3.5 Zusammenfassung

4. Die Wiedererrichtung der Saalburg als Beispiel für das ausgeprägte Römerbild im deutschen Kaiserreich

4.1 Kaiser Wilhelm II. – eine besondere Persönlichkeit

4.2 Kaiser Wilhelm II. als Herrscher über das imperium Germanorum

4.3 Das Römerbild in Schule und Volksbildung

5. Schlussfolgerung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Hintergründe der Wiedererrichtung des Römerkastells Saalburg im Deutschen Kaiserreich unter Wilhelm II. Dabei steht die Frage im Zentrum, inwieweit das Projekt der kulturellen Legitimation des Kaiserreichs durch eine ideologische Anlehnung an das antike Römische Reich diente.

  • Kulturgeschichte und Geistesströmungen der wilhelminischen Epoche
  • Die historische Rolle der Saalburg als archäologische Rekonstruktion
  • Kaiser Wilhelm II. und seine persönliche Inszenierung als „Kaiser der Germanen“
  • Instrumentalisierung der Antike in Bildung und nationaler Identitätsstiftung
  • Wissenschaftlicher Fortschritt und staatliche Repräsentation

Auszug aus dem Buch

4.2 Kaiser Wilhelm II. als Herrscher über das imperium Germanorum

Das zweite Deutsche Kaiserreich war ein Obrigkeitsstaat, an dessen Spitze der Kaiser und die Bundesfürsten standen und deren wichtigste Stütze die Armee war. Abgeleitet wurde dieses Herrschaftsbild vom antiken Vorbild der römischen Kaiserreiche. Gerade Kaiser Wilhelm II. bediente sich dieses Bildes, welches durch das, wie in Kapitel 3 angesprochene, antike Kulturerbe, in der damaligen Gesellschaft besondere Annahme fand.

Demnach wunderte es niemanden, als bei der Einweihung des Saalburggrundsteines, Kaiser Wilhelm II. die drei Hammerschläge jeweils seinem Vater Kaiser Friedrich III., der Jugend, welche an diesem Ort lernen sollte, was ein Weltreich ist und schließlich dem deutschen Vaterland widmete, „dem es beschieden sein möge, was ein Weltreich bedeutet, daß es dermaleinst heißt: Ich bin ein deutscher Bürger, wie es früher hieß: civis Romanus sum“.

In seinen vielen Reden, der Liebe zum Verkleiden und der Inszenierung historischer Feste ließ Wilhelm II. die romantischen Vorstellungen eines deutsch-römischen Kaiserreiches einfließen. Durch den Wiederaufbau der Saalburg konnte er schließlich „antike Kaisermacht und imperialer Anspruch des zweiten deutschen Kaiserreichs in besonderer Weise verbinden“. Demnach besagt die Inschrift auf dem Statuensockel der Bronzestatue des Antoninus Pius: „Dem Kaiser der Römer und Augustus, Titus Aelius Hadrainus Antoninus Pius, gewidmet von Wilhelm II., dem Kaiser der Germanen“, wodurch eine geistige Verknüpfung des zweiten deutschen Kaiserhauses mit dem antiken Kaisertum des römischen Reiches deutlich wird. Aus der Not des Traditionsmangels des hohenzollerischen Kaisertums und dem Wunsch nach historischer Legitimation heraus, berief sich Kaiser Wilhelm II. so auf die Tradition des römischen Kaiserreiches, hier in Form des „guten“ Kaisers Antoninus Pius.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik ein, warum die Saalburg gerade in wilhelminischer Zeit wiedererrichtet wurde, und skizziert die methodische Untersuchung der kulturgeschichtlichen Aspekte sowie der Rolle Kaiser Wilhelms II.

2. Das Römerkastell ‚Saalburg’ bei Bad-Homburg: Das Kapitel erläutert die antiken Ursprünge des Kastells und beschreibt den Prozess des Wiederaufbaus unter der Leitung von Louis Jacobi sowie das persönliche Engagement von Kaiser Wilhelm II.

3. Kulturgeschichte des Deutschen Kaiserreichs: Hier wird der kulturelle Kontext des Kaiserreichs analysiert, wobei besonders das römische Erbe, moderne wissenschaftliche Strömungen und das Selbstverständnis des Staates im Fokus stehen.

4. Die Wiedererrichtung der Saalburg als Beispiel für das ausgeprägte Römerbild im deutschen Kaiserreich: Dieses Hauptkapitel analysiert die Motivationen Kaiser Wilhelms II., seine Selbstdarstellung als römisch inspirierter Herrscher und die Nutzung des Kastells als Instrument der Volkserziehung.

5. Schlussfolgerung: Das Fazit fasst zusammen, dass die Saalburg primär der nationalen Identitätsstiftung und der dynastischen Legitimation des Kaiserreiches diente, auch wenn das Projekt zugleich wissenschaftliche Impulse setzte.

Schlüsselwörter

Saalburg, Kaiser Wilhelm II., Deutsches Kaiserreich, Römerkastell, Antikerezeption, Kulturstaat, Wilhelmismus, Historismus, Nationalismus, imperium Germanorum, Archäologie, Identitätsstiftung, Louis Jacobi, Volkserziehung, Klassizismus.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Wiedererrichtung des Römerkastells Saalburg im Deutschen Kaiserreich und untersucht, wie dieses Projekt genutzt wurde, um ein spezifisches Römerbild zur Legitimation des deutschen Kaisertums zu konstruieren.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Themen umfassen die Kulturgeschichte der wilhelminischen Ära, die archäologische Rekonstruktionsgeschichte der Saalburg sowie das politische Selbstverständnis und die Selbstdarstellung Kaiser Wilhelms II.

Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, die ideologischen Hintergründe des Saalburg-Wiederaufbaus zu ergründen und zu zeigen, wie der Kaiser das antike Erbe instrumentalisiert hat, um eine historische Kontinuität und Größe für das junge Deutsche Reich zu beanspruchen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Autorin stützt sich auf eine Analyse historischer Quellen, Biographien und zeitgenössischer Dokumente zur Saalburgforschung sowie auf eine kulturgeschichtliche Einordnung der wilhelminischen Gesellschaft.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der Entstehungsgeschichte des Kastells, der Einbettung in den zeitgenössischen Modernisierungsprozess und der detaillierten Rolle Wilhelms II. bei der Verknüpfung von antiker Imperiumsidee und deutscher Identitätspolitik.

Welche Begriffe charakterisieren den Inhalt der Arbeit am besten?

Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Antikerezeption, imperium Germanorum, wilhelminische Kulturpolitik, historische Legitimation und archäologische Rekonstruktion beschreiben.

Warum spielt die Person Kaiser Wilhelm II. eine so zentrale Rolle?

Wilhelm II. war nicht nur der finanzielle Förderer, sondern trat durch die Überwachung der Bauarbeiten, seine Reden und die Inszenierung historischer Feste aktiv als Gestalter der Saalburg auf, um sein eigenes Image als „Kaiser der Germanen“ zu stärken.

Welche Rolle spielte die Bildungspolitik bei diesem Vorhaben?

Die Saalburg sollte als Instrument der Volkserziehung dienen; gleichzeitig wurde das Bildungskonzept der Zeit (z.B. Lehrpläne 1892) zugunsten national-deutscher Ideale angepasst, während die Bedeutung des klassischen Griechisch-Römischen Unterrichts abnahm.

Ende der Leseprobe aus 14 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Das Römerbild im deutschen Kaiserreich - Die Saalburg
Hochschule
Pädagogische Hochschule Heidelberg
Note
2,0
Autor
Jessica Rihm (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2008
Seiten
14
Katalognummer
V113882
ISBN (eBook)
9783640144730
ISBN (Buch)
9783640146697
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Römerbild Kaiserreich Saalburg
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Jessica Rihm (Autor:in), 2008, Das Römerbild im deutschen Kaiserreich - Die Saalburg, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/113882
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Leseprobe aus  14  Seiten
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