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Bertolt Brechts "Kriegsfibel". Funktion und Wirkung der Montage

Title: Bertolt Brechts "Kriegsfibel". Funktion und Wirkung der Montage

Term Paper (Advanced seminar) , 2021 , 18 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Mara Kesting (Author)

German Studies - Modern German Literature

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Im Folgenden soll die Frage nach der Funktion der Montage in der "Kriegsfibel" anhand der Analyse der verwendeten Montagearten, Appell, Kommentar und Warnung im Kriegskontext geklärt werden. Vorangestellt sind einführende Erläuterungen der Montagetechnik in der Literatur und die Sonderstellung der Montage im Kriegskontext. Besonders hervorzuheben sind in diesem Forschungskontext Knopfs Brecht Handbuch, welcher in seine Werkanalyse die Deutung der Montage inkludiert sowie Möbius‘ Montage Und Collage und Burgers und Grimms Evokation und Montage, welche sich der Montagetechnik im Allgemeinen angenommen haben.

Durch die langanhaltende historische Negierung der Montagekunst in Deutschland blieb die Montagekunst ein selbstverständlicher, eher ungeliebter und deshalb nicht hinreichend erforschter Gegenstand. Dabei steht sie durch den direkten Bezug zur Technisierung, besonders in Kriegszeiten, die nicht selten als Triebfeder für technische und wissenschaftliche Neuerungen gedeutet werden, im Fokus der literarischen Landschaft. Der direkte Bezug zum Krieg wird auch durch den Terminus selbst kenntlich: Montage bedeutet, einen Soldaten auszurüsten, ihn zu bekleiden. Der Prozess des Ausrüstens bzw. des Komplettierens des Soldaten durch seine Ausrüstung steht dabei im Vordergrund – ähnlich in der Montagekunst, bei der die sprachliche Gemachtheit im Fokus steht. Doch der Verzicht auf eigene kreative Leistung durch die Ergänzung des eigenen Werkes durch Fremdmaterial resultierte in einer stiefmütterlichen Behandlung in der Literaturwissenschaft. Hinzu kommt die „einseitige Verehrung großer Künstlerpersonen“, welche eine „einäugige Beurteilung nach künstlerisch-stilistischen Kriterien“ zur Folge hat. Auch thematisch wird die Analyse der ästhetische Inszenierung von blutigen Kriegsszenarien und der „literarische Pazifismus“ häufig vernachlässigt. Deshalb sollen die Arten und die Funktionen von Bertold Brechts montierten „Fotoepigrammen“ in der „Kriegsfibel“ im Zentrum der folgenden Analyse stehen. Die Werkauswahl begründet sich durch die unzureichende Betrachtung des Werkes aufgrund seiner mannigfaltigen Fassungs- und Deutungsmöglichkeiten sowie durch die brechtsche, künstle-risch-technische Neuinterpretation der Montagetechnik.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Montagekunst und Forschung

2. Montagetechnik in der Literatur

3. Wirkungsabsicht und Funktion von Montage in der Nachkriegsliteratur

4. Montage in Brechts Kriegsfibel

4.1 Kommentar

4.2 Warnung

4.3 Appell

5. Resümee

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Funktion und Wirkung der Montagetechnik in Bertolt Brechts Kriegsfibel. Ziel ist es zu analysieren, wie Brecht durch die Kombination von Pressefotos und Epigrammen eine politisch-didaktische Botschaft vermittelt und den Leser zur kritischen Reflexion über Krieg, Faschismus und gesellschaftliche Machtverhältnisse anregt.

  • Die theoretische Einordnung der Montagekunst in der Literatur.
  • Die Analyse der Kriegsfibel als montiertes Werk.
  • Die drei Funktionen der Montage: Kommentar, Warnung und Appell.
  • Das marxistische Verständnis von Ästhetik und politischem Zweck.
  • Die Rolle des Lesers bei der Entschlüsselung von Bild-Text-Beziehungen.

Auszug aus dem Buch

4. Montage in Brechts Kriegsfibel

Als Militärkrankenwärter im Ersten und Exilant in der USA im Zweiten Weltkrieg war Brecht selbst nicht als Soldat im Krieg. Ungeachtet der räumlichen Distanz beginnt Brecht 1936 mit der Sammlung von Bildern aus Zeitungsausschnitten, die als Gelegenheitsdichtung zum Anlass des Zweiten Weltkriegs in der Kriegsfibel veröffentlicht werden würden. Nach dem Miterleben des Ersten Weltkriegs in der Adoleszenz „wendet er sich der erhofften Nachkriegszukunft und ihrer Aufbauarbeit zu.“ In der Kriegsfibel wird dieser historische Anspruch besonders durch die Detailkritik konkreter Kriegsereignisse und -teilnehmer deutlich. Mennemeier charakterisiert Brecht als Künstler, der „politische Probleme immer zugleich als ästhetische Probleme zu erfassen und zu lösen versuchte.“

Die Kriegsfibel steht außerdem sinnbildlich für Brechts Lust an der Montage, dem Experimentieren und auch am (De-)Montieren und (Um-)Interpretieren eigener und fremder Texte. Bezüglich der Interpretationsansätze der Kriegsfibel kommt die marxistisch-leninistische Antikriegsposition Brechts besonders zum tragen. Die geordnete Sammlung von Pressefotos, die mit Epigrammen versehen sind, ist teilweise historisch-chorologische, teilweise frei assoziativ geordnet. Dabei zeichnet sich das Werk auch durch eine bedeutungstragende Gesamtkomposition aus. Sie stützt die brechtsche Argumentationsstruktur und den Erklär- und Lehrcharakter der Fotoepigramme.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Montagekunst und Forschung: Dieses Kapitel erläutert die bisherige Vernachlässigung der Montagekunst in der deutschen Literaturwissenschaft und begründet die Relevanz der Analyse von Brechts Kriegsfibel.

2. Montagetechnik in der Literatur: Hier werden die theoretischen Grundlagen der Montage, insbesondere die Bedeutung der Sprengkraft montierter Kombinationen und das Spannungsverhältnis zwischen Realität und Kunst, dargelegt.

3. Wirkungsabsicht und Funktion von Montage in der Nachkriegsliteratur: Das Kapitel beschreibt, wie Montage als Mittel der Verfremdung und Reflexion eingesetzt wurde, um auf die durch das Kriegsgeschehen verursachte Sprachlosigkeit und das Trauma zu reagieren.

4. Montage in Brechts Kriegsfibel: Der Hauptteil untersucht die konkrete Anwendung der Montagetechnik in Brechts Werk und gliedert sich in die Analysen von Kommentar, Warnung und Appell.

4.1 Kommentar: Hier wird analysiert, wie durch Fotoepigramme ein dokumentarischer und kritischer Blick auf die politische Lage, insbesondere auf die „Täter“, geworfen wird.

4.2 Warnung: Dieser Abschnitt beleuchtet, wie Brecht vor den Folgen des Krieges, ideologischer Verblendung und Entfremdung warnt.

4.3 Appell: Dieses Kapitel untersucht die Aufforderungscharakteristik der Kriegsfibel, die den Leser zur aktiven Auseinandersetzung und zum Kampf gegen bestehende Herrschaftsverhältnisse motivieren soll.

5. Resümee: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der Erkenntnisse über Brechts lehrende Rolle als Künstler und die fortdauernde Aktualität seiner Montagemethode.

Schlüsselwörter

Bertolt Brecht, Kriegsfibel, Montagekunst, Fotoepigramme, politische Ästhetik, Verfremdungseffekt, Faschismuskritik, Klassenkampf, Literaturwissenschaft, marxistische Theorie, Didaktik, Bild-Text-Beziehung, Antikriegsliteratur, Rezeption.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die spezifische Montageform in Bertolt Brechts Werk Kriegsfibel und deren Funktion im Kontext politischer und didaktischer Aufklärung.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Im Fokus stehen die Montagetechnik als literarisches Mittel, die Interpretation von Pressefotos durch Epigramme sowie die Kritik am Faschismus und Kapitalismus.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist aufzuzeigen, wie Brecht durch die Kombination von Bild und Text den Leser zur Reflexion über den Krieg anregt und ihn zur Handlungsfähigkeit befähigen möchte.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine literaturwissenschaftliche Werkanalyse, die auf der Untersuchung der Montagearten und einer kontextuellen Einordnung in Brechts Gesamtwerk basiert.

Was bildet den inhaltlichen Schwerpunkt des Hauptteils?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der drei wesentlichen Wirkungsabsichten der Montage: Kommentar, Warnung und Appell.

Welche Schlüsselbegriffe definieren die Arbeit am besten?

Wichtige Begriffe sind Montagekunst, Fotoepigramme, Verfremdung, pädagogischer Anspruch und gesellschaftlicher Gebrauchswert.

Wie unterscheidet sich der „Kommentar“ von den anderen Montagefunktionen?

Der Kommentar weist laut Analyse die geringste Sprengkraft auf und dient vorrangig der Dokumentation und kritischen Aufdeckung politischer Missstände.

Welche Bedeutung hat der „Revolutionäre Appell“ für das Werk?

Dieser Appell stellt den Höhepunkt der didaktischen Absicht dar, in dem die vorangegangenen Warnungen und Lehren in die direkte Aufforderung zum Kampf gegen ungerechte Herrschaftsverhältnisse münden.

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Details

Title
Bertolt Brechts "Kriegsfibel". Funktion und Wirkung der Montage
College
Technical University of Braunschweig  (Literaturwissenschaft)
Course
Bertolt Brecht
Grade
1,3
Author
Mara Kesting (Author)
Publication Year
2021
Pages
18
Catalog Number
V1137987
ISBN (eBook)
9783346512581
ISBN (Book)
9783346512598
Language
German
Tags
Brecht Bertolt Brecht Montage Montageroman Kriegsfibel Bertolt Montageliteratur Lyrik Montagelyrik Nachkriegsliteratur Nachkriegszeit Literatur der Nachkriegszeit Collage Fotoepigramm Epigramm Montagekunst Pazifismus literarischer Pazifismus Werkanalyse Funktion Wirkung Literaturanalyse erster Weltkrieg Weltkriegsliteratur Maschine Kriegsmaschinen Wirkungsabsicht Kriegsfibelmodell visuelle Poesie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Mara Kesting (Author), 2021, Bertolt Brechts "Kriegsfibel". Funktion und Wirkung der Montage, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1137987
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