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Niedrigschwellige Angebote in der Sozialen Arbeit

Definition und Illustration der Umsetzung von Niedrigschwelligkeit anhand des Beratungsangebots im Krisentelefon

Title: Niedrigschwellige Angebote in der Sozialen Arbeit

Term Paper , 2018 , 13 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Andreas Ette (Author)

Social Work

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Diese Hausarbeit beschäftigt sich mit dem Begriff der Niedrigschwelligkeit in niedrigschwelligen Angeboten. Dabei werden einige Versuche der Begriffsdefinition miteinander vorgestellt und es werden Qualitätskriterien der Niedrigschwelligkeit als Platzhalter für eine fehlende genaue Definition vorgestellt. Die Funktionen der Niedrigschwelligkeit im Kontext der Sozialen Arbeit werden kurz vorgestellt: Die Hauptfunktionen der Adressierbarkeit der Klient*innen für das Hilfesystem sowie die spezifische Problembearbeitung. Zum Praxisbezug wird das Krisentelefon des Bonner Vereins für gemeindenahe Psychiatrie e.V. mit den gefundenen Qualitätskriterien als niedrigschwelliges Angebot identifiziert und es wird an diesem Beispiel illustriert, welche Umsetzungsdimensionen der Niedrigschwelligkeit wie in diesem Angebot erfüllt werden. Im Abschluss wird konkludiert, dass für eine wissenschaftliche Auseinandersetzung mit der Thematik der Niedrigschwelligkeit eine arbeitsbereichübergreifende Definition für Niedrigschwelligkeit gefunden werden muss.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Ein Definitionsversuch für Niedrigschwelligkeit

Unterschiedliche Perspektiven auf Niedrigschwelligkeit

Gemeinsame Qualitätskriterien als Grundlage von Niedrigschwelligkeit

Funktionen niedrigschwelliger Angebote

Die Umsetzung von Niedrigschwelligkeit am Beispiel des Krisentelefons

Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Begriff der Niedrigschwelligkeit in der Sozialen Arbeit, da eine einheitliche wissenschaftliche Definition bisher fehlt. Ziel ist es, ein besseres Verständnis des Begriffs zu entwickeln, zentrale Qualitätskriterien zu identifizieren und deren praktische Umsetzung anhand des Krisentelefons des Bonner Vereins für gemeindenahe Psychiatrie e.V. zu illustrieren.

  • Begriffsbestimmung und Herausforderungen der Definition von Niedrigschwelligkeit
  • Analyse zentraler Qualitätskriterien in der Sozialen Arbeit
  • Untersuchung der Funktionen niedrigschwelliger Angebote (Adressierbarkeit vs. Problembearbeitung)
  • Praxisnahe Evaluation der Niedrigschwelligkeit am Beispiel einer Telefonberatung
  • Reflexion über die professionsethische Zukunft des Konzepts

Auszug aus dem Buch

Gemeinsame Qualitätskriterien als Grundlage von Niedrigschwelligkeit

Für die Niedrigschwelligkeit lassen sich viele der im vorherigen Abschnitt gestellten Definitionsversuche finden und keiner davon ist universell übertragbar. Nachdem bereits herausgestellt wurde, dass Niedrigschwelligkeit nicht auf den Gegensatz zu Hochschwelligkeit, noch im weitesten Sinne auf professionsethische Grundlagen reduzieren lässt, soll ein Ausblick auf die Gemeinsamkeiten niedrigschwelliger Angebote eine Antwort darauf geben, welche gemeinsamen Qualitätskriterien eine Grundlage von Niedrigschwelligkeit im Sinne einer Definition bilden können. Es sei hier bereits darauf verwiesen, dass in Anbetracht der inhaltlichen und vor allem seitenanzahltechnischen Beschränkungen dieser Arbeit in diesem Definitionsversuch nicht genau auf die professionsethischen Begründungen(hier in erster Linie auf systemtheoretische Ansätze bezogen, da diese den Rahmen deutlich sprengen würden) für die nun folgenden Qualitätskriterien eingegangen werden kann. Außerdem gibt es einige weitere Autor*innen, die allgemein zulässige Qualitätskriterien anbieten (z.B. Redemeyer & Block, 2011 S.22-30), der folgende Ansatz bietet aber ein für die meisten Arbeitsbereiche sehr allumfassendes Konstrukt von Kriterien an, mit dem sich verallgemeinernd eine Aussage darüber treffen lässt, ob ein Angebot als niedrigschwellig bezeichnet werden kann oder nicht. Hartmann (2008) stellt hierfür einige zentrale Kriterien heraus, die sich in allen Anwendungskontexten Niedrigschwelliger Angebote wiederfinden. So ist der Ansatz strukturgebend, bezieht sich aber trotzdem explizit darauf, dass es keine grundsätzliche Trennung zwischen den verschiedenen Schwellen von Angebotsformen gibt und es immer auf die konkrete Ausgestaltung des Angebots in Bezug zu den Bedürfnissen der Zielgruppe ankommt. Hartmann verweist dabei auf folgende Qualitätskriterien: Offenheit im Sinne einer offenen und zeitnahen Verfügbarkeit des Angebots für eine bestimmte Zielgruppe, die mit dem Angebot erreicht werden soll. Das Nichtvorhandensein formaler Hürden bzw. falls dies nicht möglich ist eine möglichst sehr geringe Anforderung von formalen Hürden gekoppelt an die Inanspruchnahme des Angebots. Hartmann konkretisiert hier unter anderem auf einen direkten Zugang ins Angebot, keine Erforderlichkeit von Antragsstellung, eine zeitnahe Teilnahme- und Hilfeinanspruchnahmemöglichkeit, keine Kosten sowie keine komplizierte Terminbindung.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Etablierung niedrigschwelliger Angebote in verschiedenen Arbeitsfeldern der Sozialen Arbeit und verdeutlicht das Problem der fehlenden einheitlichen Definition.

Ein Definitionsversuch für Niedrigschwelligkeit: In diesem Kapitel werden existierende Definitionsansätze kritisch hinterfragt und die Schwierigkeit der Einordnung in einen wissenschaftlichen Kontext thematisiert.

Unterschiedliche Perspektiven auf Niedrigschwelligkeit: Verschiedene Ansätze, wie der Gegenpol zur Hochschwelligkeit oder die sozialökonomische Perspektive, werden analysiert und hinsichtlich ihrer Allgemeingültigkeit bewertet.

Gemeinsame Qualitätskriterien als Grundlage von Niedrigschwelligkeit: Basierend auf Hartmann (2008) werden zentrale Qualitätsmerkmale wie Offenheit, Alltagsnähe und Anonymität herausgearbeitet, die als Grundlage für die Definition dienen können.

Funktionen niedrigschwelliger Angebote: Das Kapitel diskutiert die Hauptfunktionen der Adressierbarkeit und existentiellen Sicherung sowie Nebenfunktionen wie Sozialisation und Kontrolle.

Die Umsetzung von Niedrigschwelligkeit am Beispiel des Krisentelefons: Die theoretischen Kriterien werden am praktischen Beispiel des Krisentelefons des Bonner Vereins für gemeindenahe Psychiatrie e.V. validiert.

Fazit: Das Fazit fasst die Notwendigkeit einer arbeitsbereichsübergreifenden Definition zusammen, um eine fundierte professionsethische Positionierung in der Sozialen Arbeit zu ermöglichen.

Schlüsselwörter

Niedrigschwelligkeit, niedrigschwellige Angebote, Soziale Arbeit, Krisentelefon, Qualitätskriterien, Adressierbarkeit, Hilfesystem, Sozialisation, professionelle Hilfe, Beratungsangebot, Barrierefreiheit, Krisenintervention, Angebotsstrukturen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Begriff der Niedrigschwelligkeit in der Sozialen Arbeit, untersucht dessen unklare Definition und illustriert die praktische Anwendung an einem konkreten Fallbeispiel.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Felder umfassen Definitionsversuche von Niedrigschwelligkeit, die Erarbeitung von Qualitätskriterien für entsprechende Angebote sowie die Analyse ihrer Funktionen innerhalb des Sozialhilfesystems.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, einen Einblick in den Begriff zu geben, auf das Fehlen einer eindeutigen Definition hinzuweisen und durch Qualitätskriterien sowie ein Praxisbeispiel zu einer fundierteren Auseinandersetzung beizutragen.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung, die Definitionsansätze und Konzepte verschiedener Autoren (u.a. Hartmann, Mayrhofer) vergleicht und mit einem Praxisbeispiel illustriert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Untersuchung der Begriffsgeschichte, eine Darstellung der Funktionen niedrigschwelliger Arbeit und eine praktische Analyse des Krisentelefons anhand festgelegter Gütekriterien.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Niedrigschwelligkeit, Qualitätskriterien, Soziale Arbeit und Krisenintervention charakterisiert.

Wie bewertet der Autor die Wirksamkeit des Krisentelefons als niedrigschwelliges Angebot?

Der Autor stellt fest, dass das Krisentelefon viele Qualitätskriterien nach Hartmann erfüllt (z.B. keine formalen Hürden, Anonymität), weist aber auch auf Einschränkungen, insbesondere bei der Zeitdimension, hin.

Warum ist laut Autor eine einheitliche Definition von Niedrigschwelligkeit so schwierig?

Die Schwierigkeit liegt darin, dass verschiedene Konzepte innerhalb der Sozialen Arbeit weitgehend unabhängig voneinander entstanden sind und kein wissenschaftlicher Konsens über eine übergreifende Definition erzielt wurde.

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Details

Title
Niedrigschwellige Angebote in der Sozialen Arbeit
Subtitle
Definition und Illustration der Umsetzung von Niedrigschwelligkeit anhand des Beratungsangebots im Krisentelefon
College
Fresenius University of Applied Sciences Köln  (Fachbereich Gesundheit und Soziales)
Grade
1,7
Author
Andreas Ette (Author)
Publication Year
2018
Pages
13
Catalog Number
V1137910
ISBN (eBook)
9783346509895
Language
German
Tags
niedrigschwelligkeit beraten coachen angebot beratung telefonseelsorge krise krisentelefon niederschwelligkeit niedrigschwellige angebote soziale arbeit sozialarbeit
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Andreas Ette (Author), 2018, Niedrigschwellige Angebote in der Sozialen Arbeit, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1137910
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