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Die Wahl Sigismunds von Luxemburg zum Römischen König im Lichte der Goldenen Bulle

Titel: Die Wahl Sigismunds von Luxemburg zum Römischen König im Lichte der Goldenen Bulle

Hausarbeit , 2006 , 17 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Katharina Klinge (Autor:in)

Geschichte Europas - Mittelalter, Frühe Neuzeit

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Dieser Aufsatz wird sich mit den Bestimmungen der Goldenen Bulle auseinandersetzen und diese schließlich am Beispiel der Wahl Sigismunds2 von Luxemburg zum Römischen König hinsichtlich der Konsequenz in der Umsetzung und somit der Bedeutung der Goldenen Bulle überprüfen: Wie genau wurden die einzelnen Aspekte bei der Durchführung der Wahl Sigismunds genommen? Die Sigismundforschung selbst ist ein intensiv betriebenes Feld, in dem sich vor
allem Joseph von Aschbach im 19. Jahrhundert und Jörg K. Hoensch4 in der jüngeren Zeit verdient gemacht haben (um nur die bedeutendsten unter den Sigismundforschern zu nennen). Die Literaturlage zu diesem Thema ist demnach relativ gut. Ebenso sieht es mit der Quellenlage5 aus. Eine Vielzahl der Urkunden Sigismunds sind in den Reichstagsakten6 zusammengetragen und kritisch editiert, ausführliche Regesten findet man in zwei Bänden der Regesta Imperii.Nach einer langen geschichtsschreiberischen Stille während der Regierungszeiten Wenzels und Ruprechts und der daraus resultierenden Quellenarmut, gab es am Hofe Sigismunds einen Historiographen namens Eberhart Windeck, dessen Handschriften zwar zahlreich sind, dafür aber nicht allzu gut in der Geschichtswissenschaft publiziert wurden. Zunächst wird vorliegende Arbeit nun eine kurze Einführung zu den Inhalten der Goldenen Bulle, zur Situation im Reich um 1400 im Allgemeinen und zur Person Sigismunds im Speziellen geben. Anschließend sollen die vorab aufgestellten Fragen mit Hilfe der erwähnten Quellen und Literatur diskutiert und geklärt werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Goldene Bulle und ihre Auswirkungen am historischen Beispiel

2.1. Die Grundgedanken der Goldenen Bulle von 1356

2.2. Das Jahr 1410 und die Situation im Römischen Reich

2.3. Zur Person: Sigismund von Luxemburg

2.4. Die Wahl Sigismunds im Lichte der Goldenen Bulle

2.4.1. Die Doppelwahl von 1410

2.4.2. Die zweite Wahl Sigismunds 1411

2.4.3. Die Umsetzung der Goldenen Bulle

3. Schlussbetrachtungen

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die praktische Anwendung und Bedeutung der Goldenen Bulle von 1356, indem sie den Wahlprozess Sigismunds von Luxemburg zum Römischen König als Fallbeispiel heranzieht und analysiert, inwieweit die dort verankerten Bestimmungen bei den umstrittenen Wahlen 1410 und 1411 tatsächlich eingehalten wurden.

  • Historische Bedeutung der Goldenen Bulle von 1356
  • Politische Situation im Römischen Reich um 1410
  • Biografische Einordnung von Sigismund von Luxemburg
  • Analyse der Doppelwahl von 1410 und der nachfolgenden Wahl von 1411
  • Überprüfung der Regelkonformität bei der Königswahl

Auszug aus dem Buch

2.4.1 Die Doppelwahl von 1410

Am 1. September trafen die vier rheinischen Kurfürsten in Frankfurt ein. Burggraf Friedrich VI. von Nürnberg forderte als Gesandter Sigismunds von Ungarn ebenfalls eingelassen zu werden, um die zweifelhafte brandenburgische Kurstimme in Anspruch zu nehmen. Dies wurde ihm schließlich auch gewährt. Jobst von Mähren, der diese Kurstimme ebenfalls beanspruchte, und Herzog Rudolph III. von Sachsen gehörten zu den Befürwortern Wenzels und ließen mitteilen, dass sie eben diesen für den Römischen König hielten und aus diesem Grund nicht an der ihnen überflüssig erscheinenden Wahl teilnehmen werden. Als auf Drängen von Pfalzgraf Ludwig III. und Erzbischof Werner von Trier hin nach mehreren Verzögerungen am 20. September die Wahlhandlung im Sinne der Goldenen Bulle offiziell mit der Heilig-Geist-Messe in der Bartholomäuskirche begonnen werden sollte, fanden sie das Gotteshaus verschlossen vor. Dafür hatten der Mainzer Erzbischof Johann von Nassau und der Kölner Erzbischof Friedrich von Saarwerden, die beide für eine erneute Verschiebung der Wahl argumentiert hatten, gesorgt: Johann von Nassau hatte ein Interdikt verhängt, wonach in ganz Frankfurt keine geistlichen Handlungen vollzogen werden durften. Kurzerhand beschlossen der Erzbischof Werner von Trier, der Pfalzgraf Ludwig III. und der Burggraf Friedrich VI. von Nürnberg auf dem Kirchhof am Dom (am Frohnaltar hinter dem Chor) die Wahlhandlung unter freiem Himmel vorzunehmen. Sie begründeten dies mit den Worten der Goldenen Bulle, wonach „derjenige rechtmäßig gewählter König (ist), der von den bei der Wahl anwesenden Kurfürsten oder ihren Bevollmächtigten durch Mehrheit der Stimmen auf den Thron gerufen ward“.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die historische Bedeutung der Goldenen Bulle ein und stellt die Forschungsfrage zur Einhaltung ihrer Bestimmungen am Beispiel der Königswahl Sigismunds.

2. Die Goldene Bulle und ihre Auswirkungen am historischen Beispiel: Dieses Kapitel erläutert die Grundgedanken der Goldenen Bulle, die politisch instabile Lage im Reich um 1410, die Person Sigismunds sowie den konkreten Ablauf der umstrittenen Wahlen und deren Bezug zum Regelwerk.

3. Schlussbetrachtungen: Das Fazit fasst zusammen, wie die kirchenpolitische Krise des Großen Schismas den Wahlprozess beeinflusste und wie die Erfahrungen aus der Doppelwahl zur Festigung der Verfassungstradition der Goldenen Bulle beitrugen.

Schlüsselwörter

Goldene Bulle, Sigismund von Luxemburg, Römischer König, Kurfürsten, Königswahl, 1410, Doppelwahl, Frankfurt, Großes Schisma, Karl IV., Reichspolitik, Verfassungsgeschichte, 1411, Reichsinsignien, Wahlabsprachen

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die historische Einhaltung der Bestimmungen der Goldenen Bulle von 1356 anhand des konkreten Falls der Königswahlen Sigismunds von Luxemburg.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Zentrum stehen die spätmittelalterliche Verfassungsgeschichte, die Machtverhältnisse der Kurfürsten und die Auswirkungen des Großen Schismas auf die Königswahl.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Es soll geprüft werden, wie genau die einzelnen Aspekte der Goldenen Bulle bei der Durchführung der Wahl Sigismunds beachtet wurden und ob die Wahl den rechtlichen Anforderungen entsprach.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin stützt sich auf eine fundierte Literatur- und Quellenanalyse, insbesondere unter Heranziehung von zeitgenössischen Berichten wie dem von Eygil von Sassen sowie offiziellen Reichstagsakten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Erläuterung der Goldenen Bulle, die politische Situation um 1410, das Porträt Sigismunds sowie die detaillierte Untersuchung der Wahlereignisse von 1410 und 1411.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit am besten?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Goldene Bulle, Sigismund von Luxemburg, Königswahl, Kurfürsten und das Große Schisma.

Warum war die Wahl von 1410 rechtlich so problematisch?

Die Wahl war geprägt von Kompetenzstreitigkeiten bezüglich der brandenburgischen Kurstimme, dem boykottierenden Verhalten anderer Kurfürsten und der Missachtung der zeremoniellen Vorgaben der Goldenen Bulle.

Welche Rolle spielte der Bericht von Eygil von Sassen?

Eygils detaillierte Beschreibung der Krönungsfeierlichkeiten liefert eine glaubwürdige, zeitgenössische Quelle, die Aufschluss über den Ablauf und die Rolle der Kurfürsten bei der Zeremonie gibt.

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Wahl Sigismunds von Luxemburg zum Römischen König im Lichte der Goldenen Bulle
Hochschule
Johannes Gutenberg-Universität Mainz  (Historisches Seminar)
Veranstaltung
Proseminar: König und Reich im Spätmittelalter: Die Goldene Bulle von 1356
Note
1,7
Autor
Katharina Klinge (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2006
Seiten
17
Katalognummer
V113757
ISBN (eBook)
9783640144600
ISBN (Buch)
9783640145867
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Wahl Sigismunds Luxemburg Römischen König Lichte Goldenen Bulle Proseminar König Reich Spätmittelalter Goldene Bulle
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Katharina Klinge (Autor:in), 2006, Die Wahl Sigismunds von Luxemburg zum Römischen König im Lichte der Goldenen Bulle, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/113757
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Leseprobe aus  17  Seiten
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