Mithilfe des persönlichen Bezugs zur Pflege und der Inhalte des Seminars „Selbsthilfe, Peer Support und Selbstvertretung im Feld der Sozialen Arbeit“ wurde folgende Forschungsfragen formuliert: „Wie können Peer Mitarbeiter die Patientenpartizipation in der Altenpflege fördern?“, sowie „Wie können Peer Mitarbeiter die Patientenpartizipation in der Krankenpflege fördern?“.
Partizipation ist ein Teil unseres Lebens, welcher uns ständig umgibt, wir an ihm teilnehmen und ihn als selbstverständlich und verstanden an- und hinnehmen. Doch sind wir uns der Tragweite und der Dimension überhaupt bewusst? Wir alle werden unausweichlich früher oder später erkranken oder im Alter nicht mehr in der Lage sein, unsere Selbstständigkeit aufrecht zu halten, woraufhin wir gezwungener Maße in ein Abhängigkeitsverhältnis geraten werden. Der Begriff Pflege ist uns wohlbekannt und wir wissen um seine Umstände in der täglichen Arbeit. So sind Arbeitsabläufe und Handgriffe, aber auch der allgegenwärtige Stress, Routine und Normalität geworden. Wir haben während der Arbeit schon oft den Punkt erreicht, wo unser moralischer Kompass Alarm geschlagen hat, da Klienten wie an einem Fließband abgefertigt werden und keine Zeit bleibt, sich um die Psychosozialen-Bedürfnisse der Klienten zu kümmern. Partizipation kommt hier in der Regel zu kurz.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Begriffsdefinitionen | Begriffseinführung
2.1. Partizipation
2.1.1. Formen der Partizipation
2.2. Patienten-, Klientenpartizipation Definition
2.2.1. Patienten-, Klientenpartizipation auf der Mikroebene
2.2.2. Patienten-, Klientenpartizipation auf der Mesoebene
2.2.3. Patienten-, Klientenpartizipation auf der Makroebene
2.2.4. Wieso ist Partizipation so wichtig?
2.2.5. Voraussetzungen und Rahmenbedingungen, um Patienten- Klientenpartizipation zu fördern
2.2.5.1. Voraussetzungen und Rahmenbedingungen, um Patienten- Klientenpartizipation auf der Mikroebene zu fördern
2.2.5.2. Voraussetzungen und Rahmenbedingungen, um Patienten- Klientenpartizipation auf der Mesoebene zu fördern
2.2.5.3. Voraussetzungen und Rahmenbedingungen, um Patienten- Klientenpartizipation auf der Makroebene zu fördern
2.2.6. Zusammenfassung Partizipation
2.3. Peer Definition
2.3.1. Herausforderungen
2.3.2. Möglichkeiten
2.3.3. Zusammenfassung Peer
2.4. Altenpflege Definition
2.4.1. Patienten in der Altenpflege Definition
2.4.2. Probleme der Partizipation in der Altenpflege
2.4.2.1. Probleme der Partizipation in der Altenpflege auf der Mikroebene
2.4.2.2. Probleme der Partizipation in der Altenpflege auf der Mesoebene
2.4.2.3. Probleme der Partizipation in der Altenpflege auf der Makroebene
2.4.3. Möglichkeiten der Partizipation in der Altenpflege durch Peersupport
2.4.3.1. Krankenpflege Definition
2.4.3.2. Patienten in der Krankenpflege Definition
2.4.3.3. Probleme in der Krankenpflege
2.4.3.3.1. Probleme auf der Mikroebene in der Krankenpflege
2.4.3.3.2. Probleme auf der Mesoebene in der Krankenpflege
2.4.3.3.3. Probleme auf der Makroebene in der Krankenpflege
2.4.3.4. Möglichkeiten durch Peers im Kontext der Patientenpartizipation in der Krankenpflege
3. Ergebnisse
3.1. Gegenüberstellung der Probleme und der Möglichkeiten in der Alten- und Krankenpflege
3.2. Peer als Partizipations-Werkzeug in der Alten- und Krankenpflege
3.3. Peer als Partizipations-Werkzeug als mögliche Ressource den Problemen in den Pflegeberufen entgegenzuwirken
4. Fazit
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die vorliegende Arbeit untersucht die Möglichkeiten und Herausforderungen der Patientenpartizipation in der Alten- und Krankenpflege. Das primäre Ziel ist es, den Einsatz von "Peers" als unterstützendes Instrument zur Förderung der Partizipation zu analysieren und zu evaluieren, um trotz struktureller Probleme wie Personalmangel eine stärkere Einbindung der Patienten in ihre Versorgung zu ermöglichen.
- Grundlagen der Partizipation und Definitionen im Gesundheitswesen
- Analyse der Mikro-, Meso- und Makroebene in der Pflege
- Identifikation struktureller Probleme (Personalmangel, Ökonomisierung)
- Rolle und Potenziale von Peer-Support-Ansätzen
- Möglichkeiten zur Verbesserung der Patientenversorgung durch Peer-Mitarbeiter
Auszug aus dem Buch
2.1.1. Formen der Partizipation
Generell sollten partizipative Vorgehensweisen gut geplant sein, weshalb es sinnvoll ist, zu Beginn eines solchen Prozesses die jeweiligen Rahmenbedingungen festzulegen. So entwickelten sich hilfreiche und etablierte Definitionen. (Arnstein, 1969) und (Wright, 2012) haben eine solche Definition in Form einer Partizipationspyramide angefertigt. (vgl. Strube & Hanesch, 2015). Wir werden uns jedoch im Rahmen dieser Arbeit das Modell der Partizidationspyramide von (Rieger & Straßburger, 2019) beziehen, da die Autoren die komplexen Zusammenhänge Wort wörtlich vereinfacht „auf den Punkt gebracht haben“.
Rieger und Straßburger teilen diese Pyramide in folgenden 7 Stufen ein:
Stufe 1 – Informieren
Stufe 2 – Meinung erfragen
Stufe 3 – Lebensweltexpertise einholen
Stufe 4 – Mitbestimmung zulassen
Stufe 5 – Entscheidungskompetenz teilweise abgeben
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Autoren begründen ihre Motivation und legen die Forschungsfragen dar, welche sich auf die Förderung der Patientenpartizipation durch Peer-Mitarbeiter in der Alten- und Krankenpflege konzentrieren.
2. Begriffsdefinitionen | Begriffseinführung: Dieses Kapitel liefert das theoretische Fundament, indem grundlegende Begriffe wie Partizipation, Peers und das Berufsfeld der Pflege definiert und in den Kontext der drei Analyseebenen eingeordnet werden.
3. Ergebnisse: Hier werden die identifizierten Probleme und potenziellen Lösungsansätze gegenübergestellt, wobei die Rolle des Peers als wirksames Werkzeug zur Überwindung struktureller Defizite hervorgehoben wird.
4. Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Reflexion der Ergebnisse, der Feststellung systemischer Mängel in der deutschen Pflege und einem Plädoyer für eine verstärkte politische und strukturelle Förderung von Peer-Konzepten.
Schlüsselwörter
Patientenpartizipation, Pflegeberufe, Peer-Support, Altenpflege, Krankenpflege, Personalmangel, Empowerment, Partizipationspyramide, Gesundheitswesen, Mikroebene, Mesoebene, Makroebene, Versorgungsqualität, Selbsthilfe, Mitbestimmung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Hausarbeit befasst sich mit der Patientenpartizipation in der Pflege und untersucht, wie Peers als Chance zur Verbesserung der Teilhabe von Patienten genutzt werden können.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Arbeit behandelt die Definitionen von Partizipation, die verschiedenen Ebenen der Einflussnahme (Mikro, Meso, Makro) sowie die strukturellen Herausforderungen in der Alten- und Krankenpflege.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es zu klären, wie Peer-Mitarbeiter die Patientenpartizipation konkret fördern und zur Entlastung des professionellen Personals sowie zur Verbesserung der Patientenversorgung beitragen können.
Welche wissenschaftliche Methode wurde angewandt?
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und einer theoretischen Analyse verschiedener Konzepte zur Partizipation und zum Peer-Support.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, eine Problemanalyse in der Alten- und Krankenpflege sowie eine Darstellung von Peer-Support als Lösungsstrategie.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Patientenpartizipation, Peer-Support, Pflegeberufe, Personalmangel und Empowerment sind zentrale Schlagworte der Arbeit.
Warum ist das Thema Finanzierung für Peer-Projekte so kritisch?
Da die Pflegeeinrichtungen unter massivem Spardruck stehen, ist die Finanzierung zusätzlicher Stellen oder Konzepte für Peer-Mitarbeiter oft die größte Hürde für eine praktische Umsetzung.
Wie unterscheidet sich die Mikroebene von der Makroebene?
Die Mikroebene betrachtet das direkte Verhältnis zwischen Pflegekraft und Patient, während die Makroebene politische Entscheidungen, Gesetze und systemweite Strukturen wie das Fallpauschalensystem beleuchtet.
- Quote paper
- Patrick Born (Author), Moritz Schuhmann (Author), 2021, Patientenpartizipation in Pflegeberufen. Peers als potenzielle Chance, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1137478