Mit dieser Forschungsarbeit soll der Zusammenhang von Rauchen und Stress aufgezeigt werden und wie die Arbeitsbedingungen durch das betriebliche Gesundheitsmanagement verbessert werden kann. Immerhin stellen 53 % der Pflegekräfte einen Zusammenhang zwischen Beruf und Rauchen her. Rauchende Mitarbeiter*innen verbringen im Schnitt eine Schicht pro Woche wegen des Rauchens vor der Tür – Zeit, die von den Kollegen*innen aufgefangen werden muss.
Ziel ist es, Ansätze zu finden, wie Gesundheits- und Präventionsmaßnahmen, besonders im Hinblick auf Stresssituationen und das Rauchen implementiert werden können und einen bewussten Umgang mit der eigenen Gesundheit zu schaffen. Dazu zählen als primäres Ziel die Verhinderung von Neueinsteigenden und die Reduktion der Zahl rauchender Mitarbeiter*innen in Pflegeberufen. Sekundär soll ein gesundheitsbewusster Lebensstil gefördert werden, auf dessen Basis ein neues, zielgruppenspezifisches Konzept entwickelt und die Wirksamkeit überprüft wird.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Relevanz
1.2 Forschungsziel
1.3 Literaturdarlegung
2. Allgemeiner Forschungsstand
2.1 Rauchen als Sucht
2.2 Rauchen im Pflegeberuf
2.3 Stress im Arbeitsalltag
2.4 Stressbewältigung im Arbeitsalltag
2.5 Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM)
2.6 Rauchentwöhnungsprogramm
3. Erläuterung zur Forschung
3.1 Fragestellung
3.2 Welches Grundlagen Design eignet sich
3.3 Welches Datenerhebungsmethode und welche Instrumente eignen sich
3.4 Wie erfolgt der Feldzugang/ welche Stichprobe/-größe
3.5 Welche Auswertungsmethode ist geplant/ weist die größte Sinnführung auf
3.6 Ethische Aspekte
3.7 ggf. Finanzierungsaspekte
4. Durchführung, Arbeits- und Zeitplan
5. Erstellen eines Finanzplans
6. Reflexion und Überprüfung der geplanten Forschung
Zielsetzung & Themen
Diese Forschungsarbeit untersucht den Zusammenhang zwischen beruflichem Stress und dem Rauchverhalten von Pflegekräften im Krankenhaus. Ziel ist die Entwicklung eines zielgruppenspezifischen Präventionskonzepts im Rahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements, um Pflegekräfte zum Nichtrauchen zu motivieren und ihre allgemeine Gesundheit zu fördern.
- Analyse der Stressbelastung im pflegerischen Arbeitsalltag
- Untersuchung des Rauchens als Stressbewältigungsstrategie in Pflegeberufen
- Evaluation von Ansätzen zur betrieblichen Rauchentwöhnung
- Konzeption von Maßnahmen zur Förderung eines gesundheitsbewussten Lebensstils
- Methodische Vorgehensweise bei der empirischen Erhebung und Auswertung
Auszug aus dem Buch
2.2 Rauchen im Pflegeberuf
Rauchen ist das Laster der Pflege, viele Raucher sind im medizinischen Sektor anzutreffen. Pflegekräfte rauchen häufiger als der Durchschnitt der Bevölkerung. Laut des Tabak Reports 2015 der Weltgesundheitsorganisation (WHO), liegt der Raucheranteil bei 31% in der Krankenpflege und sogar bei 41% in der Altenpflege. Besonders problematisch, wenn man neben dem gesundheitlichen Risiko einmal an die Vorbildfunktion der Pfleger und Pflegerinnen denkt. Schließlich raucht jede dritte Pflegkraft in Deutschland bis zu einer Schachtel Zigaretten während der Arbeit. Etwa jeder Vierte, 28% der Mitarbeiter*innen geben Stress als Grund dafür an. Der Gang von Station runter in den Raucherpavillon bietet für die Pflegekräfte oft die einzige Chance ein paar Minuten runterzukommen, sich zu setzen und die Belastung auf Station kurzzeitig zu vergessen.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Beschreibt die Herausforderungen in Krankenhäusern durch Fachkräftemangel und Stress sowie die hohe Prävalenz des Rauchens unter Pflegekräften.
2. Allgemeiner Forschungsstand: Erläutert wissenschaftliche Grundlagen zu den Themen Rauchen als Sucht, Stress im Pflegealltag sowie das Konzept des Betrieblichen Gesundheitsmanagements.
3. Erläuterung zur Forschung: Definiert die Forschungsfragen und erläutert die methodische Herangehensweise inklusive Datenerhebung und qualitativer Auswertung.
4. Durchführung, Arbeits- und Zeitplan: Skizziert den zeitlichen Ablauf des Projekts sowie das methodische Studiendesign zur Evaluation.
5. Erstellen eines Finanzplans: Kalkuliert die notwendigen Kosten für das Projekt, die vom Arbeitgeber getragen werden sollen.
6. Reflexion und Überprüfung der geplanten Forschung: Reflektiert die Relevanz der Forschungsarbeit und die Notwendigkeit einer kontinuierlichen Evaluation für den Projekterfolg.
Schlüsselwörter
Betriebliches Gesundheitsmanagement, BGM, Pflegekräfte, Krankenhaus, Stressbewältigung, Rauchentwöhnung, Suchtprävention, Pflegesektor, Arbeitsbelastung, Gesundheitsförderung, Qualitative Forschung, Tabakabhängigkeit, Gesundheitsrisiken, Präventionskonzept, Mitarbeitergesundheit
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit dem hohen Stressaufkommen in Pflegeberufen und dem damit korrelierenden, überdurchschnittlich hohen Tabakkonsum unter Pflegekräften.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder umfassen Betriebliches Gesundheitsmanagement, Stressbewältigung im Krankenhausalltag sowie Konzepte zur betrieblichen Rauchentwöhnung.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das primäre Ziel ist es, Ansätze für Präventionsmaßnahmen zu entwickeln, um Pflegekräfte beim Ausstieg aus der Tabakabhängigkeit zu unterstützen und ihr Gesundheitsbewusstsein zu stärken.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Autorin plant eine qualitative Forschungsarbeit mit leitfadengestützten Interviews, teilnehmender Beobachtung und einer Fragebogenerhebung, basierend auf Methoden der Grounded Theory.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Auseinandersetzung mit dem Forschungsstand und eine detaillierte Erläuterung des geplanten empirischen Forschungsvorgehens.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich primär durch Begriffe wie Betriebliches Gesundheitsmanagement, Pflege, Stressbewältigung und Rauchentwöhnung beschreiben.
Wie hoch ist der geschätzte Finanzbedarf für das Pilotprojekt?
Die Kosten für das Pilotprojekt werden auf etwa 50.000 Euro kalkuliert, umfassen Auswertungen durch Statistiker, Personalaufwand für die Studie sowie die Entwicklung des Entwöhnungskonzepts.
Warum ist das Thema gerade für Pflegekräfte besonders relevant?
Pflegekräfte fungieren als Gesundheitsbotschafter. Zudem ist ihr Stresslevel aufgrund von Personalmangel und hoher Arbeitsverdichtung besonders hoch, was das Rauchen oft zur einzigen "erreichbaren" Auszeit werden lässt.
- Arbeit zitieren
- Linda Bödefeld (Autor:in), 2020, Betriebliches Gesundheitsmanagement im Krankenhaus. Wie Pflegekräfte zum Nichtrauchen motiviert werden, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1134861