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US Juvenile Bootcamps als Maßnahme gegen Jugenddelinquenz

Wie erfolgreich sind sie?

Title: US Juvenile Bootcamps als Maßnahme gegen Jugenddelinquenz

Term Paper , 2019 , 15 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Cristhina Sylvia Montmorency Sedlacek (Author)

Social Work

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Diese Arbeit geht der Frage nach, ob das Konzept der US Juvenile Bootcamps mit Blick auf die Rehabilitation jugendlicher Straftäter ein beispielgebendes Erfolgsmodell ist. Die Verurteilung von Täter*innen zu einem Aufenthalt in einem Bootcamp zählt im US-amerikanischen Justizsystem zu den sogenannten "intermediate sanctions" und wird als Mittelweg zwischen Bewährungs- und Haftstrafe eingeordnet. Bootcamps stellen aber keineswegs eine mildere Sanktionsart dar. Sie zielen eher auf Strafe als auf Rehabilitation ab. Dabei stellen Bootcamps sogar eine härtere Bestrafung für eine größere Anzahl von Häftlingen dar, wenn sie als Alternative zur Bewährung anstatt zur Gefängnisstrafe eingesetzt werden. Ziel von Bootcamps ist es, Teilnehmer*innen im Rahmen eines Krieges gegen das Verbrechen mit dem Haftaufenthalt abzuschrecken, sodass sie sich von der Kriminalität abwenden und dabei nicht rückfällig werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definition des Begriffs „Bootcamp“

3. Zielgruppe von US-Juvenile-Bootcamps

4. Programmkonzeption

5. Ziele von Bootcamps-Programme

6. Entstehungsgeschichte

7. Theoretische Ansätze

8. US-Juvenile-Bootcamps im 21. Jahrhundert

9. Kurzbewertung des Bootcamp-Konzepts

Zielsetzung & Themen

Die Hausarbeit untersucht das US-amerikanische Konzept der Juvenile Bootcamps als strafrechtliche Sanktionsmaßnahme für straffällige Jugendliche. Ziel ist es, die Ausgestaltung der Programme, ihre theoretischen Hintergründe und ihre Effektivität kritisch zu beleuchten sowie die ethischen Bedenken und Missbrauchsfälle zu analysieren.

  • Militärisch strukturierte Erziehungs- und Haftkonzepte
  • Strukturelle Unterschiede und föderale Umsetzung in den USA
  • Die „Tough on Crime“-Politik und deren Einfluss auf die Entstehungsgeschichte
  • Rehabilitationsziele versus Abschreckungswirkung
  • Kritische Analyse von Missbrauchsfällen und systemischer Gewalt

Auszug aus dem Buch

US-Juvenile-Bootcamps im 21. Jahrhundert

Die zur Erstellung dieser Arbeit recherchierten Quellen lassen keine eindeutigen Angaben sowohl mit Blick auf die Anzahl der aktuell existierenden Bootcamps als auch in Bezug auf die Größenordnung der Inhaftierten zu (vgl. Grummt et al. 2010, S. 67.). Die Ursache ist, dass von offizieller US-Seite keine einheitliche Definition, welche Einrichtungen als Bootcamps gelten, existiert (vgl. ebd.). Schätzungen gehen von etwa 50 derartigen juvenilen Einrichtungen für das Jahr 2001 aus (vgl. ebd.). Seit Mitte der 1990-er Jahre ist ein Rückgang der Gesamtkapazität zu beobachten (vgl. ebd.). Laut Angaben des National Institute of Justice unterhielten im Jahr 2009 nur noch 11 Bundesstaaten juvenile Bootcamps (vgl. NIJ o. J., Abs. 2).

Der Hauptgrund für diesen Rückgang war eine Vielzahl von schweren Misshandlungsfällen (vgl. United States General Accountability Office 2007, S. 3 f.). Allein für das Jahr 2005 meldete das US General Accountability Office dem US-Kongress über 1.600 Ereignisse davon (vgl. ebd.). Untersuchungen von 10 Todesfällen aus den Jahren 1990 bis 2004 ergaben eine erhebliche Mitschuld der jeweils verantwortlichen Programmleitung (vgl. ebd.). Häftlinge hatten unter anderem aufgrund von Überhitzung des Körpers bei Wüstenwanderungen, Dehydration oder inneren Verletzungen ihr Leben verloren (vgl. ebd.).

Weltweites großes Aufsehen erregte der Tod des 14-jährigen Lee Martin Anderson, der im Januar 2006 in Folge von körperlicher Misshandlung durch Aufsichtspersonal sein Leben in einem US juvenilen Bootcamp verlor (vgl. Sexton 2006, Abs. 1-3). Der Vorfall ereignete sich im Bay County Boot Camp in Panama City (Florida) (vgl. ebd.). Das war der Auslöser, dass der Bundesstaat Florida im April 2006 beschloss, alle seine juvenilen Bootcamps zu schließen und eine umfassende Reform des Jugendstrafvollzugs vorzunehmen (vgl. ebd.).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die militärisch geprägte Welt der US-Bootcamps ein und skizziert die Fragestellung der Hausarbeit hinsichtlich ihrer Wirksamkeit und Vereinbarkeit mit modernen Grundrechten.

2. Definition des Begriffs „Bootcamp“: Dieses Kapitel klärt, dass es keine einheitliche Definition für Bootcamps gibt, da diese zwischen rein militärischer Disziplinierung und rehabilitativen Ansätzen stark variieren.

3. Zielgruppe von US-Juvenile-Bootcamps: Hier wird erläutert, dass die Programme primär für nicht vorbestrafte, jugendliche Täter konzipiert wurden, wobei körperliche und psychische Gesundheit Voraussetzungen für die Teilnahme darstellen.

4. Programmkonzeption: Das Kapitel beschreibt den straffen Tagesablauf, die Verwendung militärischer Rituale und die oft praktizierte soziale Isolation der Jugendlichen während ihres Aufenthalts.

5. Ziele von Bootcamps-Programme: Es werden die zentralen Ziele wie Abschreckung, Kostenreduktion und Verhaltensänderung durch Disziplinierung analysiert.

6. Entstehungsgeschichte: Der historische Rückblick zeigt den Aufstieg der Bootcamps als Resultat der „Tough on Crime“-Politik der 1980er Jahre zur Entlastung überbelegter Haftanstalten.

7. Theoretische Ansätze: Dieses Kapitel beleuchtet die nostalgische Idealisierung von Tugenden und das behavioristische Modell, das hinter dem straf- und disziplinorientierten Aufbau steht.

8. US-Juvenile-Bootcamps im 21. Jahrhundert: Hier wird der Rückgang der Einrichtungen thematisiert, der insbesondere durch schwere Misshandlungsfälle und Justizskandale ausgelöst wurde.

9. Kurzbewertung des Bootcamp-Konzepts: Die zusammenfassende Bewertung verdeutlicht, dass Experten das Konzept weitgehend ablehnen, da keine spürbare Reduktion der Rückfallquoten belegt ist und die Gefahr psychischer Schäden überwiegt.

Schlüsselwörter

US-Juvenile-Bootcamps, Jugendstrafrecht, Rehabilitation, Disziplinierung, Militärisches Training, Tough on Crime, Haftstrafe, Resozialisierung, Misshandlungsfälle, Rückfallquote, Sanktionierung, Jugendkriminalität, Menschenwürde, Zwischenmenschliche Beziehungen, Straffällige Jugendliche.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Konzeption, der Geschichte und der kritischen Bewertung von militärisch strukturierten Bootcamps für straffällige Jugendliche in den USA.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zu den zentralen Themen gehören das Spannungsfeld zwischen Strafe und Rehabilitation, die militärische Strukturierung, die politische Entstehungsgeschichte und die systemischen Risiken für die Teilnehmer.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, zu hinterfragen, ob Bootcamps ein effektives Mittel zur Rehabilitation jugendlicher Straftäter darstellen oder ob sie eher kontraproduktive Auswirkungen haben.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Arbeit?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und der Analyse von Studien zur Wirksamkeit dieser Programme sowie auf der Untersuchung von Dokumenten zu Misshandlungsfällen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in Definition, Zielgruppenanalyse, Programmkonzeption, Ziele, Entstehungsgeschichte, theoretische Grundlagen, aktuelle Entwicklungen im 21. Jahrhundert und eine kritische Bewertung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind US-Juvenile-Bootcamps, Rehabilitation, militärische Disziplinierung, Rückfallprävention und Jugendstrafrecht.

Welchen Einfluss hatte die „Tough on Crime“-Politik auf die Bootcamps?

Diese Politik führte in den 1980er Jahren dazu, dass Bootcamps als kostengünstige und abschreckende Alternative zur regulären Haft massiv gefördert und ausgebaut wurden.

Welche Rolle spielt der Fall Lee Martin Anderson für die Argumentation?

Der Fall dient als prägnantes Beispiel für die Gefahren durch rücksichtsloses Personal, die zu einer umfassenden Kritik und dem Rückgang solcher Einrichtungen in Florida und anderen Staaten führte.

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Details

Title
US Juvenile Bootcamps als Maßnahme gegen Jugenddelinquenz
Subtitle
Wie erfolgreich sind sie?
College
University of applied Sciences Regensburg
Course
Soziale Arbeit
Grade
1,3
Author
Cristhina Sylvia Montmorency Sedlacek (Author)
Publication Year
2019
Pages
15
Catalog Number
V1134086
ISBN (eBook)
9783346507938
ISBN (Book)
9783346507945
Language
German
Tags
juvenile bootcamps maßnahme jugenddelinquenz
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Cristhina Sylvia Montmorency Sedlacek (Author), 2019, US Juvenile Bootcamps als Maßnahme gegen Jugenddelinquenz, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1134086
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