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Der antike Roman als Quelle. Realität und Fiktion anhand des Motives der Kindesaussetzung bei Longos "Daphnis und Chloe"

Titel: Der antike Roman als Quelle. Realität und Fiktion anhand des Motives der Kindesaussetzung bei Longos "Daphnis und Chloe"

Seminararbeit , 2018 , 15 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Weltgeschichte - Frühgeschichte, Antike

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Seminararbeit setzt sich zum Ziel, den Realitätsgehalt im antiken Roman anhand von Longos Daphnis und Chloe zu prüfen und herauszuarbeiten, inwieweit der antike Roman Quellencharakter besitzt. Auf Grund der umfangreichen Motive des gesamten Romans wird sich diese Seminararbeit schwerpunktmäßig mit dem Motiv der Kindesaussetzung auseinandersetzen. Da die Motivik der Kindesaussetzung die Handlung wie eine Klammer umschließt, eignet sich nahezu kein anderes Thema so gut wie dieses, um das Verhältnis zwischen Fiktion und Realität am Beispiel des Romans Daphnis und Chloe zu erörtern. Dafür werden zunächst einige Informationen zu dem Roman des Longos geliefert. Im weiteren Verlauf wird das Motiv der Kindesaussetzung anhand von Textbelegen aus der Sekundärliteratur beleuchtet, damit dann im Schlussteil festgestellt werden kann, ob Longos die gesellschaftlichen Normen seiner Zeit darstellt oder die Schilderung doch rein auf fiktionalen Elementen basiert.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1.Einleitung

2. Der Roman des Longos

3. Betrachtung des Motivs der Kindesaussetzung anhand von Textbelegen

3.1 Daphnis

3.2 Chloe

4. Schlussteil

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht den Quellenwert des antiken Romans am Beispiel des Werkes „Daphnis und Chloe“ von Longos. Dabei steht die zentrale Frage im Mittelpunkt, inwieweit das in der Handlung prominente Motiv der Kindesaussetzung als Reflexion historischer Realitäten oder als rein fiktionales Gestaltungselement zu werten ist.

  • Analyse des antiken Romans als literarische Gattung
  • Untersuchung des Motivs der Kindesaussetzung in der antiken Literatur
  • Gegenüberstellung von Fiktionalität und historischer Lebenswirklichkeit
  • Die Rolle der Eltern und der Entscheidungsgewalt des Vaters
  • Bedeutung von Erkennungszeichen und Aussetzungsorten

Auszug aus dem Buch

3.1 Daphnis

„Verwundert, wie man glauben kann, tritt er näher und findet ein Knäblein, so groß als schön, mit Beigaben, die auf etwas Besseres als auf das Los der Aussetzung deuteten. […] Zuerst nun gedachte der Hirt, die Erkennungszeichen allein wegzutragen, ohne das Kind zu kümmern; dann aber Scham über ihn, daß er nicht einmal so viel Menschlichkeit zeigen sollte als eine Ziege, und er wartete die Nacht brachte alles zu seinem Weibe Myrtale, die Erkennungszeichen, das Knäblein und die Ziege selbst. […], wie ersich geschämt habe, es dem Tode zur Beute zu lassen.“

Beim Lesen dieser Textstelle fällt auf, dass der Hirte Lamon zunächst nur die Erkennungszeichen an sich zu nehmen gedenkt und den Säugling Daphnis zurücklassen möchte. Diese Selbstverständlichkeit, mit der die Situation hingenommen wird, lässt darauf schließen, dass das Auffinden eines ausgesetzten Kindes durchaus nicht ungewöhnlich war. Lamos Stimmung bei dem Anblick des Kindes wird als „verwundert“ aber keineswegs entsetzt oder fassungslos beschrieben. Letzen endlich entschließt er sich dazu den Jungen nicht seinem Schicksal zu überlassen, sondern diesen mit in sein eigenes Heim zu nehmen. Doch dies geschieht nicht aus reiner Menschlichkeit und Mitleid dem Kind gegenüber, sondern aus Scham. Scham darüber, dass eine Ziege mehr Empathie zeigen würde, in dem sie dem Kind das Weiterleben ermöglich, als er selbst.

Zusammenfassung der Kapitel

1.Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Gattung des antiken Romans ein und definiert die methodische Zielsetzung, das Motiv der Kindesaussetzung als Schnittstelle zwischen Fiktion und Realität zu analysieren.

2. Der Roman des Longos: Es erfolgt ein kurzer Überblick über das Werk „Daphnis und Chloe“, dessen historischer Kontext sowie die inhaltliche Bedeutung der zentralen Protagonisten für die spätere Untersuchung.

3. Betrachtung des Motivs der Kindesaussetzung anhand von Textbelegen: Dieses Hauptkapitel analysiert detailliert die Aussetzungsszenen von Daphnis und Chloe und hinterfragt mittels historischer Quellen deren Realitätsbezug.

4. Schlussteil: Hier werden die Ergebnisse synthetisiert und festgestellt, dass der Roman zwar primär der Unterhaltung dient, jedoch durch eingebettete reale soziale Normen einen gewissen Quellenwert für die historische Forschung besitzt.

Schlüsselwörter

Antiker Roman, Longos, Daphnis und Chloe, Kindesaussetzung, Fiktionalität, Lebenswirklichkeit, Anagnorisis, Erkennungszeichen, Gnorismata, Historische Quellen, Antike, Familienstruktur, Sozialgeschichte, Literaturanalyse, Quellenwert.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den Realitätsgehalt des antiken Romans „Daphnis und Chloe“ von Longos unter besonderer Berücksichtigung des Motivs der Kindesaussetzung.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Zentrum stehen die Gattungsmerkmale des antiken Romans, die sozialen Praktiken der Kindesaussetzung sowie die Frage nach dem Verhältnis von literarischer Fiktion und historischer Realität.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, herauszuarbeiten, inwieweit der antike Roman als historische Quelle dienen kann oder ob er lediglich ein unterhaltendes, fiktionales Konstrukt darstellt.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es wird eine textnahe Analyse von Schlüsselszenen des Romans durchgeführt, die mit zeitgenössischen historischen Quellen und wissenschaftlicher Sekundärliteratur in Bezug gesetzt wird.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil konzentriert sich auf die detaillierte Analyse der Aussetzungs- und Wiedererkennungsszenen der Protagonisten Daphnis und Chloe.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Kindesaussetzung, Fiktionalität, antiker Roman, Quellenwert, Gnorismata und soziale Lebenswirklichkeit.

Warum ist das Motiv der Kindesaussetzung für die Arbeit so zentral?

Das Motiv umschließt die Handlung wie eine Klammer und ermöglicht es, durch den Vergleich mit historischen Berichten (z.B. von Polybios) die Verbindung zwischen dem literarischen Plot und den gelebten gesellschaftlichen Normen der Antike aufzuzeigen.

Wie unterscheidet sich die Auffindung von Daphnis von der von Chloe?

Während die Entdeckung von Daphnis eher als Zufall in einer ländlichen Umgebung beschrieben wird, findet Dryas die kleine Chloe in einer heiligen Grotte, was dem Ereignis eine göttliche Aura verleiht und die unterschiedliche Wahrnehmung der Hirten unterstreicht.

Welche Rolle spielt die Entscheidungsgewalt des Vaters bei der Aussetzung?

Die Arbeit verdeutlicht, dass in der griechisch-römischen Antike die Entscheidung über das Schicksal der Kinder primär dem Vater oblag, was auch in der Begründung von Megakles im Roman widergespiegelt wird.

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Der antike Roman als Quelle. Realität und Fiktion anhand des Motives der Kindesaussetzung bei Longos "Daphnis und Chloe"
Hochschule
Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn  (Alte Geschichte)
Veranstaltung
Übung
Note
2,3
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
15
Katalognummer
V1133517
ISBN (eBook)
9783346507099
ISBN (Buch)
9783346507105
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Daphnis und Chloe Antiker Roman Kindessaussetzung Antike Longos Fiktion Realität Geschichte Griechische Antike
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2018, Der antike Roman als Quelle. Realität und Fiktion anhand des Motives der Kindesaussetzung bei Longos "Daphnis und Chloe", München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1133517
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Leseprobe aus  15  Seiten
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