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Der Expressionismus in Abbildung und Buchgestaltung

Titel: Der Expressionismus in Abbildung und Buchgestaltung

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2000 , 24 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Juliane Barth (Autor:in)

Bibliothekswissenschaften, Information Science

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

„Der Expressionismus ist der bedeutendste Beitrag, den deutsche Künstler bisher zur Malerei
des 20. Jahrhunderts geleistet haben.“1 Auch wenn die meisten bildenden Künstler des Expressionismus
vorrangig Maler waren und als solche bekannt wurden, so blieb ihr Wirkungsbereich
doch nicht nur auf die große Leinwand beschränkt. Neben Zeichnungen und Aquarellen
entstanden auch zahlreiche Graphiken. Die Meister der expressionistischen Kunst hatten
engen Kontakt zur Literatur und zu Literaten. Man traf sich in Cafés, Ateliers und bei Lesungen,
es gab gemeinsame Ideen und wohl auch eine einander verbindende Ahnung von kommenden
Katastrophen die verband. So wurden einerseits Schriftsteller von Bildern ihrer Malerfreunde
angeregt, andererseits ließen sich diese von deren Dichtungen inspirieren. Oft wurden
aus diesen Inspirationen Illustrationen zur Literatur.2
Ziel dieser Arbeit ist es, die Meister des Expressionismus als Buchillustratoren und –gestalter
zu zeigen. Im Blickpunkt stehen hier vor allem die Künstler der „Brücke“ und des „Blauen
Reiter“. Natürlich gab es noch zahlreiche andere Künstler, die Bücher expressionistisch illustrierten,
immerhin war der Expressionismus ab 1919 eine regelrechte Modeerscheinung geworden.
Einige Dichter versahen ihre Werke auch eigenhändig mit expressionistischen Zeichnungen
(so zum Beispiel Walter Mehring und Else Lasker-Schüler). Da es den Rahmen dieser
Arbeit sprengen würde, auf jeden Künstler, der einmal expressionistisch illustriert hat, sei es
auch nur um dem Zeitgeschmack Rechnung zu tragen, näher einzugehen, möchte ich mich auf
die bedeutendsten Vertreter konzentrieren.
Wichtig erscheint mir auch, zu zeigen welche Verlage bereit waren, diese im Anfangsstadium
doch sehr unkonventionelle Kunst im Zusammenhang mit Literatur zu verlegen. Auch hier
möchte ich mich auf die großen Verlage beschränken. Zwar haben sich auch einige kleine
Verlage um die Verbreitung expressionistischer Buchkunst verdient gemacht, auch hier war
bei vielen das Engagement jedoch nur Tribut an eine Mode.

1 Richter, Horst: Geschichte der Malerei im 20. Jahrhundert. Köln. 1974, S. 15
2 vgl. Lang, Lothar: Expressionismus und Buchkunst in Deutschland 1907-1927. Leipzig. 1993, S. 30

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Allgemeines zum Expressionismus

3. Allgemeines zur expressionistischen Buchgestaltung

4. Die Künstlergemeinschaft „Brücke“

4.1. Ernst Ludwig Kirchner

4.2. Erich Heckel

4.3. Max Pechstein

4.4. Karl Schmidt-Rottluff

5. „Der Blaue Reiter“

5.1. Wassily Kandinsky

5.2. Paul Klee

6. Weitere wichtige Buchgestalter

6.1. Oskar Kokoschka

6.2. Ludwig Meidner

6.3. Max Beckmann

7. Wichtige Verlage

8. Zusammenfassung

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Diese Arbeit untersucht die Rolle expressionistischer Künstler als Buchillustratoren und -gestalter im frühen 20. Jahrhundert. Dabei wird analysiert, wie sich die ästhetischen Prinzipien der „Brücke“ und des „Blauen Reiters“ auf die Buchkunst übertrugen und welche Verlage diese unkonventionelle Kunstform unterstützten.

  • Künstlerische Ansätze der „Brücke“ und des „Blauen Reiters“ in der Buchillustration.
  • Verhältnis zwischen literarischem Text und expressionistischer Gestaltung.
  • Die Rolle bedeutender Verlage bei der Etablierung expressionistischer Buchkunst.
  • Vergleich der individuellen Stile maßgeblicher Expressionisten wie Kirchner, Kandinsky und Kokoschka.

Auszug aus dem Buch

4.4. Karl Schmidt-Rottluff

Als Sohn eines Müllers wurde Karl Schmidt am 1. Dezember 1884 in Rottluff geboren. Den Geburtsort hängte er 1905, im „Brücke“ Gründungsjahr, an seinen Namen an. Noch auf dem Gymnasium machte er die Bekanntschaft Erich Heckels, 1905 traf er an der Sächsischen Technischen Hochschule in Dresden erneut mit dem Freund zusammen und wurde nun von diesem auch Ernst Ludwig Kirchner vorgestellt. Auch Schmidt-Rottluff studierte Architektur, allerdings nur zwei Semester lang, dann siegte bei ihm der Wunsch, sich ganz der Kunst zu widmen.

Unter den „Brücke“-Künstlern war Schmidt-Rottluff der ursprünglichste, kräftigste, der im Holzschnitt das eigentliche Medium seiner „leidenschaftlich-erregten Aussage“ fand. In seinen Anfängen sind Spuren von Edvard Munch sichtbar doch 1909/10 hatte der Künstler seine eigene Sprache gefunden.

Karl Schmidt-Rottluff hat nur ein einziges Buch von 45 Seiten illustriert: Alfred Brusts: „Das Spiel Christa vom Schmerz der Schönheit des Weibes“, erschienen 1918 im Verlag der Wochenschrift „Die Aktion“. Er versah das Buch mit neun Holzschnitten die nach Lang jedoch jede Typographie sprengen: „Eine Einheit hätte nur erreicht werden können, wenn der Text vom Künstler ebenfalls in Holz geschnitten worden wäre. So aber ist der Widerspruch zwischen Letter und Holzschnitt kaum größer denkbar. [...] Illustrationen sind diese Blätter nicht, denn sie stehen in nur loser Beziehung zum Text.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung umreißt das Ziel der Arbeit, die expressionistischen Meister als Buchgestalter vorzustellen und den Fokus auf die „Brücke“ sowie den „Blauen Reiter“ zu legen.

2. Allgemeines zum Expressionismus: Dieses Kapitel definiert den Expressionismus als eine ab etwa 1905 aufkommende Bewegung, die sich gegen die bürgerliche Gesellschaft und Traditionen wandte.

3. Allgemeines zur expressionistischen Buchgestaltung: Hier wird erläutert, wie expressionistische Illustrationen die bestehende Buchkunst herausforderten und erst nach dem Ersten Weltkrieg größere Verbreitung fanden.

4. Die Künstlergemeinschaft „Brücke“: Das Kapitel beleuchtet den kollektiven Stil der „Brücke“-Künstler und geht detailliert auf die individuellen Arbeiten von Kirchner, Heckel, Pechstein und Schmidt-Rottluff ein.

5. „Der Blaue Reiter“: Die Unterschiede zur „Brücke“ werden herausgearbeitet, insbesondere die stärkere philosophische Ausrichtung, gefolgt von einer Analyse der Arbeiten von Kandinsky und Klee.

6. Weitere wichtige Buchgestalter: Dieser Abschnitt widmet sich weiteren bedeutenden Künstlern wie Kokoschka, Meidner und Beckmann und deren spezieller Herangehensweise an die Buchillustration.

7. Wichtige Verlage: Es wird dargestellt, welche Verlage, allen voran der Kurt Wolf Verlag, den Mut aufbrachten, die unkonventionelle expressionistische Kunst in Buchform zu publizieren.

8. Zusammenfassung: Die Arbeit schließt mit einer Bilanz der verschiedenen künstlerischen Beiträge zur expressionistischen Buchkunst und deren Bedeutung als heutige Raritäten.

Schlüsselwörter

Expressionismus, Buchillustration, Buchgestaltung, Künstlergemeinschaft Brücke, Der Blaue Reiter, Ernst Ludwig Kirchner, Wassily Kandinsky, Holzschnitt, Buchkunst, Verlagswesen, Moderne Kunst, Avantgarde, 20. Jahrhundert, Graphik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit analysiert die expressionistische Buchillustration im Deutschland des frühen 20. Jahrhunderts und untersucht, wie namhafte Maler ihre Ausdrucksweise in die Buchgestaltung übertrugen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die Geschichte des Expressionismus, die Rolle der Künstlergruppen „Brücke“ und „Blauer Reiter“ sowie die Bedeutung spezifischer Verlage für die Verbreitung expressionistischer Buchkunst.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die Meister des Expressionismus nicht nur als Maler, sondern als Buchillustratoren und -gestalter zu würdigen und aufzuzeigen, wie sie den Buchmarkt ihrer Zeit beeinflussten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine literatur- und kunstgeschichtliche Analyse, die auf Sekundärliteratur und historischen Kunstquellen basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die Beiträge einzelner Künstler (u.a. Kirchner, Kandinsky, Kokoschka) zur Buchkunst sowie die verlegerischen Strategien führender Häuser wie des Kurt Wolf Verlags analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Expressionismus, Buchillustration, Holzschnitt, künstlerische Avantgarde und das Verlagswesen der 1910er und 1920er Jahre.

Welche Bedeutung hatte der Holzschnitt für die Buchkunst dieser Zeit?

Der Holzschnitt war das bevorzugte Medium, da seine harten Flächen und starken Kontraste der expressionistischen Absicht der Ausdruckssteigerung besonders entsprachen.

Warum sind expressionistisch gestaltete Bücher heute so selten?

Dies liegt an den damals meist geringen Auflagen, der Reserviertheit vieler Verleger gegenüber der neuen Kunstform sowie der späteren Diffamierung der Werke als „entartete Kunst“ durch die Nationalsozialisten.

Ende der Leseprobe aus 24 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Der Expressionismus in Abbildung und Buchgestaltung
Hochschule
Humboldt-Universität zu Berlin  (Institut f. Bibliothekswissenschaft)
Veranstaltung
Bibliophilie und Buchkunst im Deutschland des 20. Jahrhunderts
Note
1,3
Autor
Juliane Barth (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2000
Seiten
24
Katalognummer
V11334
ISBN (eBook)
9783638175197
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Expressionismus Buchkunst
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Juliane Barth (Autor:in), 2000, Der Expressionismus in Abbildung und Buchgestaltung, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/11334
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Leseprobe aus  24  Seiten
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