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Analyse des prominenten männlichen Schönheitskatalogs von Ovids "Ars Amatoria". Lässiger Look oder ein Zeichen für Verweichlichung? (9. Klasse Latein)

Konkurrierende männliche Schönheitsideale im Spiegel der Antike und der Moderne

Titel: Analyse des prominenten männlichen Schönheitskatalogs von Ovids "Ars Amatoria". Lässiger Look oder ein Zeichen für Verweichlichung? (9. Klasse Latein)

Unterrichtsentwurf , 2017 , 18 Seiten , Note: 1,00

Autor:in: Michael Stierstorfer (Autor:in)

Latein

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Anhand dieses kompetenzorientierten Konzepts mit Kopiervorlagen zur sofortigen Anwendung analysieren die Schüler arbeitsteilig folgende Passage aus Ovids "Ars Amatoria": I,505-524. Diese prominente Stelle enthält den männlichen Schönheitskatalog, den Ovid mit einem Augenzwinkern präsentiert. Die Schüler:innen vergleichen dieses antike Schönheitsideal mit dem modernen Konzept der weichen Männlichkeit am Beispiel der Metrosexualität und lernen dieses Ideal am Beispiel des für seine gewagten Looks bekannten Fußballspielers David Beckham kennen. Das innovative Element dieses Konzepts ist die konsequente Vorentlastung der Textstelle.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Sachanalyse: Ovids Ars Amatoria im Lateinunterricht

2. Männliche Schönheitspflege als Strategie zur erfolgreichen Partnerwahl

2.1 Einbettung der Lehrprobenstunde in die aktuelle Unterrichtssequenz und Lehrplanbezug

2.2 Geplanter Stundenverlauf unter Einbezug der angestrebten Kompetenzen

2.3 Tabellarische Übersicht zum geplanten Stundenverlauf

3. Literaturverzeichnis

3.1 Primärmedien

3.2 Sekundärliteratur

3.3 Internet- und Bildquellen

4. Anhang mit Materialien

4.1 Tafelbild zur Kontrastierung von Ovids Schönheitsideal mit einem modernen Trend

4.2 Wiederholung der Vokabeln anhand des Sachfelds ‚Körper‘

4.3 Von den Schülern zu übersetzende Verse mit Bildimpulsen als Hilfestellung

4.4 Eigene Übersetzung der Verse 1-18 (Ars, I,505-524)

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieses Unterrichtskonzepts ist es, Schülern der 9. Klasse durch eine kritische Auseinandersetzung mit Ovids Ars Amatoria ein Meta-Bewusstsein über die Wandelbarkeit von Geschlechteridentitäten und Schönheitsidealen zu vermitteln. Die Forschungsfrage untersucht dabei, wie antike Konzepte männlicher Schönheit in den Kontext moderner Trends wie der Metrosexualität gesetzt werden können, um gesellschaftlich oktroyierte Normen zu hinterfragen.

  • Konfrontation antiker Schönheitsideale mit modernen Phänomenen
  • Kritische Reflexion von Geschlechterkonstruktionen (Gender vs. Sex)
  • Methodische Texterschließung lateinischer Lehrgedichte
  • Einsatz von Bildimpulsen zur Motivationssteigerung und Kontextualisierung

Auszug aus dem Buch

1. Sachanalyse: Ovids Ars Amatoria im Lateinunterricht

Auf die bis in die Gegenwart andauernde Bedeutung der Ars weist im Rahmen des im Folgenden skizzierten Diskurses namhafter Wissenschaftler und Didaktiker allen voran Michael von Albrecht hin: „Wer ist der Dichter der Liebeskunst (Ars Amatoria), des nach Urteil der Fachleute immer noch bedeutendsten Lehrbuchs auf seinem Gebiet?“ Auch Janka betont in diesem Zusammenhang: „Selbst im Jahrhundert der Psychoanalyse faszinierte uns der Röntgenblick, mit dem Ovid die Seele des liebenden und leidenden Menschen ausleuchtet.“

Des Weiteren stellt er die herausragende Stellung von Ovids Ars innerhalb der Literaturgeschichte heraus: „Mit dem um 2 n. Chr. veröffentlichten Zyklus der drei Bücher Ars amatoria samt deren »Widerruf« in Gestalt der »Liebestherapie« (Remedia amoris) ist Ovid einer der genialsten Würfe der antiken Dichtung geglückt.“ In diesem Kontext verweist Janka zudem darauf, dass Ovid sowohl das Setting Rom, dem Augustus strenge Ehegesetze oktroyiert hat, als auch die griechisch-römische Mythologie für sein freies Liebeskonzept funktionalisiert hat. Somit unterwandert Ovid auf genial spielerische Weise die Absichten des Augustus, der mit seinen Ehe- und Sittengesetzen ein restauratives Programm verfocht. Schließlich erkennt Henneböhl den ungebrochen hohen literarischen Wert der Ars: „Die Ars Amatoria ist eine erstaunliche Schrift, die bis heute nicht ihresgleichen gefunden hat; zu originell ist ihr Autor, zu einzigartig die literarische Idee, zu komplex die Ausführung.“ So stellt die Ars Amatoria gerade für Heranwachsende ein wichtiges Zeugnis für ein elegisches Lehrgedicht dar, weil es mit einem Augenzwinkern die strengen Heirats- und Sittengesetze des Augustus mit den Mitteln spielerisch-gelehrter Poesie unterwandert. Zudem werden Themen angesprochen, die auch Teenager in der Pubertät nicht unbekannt sein dürften. So beschäftigen sich die ersten beiden Bücher mit praxisorientierten Strategien, die Männer für eine erfolgreiche Partnersuche brauchen. Auch Frauen werden im dritten Buch in Liebesdingen unterwiesen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Sachanalyse: Ovids Ars Amatoria im Lateinunterricht: Dieses Kapitel erläutert die literaturwissenschaftliche und didaktische Relevanz der Ars Amatoria und beleuchtet Ovids Rolle als subversiver Dichter gegenüber der augusteischen Moral.

2. Männliche Schönheitspflege als Strategie zur erfolgreichen Partnerwahl: Das Kapitel verknüpft die antiken Schönheitstipps mit dem modernen Phänomen der Metrosexualität, um ein Bewusstsein für die Konstruiertheit von Männlichkeit zu schaffen.

3. Literaturverzeichnis: Hier werden sämtliche Primär- und Sekundärquellen sowie Internet- und Bildquellen aufgelistet, die dem Entwurf zugrunde liegen.

4. Anhang mit Materialien: Dieser Teil enthält praktische Arbeitsmittel wie Tafelbilder, Vokabelübungen, zu übersetzende Verse und eine Übersetzungshilfe für den Unterricht.

Schlüsselwörter

Ovid, Ars Amatoria, Lateinunterricht, Männlichkeit, Schönheitsideal, Metrosexualität, Geschlechterrolle, Gender, Antike, Moderne, Literaturdidaktik, Mythologie, Lehrgedicht, Partnerwahl, Unterrichtsentwurf

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in diesem Unterrichtsentwurf grundsätzlich?

Der Entwurf befasst sich mit der Erstellung eines Unterrichtskonzepts für die 9. Klasse, in dem Schüler Ovid im Spiegel moderner Schönheitsideale analysieren.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit vergleicht das antike, eher natürliche Schönheitsideal aus der Ars Amatoria mit dem modernen, auf Styling fokussierten Trend der Metrosexualität.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Das langfristige Ziel ist die Entwicklung eines Meta-Bewusstseins über Geschlechteridentitäten, damit Schüler gesellschaftliche Rollenbilder kritisch hinterfragen können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine fachdidaktische Analyse durchgeführt, die durch die Einbettung in aktuelle Medien und eine kontrastive Interpretation von Antike und Moderne geprägt ist.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Sachanalyse, die didaktische Begründung des Stundenverlaufs sowie eine detaillierte tabellarische Übersicht des geplanten Unterrichts.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Ovid, Ars Amatoria, Geschlechterkonstruktion, Metrosexualität, Didaktik und Schönheitsideal.

Warum spielt die Person des Kaisers Augustus in diesem Kontext eine Rolle?

Ovid nutzte sein Werk, um die strengen, restaurativen Ehe- und Sittengesetze des Augustus spielerisch zu unterwandern.

Welche Rolle spielen die im Anhang enthaltenen Materialien?

Sie dienen als konkrete Hilfsmittel für die Durchführung der Lehrprobe, etwa durch ein Tafelbild zum Vergleich der Epochen oder Vokabelwiederholungen am Beispiel antiker Statuen.

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Analyse des prominenten männlichen Schönheitskatalogs von Ovids "Ars Amatoria". Lässiger Look oder ein Zeichen für Verweichlichung? (9. Klasse Latein)
Untertitel
Konkurrierende männliche Schönheitsideale im Spiegel der Antike und der Moderne
Note
1,00
Autor
Michael Stierstorfer (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
18
Katalognummer
V1132880
ISBN (eBook)
9783346522306
ISBN (Buch)
9783346522313
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Lateinunterricht Poesie Ovid Ars Amatoria Klasse 9
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Michael Stierstorfer (Autor:in), 2017, Analyse des prominenten männlichen Schönheitskatalogs von Ovids "Ars Amatoria". Lässiger Look oder ein Zeichen für Verweichlichung? (9. Klasse Latein), München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1132880
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Leseprobe aus  18  Seiten
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