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Namen und Personenbezeichnungen bei Goethe am Beispiel der „Wahlverwandtschaften“

Titel: Namen und Personenbezeichnungen bei Goethe am Beispiel der „Wahlverwandtschaften“

Seminararbeit , 2006 , 14 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Andreas Fingas (Autor:in)

Sprachwissenschaft / Sprachforschung (fachübergreifend)

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

„The name of a man is like his shadow. It is not of his substance and not of his soul, but it
lives with him and by him“. Mit diesem Satz umreißt Ernst Pulgram das Wesen des Namens.
Was mit dem Begriff “Name” alles verbunden ist, welche Worte als “Name” gelten und wie
weit sein Bedeutungsfeld ist, soll im folgenden noch weiter ausgeführt werden. Neben einer
unverkennbaren Bedeutung der Eigennamen für real existierende Personen, ist der Name für
die Literatur auch ein entscheidendes Gestaltungselement. Durch die Analyse und
Kategorisierung von Figurennamen hat sich eine eigene Forschungsrichtung, die literarische
Onomastik entwickelt, welche einen weiteren Zugang zur interpretatorischen Arbeit mit
literarischen Werken eröffnet. Welcher Werkzeuge sich die literarische Onomastik bedient
und wie sich diese auf das Werk Johann Wolfgang von Goethes – insbesondere auf die
Wahlverwandtschaften – anwenden lassen, damit befasst sich die vorliegende Arbeit. Friedhelm Debus beschreibt die Bedeutung des Eigennamens besonders deutlich: “Mit dem
Namen hat es eine besondere Bewandtnis. Die Klasse der Personennamen zeigt es am
auffälligsten. Sie ist es zudem, die jeden ganz unmittelbar betrifft; denn jede Person trägt
einen Namen – Ihren Namen, ihren eigenen Namen. Namen sind in sofern Eigennamen, auch
dann, wenn derselbe Name verschiedene Individuen benennt.“ Zusätzlich zu der Tragweite
von Eigennamen und Personenamen werden den Namen literarischer Figuren, Orte und
Objekte allerdings noch weitere Bedeutungs-Ebenen zugeschrieben. Debus zitiert in seiner
Veröffentlichung Namen in literarischen Werken: (Er-)Findung – Form – Funktion Pavel
Trost, welcher die „poetische, oder ästhetische“ Funktion literarischer Namen als Zusatz
anführt. Anders formuliert bedeutet das, dass Autoren ihren Figuren Namen geben, ebenso
wie Eltern ihren Kindern, nur weiß ein Autor bereits um die einzelnen Wesenszüge seiner
Schöpfung und passt den Namen entsprechend an. Obwohl Schriftsteller bereits seit der
Antike auf eine solche Weise vorgingen, nahm die Forschungsrichtung der literarischen Onomasitk erst in 60er Jahren des 20. Jahrhunderts ihren Platz neben der traditionell
betriebenen Stilistik ein. Sie versucht die Systematik zu erkunden, mit der Autoren die
Namen ihrer Figuren, Handlungsorte und Objekte wählen. Dazu bedient sie sich einer eigenen
Nomenklatur.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Aspekte der literarischen Onomastik

2.1 Der Name – Eine Begriffsklärung

2.2 Die 12 Grundgesetze zum Wesen des Namens nach St. Sondegger

2.3 Der literarische Name

2.3.1 Klassifizierung literarischer Namen nach H. Birus

2.3.2 Funktionstypologie literarischer Namen nach Dieter Lamping

3. Namenbedeutung in Goethes „Wahlverwandtschaften“

3.1 Funktionelle Eigenheiten der Namen

3.2 Die Namen der Hauptfiguren und ihre Systematik

4. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Bedeutung und Funktion von Figurennamen in Johann Wolfgang von Goethes Roman „Die Wahlverwandtschaften“ unter Anwendung der literarischen Onomastik, um aufzuzeigen, wie Namen als gestalterische Elemente zur Charakterisierung und Strukturierung des Werkes beitragen.

  • Grundlagen der literarischen Onomastik und Namensbegriffe
  • Systematik der Namensgebung nach Birus und Lamping
  • Analyse der Namenssymbolik in den „Wahlverwandtschaften“
  • Beziehungssystematik und etymologische Hintergründe der Hauptfiguren
  • Der Roman als fiktionale Welt durch gezielte Namenswahl

Auszug aus dem Buch

3.2 Die Namen der Hauptfiguren und ihre Systematik

Die Namen der vier Hauptfiguren lauten: Charlotte, Ottilie, Hauptmann/Major (Vormane: Otto) und Eduard (ursprünglich Otto). Was auf den ersten Blick auffällt ist, dass der Name „Otto“ alle vier Namen miteinander in Beziehung setzt.

Es ergeben sich bei näherer Betrachtung drei verschiedene Beziehungsebenen. Die erste ist eine rein äußerliche: Charlotte trägt „Otto“ als zweiten Namensbestandteil. Ottilie trägt den Namen als abgewandelte, weibliche Form, der Hauptmann/Major hat selbst den Vornamen Otto und Eduard hieß ursprünglich Otto.

Die Zweite Ebene ergibt sich aus der unterschiedlichen Betrachtung von Männer und Frauennamen: Die beiden Männer tragen den Vornamen nur verdeckt, die beiden Frauen tragen ihn offen. Hier findet sich also eine Verbindung aller vier Personen untereinander, aber auch eine Trennung in Zweier-Gruppen.

Auf die dritte Ebene gelangt man, wenn man die persönlichen Beziehungen der Hauptfiguren vor dem Hintergrund der innerromanisch geführten Diskussion einer chemischen Wahlverwandtschaft mit einbezieht: Charlotte ist durch Nachbarschaft mit Eduard verbunden (AB), der Hauptmann wiederum mit Ottilie (CD). Hier bleibt die Beziehungssystematik jedoch noch nicht vollendet. Unterlegt man den Namen „Otto“, so stehen die beiden Frauen für das „O“, die Männer jeweils für ein „T“. Durch den Palindrom-Charakter des Namens bleibt dieses System auch erhalten wenn man die Frauen untereinander, oder die Männer gleichfalls tauscht.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Wesen des Namens ein und erläutert die Relevanz der literarischen Onomastik als Werkzeug zur Interpretation von Goethes „Wahlverwandtschaften“.

2. Aspekte der literarischen Onomastik: Dieses Kapitel definiert den Begriff des Namens, erläutert die Grundgesetze der Namensgebung nach St. Sondegger und stellt die Klassifizierungssysteme von H. Birus sowie die Funktionstypologien von Dieter Lamping vor.

3. Namenbedeutung in Goethes „Wahlverwandtschaften“: Im Hauptteil wird die gezielte Namenswahl in Goethes Roman analysiert, wobei besonders die funktionellen Eigenheiten der Namen sowie deren etymologische und systematische Verknüpfung unter den Hauptfiguren untersucht werden.

4. Zusammenfassung: Der abschließende Teil bekräftigt die These, dass Namen in der Literatur kein bloßes Zierwerk darstellen, sondern ein bedeutendes, methodisch erforschbares Gestaltungselement bilden.

Schlüsselwörter

Literarische Onomastik, Goethe, Die Wahlverwandtschaften, Figurennamen, Namensgebung, Identifizierung, Charakterisierung, Etymologie, Systematik, Symbolik, Otto, Palindrom, Namenforschung, Literaturwissenschaft, Ästhetisierung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit primär?

Die Arbeit analysiert die Funktion und Bedeutung von Figurennamen im Roman „Die Wahlverwandtschaften“ von J.W. von Goethe unter Berücksichtigung onomastischer Theorien.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Themen sind die literarische Namensforschung, die Systematik der Namensgebung bei Goethe sowie die etymologische und funktionale Bedeutung der Namen der Roman-Hauptfiguren.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu belegen, dass Goethe seine Figurennamen bewusst und mit systematischer Absicht gewählt hat, um diese als interpretatorisches Gestaltungselement in den Text einzubinden.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewandt?

Die Arbeit nutzt die literarische Onomastik, insbesondere die Klassifizierung nach H. Birus und die Funktionstypologie nach Dieter Lamping, ergänzt durch etymologische Untersuchungen.

Was wird im inhaltlichen Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der konkreten Anwendung der theoretischen Konzepte auf die „Wahlverwandtschaften“, insbesondere der Analyse der illusionierenden Funktion der Namen und der verdeckten Beziehungssystematik zwischen den Charakteren.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren den Text?

Wichtige Begriffe sind literarische Onomastik, Namensystematik, Goethes „Wahlverwandtschaften“, Charakterisierung, Symbolik und die Identifizierungsfunktion von Namen.

Warum ist der Name „Otto“ für den Roman zentral?

Der Name „Otto“ fungiert als verbindendes Element zwischen den vier Hauptfiguren, sowohl durch etymologische Bezüge zum „Besitz“ als auch durch seine palindromische Struktur und Verteilung innerhalb des Figurensystems.

Welche Rolle spielt die Etymologie bei der Charakteranalyse in der Arbeit?

Die Etymologie, etwa die Herleitung von „Eduard“ und „Charlotte“ aus Begriffen wie „Besitz“ oder „Erbgut“, dient dem Autor dazu, die zwischenmenschlichen Abhängigkeiten und den leitmotivischen Charakter des „Besitzens“ im Roman zu verdeutlichen.

Ende der Leseprobe aus 14 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Namen und Personenbezeichnungen bei Goethe am Beispiel der „Wahlverwandtschaften“
Hochschule
Otto-Friedrich-Universität Bamberg
Veranstaltung
Die Sprache Goethes
Note
1,7
Autor
Andreas Fingas (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2006
Seiten
14
Katalognummer
V113112
ISBN (eBook)
9783640133185
ISBN (Buch)
9783640134908
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Namen Personenbezeichnungen Goethe Beispiel Sprache Goethes
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Andreas Fingas (Autor:in), 2006, Namen und Personenbezeichnungen bei Goethe am Beispiel der „Wahlverwandtschaften“, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/113112
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  14  Seiten
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