Das Ziel dieser Arbeit ist es, die interne und externe Mediation miteinander zu vergleichen und sich so der Frage anzunähern, ob ein externer oder interner Mediator bei einem beruflichen Konflikt vorzuziehen ist. Um sich diesem Thema zu nähern, wird zunächst der Begriff des Konfliktes definiert, eine mögliche Typologisierung genannt und anschließend auf Ursachen für einen Konflikt eingegangen. Als nächstes widmet sich die Arbeit dem Prozess der Mediation selbst. Danach werden die einzelnen Phasen der Mediation vorgestellt. Im Anschluss daran wird noch ein genauerer Blick auf die externe und interne Mediation geworfen.
Da Auseinandersetzungen unter Umständen mit hohen Kosten für Wirtschaftsunternehmen verbunden sind, kommt ihnen hier eine besondere Bedeutung zu. So können Arbeitskonflikte zu einer Abnahme der Leistungsfähigkeit sowie zu einer erhöhten Fehlerquote führen. Aber auch ein Anstieg der Krankheitstage und eine gestiegene Mitarbeiterfluktuation können Folgen solcher Konflikte sein. Eine Möglichkeit, um mit Konflikten umzugehen, ist die Mediation. Wenn es sich dabei um innerbetriebliche Auseinandersetzungen handelt, kann entweder auf einen externen oder internen Mediator zurückgegriffen werden.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Konflikte
2.2 Konflikttypologie
2.2 Konfliktursachen
3 Mediation
3.1 Phasen der Mediation
3.2 Interne und externe Mediation
4 Diskussion
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit befasst sich mit der Analyse und dem Vergleich von internen und externen Mediatoren zur Lösung innerbetrieblicher Konflikte. Das Ziel ist es, die Vor- und Nachteile beider Ansätze aufzuzeigen, um eine Entscheidungshilfe für Unternehmen zu bieten und die Relevanz eines effektiven Konfliktmanagements darzulegen.
- Definition und wissenschaftliche Einordnung von sozialen Konflikten
- Handlungsorientierte Typologie und Ursachenanalyse von Konflikten
- Struktur und Phasenmodell der professionellen Mediation
- Gegenüberstellung: Interne vs. externe Mediatoren in der Wirtschaftsmediation
- Bedeutung von Konfliktmanagementsystemen für das Betriebsklima
Auszug aus dem Buch
3.1 Phasen der Mediation
Der Ablauf einer Mediation wird in verschiedene Phasen eingeteilt. Aufgrund der unterschiedlichen Gewichtung der einzelnen Stufen, herrscht in der Literatur allerdings Uneinigkeit darüber, wie viele Phasen es genau sind. Laut Schäfer (2017, S. 4) lässt sich der Ablauf in eine Präphase, vier Hauptphasen und eine Postphase aufteilen. Kolodej (2019, S. 179ff.) und Kals & Gallenmüller-Roschmann (2017, S. 169ff.) gehen dagegen von fünf Phasen aus. Laut Koschany-Rohbeck (2018, S. 172) handelt es sich um sechs Phasen. Da sich lediglich die Aufteilung, nicht aber die Inhalte unterscheiden, geht diese Arbeit hier auf den 5-phasigen Verlauf genauer ein.
Die erste Phase der Mediation dient der Auftragsklärung. Hier sollen die Teilnehmer auf die Grundlagen der Mediation, die Regeln sowie den Ablauf hingewiesen werden. Ebenfalls werden die Rahmenbedingungen (z. B. Ort und Zeit) sowie die Rolle der Teilnehmer geklärt. Von entscheidender Bedeutung ist zudem, dass die Themen gesammelt werden und darauf aufbauend ein grobes Ziel abgesprochen wird (Kals & Gallenmüller-Roschmann, 2017, S. 169).
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik von Konflikten in Wirtschaftsunternehmen ein und stellt das Ziel der Arbeit, einen Vergleich zwischen internen und externen Mediatoren, vor.
2 Konflikte: Es werden verschiedene Definitionen sowie eine Typologie und Ursachenanalyse von Konflikten (z.B. Sachverhalts- oder Beziehungskonflikte) dargelegt.
2.2 Konflikttypologie: Dieses Unterkapitel beschreibt die Orientierungsmöglichkeiten in einem Konflikt anhand des sozialen Rahmens und der Erscheinungsform.
2.2 Konfliktursachen: Hier werden spezifische Konfliktarten nach Moore sowie das Eisbergmodell zur Visualisierung verborgener Konfliktebenen erläutert.
3 Mediation: Das Kapitel definiert Mediation als strukturiertes Verfahren zur Konfliktlösung und erläutert die Grundsätze sowie die Rolle des Mediators.
3.1 Phasen der Mediation: Es erfolgt eine detaillierte Beschreibung des 5-phasigen Ablaufs einer Mediation von der Auftragsklärung bis zur Ergebnissicherung.
3.2 Interne und externe Mediation: Dieser Teil beleuchtet die Vor- und Nachteile des Einsatzes unternehmensfremder versus interner Mediatoren unter Berücksichtigung von Neutralität und Unternehmenskultur.
4 Diskussion: Das abschließende Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Eignung der jeweiligen Mediatorentypen für verschiedene Unternehmenskontexte.
Schlüsselwörter
Mediation, Wirtschaftsmediation, Konfliktmanagement, Konfliktursachen, Interne Mediation, Externe Mediation, Konfliktlösung, Eisbergmodell, Betriebsklima, Konflikteskalation, Arbeitskonflikte, Mediatorenpool, Neutralität, Allparteilichkeit, Konfliktparteien
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht die Möglichkeiten und Rahmenbedingungen der Konfliktlösung in Wirtschaftsunternehmen durch den Einsatz von Mediatoren.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Die Schwerpunkte liegen auf der Definition von Konflikten, den theoretischen Grundlagen der Mediation sowie dem spezifischen Vergleich zwischen interner und externer Mediation.
Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?
Das Ziel ist es, die Frage zu beantworten, ob bei innerbetrieblichen Konflikten eher auf einen internen oder einen externen Mediator zurückgegriffen werden sollte.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse und dem Vergleich existierender Modelle zur Konfliktlösung und Mediation, gestützt durch aktuelle Fachliteratur.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Definition von Konflikten, deren Ursachen, den formalen Prozess der Mediation sowie die kritische Gegenüberstellung von internen und externen Mediationsansätzen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zentrale Begriffe sind Wirtschaftsmediation, Konfliktmanagement, interne und externe Mediatoren sowie berufliche Konflikte.
Warum wird das Eisbergmodell im Dokument verwendet?
Das Eisbergmodell dient dazu, die sichtbare Konfliktebene (Positionen und Verhalten) von den unsichtbaren Ursachen (Emotionen, Interessen, Bedürfnisse) zu unterscheiden.
Welche Rolle spielt die Neutralität bei der Wahl eines Mediators?
Die Neutralität und Allparteilichkeit sind essenzielle Voraussetzungen für den Erfolg einer Mediation; bei internen Mediatoren kann diese durch bestehende Hierarchien oder persönliche Beziehungen gefährdet sein.
Wie schlägt das Dokument die Lösung für große Unternehmen vor?
Es wird der Aufbau eines internen Mediatorenpools vorgeschlagen, um die Vorteile der internen Organisationskenntnis mit der für die Mediation nötigen Neutralität zu verbinden.
- Arbeit zitieren
- Frederick Rumi (Autor:in), 2020, Externe und interne Mediation zur Lösung sozialer Konflikte im Berufsumfeld. Ein Vergleich und Empfehlungen für Unternehmen, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1130989