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Die nationalsozialistische Propaganda im Bombenkrieg und ihre Wirkung

Title: Die nationalsozialistische Propaganda im Bombenkrieg und ihre Wirkung

Term Paper (Advanced seminar) , 2006 , 38 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Stefanie Dietsch (Author)

Communications - Media History

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Summary Excerpt Details

Im Deutschen Universalwörterbuch wird der Begriff Propaganda definiert, als „die systematische Verbreitung politischer, weltanschaulicher oder ähnlicher Ideen und Meinungen mit dem Ziel, das allgemeine Bewusstsein in bestimmter Weise zu beeinflussen.“
Für Hitler war die Propaganda ein entscheidendes Mittel der Kriegsführung.
Diese Arbeit versucht anhand des Bombenkrieges (1939-1945) aufzuzeigen, wie die nationalsozialistische Propaganda arbeitete und ob sie die erwünschte Wirkung hatte.
Schwerpunkt bildet hierbei eine inhaltliche Analyse des Bamberger Tagblatts aus den Jahren 1939 bis 1945. Dass die Presse dabei aber nicht die einzige Form der versuchten Einflussnahme war, wird in einem weiteren Kapitel gezeigt.
Abschließend soll die Stimmung in der deutschen Bevölkerung und deren Entwicklung dargestellt werden.
Vorwiegend wurden Archivalien aus dem Bamberger Stadt- bzw. Staatsarchiv untersucht und ausgewertet.
Im Folgenden soll gezeigt werden, wie das Bamberger Tagblatt (abgekürzt BT) über den Bombenkrieg berichtet hat und welche Unterschiede sich in der Berichterstattung über deutsche Angriffe auf ausländische Städte und alliierte Angriffe auf Deutschland erkennen lassen. Da eine Untersuchung aller Bombenangriffe von 1939 bis 1945 den Rahmen dieser Arbeit sprengen würde, konzentrieren wir uns hier lediglich auf einige ausgewählte Städte, die sich in drei größere Blöcke unterteilen lassen. Der erste Abschnitt befasst sich mit der Dokumentation der Angriffe der deutschen Luftwaffe auf ausländische Städte, die besonders schwer getroffen wurden, wie Warschau, Rotterdam, London und Coventry.
Im zweiten Teil werden die Luftangriffe auf deutsche Gebiete und Städte (Hamburg, Köln, Dresden) analysiert. Neben den Angriffen auf Bamberg und die Region (Breitengüssbach, Hartlanden) beschäftigt sich der letzte Abschnitt mit der Berichterstattung des Bamberger Tagblatts über die nähere Umgebung (Nürnberg).
In einer abschließenden Zusammenfassung soll dargestellt werden, wie die einzelnen Berichterstattungen voneinander abweichen und welche propagandistischen Ziele die Nationalsozialisten damit verfolgten.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Analyse des Bamberger Tagblatts

2.1 Deutsche Angriffe auf ausländische Städte

2.1.1 Warschau am 25.September 1939

2.1.2 Rotterdam am 14.Mai 1940

2.1.3 London am 7./8. September 1940

2.1.4 Coventry am 14./15. November 1940

2.2 Alliierte Angriffe auf größere deutsche Städte

2.2.1 Freiburg am 10. Mai 1940

2.2.2 Lübecks am 28./29. März 1942

2.2.3 Köln am 30./31. Mai 1942

2.2.4 Berlin ab dem 25./26. August 1940

2.2.5 Der Talsperrenangriff am 16./17. Mai 1943

2.2.6 Hamburg vom 24./25. Juli bis 3. August 1943

2.2.7 Dresden am 13./14.Februar 1945

2.3 Alliierte Luftangriffe auf Bamberg und Umgebung

2.3.1 Nürnberg ab dem 28./29. August 1942

2.3.2 Bamberg ab dem 2. Januar 1945

2.3.3 Bambergs nähere Umgebung vom 20. Februar bis 26. Februar 1945

2.4 Zusammenfassung

3. Weitere propagandistische Mittel

3.1 Der Hörfunk

3.2 Spielzeug, Lektüre und Veranstaltungen

4. Die Stimmung in der Bevölkerung

4.1 Der Hass gegen England

4.2 Die Vergeltungswünsche der Bevölkerung

4.3 Die Einstellung zum Luftschutz

4.4 Die allgemeine Stimmung

5. Schlussfolgerung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die nationalsozialistische Propaganda während des Bombenkrieges (1939-1945) und deren Wirkung auf die Bevölkerung. Im Fokus steht dabei die Frage, wie durch inhaltliche Steuerung in der Presse, insbesondere im Bamberger Tagblatt, sowie durch weitere mediale Mittel ein bestimmtes Feindbild erzeugt und die Kriegsbereitschaft aufrechterhalten werden sollte.

  • Analyse der propagandistischen Berichterstattung über deutsche Luftangriffe im Vergleich zu alliierten Luftangriffen.
  • Untersuchung der Instrumentalisierung von Medien wie Hörfunk, Spielzeug und Veranstaltungen zur Beeinflussung der Bevölkerung.
  • Erforschung der Stimmungslage in der deutschen Bevölkerung unter Berücksichtigung von Sicherheitsdienstberichten.
  • Evaluierung der Wirksamkeit der NS-Propaganda in Bezug auf den Zivilschutz und die allgemeine Kriegsmoral bis Kriegsende.

Auszug aus dem Buch

2.1.3 London am 7./8. September 1940

Schon vor der Nacht vom 7. auf den 8. September 1940 hatte die deutsche Luftwaffe begonnen die englische Hauptstadt zu bombardieren. Nun aber verstärkten sich diese Angriffe und es gab nahezu keinen Tag, an dem das BT nicht den großen Erfolg der deutschen Sturzkampfbomber rühmte.

Am 9. September 1940 berichtet das BT in seiner Schlagzeile über „Riesige Feuersbrünste in London“. Im Untertitel wird von „Vergeltung“ gesprochen und dass „über eine Million Kilogramm Bomben auf das Hafen- und Industriegebiet“ abgeworfen worden seien. Die Angriffe der Luftwaffe, so der Bericht, seien „gegen die wehrwirtschaftlich besonders wichtigen Objekte Londons“ gerichtet worden.12

Des weiteren wird die Leistung der Flak mit den Worten „Deutsche Flak schießt genau“ dargestellt, entsprechend eines Befehls von Goebbels, wonach „unaufdringlich noch einmal die Flak herausgestrichen werden“ sollte. Es solle betont werden, dass „die Flak nicht nur feindliche Flugzeuge abzuschießen hat, sondern, daß sie in erster Linie verhindern soll, daß feindliche Flugzeuge durchdringen.“13 Das BT schreibt, dass selbst der Londoner Nachrichtendienst die Treffsicherheit der deutschen Flak zugäbe und dass es nur wenigen Feindflugzeugen gelang den Sperrgürtel zu durchbrechen.14

Auch die Berichterstattung des darauffolgenden 10. September steht ganz im Zeichen der Bombenangriffe auf London. Die Titelseite unterstreicht den ununterbrochenen „Bombenregen“ auf London und dass dabei große Schäden an Docks und Hafenanlagen entstanden seien. Die Vergeltungsangriffe auf Londoner Anlagen würden fortgesetzt werden. Angaben, ob die deutsche Luftwaffe Verluste erlitten hat und wenn ja wie viele, finden sich in den Artikeln keine.15

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Arbeit definiert den Begriff Propaganda im Kontext der NS-Kriegsführung und umreißt die methodische Herangehensweise der Analyse des Bamberger Tagblatts sowie der Untersuchung der Bevölkerungsstimmung.

2. Analyse des Bamberger Tagblatts: Das Kapitel untersucht die einseitige Berichterstattung der Presse, die deutsche Angriffe als Vergeltung darstellte und alliierte Angriffe auf deutsche Städte systematisch verharmloste oder ignorierte.

3. Weitere propagandistische Mittel: Dieser Abschnitt zeigt auf, wie der Hörfunk sowie Freizeitangebote für Kinder und Erwachsene genutzt wurden, um das nationalsozialistische Gedankengut auch außerhalb der Printmedien zu verbreiten.

4. Die Stimmung in der Bevölkerung: Hier wird anhand von Sicherheitsdienstberichten aufgezeigt, wie sich die Haltung der Bevölkerung von anfänglicher Euphorie hin zu Kriegsmüdigkeit und Resignation aufgrund der Bombenangriffe entwickelte.

5. Schlussfolgerung: Die Arbeit fasst zusammen, dass die NS-Propaganda mit zunehmender Kriegsdauer aufgrund der direkten Betroffenheit der Bevölkerung an Wirkung verlor und ihr Ziel der totalen Beeinflussung nicht erreichen konnte.

Schlüsselwörter

Nationalsozialismus, Propaganda, Bombenkrieg, Bamberger Tagblatt, NS-Kriegsführung, Mediensteuerung, Stimmungslage, Luftschutz, Joseph Goebbels, Zweiter Weltkrieg, Feindbild, Zivilbevölkerung, Sicherheitsdienst, Durchhalteparolen, Kriegspropaganda

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie die nationalsozialistische Propaganda während des Zweiten Weltkriegs eingesetzt wurde, um die Berichterstattung über den Bombenkrieg zu beeinflussen und die Stimmung in der Bevölkerung zu steuern.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentrale Themen sind die Analyse der Presseberichterstattung im Bamberger Tagblatt, die Nutzung weiterer Propagandamittel wie Hörfunk und Veranstaltungen sowie die Entwicklung der Stimmung in der Bevölkerung während des Krieges.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist aufzuzeigen, wie das NS-Regime durch selektive Informationspolitik die öffentliche Meinung über Luftangriffe und den Kriegsverlauf lenkte und ob diese Propagandamaßnahmen die erwünschte Wirkung bei der Bevölkerung zeigten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer inhaltlichen Analyse von Zeitungsartikeln (Bamberger Tagblatt) sowie der Auswertung von Archivalien, insbesondere Berichten des Sicherheitsdienstes und des Landratsamtes.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden sowohl deutsche Angriffe auf ausländische Städte als auch alliierte Angriffe auf deutsche Städte (wie Köln, Berlin, Hamburg, Dresden, Nürnberg) in der Darstellung des Bamberger Tagblatts gegenübergestellt und weitere Propagandamittel analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Nationalsozialismus, Propaganda, Bombenkrieg, Mediensteuerung, Stimmungslage und Zivilbevölkerung charakterisiert.

Wie reagierte die Presse auf die Angriffe auf Bamberg und Umgebung?

Das Bamberger Tagblatt berichtete über die Bombardierungen von Bamberg und der Region faktisch nicht, was die Zurückhaltung der Propaganda bei direkter Betroffenheit der eigenen Bevölkerung unterstreicht.

Wie veränderte sich die Stimmung der Bevölkerung gegenüber dem NS-Regime?

Anfangs war die Stimmung von Euphorie und Siegesglauben geprägt; mit der Zunahme der alliierten Luftangriffe wandelte sich dies jedoch zunehmend in Skepsis, Kriegsmüdigkeit und eine allgemeine Niedergeschlagenheit.

Wozu diente die Verbreitung von "Durchhalteparolen"?

Durchhalteparolen sollten die Moral der Bevölkerung stärken und den Glauben an einen möglichen Endsieg trotz der militärischen Rückschläge und der massiven Zerstörungen aufrechterhalten.

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Details

Title
Die nationalsozialistische Propaganda im Bombenkrieg und ihre Wirkung
College
University of Bamberg
Course
Franken im Nationalsozialismus
Grade
2,0
Author
Stefanie Dietsch (Author)
Publication Year
2006
Pages
38
Catalog Number
V112996
ISBN (eBook)
9783640137404
ISBN (Book)
9783640137626
Language
German
Tags
Propaganda Bombenkrieg Wirkung Franken Nationalsozialismus
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Stefanie Dietsch (Author), 2006, Die nationalsozialistische Propaganda im Bombenkrieg und ihre Wirkung, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/112996
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