In dieser Arbeit werden Geschlechterrollen im Wandel der Zeit untersucht. Zunächst werden Unterschiede zwischen Mann und Frau anhand des Gehirns, der Hormone und des Verhaltens beleuchtet. Anschließend wird die Rolle der Frau in Deutschland vom 18. bis zum 21. Jahrhundert untersucht, wobei auch auf die jeweilige politische und gesellschaftliche Situation eingegangen wird. Im nächsten Kapitel werden Probleme von Frauen im Alltag sowie im Berufsleben benannt. Es folgen Lösungsansätze für die Verbesserung der aktuellen Situation der Frau.
Im Laufe der Zeit haben sich Rollenbilder entwickelt, welche die Frau dem Mann unterordnen. Dadurch entsteht ein System, in dem die Frau benachteiligt wird. Gesellschaftliche Problematiken wie sexuelle Gewalt und Belästigung, Sexismus und Sexualisierung oder die Benachteiligung in der Berufswelt sind Beispiele für die Auswirkungen aufgrund der ungleichen Machtverteilung. Im Bereich der weiblichen Emanzipation ist jedoch ein Fortschritt erkennbar. Das macht sich auch darin bemerkbar, dass der Diskurs über Themen bezüglich der Verbesserung der gesellschaftlichen Stellung der Frau in der heutigen Gesellschaft stattfindet.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Die Unterschiede zwischen Mann und Frau
2.1 Das Gehirn
2.2 Die Hormone
2.3 Das Verhalten
3. Geschlechterrollen im Wandel der Zeit
3.1 Die Frau während des 18. Jahrhunderts
3.2 Die Frau während des 19. Jahrhunderts
3.3 Die Frau bis zu der Zeit des Nationalsozialismus bis 1933
3.4 Die Frau während des Nationalsozialismus
3.5 Die Frau in der Bundesrepublik Deutschland
3.6 Die Frau in der DDR
3.7 Die Frau nach der Vereinigung Deutschlands bis heute
3.7.1 Gesetzliche Veränderungen für Frauen
3.7.2 Gesellschaftliche Veränderungen für Frauen
4. Gesellschaftliche Probleme für Frauen
4.1 Sexismus
4.1.1 Sexismus im Alltag
4.1.2 Sexismus am Arbeitsplatz
4.2 Sexualisierung von Frauen und Mädchen
4.3 Sexuelle Belästigung und Gewalt
4.3.1 Sexuelle Belästigung in den sozialen Medien
4.3.2 Me-Too
4.4 Gender Pay Gap
4.5 Vereinbarkeit von Familie und Karriere
5. Lösungsansätze für die Verbesserung der aktuellen Situation der Frau
6. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Facharbeit untersucht die historische und gesellschaftliche Entwicklung von Geschlechterrollen sowie die gegenwärtigen Herausforderungen für Frauen, wie etwa Sexismus und ungleiche Karrierechancen, um Lösungsansätze für eine gleichberechtigtere Gesellschaft aufzuzeigen.
- Historische Wandlung der Frauenrolle in Deutschland
- Analyse geschlechterspezifischer Unterschiede und Stereotype
- Problematiken wie Sexismus, Sexualisierung und Gewalt
- Der Gender Pay Gap und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie
- Evaluation von Lösungsansätzen für eine echte Gleichberechtigung
Auszug aus dem Buch
3.4 Die Frau während des Nationalsozialismus
Zu der Zeit des Nationalsozialismus beschreibt Hitler die Emanzipation der Frau als „ein vom jüdischen Intellekt erfundenes Wort“ und „den Inhalt vom gleichen Geist geprägt“. Die Frauenemanzipation sei daher etwas Verachtenswertes. Folglich verlieren Frauen ihre erkämpfte Stellung in der Gesellschaft und werden auf die Rolle der Hausfrau und Mutter reduziert. Der Ideologie nach sind Frauen verpflichtet dem Mann Kinder zu schenken und sich um sein Wohlbefinden zu kümmern.
Die Aufgabe der Frau als Hausfrau zu arbeiten wird zur Profession. Um zu heiraten, müssen Frauen nachweisen, dass sie einen Mütterschulungslehrgang absolviert haben. In diesem Kurs lernen die Frauen Tätigkeiten wie Kochen, Nähen, Haushalts- und Gesundheitsführung, sowie Säuglings- und Krankenpflege. Das Kinderkriegen und die damit einhergehende Vermehrung der deutschen Rasse werden dementsprechend zur Aufgabe der Frau. Frauen, die beschlossen keine Kinder zu kriegen „galten als entartet und krank“.
Die Zeit des Nationalsozialismus stellt eine Kluft für die Frauenemanzipation dar. Vorher erkämpfte Rechte werden Frauen wieder entzogen. Die Besetzung von höheren Ämtern, sowie das Recht zu studieren bleiben Männern vorbehalten. Das errungene Recht erwerbstätig zu sein, wird den Frauen abgesprochen. Vereine und Organisationen von Frauen werden unter der Aufsicht von der NSDAP zusammengefasst und dahingehend beeinflusst, die Rolle der Hausfrau und Mutter anzuerkennen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einführung thematisiert die theoretische Unterscheidung zwischen biologischem Geschlecht (Sex) und sozialem Geschlecht (Gender) und verweist auf Simone de Beauvoir.
2. Die Unterschiede zwischen Mann und Frau: In diesem Kapitel werden wissenschaftliche Erkenntnisse über Gehirn, Hormone und Verhalten analysiert, die zeigen, dass die Unterschiede zwischen den Geschlechtern oft überschätzt werden.
3. Geschlechterrollen im Wandel der Zeit: Dieses Kapitel zeichnet die historische Entwicklung der Frauenrolle von der Fremdbestimmung im 18. und 19. Jahrhundert bis zur modernen Situation in Ost- und Westdeutschland nach.
4. Gesellschaftliche Probleme für Frauen: Hier werden aktuelle Diskriminierungsformen wie Sexismus, Sexualisierung, Gewalt, der Gender Pay Gap sowie der Konflikt zwischen Familie und Karriere beleuchtet.
5. Lösungsansätze für die Verbesserung der aktuellen Situation der Frau: Dieses Kapitel skizziert politische und gesellschaftliche Forderungen zur Förderung der Gleichberechtigung, darunter Investitionen in Schutzräume und Bildungsmaßnahmen.
6. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass biologische Unterschiede keine Benachteiligung rechtfertigen und plädiert für einen grundlegenden gesellschaftlichen Wandel durch bewusste Erziehung.
Schlüsselwörter
Geschlechterrollen, Feminismus, Sexismus, Emanzipation, Gender Pay Gap, Vereinbarkeit, Familie und Karriere, Nationalsozialismus, Frauenbewegung, Diskriminierung, Gleichberechtigung, Soziales Geschlecht, Identität, Rollenbilder.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Facharbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die Entwicklung der Geschlechterrollen in Deutschland und analysiert, wie gesellschaftliche Stereotype und Strukturen die Lebensrealität von Frauen bis heute prägen.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Zentrale Themen sind die historische Entwicklung der Frauenrolle, die wissenschaftliche Einordnung biologischer vs. sozialer Geschlechtsunterschiede sowie aktuelle gesellschaftliche Probleme wie Sexismus und Ungleichheit in der Berufswelt.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, aufzuzeigen, dass biologische Unterschiede keine Rechtfertigung für die soziale Benachteiligung von Frauen sind und notwendige politische sowie bildungsbezogene Lösungsansätze zu identifizieren.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf eine fundierte Literaturanalyse sowie die Auswertung von Statistiken und Studien, ergänzt durch eine eigene Umfrage zu Sexismus.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Analyse der Frauenrolle und eine detaillierte Auseinandersetzung mit aktuellen Problemen wie Sexismus, Sexualisierung, dem Gender Pay Gap und dem Vereinbarkeitskonflikt zwischen Familie und Beruf.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die zentralen Begriffe sind Geschlechterrollen, Emanzipation, Sexismus, Gender Pay Gap und die soziale Konstruktion von Männlichkeit und Weiblichkeit.
Wie unterscheidet sich die Situation der Frau im Osten und Westen Deutschlands?
Die Autorin hebt hervor, dass der Osten Deutschlands historisch eher egalitäre Rollenbilder förderte, während im Westen traditionelle Vorstellungen von der Frau als Hauptverantwortliche für Haushalt und Erziehung stärker verbreitet waren.
Welche Rolle spielt die Erziehung für die Überwindung von Rollenbildern?
Die Autorin folgert, dass ein nachhaltiger Wandel nur möglich ist, wenn bereits Kinder in Bildungseinrichtungen und im familiären Umfeld für das Thema Geschlechterrollen und Diskriminierung sensibilisiert werden.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2021, Geschlechterrollen im Wandel der Zeit. Gesellschaftliche Probleme von Frauen und Lösungsansätze, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1127345