Stellt der Mitgliederschwund bei den großen Volksparteien CDU sowie SPD einen destabilisierenden Faktor für die Demokratie in der Bundesrepublik Deutschland dar? In der Arbeit wird in Form einer Literaturrecherche zunächst die Bedeutung von Parteien für die Demokratie beleuchtet werden. Insbesondere wird hierbei auf Parteien als legitime politische Organisationen sowie die Parteiendemokratie eingegangen. Anschließend wird die politische Partizipation der Zivilgesellschaft in verschiedenen Formen dargestellt und die Mitgliederentwicklung der Christlich Demokratischen Union Deutschlands (CDU) und der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD) in verschiedenen Perioden der Vergangenheit und der Gegenwart betrachtet. Es wird versucht, Ursachen für den bestehenden Mitgliederschwund in den großen Volksparteien zu erörtern und die Folgen für die Demokratie zu analysieren.
Können die großen Volksparteien ihrem verfassungsmäßigen Auftrag der Mitwirkung an der politischen Willensbildung noch gerecht werden? Es findet eine Abkehr von den großen Volksparteien statt, die Mitgliederzahlen sinken, das Durchschnittsalter der Parteimitglieder steigt, die Parteien überaltern, das Sozialprofil bildet keinen Querschnitt durch dies Gesellschaft mehr, das breite politische Engagement der Bürger lässt nach. Aufgrund dieser Entwicklung stellt sich die Frage, inwiefern die von den Parteien erarbeiteten politischen Ziele auch die politischen Ziele des breiten Volkes widerspiegeln. Vieles spricht dafür, dass aufgrund des Mitgliederschwundes die Parteien ihren Anspruch verlieren, noch für die Bevölkerung sprechen zu können.
Inhaltsverzeichnis
- Abkürzungsverzeichnis
- 1 Einleitung
- 2 Parteien und politische Partizipation
- 2.1 Parteien als legitime politische Organisationen
- 3 Mitgliederschwund bei den großen Volksparteien als destabilisierender Faktor für die Demokratie
- 4 Schlussbetrachtung
- 5 Literatur- und Quellenverzeichnis
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Arbeit untersucht den Mitgliederschwund bei den großen Volksparteien CDU und SPD und analysiert, inwiefern dieser Trend die Demokratie in der Bundesrepublik Deutschland destabilisiert. Dabei wird zunächst die Bedeutung von Parteien für die Demokratie beleuchtet, insbesondere ihre Rolle als legitime politische Organisationen und die Funktionsweise der Parteiendemokratie.
- Bedeutung von Parteien für die Demokratie
- Politische Partizipation der Zivilgesellschaft
- Mitgliederschwund bei CDU und SPD
- Ursachen für den Mitgliederschwund
- Folgen des Mitgliederschwunds für die Demokratie
Zusammenfassung der Kapitel
Das erste Kapitel führt in die Thematik ein und beleuchtet die Bedeutung von Parteien für die Demokratie. Es wird hervorgehoben, dass Parteien gemäß Art. 21 GG einen verfassungsmäßigen Auftrag haben und als legitime politische Organisationen in der Gesellschaft verankert sind. Im zweiten Kapitel wird die politische Partizipation der Zivilgesellschaft in verschiedenen Formen dargestellt und die Entwicklung der Mitgliederzahlen von CDU und SPD in der Vergangenheit und Gegenwart betrachtet.
Schlüsselwörter
Parteiendemokratie, politische Partizipation, Mitgliederschwund, Volksparteien, CDU, SPD, Demokratie, Bundesrepublik Deutschland.
Häufig gestellte Fragen
Warum verlieren CDU und SPD massiv an Mitgliedern?
Gründe sind unter anderem die Überalterung der Parteibasis, eine veränderte politische Partizipation der Zivilgesellschaft und ein schwindendes Vertrauen in die großen Volksparteien.
Ist der Mitgliederschwund eine Gefahr für die Demokratie?
Es wird diskutiert, ob dies ein destabilisierender Faktor ist, da Parteien laut Grundgesetz (Art. 21) den Auftrag haben, an der politischen Willensbildung des Volkes mitzuwirken.
Was bedeutet die Überalterung für die Parteienlandschaft?
Das Sozialprofil der Mitglieder entspricht immer weniger dem Querschnitt der Gesellschaft, was die Repräsentativität der politischen Ziele infrage stellt.
Können Volksparteien ihren verfassungsmäßigen Auftrag noch erfüllen?
Bei sinkenden Mitgliederzahlen verlieren Parteien zunehmend ihre Verankerung in der breiten Bevölkerung, was die Legitimation ihrer politischen Arbeit erschweren kann.
Welche Alternativen zur Parteimitgliedschaft nutzen Bürger heute?
Politische Partizipation findet heute oft in punktuellen sozialen Bewegungen, Online-Petitionen oder projektbezogenem Engagement statt statt in langfristigen Parteibindungen.
- Arbeit zitieren
- Dr. Ulrich Karl Koepsel (Autor:in), 2018, Mitgliederschwund bei den großen Volksparteien CDU und SPD, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1127255