„Glück ist das Ziel, Philosophie der Weg“. Das ist der Titel eines Buches von André Comte- Sponville, einem ehemaligen Professor für Philosophie in Paris.
Doch wie sieht dieser Weg eigentlich aus? Wie erreiche ich das Ziel, und vor allem, was muss ich dafür tun?
Antworten auf all diese Fragen zu finden versucht die Philosophie. Denkansätze und Ansichten von großen Philosophen wie beispielsweise Platon, Nietzsche, Sokrates oder Seneca erweitern und stützen unsere eigenen Überlegungen und helfen uns, zu verstehen. Eine Antwort auf diese Frage nach dem Glück und dessen Erleben gilt es im folgen Aufsatz anhand einiger Philosophen und deren Denkweisen zu geben.
Inhaltsverzeichnis
1.0 EINLEITUNG
2.0 HAUPTTEIL
2.1 EPIKUR
2.2 ARISTOTELES
2.3 SOKRATES
2.4 PLATON
2.5 SENECA
2.6 KANT
2.7 NIETZSCHE
3.0 FAZIT
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die philosophische Fragestellung nach der Natur des Glücks und leitet daraus Handlungsmaximen für eine gelungene Lebensführung ab, indem sie verschiedene historische Denkansätze kritisch gegenüberstellt.
- Phänomenologie der verschiedenen Glücksarten
- Die antike Auffassung von Glück als Lebensziel
- Ethische Normen und die Bedeutung der Vernunft
- Gegenüberstellung von Tugendethik und Schicksalsbewältigung
- Die Rolle der Moral bei Immanuel Kant
Auszug aus dem Buch
2.1 Epikur (341 v.Chr. – 271 v.Chr.)
Epikur wurde auf der Insel Samos geboren und kam bereits als 12-Jähriger mit der Philosophie in Berührung, da zu dieser Zeit die Lehre Platons auf Samos unterrichtet und verbreitet wurde. Mit 18 Jahren trat er seinen zweijährigen Militärdienst in Athen an. Da nach dem Tod Alexander des Großen Athen an ihre ursprünglichen Bewohner zurück fiel und Epikurs Familie angesichts dieser Tatsache fliehen musste, verließ auch Epikur selbst die Stadt und eilte zu ihnen, um ihnen beizustehen.
Im Jahre 307 v.Chr. kehrte Epikur schließlich nach Athen zurück und erwarb dort außerhalb der Stadt ein Anwesen welches fortan zum Treffpunkt von Schülern, Freunden und Gleichgesinnten wurde, die Epikur in seine Philosophie einwies. Nach 36 Jahren Führung dieser Schul- und Lebensgemeinschaft starb Epikur im Alter von 71 Jahren an einer Nierenerkrankung.
Angesichts der Ratlosigkeit der Menschen über den Sinn ihrer Existenz im späten Griechentum entscheidet sich Epikur dazu das Glück als das Wesentliche im menschlichen Leben anzusehen. Zu diesem Glück gehört für ihn vor allem die Vermeidung von Schmerz und, positiv gesehen, die Lust. So zeigen es auch seine eigenen Worte: „Die Lust ist Ursprung und Ziel des glücklichen Lebens.“
Zusammenfassung der Kapitel
1.0 EINLEITUNG: Einführung in die vielschichtige Thematik des Glücks und Differenzierung zwischen verschiedenen Glücksarten wie Zufallsglück und Wohlfühlglück.
2.0 HAUPTTEIL: Systematische Betrachtung philosophischer Positionen von der Antike bis zur Neuzeit hinsichtlich ihrer Glücksverständnisse.
2.1 EPIKUR: Darstellung der Lehre Epikurs, die Glück als Abwesenheit von Schmerz und Streben nach geistigem Gleichgewicht definiert.
2.2 ARISTOTELES: Analyse des aristotelischen Glücksbegriffs als Tätigkeit der Seele gemäß der Vernunft und der Bedeutung der „rechten Mitte“.
2.3 SOKRATES: Untersuchung des sokratischen Ansatzes, bei dem Selbsterkenntnis und das Wissen um das Gute als Voraussetzung für ein glückliches Leben gelten.
2.4 PLATON: Erläuterung der platonischen Sichtweise, die ein Gleichgewicht der Seelenteile – Vernunft, Wille und Begehren – für ein glückliches Leben fordert.
2.5 SENECA: Betrachtung der stoischen Philosophie Senecas, in der ein tugendhaftes Leben und die Beherrschung der Vernunft im Zentrum stehen.
2.6 KANT: Auseinandersetzung mit Kants Konzept der „Würdigkeit zum Glück“, das eng an die moralische Pflichterfüllung und den kategorischen Imperativ geknüpft ist.
2.7 NIETZSCHE: Kritische Einordnung von Nietzsches Glücksverständnis, das Glück als kurzfristigen Zustand betrachtet und das Überwinden des Schicksals betont.
3.0 FAZIT: Zusammenfassende Reflexion, die betont, dass es keine allgemeingültige Glücksformel gibt, sondern die eigenverantwortliche Entscheidung im Alltag entscheidend ist.
Schlüsselwörter
Glück, Philosophie, Lebensführung, Epikur, Aristoteles, Tugendethik, Vernunft, Moral, Eudaimonia, Wohlfühlglück, Schicksal, Handeln, Ethik, Selbsterkenntnis, Lebenssinn
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht die philosophischen Grundlagen und Definitionen von „Glück“ und analysiert, wie verschiedene Denker im Laufe der Geschichte zu der Frage Stellung bezogen haben, wie man ein glückliches Leben führen kann.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die Arbeit deckt die Bereiche antike Philosophie, Ethik, praktische Lebensgestaltung, die Rolle der Vernunft bei der Zielerreichung sowie die moralische Verantwortung des Einzelnen ab.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, die Konzepte großer Philosophen zu vergleichen, um herauszuarbeiten, wie der Mensch durch bewusstes Handeln und die richtige innere Einstellung sein Streben nach Glück gestalten kann.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit folgt einer literaturbasierten philosophischen Analyse, bei der die zentralen Thesen ausgewählter Philosophen anhand ihrer Werke und Sekundärliteratur aufbereitet und kontrastiert werden.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in chronologische Einzelabschnitte zu Epikur, Aristoteles, Sokrates, Platon, Seneca, Kant und Nietzsche, die jeweils ihre spezifische Definition von Glück beleuchten.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?
Zu den prägenden Begriffen zählen neben dem zentralen Wort „Glück“ vor allem „Tugend“, „Vernunft“, „Eudaimonia“, „Ethik“ und „Lebensführung“.
Inwiefern unterscheidet sich Epikurs Glücksverständnis von dem Kants?
Während Epikur das Glück stark hedonistisch durch die Vermeidung von Schmerz und das Streben nach Seelenruhe definiert, verknüpft Kant das Glück mit der moralischen Würdigkeit und der Pflicht gegenüber anderen.
Was meint Aristoteles mit der „rechten Mitte“?
Aristoteles sieht das Glück in einem tugendhaften Leben, bei dem man die Mitte zwischen zwei Extremen wählt, wie beispielsweise die Tapferkeit als Mitte zwischen Feigheit und Tollkühnheit.
Warum steht bei Sokrates das Nichtwissen im Zentrum seiner Philosophie?
Durch die Erkenntnis „Ich weiß, dass ich nicht weiß“ wird der Mensch dazu animiert, nach der wahren Einsicht in das Wesen der Dinge zu suchen, was für Sokrates die Voraussetzung für richtiges Handeln und somit für ein geglücktes Leben darstellt.
Wie bewertet Nietzsche das Streben nach Glück?
Nietzsche ist skeptisch gegenüber dem Glück als Dauerzustand und sieht den Wert des Lebens eher in der Stärkung des eigenen Willens und dem Trotzen gegenüber widrigen Lebensumständen.
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- Anonym (Autor:in), 2019, Glück. Wie muss ich handeln, um glücklich zu sein?, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1119378