Gegenstand dieser Arbeit ist die Konzeption eines qualitativen Interviewleitfadens zur Erfassung der Unternehmensreputation auf Basis des Reputationskonzeptes von Eisenegger (2005). Die Erstellung des Interviewleitfadens richtet sich nach den Phasen von Mayer (2008).
Inhaltsverzeichnis
1. Konzeption eines vollständigen qualitativen Interviewleitfadens zur Unternehmensreputation
1.1 Die Vorbereitungsphase
1.2 Die Durchführungsphase
1.3 Die Auswertungsphase
2. Gruppenbasierte Interviewverfahren
3. Gütekriterien in der qualitativen Forschung
3.1 Die sieben Kernkriterien zur Bewertung qualitativer Forschung nach Steinke
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit widmet sich der Konzeption eines qualitativen Interviewleitfadens zur Messung der Unternehmensreputation am Beispiel des fiktiven Beratungsunternehmens M&F GmbH. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert dabei auf die methodisch fundierte Erhebung von Stakeholder-Einschätzungen basierend auf funktionalen, sozialen und expressiven Reputationsdimensionen.
- Grundlagen der qualitativen Interviewführung und Vorbereitung
- Methodik der Datenerhebung im Kontext der Unternehmensreputation
- Einsatzmöglichkeiten und Merkmale von Gruppendiskussionen
- Qualitätskriterien und deren Anwendung in der qualitativen Forschung
- Praktische Implementierung eines halbstandardisierten Interviewleitfadens
Auszug aus dem Buch
1. Konzeption eines vollständigen qualitativen Interviewleitfadens zur Unternehmensreputation
Gegenstand dieser Aufgabe ist die Konzeption eines qualitativen Interviewleitfadens zur Erfassung der Unternehmensreputation auf Basis des Reputationskonzeptes von Eisenegger (2005). Die Erstellung des Interviewleitfadens richtet sich nach den Phasen von Mayer (2008) (Mayer, 2008, S. 46; Reinhardt & Ornau, 2015, S. 19-22).
1.1 Die Vorbereitungsphase
Der im Rahmen dieser Arbeit zu konzipierende qualitative Interviewleitfaden thematisiert die Unternehmensreputation des fiktiven Personalberatungsunternehmen M&F GmbH. Eine Reputation (lat. reputatio: die Erwägung oder die Berechnung) bezeichnet das Ansehen einer Person oder einer Organisation und ist ein Indiz dafür, wie sich jemand in Zukunft verhalten wird. Gelten Personen oder Organisationen als vertrauenswürdig, verantwortungsvoll oder zuverlässig, genießen sie einen guten Ruf und haben dementsprechend ein hohes Ansehen. Tennert (2015) fasst zusammen, dass „[e]ine hohe respektive Reputation [..] mit einem guten Ruf gleichgesetzt werden [kann].“ (Tennert, 2015, S. 305).
Im vorliegenden Fall soll die Unternehmensreputation anhand des Modells zur Messung der Reputation eines Unternehmens ermittelt werden. Als fiktives Unternehmen wurde die M&F GmbH gewählt. Eisenegger (2005) unterscheidet in seinem Modell drei verschiedene Dimensionen der Unternehmensreputation: die funktionale, die soziale und die expressive Reputation. Diesen drei Dimensionen ordnet er weitere Indikatoren zu, die zusammen mit den Dimensionen in Tabelle 1 abgebildet sind (Eisenegger, 2005, S. 37).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Konzeption eines vollständigen qualitativen Interviewleitfadens zur Unternehmensreputation: Dieses Kapitel erläutert den Aufbau eines Leitfadens zur Messung der Unternehmensreputation anhand der Phasen Vorbereitung, Durchführung und Auswertung.
1.1 Die Vorbereitungsphase: Hier wird der Forschungsgegenstand M&F GmbH definiert und auf Basis des Reputationsmodells von Eisenegger in funktionale, soziale und expressive Dimensionen gegliedert.
1.2 Die Durchführungsphase: Dieser Abschnitt thematisiert wissenschaftliche Standards, den Umgang mit Intervieweffekten und die Bedeutung der Anonymität bei der Datenerhebung.
1.3 Die Auswertungsphase: Es werden die vier Schritte der Datenauswertung beschrieben, bestehend aus Transkription, Einzelanalyse, generalisierender Analyse und Kontrollphase.
2. Gruppenbasierte Interviewverfahren: Das Kapitel behandelt die Gruppendiskussion als Methode zur Erhebung von Einstellungen und betont die Bedeutung von Interaktion und Natürlichkeit in der Gesprächssituation.
3. Gütekriterien in der qualitativen Forschung: Hier werden verschiedene Auffassungen zur Qualitätssicherung in der qualitativen Forschung diskutiert, von der Orientierung an quantitativen Standards bis zur Entwicklung eigener Kriterien.
3.1 Die sieben Kernkriterien zur Bewertung qualitativer Forschung nach Steinke: Dieser Teil stellt einen konkreten Kriterienkatalog vor, der als Checkliste für die Qualitätssicherung und Bewertung qualitativer Studien dient.
Schlüsselwörter
Unternehmensreputation, Qualitative Forschung, Interviewleitfaden, M&F GmbH, Gütekriterien, Steinke, Gruppendiskussion, Datenerhebung, Interviewtechnik, Eisenegger, Transkription, Sozialforschung, Stakeholder, Forschungsdesign, Methodik
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der methodischen Konzeption eines qualitativen Interviewleitfadens, um die Reputation eines spezifischen Unternehmens (M&F GmbH) systematisch zu erfassen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Felder sind die Konzeption von Interviewleitfäden, die Anwendung von Reputationsmodellen nach Eisenegger sowie die Diskussion qualitativer Gütekriterien.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist die Erstellung eines halbstandardisierten Leitfadens, der es ermöglicht, fundierte Aussagen über die Reputation der M&F GmbH aus Sicht verschiedener Stakeholder zu treffen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf die qualitative Sozialforschung, insbesondere auf das halbstandardisierte Interview sowie auf die Anwendung der sieben Kernkriterien von Steinke zur Qualitätssicherung.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Konzeption des Leitfadens, die Analyse gruppenbasierter Verfahren und die detaillierte Darstellung von Gütekriterien für qualitative Forschung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Unternehmensreputation, qualitative Forschung, Interviewleitfaden, Gruppendiskussion und Gütekriterien charakterisiert.
Warum wird für das Unternehmen M&F GmbH ein qualitativer Ansatz gewählt?
Da es um die Erfassung von Einstellungen, Motiven und tiefgehenden Wahrnehmungen geht, bietet der qualitative Ansatz den größten Erkenntnisgewinn für die spezifische Forschungsfrage.
Was unterscheidet die funktionale von der expressiven Reputation in dieser Studie?
Während die funktionale Reputation die Leistungserfüllung und Produktqualität fokussiert, konzentriert sich die expressive Reputation auf die emotionale Attraktivität und die Faszination der Marke.
Welche Bedeutung haben die "sieben Kernkriterien" nach Steinke für diese Arbeit?
Sie dienen als methodisches Fundament, um die Qualität des gesamten Forschungsprozesses – von der Dokumentation bis zur Reflexion der eigenen Subjektivität – sicherzustellen.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2021, Unternehmensreputation, Gütekriterien qualitativer Forschung und Gruppenbasierte Interviews. Ein Leitfaden, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1118635