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Heideggers Deutung des transzendentalen Schematismus in Kants Kritik der reinen Vernunft

Title: Heideggers Deutung des transzendentalen Schematismus in Kants Kritik der reinen Vernunft

Intermediate Examination Paper , 1993 , 65 Pages , Grade: 1,5

Autor:in: Martin Gabel (Author)

Philosophy - Philosophy of the 17th and 18th Centuries

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Summary Excerpt Details

Die Bedeutung des Schematismusproblems in der Kritik der reinen Vernunft
habe ich zum ersten Mal im Zusammenhang mit dem Begriff der Einbildungskraft in den frühen Schriften Fichtes und ihrer durchdringenden Analyse in den Fichte-Studien des Novalis erfahren und von dort aus einen Zugang zu Heideggers andersartiger und zugleich verwandter Behandlung der Thematik in den Kantbüchern wie zu seinem Denken überhaupt gefunden; also nicht - wie üblich - auf SZ oder das Spätwerk konzentriert, von der dekonstruktiven Postmoderne (Derrida), der geschichtlichen Hermeneutik Gadamers, dem Existenzialismus der Nachkriegsära (Sartre) oder vom Dekadenzdenken des ausgehenden 19. Jahrhunderts her (Nietzsche, Kierkegaard, Bergson). Dies erklärt die Hauptzüge meiner transzendentalphilosophisch3 orientierten Auffassung Heideggers, ist aber dem Verständnis Heideggers in der Absicht des gedanklichen Nachvollzugs sicher dienlicher und insgesamt sachlich fruchtbarer, auch wenn die Bedeutung von Nihilismus, Historismus, Vitalismus und Expressionismus für Heideggers Denken nicht geleugnet werden kann und die sogenannte Spätphilosophie als konsequente Folge der von ihr aus neu zu verstehenden `ersten Phase' seines Denkens aufgefaßt werden muß.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1. Ausgangspunkt und Zielsetzung der Untersuchung

1.2. Allgemeine Problematik des Schematismus bei Kant

1.3. Der systematische Ort der Schematismusdeutung bei Heidegger

1.4. Äußere Darstellung des Schematismus im Kantbuch (1929)

2. Das Deduktionsproblem als Wurzel des Schematismus

2.1. Die den Schematismus vorzeichnende Darstellung bei Heidegger

2.2. Kant zum vorläufigen Vergleich: Die Deduktion in der Fassung A

2.3. Vorläufiger Vergleich der Darstellung bei Kant u. Heidegger

3. Transzendenz und Versinnlichung

4. Bild und Schema: Schematismus der empirischen Begriffe

5. Schema und Schema-Bild: Schematismus der mathematischen Begriffe

6. Der transzendentale Schematismus bei Kant und Heidegger

6.1. allgemeiner Charakter: Verwurzelung im Deduktionsproblem

6.2. Kants Schematismus der Quantitätskategorien

6.3. Schematismus der Qualitätskategorien

6.4. Schematismus der Relationskategorien

6.5. Schematismus der Modalitätskategorien

6.6. Das Subsumtionsproblem

8. Aspekte der Deutung

8.1 Die Kantdeutung Heideggers und der Begriff von Sein und Zeit in SZ

8.1. Hermeneutischer Ansatz und philologische Grundlage

8.3. Heideggers Kantbild und der Neukantianismus

8.4. Phänomenologische Methode

9. Zusammenfassung

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Diese Arbeit untersucht Heideggers Interpretation des transzendentalen Schematismus aus Kants „Kritik der reinen Vernunft“. Das primäre Ziel ist es, Heideggers Deutung in ihren verschiedenen Fassungen darzustellen, ihre Bedeutung für sein eigenes Denken herauszuarbeiten und kritisch zu analysieren, inwieweit seine Auslegung dem Text und der Absicht Kants gerecht wird.

  • Analyse des Deduktionsproblems als fundamentale Wurzel des Schematismus bei Kant und Heidegger.
  • Untersuchung der Begriffe „Bild“, „Schema“ und „Anblick“ im Kontext der Versinnlichung.
  • Gegenüberstellung von Heideggers Schematismus-Interpretation im „Kantbuch“ (1929) und seiner „Logikvorlesung“ (1925/26).
  • Kritische Reflexion von Heideggers hermeneutischem Ansatz und seiner Abgrenzung zur neukantianischen Kantdeutung.
  • Diskussion des systematischen Orts der Schematismusdeutung innerhalb von Heideggers „Fundamentalontologie“.

Auszug aus dem Buch

1.2. Allgemeine Problematik des Schematismus bei Kant

Das Schematismuskapitel in der "Kritik der reinen Vernunft" als 1. Hauptstück) im 2. Buch (Analytik der Grundsätze)des 2. Teils (transzendentale Logik) der Transzendentallehre, mit 11 Seiten das bei weitem kürzeste "Hauptstück" der Kritik überhaupt, hat in der Geschichte der Philosophie und der Kantforschung die meisten Klagen und die vielfältigsten und widersprüchlichsten Deutungen und Beurteilungen erfahren, die sich (wenn überhaupt) sachlich meist auf das Verhältnis zum vorangehenden Deduktions- und zum nachfolgenden Kapitel der Grundsätze, die Vollständigkeit einer "Schematafel", die Schemastruktur, die Frage der transzendentalen Zeitbestimung und die Rolle des Raums bei der Schematisierung der Kategorien bezog.

Die einen lobten es (Fichte, Schelling, Hegel); hielten es für das wichtigste Kapitel überhaupt (Heidegger, Daval), die anderen für wunderlich (Schopenhauer), sorglos und verwirrt (Paton) oder schlechthin überflüssig (Adickes). Dabei wurde es außerdem seiner lapidaren und oft nur in Andeutungen verfahrenden Ausführung halber für dunkel gehalten.

Kants eigenes Urteil darüber war eindeutig: er hielt es für "eines der schwierigsten Punkte", aber auch "für eins der wichtigsten". Es ist völlig unverändert in die zweite Auflage der Kritik übernommen worden. Der Schematismus war für Kant in einer Bemerkung, die unvermittelt die Analyse der allgemeinen Schemastruktur unterbricht, also als spontaner Ausdruck der Schwierigkeit und des Ernstes der Reflexion, "eine verborgene Kunst in den Tiefen der menschlichen Seele, deren wahre Handgriffe wir der Natur schwerlich jemals abraten und sie unverdeckt vor Augen legen werden."(A 141). Diese echte Bescheidenheit Kants in ihrer feinen erkenntniskritisch auf die Dialektik der Vernunftlehre zu beziehenden Ironie sollte dann bei Heidegger als "Zurückschrecken" Kants vor dem "Abgrund" seines Denkens gedeutet werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Zielsetzung der Untersuchung, die Problematik des Schematismus bei Kant und die Verortung der Heideggerschen Deutung.

2. Das Deduktionsproblem als Wurzel des Schematismus: Analyse der Deduktion als Grundlage für das Verständnis des Schematismus und Vergleich der Ansätze bei Kant und Heidegger.

3. Transzendenz und Versinnlichung: Untersuchung der Verbindung von Transzendenz und Versinnlichung bei Heidegger.

4. Bild und Schema: Schematismus der empirischen Begriffe: Differenzierung der Begriffe Bild und Anblick sowie kritische Analyse der phänomenologischen Analyse Heideggers.

5. Schema und Schema-Bild: Schematismus der mathematischen Begriffe: Erörterung der Klärung des Schema-Bildes anhand empirisch-sinnlicher und reiner Begriffe.

6. Der transzendentale Schematismus bei Kant und Heidegger: Detaillierte Betrachtung des Verfahrens der reinen Versinnlichung, unterteilt in die einzelnen Kategorien.

8. Aspekte der Deutung: Reflexion über Heideggers hermeneutischen Ansatz, sein Kantbild und die Abgrenzung zum Neukantianismus.

Schlüsselwörter

Schematismus, Kant, Heidegger, Transzendentalphilosophie, Fundamentalontologie, Einbildungskraft, Zeit, Versinnlichung, Erkenntnistheorie, Phänomenologie, Kategorie, Synthesis, Endlichkeit, Zeitverständnis, Kritik der reinen Vernunft

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Auseinandersetzung Martin Heideggers mit Kants „Kritik der reinen Vernunft“, wobei der Fokus gezielt auf dem Kapitel über den transzendentalen Schematismus liegt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zu den zentralen Themen gehören die Rolle der Einbildungskraft, das Verhältnis von Verstand und Anschauung, die Bedeutung der Zeit für die Erkenntniskonstitution sowie die philosophische Hermeneutik Heideggers.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, Heideggers Interpretation des Schematismus zu rekonstruieren und zu prüfen, inwieweit seine Deutung dem Text Kants tatsächlich entspricht oder ob sie ihn im Sinne seiner eigenen fundamentalontologischen Interessen umdeutet.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Verfasser?

Der Verfasser nutzt eine komparative und analytische Methode. Er stellt Heideggers Interpretationen den Texten Kants gegenüber und zieht zur Klärung auch Heideggers Vorlesungen (Logikvorlesung, Kantvorlesung) heran.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung des Deduktionsproblems, die Analyse der Begriffe „Bild“ und „Schema“ sowie eine detaillierte Interpretation der einzelnen Kategorien-Schemata bei Kant und Heidegger.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die zentralen Begriffe sind Schematismus, Einbildungskraft, Transzendenz, Fundamentalontologie, Zeitverständnis und die Auseinandersetzung mit der Tradition (insb. Kant).

Warum stellt Heidegger gerade das Schematismuskapitel in das Zentrum seiner Deutung?

Laut dem Verfasser wählt Heidegger dieses Kapitel, weil es aufgrund seiner Kürze und „Dunkelheit“ Spielraum bietet, den eigenen philosophischen Standpunkt („Licht“) in die Kantauslegung einzubringen.

Wie bewertet der Verfasser Heideggers Umgang mit den Originaltexten Kants?

Der Verfasser übt Kritik und wirft Heidegger vor, philologische Fragen und Zusammenhänge teilweise zu ignorieren oder gewaltsam umzudeuten, um Kant als Vorläufer oder Bestätigung seiner eigenen, auf Fundamentalontologie ausgerichteten Philosophie zu inszenieren.

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Details

Title
Heideggers Deutung des transzendentalen Schematismus in Kants Kritik der reinen Vernunft
College
Johannes Gutenberg University Mainz
Grade
1,5
Author
Martin Gabel (Author)
Publication Year
1993
Pages
65
Catalog Number
V110724
ISBN (eBook)
9783640088850
ISBN (Book)
9783656366973
Language
German
Tags
Heideggers Deutung Schematismus Kants Kritik Vernunft
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Martin Gabel (Author), 1993, Heideggers Deutung des transzendentalen Schematismus in Kants Kritik der reinen Vernunft, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/110724
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