Die wissenschaftliche Arbeit beschäftigt sich explizit mit dem Thema Bildung und Inklusion. Ausschlaggebend für die Wahl des Themas war der Besuch einer integrativen Klasse in der Unterstufe (5 - 10. Klasse) und die Begegnung mit Menschen mit Behinderung. Das Ziel der wissenschaftlichen Arbeit liegt darin, sich mit dem Thema Bildung und Inklusion auseinanderzusetzen, es zu analysieren und die Notwendigkeit des Bildungsbegriffs hinsichtlich der Inklusion zu erläutern.
Im ersten Schritt geht es um einige theoretische Hintergründe. Zunächst soll eine begriffliche Grundlage für die vorliegende Arbeit geschaffen werden, indem der Begriff Inklusion erklärt wird. In diesem Zusammenhang wird im nächsten Punkt die Inklusion in den historischen Kontext eingeordnet, welche sich in drei Unterthemen Exklusion zur Inklusion, die Salamanca-Erklärung und die UN-Behindertenrechtskonvention gliedert. In Kapitel drei liegt der Fokus auf dem Thema Inklusion an Schulen bezüglich auf Schulen mit gemeinsamem Lernen, Schulformen, darunter die Regel- und Förderschule, wobei man detailliert auf die Entwicklungen der Förderschulen eingeht. Letztendlich folgt das Kapitel Bildung und Schule mit den Unterkapiteln Bildung im Allgemeinen und die Funktion von Schule. Abschließend wird die Arbeit anhand eines Fazits beendet.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Theoretischer Hintergrund
2.1 Begriffserklärung – Was ist „Inklusion“?
2.2 Inklusion im historischen Kontext
2.2.1 Von der Exklusion zur Inklusion
2.2.2 Die Salamanca – Erklärung
2.2.3 Die UN – Behindertenrechtskonvention
3 Inklusion an Schulen
3.1 Schulen mit Gemeinsamem Lernen (GL-Schulen)
3.2 Der Schulformwechsel
3.2.1 Der Wechsel zu einer Regelschule
3.2.2 Der Wechsel zu einer Förderschule
3.3 Die Entwicklungen der Förderschulen
4 Bildung und Schule
4.1 Bildung im Allgemeinen
4.2 Die Funktion von Schule
5 Fazit und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende wissenschaftliche Arbeit untersucht das Verhältnis von Bildung und Inklusion unter besonderer Berücksichtigung der schulischen Rahmenbedingungen in Deutschland. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert dabei auf die Analyse der Notwendigkeit des Bildungsbegriffs im Kontext inklusiver schulischer Lernumgebungen.
- Historische Entwicklung von Exklusion über Separation und Integration hin zur Inklusion
- Rechtliche Grundlagen durch die UN-Behindertenrechtskonvention und die Salamanca-Erklärung
- Strukturelle Umsetzung von gemeinsamem Lernen (GL) an deutschen Schulen
- Funktionale Aspekte des Bildungssystems und der Schule für die gesellschaftliche Teilhabe
- Vergleichende Analyse der Dynamik zwischen Regelschulen und Förderschulen
Auszug aus dem Buch
2.1 Begriffserklärung – Was ist „Inklusion“?
Der Begriff „Inklusion“ lässt sich aus dem Lateinischen „inclusio“ respektive „includere“ ableiten und bedeutet im Deutschen „Einschluss, Enthaltensein“ (vgl. Heimlich 2003, S. 137). Inklusion bedeutet, dass alle Menschen das Recht haben, selbstbestimmt am gesellschaftlichen Leben teilnehmen zu können. Die UN-Behindertenrechtskonvention hat im Jahr 2008 Inklusion als Menschenrecht für Menschen mit Behinderungen erklärt (Leidmedien 2017). In der Behindertenrechtskonvention geht es nicht mehr darum Menschen mit Behinderungen, welche „ausgegrenzt“ wurden, in das System zu integrieren, sondern darum, von vornherein allen Menschen die uneingeschränkte Teilnahme an allen Aktivitäten möglich zu machen (vgl. UN-Behindertenrechtskonvention o. D.). Inklusion rückt die unterschiedlichen Bedürfnisse aller Lernenden, sei es ohne und auch mit Behinderung (physisch oder psychisch) in den Mittelpunkt und begreift Vielfalt als Chance für Lern- und Bildungsprozesse (vgl. Deutsche UNESCO-Kommission o. D.). Schülerinnen und Schüler mit physischen und psychischen Beeinträchtigungen, Barrierefreiheit zu ermöglichen und Blockaden, (beispielsweise in den Schulen) aus dem Weg zu räumen, ist für die Inklusion ebenfalls eine signifikante Aufgabe.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Dieses Kapitel stellt die Relevanz der Inklusion im deutschen Schulsystem dar und erläutert die persönliche Motivation sowie die Zielsetzung der wissenschaftlichen Arbeit.
2 Theoretischer Hintergrund: Hier werden die begrifflichen Grundlagen der Inklusion sowie deren historische Entwicklung und rechtliche Verankerung in internationalen Abkommen dargelegt.
3 Inklusion an Schulen: Das Kapitel analysiert die praktische Umsetzung des Gemeinsamen Lernens, die Dynamiken beim Schulformwechsel sowie die aktuelle Situation der Förderschulen.
4 Bildung und Schule: Hier wird der allgemeine Bildungsbegriff sowie die gesellschaftliche Funktion von Schule im Kontext von Sozialisation und Qualifizierung untersucht.
5 Fazit und Ausblick: Das abschließende Kapitel synthetisiert die Ergebnisse und stellt die Bedeutung des Bildungsbegriffs für die erfolgreiche Realisierung von Inklusion heraus.
Schlüsselwörter
Inklusion, Bildung, UN-Behindertenrechtskonvention, Gemeinsames Lernen, Exklusion, Separation, Integration, Förderschule, Regelschule, Chancengleichheit, Bildungsbegriff, Sozialisation, Schulpflicht, Vielfalt, Schulentwicklung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Konzept der Inklusion innerhalb des deutschen Bildungssystems und hinterfragt die Rolle von Schule als Institution.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die historische Entwicklung der Inklusion, die rechtlichen Rahmenbedingungen der UN-Konventionen sowie die praktische Organisation von gemeinsamem Lernen in verschiedenen Schulformen.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist die Analyse der Bedeutung und Notwendigkeit des Bildungsbegriffs im Hinblick auf eine inklusive Schulpraxis.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Fundierung durch Literaturanalyse und bezieht sich zudem auf statistische Daten der Kultusministerkonferenz und anderer Bildungsbehörden.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Hintergründe zur Inklusion, die Analyse der Situation an Schulen sowie eine Untersuchung der allgemeinen Funktionen und Ziele von Bildung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Inklusion, Bildung, Gemeinsames Lernen, Chancengleichheit und gesellschaftliche Teilhabe geprägt.
Wie hat sich die Inklusion historisch in der Pädagogik entwickelt?
Die historische Entwicklung wird in vier Phasen unterteilt: Exklusion, Separation, Integration und Inklusion, wobei jede Phase eine veränderte gesellschaftliche Wahrnehmung und institutionelle Behandlung von Menschen mit Behinderung widerspiegelt.
Warum ist der Begriff „Bildung“ für die Inklusion essenziell?
Bildung wird als Voraussetzung für die Teilhabe an der Gesellschaft angesehen; ohne Bildung gäbe es keine Inklusion, da erst durch gleiche Bildungschancen eine echte Gleichberechtigung aller Menschen erreicht werden kann.
- Arbeit zitieren
- Mete Ceker (Autor:in), 2021, Bildung und Inklusion. Einführung in die Grundbegriffe der Erziehungswissenschaften, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1066427