Gegenwärtig befinden wir uns wirtschaftlich wie auch gesellschaftlich in einem Veränderungsprozeß, der vor allem durch die Globalisierung geprägt ist. Als eine der Folgen der Globalisierung haben sich die Produktlebenszyklen stark verringert und die Innovationsgeschwindigkeit drastisch vergrößert. Außerdem hat sich die Zahl der Konkurrenten durch die sich stetig öffnenden Märkte vergrößert. Der Wettbewerb ist viel dynamischer und härter geworden. Die Folge daraus ist der zunehmende Kostendruck. Unter diesen Voraussetzungen haben sich Unternehmen an die veränderten Marktgegebenheiten anzupassen.
Die Anforderungen sind somit auch an die betriebliche Weiterbildung gestiegen. Die Verringerung von Produktlebenszyklen und der Anstieg der Innovationsgeschwindigkeit erfordern von der betrieblichen Weiterbildung die Bewältigung permanenter Wissensvermittlung und -aktualisierung in schnellebigen Märkten sowie Qualifizierungsbedarfe bei den Mitarbeitern, die für eine verschärfte Markt -und Kundenorientierung und die rasanten technologischen Entwicklungen gewappnet sein müssen.
Diese Markgegebenheiten erfordern eine flexible und kostenreduzierende Gestaltung der betrieblichen Weiterbildung. Einerseits gilt es, einen fortlaufend hohen Qualifikationsgrad der Mitarbeiter zu sichern, andererseits aber gleichzeitig die Kosten der Weiterbildung in einem wirtschaftlich vertretbaren Rahmen zu halten.
Eine weitere Folge der Verringerung der Produktlebenszyklen und des Anstiegs der Innovationsgeschwindigkeit ist die Verringerung der Halbwertzeit des Wissens. Die zu vermittelnden Wissensinhalte müssen immer schneller und öfter aktualisiert werden.
Dabei haben Unternehmen die Aufgabe die Informationsflut, die gerade aus dem Internet auf sie zuströmt, zu selektieren und zu verarbeiten. Die Dynamik im Markt ist jedoch so groß, daß diese Informationen dann auch wieder schnell obsolet werden. Aus diesem Grund erlangt das Wissen und Know-How eine immer stärkere Bedeutung am Markt. Nur rasch nutzbares Wissen schafft Informationsvorsprünge, die Unternehmen in globalen Wettbewerb zu ihrem Vorteil nutzen können. Daher sollte es Ziel jedes Unternehmens sein, sich einen dauerhaften Wettbewerbsvorteil durch qualifiziertes Personal zu verschaffen. Wissen wird deshalb als strategischer Wettbewerbsfaktor angesehen [...]
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitende Betrachtung
1.1 Definition des Lernbegriffs
1.2 Einführung
1.3 Vorgehensweise
2 Die betriebliche Weiterbildung im Unternehmen
2.1 Definition von betrieblicher Weiterbildung
2.2 Nutzen der betrieblichen Ausbildung für Unternehmen
2.3 Nutzen der betrieblichen Weiterbildung für Mitarbeiter
2.4 Die betriebliche Weiterbildung in der lernenden Organisation
3 E-Learning Einsatz in der betrieblichen Weiterbildung
3.1 Definition des Begriffs E-Learning
3.2 Potentiale des E-Learnings
3.3 Einschränkungen des E-Learning
4 Formen des E-Learning
4.1 Synchrone und asynchrone Technologien
4.2 Computer Based Training (CBT)
4.2.1 Reine Übungsprogramme
4.2.2 Tutorielle Lernprogramme
4.2.3 Intelligente Tutorielle Systeme (ITS)
4.3 Web Based Training (WBT)
4.4 Web-basierte Lernplattformen
4.4.1 Begriffliche Erklärung
4.4.2 Aufbau einer Lernplattform
4.4.2.1 Administration
4.4.2.2 Content Management
4.4.2.3 Community (virtuelle Räume)
4.4.2.4 Skill Management
4.4.2.5 Kursumgebung
4.4.2.5.1 Der Lernende
4.4.2.5.2 Der Lehrende
4.4.2.5.3 Der Lernplattformadministrator
4.5 Business TV
5 E-Learning Einführung im Unternehmen
5.1 Phasen einer E-Learning Einführung im Unternehmen
5.1.1 Grundgedanken zur E-Learning Einführung im Unternehmen
5.1.2 Visioning
5.1.3 Erhebung und Bewertung des Ist-Zustandes
5.1.4 Design
5.1.5 Implementierungsplanung und Implementierung
5.2 Kosten einer E-Learning Einführung
6 Schlussbetrachtung
Zielsetzung und Themen
Diese Arbeit verfolgt das Ziel, einen umfassenden Überblick über E-Learning-Technologien und deren Auswirkungen auf die betriebliche Weiterbildung zu vermitteln. Im Kern steht die Forschungsfrage, wie Unternehmen E-Learning effektiv einsetzen können, um den wachsenden Anforderungen an Wissenstransfer und Mitarbeiterqualifizierung bei gleichzeitiger Kosteneffizienz gerecht zu werden.
- Stellenwert von E-Learning in der betrieblichen Weiterbildung
- Unterscheidung und Einsatzgebiete verschiedener E-Learning-Formen (CBT, WBT, Lernplattformen)
- Strukturierung des Einführungsprozesses von E-Learning in Unternehmen
- Analyse des Nutzens und der Einschränkungen von E-Learning-Technologien
Auszug aus dem Buch
4.2 Computer Based Training (CBT)
Beim Computer Based Training werden Lerninhalte anhand von computerbasierten Lehr-/Lernsystemen erworben. Es erfolgt eine Interaktion zwischen dem lernenden Menschen und einer Lernmaschine (Computer). Das CBT stellt eine Ergänzung zu traditionellen Lernmitteln dar. Mittels Computerunterstützung können Sachverhalte durch Verbindung von Text, Bild, Ton, Video und Animation dargestellt werden. Es ist unabhängig von Zeit und Ort. Entsprechen dem Grad an Interaktivität zwischen CBT-System und Anwender unterscheidet man drei Arten von CBTs:
Reine Übungsprogramme
Tutorielle Lernprogramme
Intelligente Tutorielle Systeme (ITS)
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitende Betrachtung: Einführung in die Problematik des veränderten wirtschaftlichen Umfelds und die daraus resultierende Notwendigkeit der betrieblichen Weiterbildung.
2 Die betriebliche Weiterbildung im Unternehmen: Darstellung des Nutzens betrieblicher Weiterbildung für Unternehmen und Mitarbeiter sowie der Einbettung in das Konzept der lernenden Organisation.
3 E-Learning Einsatz in der betrieblichen Weiterbildung: Definition von E-Learning sowie Analyse der Potenziale zur Rationalisierung und Effizienzsteigerung gegenüber den Einschränkungen der Methode.
4 Formen des E-Learning: Detaillierte kritische Erörterung verschiedener E-Learning-Technologien, insbesondere CBT, WBT und der Aufbau von Lernplattformen.
5 E-Learning Einführung im Unternehmen: Theoretische Beschreibung eines Einführungsprozesses, unterteilt in verschiedene Phasen, inklusive Kostenaspekten.
6 Schlussbetrachtung: Zusammenfassung der Ergebnisse und Ausblick auf die Bedeutung der Kombination von traditionellen Methoden mit E-Learning (Blended Learning).
Schlüsselwörter
E-Learning, Betriebliche Weiterbildung, Computer Based Training, Web Based Training, Lernplattformen, Lernende Organisation, Wissenstransfer, Personalschulung, Bildungscontrolling, Wissensmanagement, Blended Learning, E-Learning Einführung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht die Integration von E-Learning in die betriebliche Weiterbildung als Reaktion auf den wachsenden globalen Wettbewerbsdruck und die Notwendigkeit schneller Wissensvermittlung.
Welche Themenfelder stehen im Fokus?
Im Fokus stehen die verschiedenen technologischen Möglichkeiten des E-Learnings, deren Nutzen und Einschränkungen sowie der strukturierte Prozess einer Implementierung im Unternehmen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, Managern und Personalverantwortlichen einen Überblick zu geben, wie E-Learning-Technologien zur effizienten Gestaltung der Mitarbeiterschulung eingesetzt werden können.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, die bestehende Modelle (wie das der Unternehmensberatung Arthur D. Little) sowie empirische Erkenntnisse aus Studien (z.B. des Instituts für Wirtschaft) zusammenführt.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Definition des E-Learnings, den Vergleich verschiedener Technologien (CBT, WBT, Business TV, Lernplattformen) sowie eine detaillierte Phasenplanung für die Einführung im Unternehmen.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Wesentliche Begriffe sind E-Learning, Betriebliche Weiterbildung, Lernende Organisation, Effizienzsteigerung und Implementierung.
Welche Rolle spielt die „Lernende Organisation“?
Sie bildet den theoretischen Rahmen, da modernes E-Learning als zentrales Instrument für kontinuierliches Lernen in allen Organisationsebenen verstanden wird.
Warum ist die Einführung von E-Learning oft schwierig?
Die Arbeit identifiziert hohe Anfangsinvestitionen, Akzeptanzprobleme seitens der Mitarbeiter sowie fehlende einheitliche Qualitätsstandards als Haupthindernisse.
- Arbeit zitieren
- Manuel Castel (Autor:in), 2002, E-Learning im Rahmen der betrieblichen Weiterbildung, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/10660