In der Arbeit wird die Autorin zunächst das Haus auf der Mauer vorstellen und anschließend erläutern, warum ich diesen Ort in Jena gewählt habe und was der motivierende Lernanlass dabei für die SuS ist. Es schließt sich eine Sachanalyse und didaktische Analyse an, bei welcher die bildungstheoretische Gegenwarts- und Zukunftsbedeutung und die Legitimation durch den Lehrplan genauer betrachtet werden. Des Weiteren wird der Ablauf der Exkursion mit Frage- und Aufgabenstellungen der Lehrkraft in den
einzelnen Phasen vorgestellt. Im letzten Kapitel der Arbeit wird der didaktische Verlaufsplan mit allen Entscheidungen begründet. Zum Abschluss werden die Ergebnisse der Arbeit zusammengefasst. Alle verwendeten Materialien der Exkursion mit
Aufgabenstellungen für die SuS und Musterlösungen der Lehrkraft befinden sich im Anhang, ebenso wie alle Abbildungen und Fotos.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Vorstellen des Phänomens
3 Darstellung des Fragwürdigen
4 Sachanalyse
5 Didaktische Analyse
5.1 Bildungstheoretische Gegenwarts- und Zukunftsbedeutung und Vermittlungsinteresse
5.2 Didaktische Reduktion und Legitimation durch den Lehrplan
5.3 Problemorientierung und Lernziele
6 Didaktisierung
7 Reflexion zentraler didaktischer Entscheidungen
8 Zusammenfassung
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit plant eine Exkursion zum Internationalen Zentrum „Haus auf der Mauer“ in Jena, um Schülern der 10. Klasse das Thema Multikulturalität und Diversity im Rahmen des Geographieunterrichts näherzubringen. Die zentrale Forschungsfrage untersucht, inwieweit Verständigung zwischen Menschen unterschiedlicher Kulturen möglich ist, wobei theoretische Konzepte wie Multikulturalität, Interkulturalität und Transkulturalität kritisch reflektiert werden.
- Multikulturalität und Diversity als Unterrichtsthema
- Anwendung kritisch-geographischer Raumkonzepte
- Planung und Durchführung einer lehrplankonformen Exkursion
- Theoretische Auseinandersetzung mit Kulturkonzepten
- Förderung der Sozial- und Methodenkompetenz durch handlungsorientiertes Lernen
Auszug aus dem Buch
4 Sachanalyse
Bevor die einzelnen Kulturkonzepte vorgestellt und kritisch hinterfragt werden, soll zunächst der Begriff Migration im Sinne der kritischen Stadtgeographie erläutert werden. „Migration [wird] als ein gesamtgesellschaftliches Verhältnis analysiert. Dieses Verhältnis wird sowohl durch die Beschreibung von Menschen als „Fremde“, „Ausländer_innen“ […] als auch durch deren beschränkten Zugang zu Wohn- und Arbeitsmärkten und/oder zum Bildungswesen hergestellt“ (HA & SCHNEIDER 20162 :48). Anhand dieser Definition lässt sich vermuten, dass die Gesellschaft geteilt ist. Zu dem einen Teil gehören alle Menschen, die in Deutschland geboren und aufgewachsen sind, zu der anderen Gruppe die Migranten. Diese Einteilung in Gruppen ist problematisch, da dadurch ein Prozess entstehen kann, bei welchem die Menschen neben der Gruppeneinteilung hierarchisiert und essentialisiert werden.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung stellt die wachsende Bedeutung des Themas Multikulturalität in deutschen Schulen dar und skizziert das Ziel der Exkursion in das „Haus auf der Mauer“ als Ort des interkulturellen Austauschs.
2 Vorstellen des Phänomens: Dieses Kapitel beschreibt das „Haus auf der Mauer“ in Jena als Einrichtung für internationale Studierende und als konkretes Beispiel für interkulturelle Begegnung.
3 Darstellung des Fragwürdigen: Hier wird die zentrale Forschungsfrage der Arbeit hergeleitet: Wie Verständigung zwischen Menschen unterschiedlicher Kulturen möglich ist.
4 Sachanalyse: In diesem Kapitel werden Begriffe wie Migration, Multikulturalität, Interkulturalität und Transkulturalität definiert und aus kritisch-geographischer Sicht hinterfragt.
5 Didaktische Analyse: Die didaktische Analyse beleuchtet die bildungstheoretische Relevanz, die Legitimation durch den Lehrplan sowie die Festlegung von Stundenzielen für die Exkursion.
6 Didaktisierung: Das Kapitel beschreibt den konkreten zeitlichen und methodischen Ablauf des Exkursionstages, inklusive der verschiedenen Gruppenarbeitsphasen.
7 Reflexion zentraler didaktischer Entscheidungen: Hier werden die getroffenen didaktischen Entscheidungen begründet und kritisch reflektiert.
8 Zusammenfassung: Die Arbeit schließt mit einer Bilanz der gewonnenen Erkenntnisse für die zukünftige Gestaltung von Geographieexkursionen.
Schlüsselwörter
Multikulturalität, Diversity, Interkulturalität, Transkulturalität, Geographieunterricht, Exkursion, Haus auf der Mauer, Migration, kritische Stadtgeographie, Handlungsorientierung, Sozialkompetenz, Lehrplan, interkultureller Austausch.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die didaktische Planung und Umsetzung einer geographischen Exkursion zum Thema Multikulturalität und Diversity unter Nutzung des Beispiels „Haus auf der Mauer“.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder sind die Auseinandersetzung mit verschiedenen Kulturkonzepten, die Anwendung der kritischen Stadtgeographie und die praktische Gestaltung von Unterrichtsgängen.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das primäre Ziel ist die kritische Auseinandersetzung mit der Frage, wie Verständigung zwischen Menschen unterschiedlicher Kulturen möglich ist.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird ein handlungsorientierter Ansatz gewählt, der wissenschaftlich durch eine didaktische Analyse und die Anwendung von Raumkonzepten nach Wardenga untermauert wird.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine Sachanalyse der Kulturkonzepte, eine didaktische Legitimation durch den Lehrplan und eine detaillierte Ausarbeitung des Exkursionsverlaufs.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Multikulturalität, Diversity, Interkulturalität, Transkulturalität und Geographiedidaktik.
Warum wurde gerade das „Haus auf der Mauer“ für die Exkursion gewählt?
Der Ort bietet ein reales Beispiel für interkulturelle Begegnung in Jena und dient dazu, abstrakte Konzepte für Schüler durch den „explorativen Blick“ greifbar zu machen.
Welche Rolle spielt die Gruppenarbeit am Exkursionstag?
Die Gruppenarbeit soll die Teamfähigkeit fördern und den Schülern durch unterschiedliche Methoden (Rollenspiel, Plakatgestaltung, Haustour, Interview) eine tiefere Durchdringung des Themas ermöglichen.
- Quote paper
- Anonym (Author), 2021, Multikulturalität und Diversity. Eine Exkursion planen (10. Klasse Geographie Realschule), Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1064574