Diese Einsendeaufgabe aus dem Fachmodul Trainingslehre im Studiengang Sportökonomie enthält eine Trainingsplanung für eine 55-jährige männliche Zielperson. Der Fokus der Trainingsplanung liegt auf dem Beweglichkeits- und Koordinationstraining. Die Zielperson hat eine Vergrößerung der Bewegungsreichweite und den Erhalt der Beweglichkeit im Muskel-Gelenk-System als Motive für das Training angegeben. Zunächst werden die allgemeinen und biometrischen Daten der fiktiven Zielperson dargestellt, gefolgt von einer Beweglichkeitstestung anhand von manuellen Muskelfunktionsprüfungen diverser Muskeln. Anhand des Verfahrens von Janda wird, basierend auf Normwerten in 3 Stufen, die aktuelle Beweglichkeit der Zielperson bewertet. Im Anschluss wird ein konkretes Trainingsprogramm zur Verbesserung der Beweglichkeit diverser Muskelgruppen festgelegt und wissenschaftlich begründet.
Es folgt in der nächsten Aufgabe eine detaillierte Beschreibung und Begründung eines umfangreichen Koordinationstrainings, das auf den methodisch-didaktischen Prinzipien von Kempf beruht. Abschließend werden 2 Studien im Rahmen einer Literaturrecherche analysiert, die die Effekte des Dehnens im Hinblick auf eine Verbesserung der sportlichen Leistungsfähigkeit thematisieren.
Inhaltsverzeichnis
1 PERSONENDATEN
1.1 Allgemeine und biometrische Daten
2 BEWEGLICHKEITSTESTUNG
2.1 Ablauf manueller Beweglichkeitstest
2.1.1 Testung M. pectoralis major
2.1.2 Testung M. iliopsoas
2.1.3 Testung M. rectus femoris
2.1.4 Testung der Mm. ischiocrurales
2.1.5 Testung Mm. triceps surae
2.2 Testergebnisse der Testperson
3 TRAININGSPLANUNG BEWEGLICHKEITSTRAINING
3.1 Dehnung der einzelnen Muskelgruppen
3.1.1 Dehnung Nackenmuskulatur
3.1.2 Dehnung Brustmuskulatur I
3.1.3 Dehnung Brustmuskulatur II
3.1.4 Dehnung Rumpfmuskulatur
3.1.5 Dehnung Lenden-Darmbeinmuskulatur
3.1.6 Dehnung der Adduktoren
3.1.7 Dehnung ischiocrurale Muskulatur
3.1.8 Dehnung vierköpfiger Oberschenkelmuskel
3.1.9 Dehnung Wadenmuskulatur I
3.1.10 Dehnung Wadenmuskulatur II
3.2 Begründung des Dehnprogramms
4 TRAININGSPLANUNG KOORDINATIONSTRAINING
4.1 Durchführung des Koordinationstrainings
4.2 Begründung des Koordinationsprogramms
5 LITERATURRECHERCHE
5.1 Studie I
5.2 Studie II
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, basierend auf einer individuellen Anamnese und Beweglichkeitstestung ein spezifisches Trainingsprogramm zur Verbesserung der Beweglichkeit und Koordinationsfähigkeit zu erstellen, um den körperlichen Belastungen des Büroalltags präventiv entgegenzuwirken.
- Durchführung einer manuellen Beweglichkeitstestung nach Janda
- Individuelle Trainingsplanung für ein Dehnprogramm basierend auf Testdefiziten
- Entwicklung eines progressiven Koordinationstrainings zur Verbesserung des Gleichgewichts
- Wissenschaftliche Fundierung durch Literaturrecherche zur Wirksamkeit von Dehnungsmethoden
Auszug aus dem Buch
2.1.1 Testung M. pectoralis major
Für die Testung des M. pectoralis major legt sich die Testperson zunächst in Rückenlage auf eine Liege, winkelt die Beine an und stellt die Füße auf der Liege ab. Dies dient der Stabilisierung des Beckens. Die Lendenwirbelsäule wird durch das Anspannen der Bauchmuskulatur zusätzlich stabilisiert. Während der gesamten Ausführung ist darauf zu achten, dass das Becken nicht angehoben wird. Hierdurch verfälsche sich das Testergebnis, ebenso durch Hyperlordose in der Lendenwirbelsäule. Der Tester übt während der Durchführung leichten Zug mit der Hand entgegen der zu testenden Seite aus – wird also die linke Seite getestet und der linke Arm ist somit nicht am Körper, übt der Tester Zug am Brustmuskel diagonal nach links unten am Körper der Testperson aus. Dieses Vorgehen stabilisiert zusätzlich den Thorax.
Zur Durchführung der Testung streckt die Testperson den entsprechenden Arm weg vom Körper und winkelt den Ellenbogen um 90 Grad an. Der Arm ist dabei außenrotiert, die Hand ist dementsprechend leicht über Kopfhöhe. Getestet wird hierbei die Position des Oberarms zur Horizontalen.
Zusammenfassung der Kapitel
1 PERSONENDATEN: Erfassung biometrischer Daten, gesundheitlicher Voraussetzungen und Trainingsmotive der Testperson.
2 BEWEGLICHKEITSTESTUNG: Darstellung des manuellen Testverfahrens nach Janda zur Identifikation individueller muskulärer Beweglichkeitsdefizite.
3 TRAININGSPLANUNG BEWEGLICHKEITSTRAINING: Erstellung und Begründung eines auf die Testergebnisse zugeschnittenen Dehnprogramms für den gesamten Körper.
4 TRAININGSPLANUNG KOORDINATIONSTRAINING: Entwicklung eines progressiven Koordinationstrainings zur Verbesserung der Gleichgewichtsfähigkeit bei statischen und dynamischen Belastungen.
5 LITERATURRECHERCHE: Analyse zweier Studien zur Wirksamkeit von statischem und dynamischem Dehnen auf die sportliche Leistungsfähigkeit.
Schlüsselwörter
Beweglichkeitstraining, Koordinationstraining, Beweglichkeitstestung, Janda-Test, Trainingsplanung, Prävention, Dehnung, Statisches Dehnen, Dynamisches Dehnen, Propriozeption, Gleichgewichtstraining, Sportliche Leistungsfähigkeit, Muskelfunktionsprüfung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Einsendeaufgabe grundsätzlich?
Die Arbeit umfasst die Durchführung einer Beweglichkeitsdiagnostik bei einer Testperson sowie die darauf aufbauende Erstellung eines individuellen Trainingsplans für Beweglichkeits- und Koordinationstraining.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die zentralen Schwerpunkte liegen in der manuellen Testung der Muskelfunktion, der Planung von Dehnungsübungen zur Behebung spezifischer Defizite und dem Aufbau eines koordinativen Gleichgewichtstrainings.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist die Erstellung eines Trainingsprogramms, das die Beweglichkeit der Testperson verbessert und ihre körperliche Agilität für den beruflichen Alltag als Bürotätiger sicherstellt.
Welche wissenschaftliche Methode wird zur Testung verwendet?
Zur Diagnose der Beweglichkeit wird das standardisierte vereinfachte Testverfahren nach Janda angewendet.
Welche Inhalte werden im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Beschreibung der Testung, die tabellarische Darstellung der Ergebnisse sowie die spezifische Trainingsplanung inklusive Belastungsgefüge für Dehnung und Koordination.
Welche wissenschaftlichen Disziplinen oder Studien sind relevant?
Die Arbeit stützt sich auf sportwissenschaftliche Literatur und analysiert Studien zu den Auswirkungen von statischem versus dynamischem Dehnen auf die sportliche Leistungsfähigkeit.
Warum wurde speziell die Brustmuskulatur bei der Testperson in den Fokus genommen?
Die Testperson zeigte in der manuellen Testung beidseitige Defizite (Stufe 2) in der Brustmuskulatur, was vermutlich auf die langanhaltende sitzende Tätigkeit am Computer zurückzuführen ist.
Welche Rolle spielt die progressive Belastungssteigerung beim Koordinationstraining?
Da die Testperson Anfänger ist, wird nach methodisch-didaktischen Prinzipien mit einfachen Übungen begonnen und der Schwierigkeitsgrad durch den Einsatz von Hilfsmitteln (z.B. Wackelbrett, Bosuball) schrittweise erhöht.
- Arbeit zitieren
- Jannis Schwierz (Autor:in), 2020, Trainingsplanung. Beweglichkeitstestung, Beweglichkeitstraining und Koordinationstraining, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1060101