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Wie werden Impulskäufe aus soziologischer Sicht gesehen?

Titel: Wie werden Impulskäufe aus soziologischer Sicht gesehen?

Hausarbeit , 2019 , 11 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Annika Maria Mayer (Autor:in)

Soziologie - Konsum und Werbung

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Fast jeder Mensch kennt es: man geht in einen Laden, ohne das Vorhaben etwas kaufen zu wollen, und trotzdem kehrt man mit einem Einkauf zurück. Einen solchen Vorgang nennt man Impulskauf. Während wir uns danach oft schlecht fühlen und unser Konsumverhalten auf mangelnde Selbstkontrolle zurückführen, betrachtet die Soziologie vielfältige Aspekte von Impulskäufen. Welche Aspekte sind aus soziologischer Sicht relevant und wie unterscheiden sie sich von den gängigen negativen Assoziationen?

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Abstract

2. Vom verbrauchsgerechten Bedarf über Luxuskonsum zum Impulskauf

3. Definition und Facetten des Begriffs Impulskauf

4. Impulskauf aus soziologischer Sicht in Abgrenzung zu anderen Sichtweisen

4.1 Alltagsverständnis vs. Wirtschaft – Der Impulskauf als Stütze der Volkswirtschaft

4.2 Der Impulskauf als Zeichen von Selbstbestimmung

4.3 Gefühle und Motivation beim Impulskauf - Schlechtes Gewissen versus Lustgewinn

4.4 Geschlechterrollen – ist der Impulskauf typisch weiblich?

4.5 Konsumgesellschaft heute - Impulskauf als Spiegel gesellschaftlicher Veränderung

4.6 Der Impulskauf – Erlebnis im Konsumtempel

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Phänomen des Impulskaufs aus einer soziologischen Perspektive, um zu ergründen, warum dieses Verhalten in der modernen Konsumgesellschaft trotz negativer Konnotation eine zentrale Rolle einnimmt und welche gesellschaftlichen Faktoren diesen Prozess steuern.

  • Historische Entwicklung des Konsums vom Bedarf zum Luxus
  • Psychologische und soziologische Definitionen des Impulskaufs
  • Die ökonomische Funktion und das „Shopping-Erlebnis“ als Verkaufsstrategie
  • Geschlechtsspezifische Aspekte und die Rolle von Konsum als Identitätsmerkmal
  • Gesellschaftlicher Wandel und der Impulskauf als Ausdruck von Selbstbestimmung

Auszug aus dem Buch

Der Impulskauf – Erlebnis im Konsumtempel

Obwohl das Marketing und die Konsumgesellschaft so wie es heute ist, ein Phänomen unserer Zeit ist, gab es davor schon Strategien, Kunden zu ungeplanten Käufen zu ermutigen.

Bereits in der Antike gab es sogenannte object domains, d.h. Räume mit arrangierten Gegenständen, die dem Betrachter eine bestimmte Bedeutung spiegelten (Brewer 1997). In den Niederlanden im 17. Jahrhundert und im England des 18. Jahrhunderts gab es bereits eine ausgereifte Kommunikationsstruktur, durch die Reklame-Annoncen verbreitet wurden (Brewer 1997). Jedoch stand die Information über das Produkt im Mittelpunkt der Werbung. Ende des 18. Jahrhunderts änderte sich dies langsam, es wurde jedoch weiterhin die Funktion der Produkte hervorgehoben. Allerdings wurden die Verkaufsmethoden erfinderischer (Brewer 1997).

Michael Wood führt als Beispiel das Hausierer heran. Händler die in Europa herumreisten, und ihre Waren auf einem Pferd oder einem Wagen transportierten. Auch in den USA gab es diese Händler, sie zogen meist mit ihren Waren durch ländliche Gegenden (Wood 2005). Oft wurden auch Dienstleistungen angeboten, die Hausierer waren Zahnärzte, Maler oder Zimmermänner. Sie boten alles an, was für das ländliche Leben von Gebrauch war und zusätzlich kleine, unbrauchbare aber unterhaltsame Dinge (Wood 2005).

Ein anderes gutes Beispiel dafür, wie Einkaufen zu einem Erlebnis gemacht werden kann, sind Shoppingcenter. Auch hier wird mit dem Prinzip gearbeitet, je länger der Kunde in einem Laden bleibt, desto eher kauft er etwas. Einkaufszentren kamen zwischen den Jahren 1860 und 1880 auf, und haben das Einkaufen wie es heute ist, stark geprägt (Wood 2005). Der Wissenschaftler John Fiske vergleicht das Einkaufszentrum sogar mit einer Art Tempel und das Einkaufen selbst mit einer Religion (Fiske 2000). Obwohl Shopping keine Freizeitaktivität sein muss, haben die Shoppingcenter das Shoppen als Freizeitaktivität inszeniert (Ritchie 2013).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Abstract: Bietet einen kompakten Überblick über die Fragestellung, warum Impulskäufe trotz negativer Assoziationen soziologisch betrachtet werden sollten.

2. Vom verbrauchsgerechten Bedarf über Luxuskonsum zum Impulskauf: Analysiert die historische Transformation des Konsums von notwendigen Gütern hin zu einer symbolischen Bedeutung des Warenkaufs.

3. Definition und Facetten des Begriffs Impulskauf: Unterscheidet wissenschaftlich zwischen geplanten Käufen und komplexen, hedonistischen Impulskäufen.

4. Impulskauf aus soziologischer Sicht in Abgrenzung zu anderen Sichtweisen: Beleuchtet das Spannungsfeld zwischen ökonomischer Notwendigkeit, gesellschaftlicher Stigmatisierung und individuellem Lustgewinn.

5. Fazit: Führt die Erkenntnisse zusammen und betont die Rolle des Impulskaufs als Spiegel der gesellschaftlichen Entwicklung und der individuellen Selbstbestimmung.

Schlüsselwörter

Impulskauf, Konsumgesellschaft, Soziologie, Warenkonsum, Kaufverhalten, Selbstbestimmung, Hedonismus, Marketing, Konsumsoziologie, Alltagsflucht, Identitätsbildung, Konsumtempel, Wirtschaftssystem, Ungeplanter Kauf.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Phänomen des Impulskaufs und analysiert, warum Menschen Waren spontan erwerben, ohne dies vorab geplant zu haben, und wie dies soziologisch einzuordnen ist.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind die historische Wandlung des Konsums, die Rolle des Marketings, psychologische Motive wie Lustgewinn und schlechtes Gewissen sowie die gesellschaftliche Bedeutung des Shopping-Erlebnisses.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, den Impulskauf aus einer soziologischen Perspektive zu betrachten und aufzuzeigen, wie dieser in der modernen Konsumgesellschaft zwischen Selbstbestimmung und systemischer Manipulation verortet ist.

Welche wissenschaftliche Methodik wird verwendet?

Die Autorin stützt sich auf eine Literaturanalyse bestehender soziologischer und konsumtheoretischer Studien, um das Phänomen theoretisch zu fundieren und kritisch zu reflektieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in verschiedene Facetten: von ökonomischen Stützfunktionen des Impulskaufs über geschlechtsspezifische Aspekte bis hin zur Inszenierung des „Konsumtempels“ als Erlebnisraum.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Konsumgesellschaft, Impulskauf, Identitätsbildung, Marketing und soziale Selbstbestimmung zusammenfassen.

Welche Rolle spielt die Geschlechterrolle bei Impulskäufen?

Historisch wurde irrationales Kaufverhalten oft Frauen zugeschrieben; die Autorin hinterfragt dies kritisch und sieht im Shopping eine Möglichkeit für Frauen, zwischen privatem und öffentlichem Raum zu agieren.

Warum wird das Shoppingcenter im Text als „Tempel“ bezeichnet?

Der Begriff stammt von John Fiske und vergleicht das Einkaufszentrum mit einem religiösen Ort, an dem das Einkaufen selbst eine rituelle, erlebnisorientierte Handlung darstellt, die über den reinen Gütererwerb hinausgeht.

Ende der Leseprobe aus 11 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Wie werden Impulskäufe aus soziologischer Sicht gesehen?
Hochschule
Ludwig-Maximilians-Universität München
Note
2,0
Autor
Annika Maria Mayer (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2019
Seiten
11
Katalognummer
V1059667
ISBN (eBook)
9783346472137
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Konsum Soziologie Konsumsoziologie Impulskäufe Wirtschaft Wirtschaftssoziologie Shopping
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Annika Maria Mayer (Autor:in), 2019, Wie werden Impulskäufe aus soziologischer Sicht gesehen?, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1059667
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Leseprobe aus  11  Seiten
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