Welchen Nutzen Unternehmen aus Kennzahlen ziehen, was Kennzahlen sind und wie es ein Unternehmen schafft, Kennzahlen gezielt zu verändern, sind Thema dieser Arbeit. Der erste Teil beginnt mit dem definitorischen Hintergrund von Kennzahlen. Ebenso bezieht sich diese Arbeit zu Beginn auf Kennzahlenarten und Kennzahlensysteme. Anschließend wird im nachstehenden Kapitel die Rentabilität als solches behandelt, einhergehend mit den „klassischen“ Rentabilitätskennzahlen. Des Weiteren wird im Rahmen der Rentabilität Bezug auf den Financial-Leverage-Effekt genommen.
Es folgt im Anschluss der Nutzen von Kennzahlen als Instrument der Unternehmenssteuerung. Dabei wird konkret auf die Informations- und Steuerungsfunktion von Kennzahlen eingegangen.
Das fünfte Kapitel stellt eine kritische Analyse zu der Kennzahl Eigenkapitalrentabilität dar und nimmt dabei Bezug auf das dritte Kapitel „Rentabilität“. Diese kritische Analyse soll zeigen, wie Unternehmen konkret die Eigenkapitalrentabilität verbessern. Im Fokus stehen dabei die erheblichen Risiken, die das Steigern der Eigenkapitalrentabilität mit sich bringen.
Zum Abschluss wird eine Zusammenfassung folgen, die sich auf die wichtigsten Aspekte dieser Arbeit bezieht und den Nutzen von Kennzahlen prägnant darstellt.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Kennzahlen
2.1 Begriffsdefinition
2.2 Kennzahlenarten
2.3 Kennzahlensysteme
3. Rentabilitätskennzahlen
3.1 Definition
3.2 Eigenkapitalrentabilität
3.3 Financial-Leverage-Effekt
3.4 Umsatzrentabilität
3.5 Gesamtkapitalrentabilität
4. Nutzen von Kennzahlen als Instrument der Unternehmenssteuerung
5. Eine kritische Betrachtung der Renditekennzahl Eigenkapitalrentabilität
6. Fazit
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, die zentrale Rolle von Kennzahlen als Steuerungsinstrument im modernen Controlling zu analysieren. Dabei wird insbesondere untersucht, wie Unternehmen Kennzahlen nutzen, um komplexe Sachverhalte abzubilden und Entscheidungen zu treffen, sowie welche Risiken mit der gezielten Manipulation oder Steigerung spezifischer Kennzahlen, wie der Eigenkapitalrentabilität, verbunden sind.
- Grundlagen und Systematisierung von betriebswirtschaftlichen Kennzahlen.
- Analyse klassischer Rentabilitätskennzahlen und deren Aussagekraft.
- Untersuchung der Informations- und Steuerungsfunktion von Kennzahlen im Unternehmen.
- Kritische Würdigung bilanzpolitischer Spielräume zur Steigerung der Eigenkapitalrentabilität.
- Risikoanalyse bei der Anwendung des Financial-Leverage-Effekts.
Auszug aus dem Buch
3.3 Financial-Leverage-Effekt
Die Steigerung der Ertragskraft kann gezielt durch den Financial-Leverage-Effekt beeinflusst werden. Beim Leverage-Effekt ist der Zusammenhang zwischen der Eigenkapitalrentabilität, der Gesamtkapitalrentabilität und dem Verschuldungsgrad des Unternehmens entscheidend, da durch die Erhöhung des Fremdkapitals eine Hebelwirkung durch das Fremdkapital erzeugt wird. Das führt wiederum zu einer Erhöhung der Eigenkapitalrentabilität. Zur Berechnung des Leverage-Effektes verwendet man folgende Formel:
Eigenkapitalrentabilität = rGK + (rGK – iF) *v
rGK = Gesamtkapitalrentabilität, iF = Fremdkapitalzins
v = Verschuldungsgrad (Fremdkapital/Eigenkapital)
Diese Form der Renditesteigerung funktioniert jedoch nur wenn rGK > iF gegeben ist. Denn nur wenn die Gesamtkapitalrendite über dem Fremdkapitalzins liegt, gibt es einen positiven Leverage-Effekt. Andernfalls würde es zu einer negativen Eigenkapitalrentabilität führen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Bedeutung von Kennzahlen für die Unternehmenssteuerung ein und definiert die Forschungsziele sowie den Aufbau der Arbeit.
2. Kennzahlen: Hier werden die definitorischen Grundlagen, verschiedene Arten von Kennzahlen sowie die Struktur und Funktion von Kennzahlensystemen erörtert.
3. Rentabilitätskennzahlen: Dieses Kapitel erläutert wichtige Rentabilitätsgrößen, darunter die Eigenkapital- und Gesamtkapitalrentabilität, sowie den Financial-Leverage-Effekt als Mechanismus zur Renditesteigerung.
4. Nutzen von Kennzahlen als Instrument der Unternehmenssteuerung: Es wird analysiert, wie Kennzahlen als Informations- und Steuerungsmedium dienen, um Ziele zu definieren und den Unternehmenserfolg messbar zu machen.
5. Eine kritische Betrachtung der Renditekennzahl Eigenkapitalrentabilität: Dieses Kapitel beleuchtet die Risiken und bilanzpolitischen Gestaltungsmöglichkeiten, die entstehen, wenn Unternehmen gezielt versuchen, ihre Eigenkapitalrentabilität zu maximieren.
6. Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der Erkenntnisse über den Nutzen von Kennzahlen und betont die Notwendigkeit eines nachhaltigen und risikobewussten Umgangs mit diesen Instrumenten.
Schlüsselwörter
Kennzahlen, Unternehmenssteuerung, Controlling, Eigenkapitalrentabilität, Rentabilitätskennzahlen, Financial-Leverage-Effekt, Informationsfunktion, Steuerungsfunktion, Bilanzpolitik, Gesamtkapitalrentabilität, Kennzahlensysteme, Risikomanagement, Soll-Ist-Vergleich, Rendite, Ertragskraft.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Bedeutung von Kennzahlen als Standardinstrument im modernen Controlling und deren Rolle bei der Unternehmensführung.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der Systematik von Kennzahlen, den verschiedenen Rentabilitätskennzahlen und den Chancen sowie Risiken einer kennzahlenbasierten Unternehmenssteuerung.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Unternehmen Kennzahlen zur Steuerung nutzen und welche Gefahren insbesondere bei der Manipulation der Eigenkapitalrentabilität bestehen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine theoretische Analyse, die auf Fachliteratur und etablierten betriebswirtschaftlichen Modellen zur Kennzahlenanalyse basiert.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil erstreckt sich von der Definition von Kennzahlen über Rentabilitätskennzahlen bis hin zur kritischen Analyse der Eigenkapitalrentabilität und des Financial-Leverage-Effekts.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Kennzahlen, Controlling, Eigenkapitalrentabilität, Leverage-Effekt und Unternehmenssteuerung.
Wie lässt sich die Eigenkapitalrentabilität manipulieren?
Unternehmen können durch die Reduktion des Eigenkapitals (z.B. Aktienrückkäufe) oder die zusätzliche Aufnahme von Fremdkapital die Kennzahl vermeintlich verbessern, was jedoch das unternehmerische Risiko erhöht.
Warum ist eine hohe Eigenkapitalrentabilität nicht immer ein positives Zeichen?
Eine hohe Rentabilität kann auf finanzpolitischen Entscheidungen anstatt auf einer soliden operativen Leistung beruhen und ein Unternehmen bei krisenhaften Entwicklungen anfälliger machen.
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- Philipp Kilian (Author), 2021, Nutzen von Kennzahlen als Instrument der Unternehmenssteuerung -Eine kritische Betrachtung der Eigenkapitalrentabilität-, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1045094