Projektorientierte Sprachförderung sollte ein fester Bestandteil der heutigen Unterrichtsgestaltung an deutschen Schulen mit Schülerinnen und Schülern verschiedenster Nationalitäten sein.
Bei dem Gedanken nach projektorientierter Sprachförderung kommen verschiedene Fragen auf. Wie wird sie kindgerecht in den Unterricht mit mehrsprachigen Schülern eingebaut, welche Möglichkeiten der Gestaltung eines Projekts gibt es beziehungsweise wie könnte ein Projekt konkret aussehen, dass mit Hilfe kleinerer Veränderungen auf sämtliche Klassenstufen der Primarstufe angepasst werden kann?
Anhand dieser Überlegung ergibt sich das Thema dieser Hausarbeit. Wie genau kann ein Projekt aussehen, dass zur Sprachförderung der Kinder dient und sowohl inhaltliche als auch soziale Kompetenzen anspricht und fördert? Die folgenden Kapitel werden sich mit einer Planung eines solchen sprachfördernden Projektes beschäftigen, die eine Stundenübersicht, Stundenverläufe, die Art der Ergebnissicherung sowie didaktische Kommentare zu den gewählten Aspekten beinhalten wird.
Inhaltsverzeichnis
1 Entwicklung des Hausarbeitsthemas
1.1 Idee
1.2 Projektgedanke
1.3 Abgedeckte Fachbereiche
2 Projekt zur Sprachförderung: Klassenlexikon
2.1 Ziel des Projekts
2.2 Ergebnissicherung
2.3 Mögliche Probleme
2.4 Hilfestellungen
3 Sprachförderung durch Projektarbeiten
3.1 Deutsch als Zweitsprache – Aufgaben und Ziele
3.2 Vorteile projektorientierter Sprachförderung
3.3 Networking
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, ein praxisnahes Konzept für die projektorientierte Sprachförderung im Deutsch-als-Zweitsprache-Unterricht (DaZ) der Primarstufe zu entwickeln. Die zentrale Forschungsfrage untersucht, wie ein solches Projekt gestaltet sein muss, um sowohl die Sprachkompetenz als auch soziale Kompetenzen von Kindern mit DaZ effektiv zu fördern und dabei ein motivierendes, fehlerfreundliches Lernumfeld zu schaffen.
- Konzeption eines "Klassenlexikons" zur Förderung der Sprachproduktion.
- Integration fächerübergreifender Lerninhalte (Deutsch, Kunst, Sachkunde).
- Strategien zur Fehlerfreundlichkeit und Stärkung der kommunikativen Sicherheit.
- Bedeutung von Wort- und Satzspeichern als unterstützende Hilfsmittel.
- Die Rolle der Lehrkraft und Bedeutung des Networkings mit externen Institutionen.
Auszug aus dem Buch
1.2 Projektgedanke
Der Gedanke der hinter dem zu planenden Projekt steht, bezieht das fächerübergreifende Arbeiten in den Fachbereichen Deutsch, Kunst sowie Erd- und Sachkunde ein. Es soll nicht nur die Kommunikation innerhalb von Klein- und Großgruppen stärken und fördern, sondern darüber hinaus dazu anregen, ländertypische Gerichte, Sitten, Feste, Bräuche und Besonderheiten weiterzugeben und damit einen Überblick über die in der Klasse vertretenen Kulturen zu verschaffen. Am Ende soll jede Gruppe ihr Ergebnis präsentieren, wobei jedes Kind der Gruppe als Experte für das eigene Herkunftsland sowie die persönliche Erstsprache fungiert. Ein künstlerisch gestalteter „Lexikoneintrag“ soll am Ende des Projekts den vorbereiteten Vortrag unterstützen.
Geplant ist dieses Projekt für die 3. Klasse der Grundschule, in der die Kinder schon so weit über die nötigen orthographische Fähigkeiten der deutschen Schrift und einem ausreichenden deutschen Sprachschatz verfügen, einen für alle Schüler verständlichen Beitrag zum Gesamtwerk zu leisten.
Innerhalb dieses Projekts werden die Schüler dazu angehalten, sich mit Kindern gleicher Nationalität beziehungsweise Herkunft in einer Gruppe zusammen zu finden und nun an einem Eintrag für ein „Klassenlexikon“ zu erstellen, in dem alles Wissenswerte über die verschiedenen in der Klasse vertretenen Länder zu finden ist. Dabei ist ihnen selbst überlassen, worüber sie schreiben wollen. Als Hilfe werden Themenbereiche wie „Essen und Trinken“, „Feste, Sitten und Bräuche“ oder „Freizeit“ vorgegeben, die von den Kindern nach Belieben erweitert und verändert werden können. Einige Eckdaten (Auf welchem Kontinent liegt das Land? Welche Sprache wird dort gesprochen? Wie sieht die Länderflagge aus?) sollten von jeder Gruppe erarbeitet werden, um einen Mindestinformationsbereich abzudecken.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Entwicklung des Hausarbeitsthemas: Dieses Kapitel erläutert die Grundidee und den Projektgedanken der Arbeit sowie die fachübergreifende Einbindung verschiedener Unterrichtsbereiche.
2 Projekt zur Sprachförderung: Klassenlexikon: Hier wird der konkrete Projektaufbau beschrieben, wobei Ziele, Ergebnissicherung, mögliche Herausforderungen und unterstützende Hilfsmittel im Fokus stehen.
3 Sprachförderung durch Projektarbeiten: Dieses Kapitel widmet sich den theoretischen Grundlagen der DaZ-Förderung, den Vorteilen projektorientierten Lernens und der Bedeutung von institutionellem Networking.
Schlüsselwörter
Projektorientierte Sprachförderung, Deutsch als Zweitsprache, DaZ, Klassenlexikon, Primarstufe, Schreibkompetenz, Fehlerfreundlichkeit, Sprachproduktion, Wortspeicher, Fächerübergreifender Unterricht, Interkulturelles Lernen, Networking, Lernmotivation, Kommunikationsfähigkeit, Grundschule.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung eines Unterrichtskonzepts zur projektorientierten Sprachförderung für den DaZ-Unterricht in der Grundschule.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die zentralen Felder sind die Förderung der Kommunikationsfähigkeit von Schülern mit DaZ, die Gestaltung von Projektarbeit im fächerübergreifenden Kontext und die Rolle der Lehrkraft als Lernbegleiter.
Was ist das primäre Ziel des beschriebenen Projekts?
Das Ziel ist die Erstellung eines Klassenlexikons, durch das Schüler in Kleingruppen ihre Sprachkompetenz trainieren, Informationen über Herkunftsländer präsentieren und soziale Kompetenzen stärken.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt Literaturanalysen zu fachdidaktischen Konzepten (wie kreativem Schreiben) sowie die Erarbeitung und Planung eines unterrichtspraktischen Modells.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die inhaltliche Projektentwicklung, die Zieldefinition, die Bewältigung von Lernschwierigkeiten durch Hilfsmittel wie Satzspeicher sowie allgemeine didaktische Vorteile von Projektarbeit.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie projektorientierte Sprachförderung, DaZ, Klassenlexikon, Schreibkompetenz und interkulturelles Lernen definieren.
Warum spielt die Fehlerfreundlichkeit eine so zentrale Rolle im Projekt?
Fehlerfreundlichkeit soll den Leistungsdruck mindern, damit auch lernschwächere Kinder ihre Sprechhemmungen verlieren und sich trauen, aktiv an der Kommunikation teilzunehmen.
Welchen Zweck erfüllt der sogenannte "Satzspeicher"?
Der Satzspeicher unterstützt die Schüler dabei, abwechslungsreichere Formulierungen und Satzverknüpfungen zu nutzen, um die Qualität ihrer geschriebenen und gesprochenen Texte zu erhöhen.
Warum wird im Projekt eine Gruppeneinteilung nach Herkunftsländern vorgenommen?
Dies dient dazu, dass Schüler als Experten für ihr eigenes Land fungieren können, was die Motivation erhöht und gleichzeitig das Teilen kultureller Identitäten innerhalb der Klassengemeinschaft fördert.
Welche Rolle spielt das "Networking" für die Lehrkraft?
Networking ermöglicht der Lehrkraft, Unterstützung durch externe Institutionen zu gewinnen und so Projekte effizienter und fachlich fundierter zu gestalten.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2011, Projektorientierte Sprachförderung im DaZ-Unterricht, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1044875