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"Narziss und Echo" von Nicolas Poussin. Aspekte und Details

Titel: "Narziss und Echo" von Nicolas Poussin. Aspekte und Details

Seminararbeit , 2018 , 26 Seiten , Note: 2,00

Autor:in: Anna Gallmetzer (Autor:in)

Kunst - Kunstgeschichte

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Seminararbeit behandelt das Gemälde "Narziss und Echo" von Nicolas Poussin. Das Hauptziel der Arbeit ist es, den Leser über Aspekte und Details des Bildes zu informieren, die er ohne Anleitung und Hilfe nicht erkennen würde.

Das Gemälde "Narziss und Echo" gehört zu den bekanntesten Frühwerken von Nicolas Poussin. Er illustriert in diesem Kunstwerk in geschickter Manier und hochgradiger Ästhetik Echo und Narziss aus der griechischen Mythologie. Die Thematik dieses Mythos war im 16ten und auch 17ten Jahrhundert eines der liebsten und auch häufigsten dargestellten Themen der damaligen Maler, weshalb nicht nur in der Malerei viele Vergleichsbeispiel existieren, sondern auch in der Literatur viele Quellen und Vorbilder zu finden sind. Aufgrund dieser vielen Inspirationen und Einflüsse der damaligen Zeit erschuf Poussin ein außergewöhnlich gut komponiertes Werk, das bis in die heutige Zeit noch aktuelle in der Thematik erscheint

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Leben von Nicolas Poussin

3. Der Mythos von Narziss und Echo

3.1. Erzählung von Narziss und Echo laut Ovid

3.2. Entwicklung der Darstellung des Mythos von Narziss in der Literatur

3.3. Entwicklung der Darstellung von Narziss und Echo in der bildenden Kunst

4. Echo und Narziss: Ikonographische Bildbeschreibung und Bildquellen

5. Ikonologische Interpretation und Vergleichsbeispiele

6. Schlusswort

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Gemälde „Echo und Narziss“ von Nicolas Poussin im Kontext der antiken Mythologie und seiner ikonographischen Rezeption in der Kunstgeschichte. Ziel ist es, die Komposition des Werkes zu analysieren, die literarischen und künstlerischen Einflüsse auf Poussin aufzuzeigen und die ikonologische Bedeutung der Figurenkonstellation zu entschlüsseln.

  • Biografie und künstlerischer Werdegang von Nicolas Poussin
  • Literarische Wurzeln des Mythos bei Ovid und deren Rezeption
  • Ikonographische Bildbeschreibung des Gemäldes „Echo und Narziss“
  • Ikonologische Interpretation im Vergleich zu zeitgenössischen Vorbildern
  • Die symbolische Bedeutung von Flora und Fauna im Werk
  • Moderne Interpretationen des Narziss-Mythos in der Kunst

Auszug aus dem Buch

3.1. Erzählung von Narziss und Echo laut Ovid

Der Wassergott Cephisus tat der schönen Nymphe Liriope Gewalt an und schwängerte sie. Sie bekam einen Sohn und nannte ihn Narziss, der schon damals liebreizend war. Liriope ging zum Orakel Tiresias und fragte, ob ihr Sohn lang leben würde. Das Orakel antwortete, ja, falls er sich nicht selbst kennenlernte.

Narziss wuchs zu einem schönen Jüngling von sechzehn Jahren heran und er wurde von vielen Frauen und auch Männern begehrt. Jedoch war er so hochmütig und arrogant, dass keiner ihn emotional berührte.

Die junge Nymphe Echo befolgte den Befehl von Jupiter (römisch für Zeus) und erzählte seiner Frau Juno (römisch für Hera) Geschichten, wenn dieser sich mit andere Frauen vergnügte, da Echo stundenlang ohne Pause schwatzen konnte. Juno jedoch durchschaute das falsche Spiel und drohte Echo, dass sie ihre Stimme nur mehr ganz kurz benutzen dürfte. Das geschah dann auch. Echo konnte von da an nur noch die letzten Worte wiederholen, die jemand zu ihr sagte.

Als Narziss eines Tages auf der Hirschjagd war, erblickte Echo ihn und verliebte sich, wie schon so viele vor ihr, sofort in ihn. Sie folgte ihm durch den Wald und wartete ab, denn sie konnte ja nicht das Wort an ihn richten. Als Narziss schließlich fragte, ob jemand hier wäre, konnte sie antworten: „hier“. Nach einem recht einseitigen kurzen Gespräch trat Echo aus dem Gebüsch hervor und wollte ihn umarmen. Narziss aber floh und sagte, er wolle eher sterben als mit ihr zusammen zu sein.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung stellt das Gemälde als eines der wichtigsten Frühwerke von Poussin vor und verortet die mythologische Thematik im Kontext des 16. und 17. Jahrhunderts.

2. Das Leben von Nicolas Poussin: Dieser Abschnitt beleuchtet die Biografie des Malers, von seiner Ausbildung in Paris bis hin zu seinem entscheidenden Aufenthalt in Rom und seiner künstlerischen Prägung.

3. Der Mythos von Narziss und Echo: Das Kapitel erläutert die literarische Grundlage des Mythos bei Ovid sowie dessen Rezeptionsgeschichte in Literatur und bildender Kunst über die Jahrhunderte hinweg.

4. Echo und Narziss: Ikonographische Bildbeschreibung und Bildquellen: Hier erfolgt eine detaillierte Beschreibung des Gemäldes, seiner Entstehungsumstände sowie der ikonographischen Bedeutung der einzelnen Bildelemente.

5. Ikonologische Interpretation und Vergleichsbeispiele: Dieses Kapitel analysiert das Werk im Vergleich zu anderen kunstgeschichtlichen Vorbildern und deutet die Rollen von Eros, Echo und Narziss sowie die symbolische Aufladung der Landschaft.

6. Schlusswort: Das Schlusswort resümiert die hohe Komplexität des Werkes und unterstreicht dessen zeitlose Relevanz.

Schlüsselwörter

Nicolas Poussin, Narziss, Echo, Ovid, griechische Mythologie, Ikonographie, Ikonologie, Barock, Malerei, Selbstreflexion, Narzissmus, Kunstgeschichte, antike Mythen, Bildanalyse, allegorische Darstellung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit analysiert das Gemälde „Echo und Narziss“ von Nicolas Poussin hinsichtlich seiner mythologischen Herkunft, der ikonographischen Gestaltung und seiner Bedeutung in der Kunstgeschichte.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind die antike Mythologie (Ovid), die Lebensgeschichte von Poussin, die ikonographische Bildanalyse sowie die philosophische und psychologische Rezeption des Narzissmus.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die spezifische Bildsprache Poussins zu untersuchen und aufzuzeigen, wie er traditionelle antike Vorbilder in ein komplexes barockes Gemälde überführt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt kunsthistorische Methoden wie die ikonographische Bildbeschreibung und die ikonologische Interpretation, ergänzt durch den Vergleich mit literarischen und bildnerischen Quellen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden der Mythos bei Ovid, die Rezeption des Stoffs, die detaillierte Bildbeschreibung und die kunsthistorische Herleitung der Kompositionsfiguren erläutert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Poussin, Narziss, Echo, Ikonographie, Barock, Mythologie und künstlerische Selbstreflexion.

Warum spielt die Figur der Echo in diesem Gemälde eine so wichtige Rolle?

Echo dient bei Poussin als wichtiges Element des Klagethemas und symbolisiert die Sehnsucht nach Verschmelzung mit dem Geliebten, wobei sie gleichzeitig eine allegorische Funktion erfüllt.

Welche Bedeutung haben die im Gemälde dargestellten Pflanzen?

Die Pflanzen wie Myrte, Pappel und Petersilie sind laut Valeriano in der Antike für Heldeninsignien verwendet worden; ihre Einbindung bei Poussin unterstreicht die melancholische und moralisierende Stimmung.

Wie unterscheidet sich Poussins Interpretation von anderen Künstlern?

Im Gegensatz zu anderen Darstellungen verbindet Poussin die beiden Mythen (Echo und Narziss) direkt miteinander und integriert Eros als aktiven Bestrafer, was eine deutliche Abweichung zur Antike darstellt.

Ende der Leseprobe aus 26 Seiten  - nach oben

Details

Titel
"Narziss und Echo" von Nicolas Poussin. Aspekte und Details
Hochschule
Leopold-Franzens-Universität Innsbruck
Note
2,00
Autor
Anna Gallmetzer (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
26
Katalognummer
V1042862
ISBN (eBook)
9783346464514
ISBN (Buch)
9783346464521
Sprache
Deutsch
Schlagworte
narziss echo nicolas poussin aspekte details
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anna Gallmetzer (Autor:in), 2018, "Narziss und Echo" von Nicolas Poussin. Aspekte und Details, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1042862
Blick ins Buch
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