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Hermeneutische und empirisch-sozialwissenschaftliche Analyseverfahren

Titel: Hermeneutische und empirisch-sozialwissenschaftliche Analyseverfahren

Hausarbeit , 2000 , 14 Seiten , Note: 2,7

Autor:in: Claudia Walther (Autor:in)

Medien / Kommunikation - Methoden und Forschungslogik

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Ein Film oder eine Fernsehsendung kann auf unterschiedliche Art und Weise analysiert werden. Je nach Analyseziel und Fragestellung ist die Verwendung verschiedener Methoden günstig. In der folgenden Hausarbeit sollen hermeneutische und sozialwissenschaftliche Analyseverfahren dargestellt und ihre Unterschiede deutlich gemacht werden. Anschließend werden konkrete Analyseansätze vorgestellt und diskutiert. Grundlage hierfür bilden die Werke verschiedener Autoren: Knut Hickethier, Alphons Silbermann/ Michael Schaaf/ Gerhard Adam, James Monaco, Helmut Korte sowie Eberhard Opl. Es soll eine Einordnung in hermeneutische und empirisch-sozialwissenschaftliche Verfahren versucht werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

2. Hermeneutische und empirisch-sozialwissenschaftliche Analyseverfahren

2.1. Ziele der Film- und Fernsehanalyse

2.2. Hermeneutische Film- und Fernsehanalyse

2.3. Empirisch-sozialwissenschaftliche Film- und Fernsehanalyse

3. Diskussion konkreter Analyseverfahren

3.1. Knut Hickethier: Film- und Fernsehanalyse

3.2. Silbermann/ Schaaf/ Adam: Filmanalyse

3.2.1. Alphons Silbermann

3.2.2. Michael Schaaf

3.3. James Monaco: Film verstehen

3.4. Helmut Korte: Einführung in die systematische Filmanalyse

3.5. Eberhard Opl: Das filmische Zeichen als kommunikationswissenschaftliches Phänomen

4. Zusammenfassung

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, einen Überblick über verschiedene hermeneutische und empirisch-sozialwissenschaftliche Analyseverfahren im Bereich der Film- und Fernsehanalyse zu geben und deren theoretische Ansätze sowie praktische Anwendbarkeit zu diskutieren.

  • Darstellung der Grundlagen hermeneutischer und empirischer Analysemethoden
  • Kritische Diskussion spezifischer Analyseansätze bedeutender Autoren
  • Einordnung der Ansätze in die verschiedenen wissenschaftlichen Hauptrichtungen
  • Gegenüberstellung von rein quantitativen und qualitativen Untersuchungswegen
  • Bewertung der Eignung verschiedener Methoden zur umfassenden Filmanalyse

Auszug aus dem Buch

3.1. Knut Hickethier: Film- und Fernsehanalyse

Wie bereits festgestellt, dient die Analyse eines Filmes oder einer Fernsehsendung der Erkenntnisgewinnung. Hickethier geht davon aus, dass es dabei viele Möglichkeiten der Auseinandersetzung gibt. Um möglichst genaue Ergebnisse zu erhalten, seien konkrete Fragestellungen notwendig. Diese entstünden durch das Film- und Fernseherlebnis selbst oder aufgrund eines vorgegebenen Erkenntnisinteresses. Letzteres orientiere sich an aktuellen Diskussionen oder einem wissenschaftlichen Untersuchungsansatz ( vgl. Knut Hickethier, 1996, Seite 29 ). Demnach gibt es eine Vielzahl möglicher Fragestellungen für die ebenfalls eine Vielzahl von Methoden notwendig ist, da alle „...Zugangsweisen einzelne Segmente bearbeiten, andere dagegen vernachlässigen, so daß aus der Synthese der verschiedenen Ansätze ein umfassendes Bild des Films bzw. der Fernsehsendung entsteht“ ( Knut Hickethier, 1996, Seite 30 ).

Hickethier unterscheidet zwei grundsätzliche Richtungen der Film- und Fernsehanalyse: die empirisch-sozialwissenschaftliche Methode und das hermeneutische Interpretationsverfahren. Die empirisch-sozialwissenschaftliche Methode untersucht die quantitativen Merkmale eines Films bzw. einer Fernsehsendung, mit dem Ziel, Strukturen zu ermitteln. Dazu werden bevorzugt folgende Verfahren angewandt: die Frequenzanalyse ( erhebt die Häufigkeit bestimmter Merkmale ), Valenzanalyse ( zählt Argumente, Kennzeichen für oder gegen etwas ), Intensitätsanalyse ( misst die Stärke der einzelnen Argumente ) sowie die Kontingenzanalyse ( ermittelt die Häufigkeit bestimmter Muster und wiederkehrender Motive in ihrem Zusammenhalt mit anderen Bestandteilen des Produkts) ( vgl. Knut Hickethier, 1996, Seite 31 ). Mit dieser Art der Erkenntnis kann ein für andere objektiv nachprüfbarer Wissenszuwachs erreicht werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Es wird der Untersuchungsgegenstand definiert und die Zielsetzung der Arbeit sowie die Auswahl der betrachteten Autoren erläutert.

2. Hermeneutische und empirisch-sozialwissenschaftliche Analyseverfahren: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Differenzen zwischen dem qualitativen Sinnverstehen und der quantitativen Inhaltsanalyse.

3. Diskussion konkreter Analyseverfahren: Hier werden die Ansätze von Hickethier, Silbermann/Schaaf, Monaco, Korte und Opl detailliert vorgestellt und hinsichtlich ihrer methodischen Ausrichtung untersucht.

4. Zusammenfassung: Das Fazit zieht eine Bilanz der vorgestellten Ansätze und plädiert für die Verwendung von Mischformen, um eine ganzheitliche Filmanalyse zu gewährleisten.

Schlüsselwörter

Filmanalyse, Fernsehanalyse, Hermeneutik, Empirische Sozialforschung, Inhaltsanalyse, Knut Hickethier, Semiotik, Medienwissenschaft, Filmtheorie, Methodik, Qualitative Forschung, Quantitative Forschung, Medienrezeption, Filmbewertung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den theoretischen Grundlagen und praktischen Ansätzen zur systematischen Analyse von Filmen und Fernsehsendungen im wissenschaftlichen Kontext.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die Unterscheidung und mögliche Kombination von hermeneutischen, interpretativen Ansätzen und empirisch-sozialwissenschaftlichen, quantitativen Methoden.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, verschiedene Analysemodelle einzuordnen und zu prüfen, welche methodischen Ansätze am besten geeignet sind, um ein umfassendes Bild und tiefgreifendes Verständnis eines filmischen Werks zu gewinnen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine vergleichende Literaturanalyse, bei der die Konzepte namhafter Medienwissenschaftler deskriptiv dargestellt und kritisch diskutiert werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die spezifischen methodischen Instrumentarien von Autoren wie Knut Hickethier, Alphons Silbermann, Michael Schaaf, James Monaco, Helmut Korte und Eberhard Opl analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Filmanalyse, Hermeneutik, Inhaltsanalyse, Medienwissenschaft und Methodenvielfalt charakterisiert.

Wie bewertet der Autor den Ansatz von James Monaco?

Der Autor stellt fest, dass Monaco primär auf die Semiotik setzt, wobei kritisch angemerkt wird, dass dieser Ansatz die künstlerische Wirkung des Films nur schwer erfassen kann und Hermeneutik ausschließt.

Warum empfiehlt der Autor die Verwendung von sogenannten Mischformen?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass Mischformen, welche qualitative und quantitative Elemente integrieren, die besten Voraussetzungen bieten, um bei der Medienanalyse zu umfassenden Ergebnissen zu gelangen.

Ende der Leseprobe aus 14 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Hermeneutische und empirisch-sozialwissenschaftliche Analyseverfahren
Hochschule
Universität Leipzig  (Institut für Kommunikations- und Medienwissenschaft)
Veranstaltung
Einführung in Methoden der Film- und Fernsehanalyse
Note
2,7
Autor
Claudia Walther (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2000
Seiten
14
Katalognummer
V10407
ISBN (eBook)
9783638168397
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Hermeneutische Analyseverfahren Einführung Methoden Film- Fernsehanalyse
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Claudia Walther (Autor:in), 2000, Hermeneutische und empirisch-sozialwissenschaftliche Analyseverfahren, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/10407
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Leseprobe aus  14  Seiten
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