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Das Fortexistieren der Seele nach dem Tod. Die ersten drei Unsterblichkeitsbeweise in Platons "Phaidon"

Title: Das Fortexistieren der Seele nach dem Tod. Die ersten drei Unsterblichkeitsbeweise in Platons "Phaidon"

Term Paper , 2021 , 16 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Ivana Ries (Author)

Philosophy - Philosophy of the Ancient World

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Summary Excerpt Details

In dieser Arbeit wird untersucht, inwiefern die drei Unsterblichkeitsbeweise nach Platon auf ein Weiterleben der Seele nach dem Tod interpretiert werden können. Zuvörderst wird hierfür eine grundlegende Definition für die seelische Unsterblichkeit erläutert. Anschließend werden die ersten drei Unsterblichkeitsbeweise einzeln vorgestellt. In der Hauptdiskussion wird die Beweislage der Argumente geprüft und im Hinblick auf das Fortexistieren der Seele angewendet und interpretiert.

In seinem Werk "Phaidon" lässt Platon seinen damaligen Lehrer Sokrates als Protagonisten auftreten. Dieser befindet sich – nach der Anklage, er würde die ‚Jugend verderben‘ – im Gefängnis. Trotz seiner bevorstehenden Hinrichtung unter Zuhilfenahme von Gift begegnet er seinen Schülern mit einer durchweg stoischen, geradezu ‚eudämonistischen‘ Haltung. Platon selbst ist nicht anwesend. Dies lässt der Autor durch Phaidon – den Erzähler der Schrift – wie folgt durchblicken: „Platon aber, glaube ich, war krank.“ Diese Obskurität lässt einerseits darauf schließen, dass Platon diese Schrift so wahrhaftig und glaubhaft wie möglich inszenieren möchte, andererseits stellt man sich logischerweise die Frage, was wohl der wirkliche Grund für die Absenz Platons ist.

Zu diesem ominösen ‚Anlass‘ seines zweifellos baldigen Todes erklärt Sokrates seinen Schülern, dass die Angst vor dem Tod unbegründet ist, da mit diesem Zeitpunkt eine Trennung von Leib und Seele vollzogen wird, welche das ‚Geistige‘ auf eine metaphysische Art und Weise erlösen und zur Erfüllung führen kann. Dies betrifft jedoch – laut Platon – primär einen ‚auserwählten‘ Teil der Menschheit: „Also vor allem in diesen Dingen zeigt sich der Philosoph als einer, der die Seele so weit er kann von der Gemeinschaft mit dem Körper loslöst, anders als die anderen Menschen.“

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Wie lässt sich die Unsterblichkeit der Seele ‚omnibus‘ definieren?

3. Der erste Beweis: Zirkulation (70d-72e)

3.1 Hervorgehen aus dem Entgegengesetzten

3.2 Das Obligat der Auflebungen

4. Der zweite Beweis: Die Entsinnung (72e-77b)

5. Der dritte Beweis: Der Hang zur Göttlichkeit (77b-84b)

6. Analyse der Beweislage – angewendet auf das Weiterexistieren der Seele nach dem Tod

7. Conclusio

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht anhand der ersten drei Unsterblichkeitsbeweise in Platons Dialog „Phaidon“, wie das Fortexistieren der menschlichen Seele nach dem körperlichen Tod interpretiert werden kann, wobei insbesondere die dualistische Trennung von Leib und Seele sowie das Verhältnis von Leben und Tod im Zentrum der Betrachtung stehen.

  • Die Interpretation der platonischen Unsterblichkeitsbeweise (Zirkulation, Entsinnung, Hang zum Göttlichen)
  • Die Analyse der metaphysischen Trennung von Körper und Geist
  • Die Untersuchung der zyklischen Erneuerung als Voraussetzung für seelisches Weiterbestehen
  • Die Differenzierung der Seelenbeschaffenheit (göttlich-unsichtbar vs. schattenhaft-gebunden)

Auszug aus dem Buch

3. Der erste Beweis: Zirkulation (70d-72e)

Der erste Unsterblichkeitsbeweis in Platons Phaidon beschäftigt sich unter anderem mit dem Zyklus von Leben und Tod. Hierbei betont Sokrates, dass alles Seiende aus seinem Gegenteil entsteht. Diese Aussage stützt sich auf eine traditionelle Theorie der orphisch-pythagoreischen Denkrichtung, welche besagt, dass sich die Seelen, wenn die Menschen gestorben sind, in der Unterwelt befinden: „Eine alte Rede gibt es, deren wir uns erinnern, daß [sic!] sie, wie sie von hier dort hingekommen sind, auch wieder hierher zurückkommen und aus den Toten von neuem entstehen. Wenn sich das so verhält, daß aus den Gestorbenen die Lebenden von neuem entstehen, könnte es dann anders sein, als daß unsere Seelen dort sind?“ Im Folgenden werden zwei verschiedene Argumente erläutert, welche den ‚ewigen Kreislauf‘ beweisen sollen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in das Werk „Phaidon“ und die Rahmenhandlung um Sokrates ein und benennt das Forschungsziel: die Analyse der Unsterblichkeitsbeweise Platons.

2. Wie lässt sich die Unsterblichkeit der Seele ‚omnibus‘ definieren?: Dieses Kapitel definiert die Seele als das Geistige des Menschen, welches nach der Trennung vom Körper post mortem weiterexistiert.

3. Der erste Beweis: Zirkulation (70d-72e): Hier wird das Prinzip dargelegt, dass alles Seiende aus seinem Gegenteil entsteht, um den zyklischen Übergang von Leben zu Tod und zurück zu beweisen.

4. Der zweite Beweis: Die Entsinnung (72e-77b): Dieser Abschnitt behandelt die Theorie der Wiedererinnerung als Indiz für die Existenz der Seele bereits vor der menschlichen Geburt.

5. Der dritte Beweis: Der Hang zur Göttlichkeit (77b-84b): Es wird die dualistische Trennung von sichtbarem Körper und unsichtbarem, göttlichem Geist thematisiert, wobei die Seele als etwas Unsterbliches charakterisiert wird.

6. Analyse der Beweislage – angewendet auf das Weiterexistieren der Seele nach dem Tod: Das Kapitel verknüpft die vorgestellten Beweise und hinterfragt kritisch die Konsequenzen für die Beschaffenheit der Seele nach dem Ableben.

7. Conclusio: Die Arbeit fasst die Ergebnisse zusammen und resümiert die philosophischen Einsichten zur Unsterblichkeit und das Verbleiben der Seele.

Schlüsselwörter

Platon, Phaidon, Unsterblichkeit, Seele, Sokrates, Metaphysik, Dualismus, Tod, Wiedererinnerung, Seelenwanderung, Unterwelt, Göttlichkeit, Geist, Philosophie, Jenseits

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der philosophischen Frage nach der Unsterblichkeit der Seele anhand des platonischen Werkes „Phaidon“.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind die antike Seelenlehre, die Dualität von Leib und Seele sowie die logischen Beweisführungen Platons für ein Weiterleben nach dem Tod.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage lautet, auf welche Weise sich das Fortexistieren der Seele nach dem Tod basierend auf den ersten drei Beweisen im Phaidon interpretieren lässt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine philosophische Textanalyse und Interpretation der platonischen Dialoge sowie die kritische Auseinandersetzung mit der Sekundärliteratur dazu.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden die drei Beweise (Zirkulation, Wiedererinnerung und Hang zum Göttlichen) detailliert vorgestellt und hinsichtlich ihrer Aussagekraft für ein jenseitiges Leben analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselbegriffe sind unter anderem Platon, Seele, Unsterblichkeit, Wiedererinnerung, Dualismus und das Verhältnis von Körper und Geist.

Wie unterscheidet Platon die Seelen nach dem Tod?

Es wird zwischen den „göttlichen“, reinen Seelen, die sich vom Körper lösen, und „schattenhaften“ Erscheinungen oder gar an den Körper gebundenen Seelen differenziert.

Welche Rolle spielt die Philosophie für das Fortbestehen der Seele?

Die Philosophie wird als Lebensform der Askese und Besonnenheit dargestellt, welche die Seele befähigt, sich vom Körper zu lösen und den Bereich des Göttlichen zu erreichen.

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Details

Title
Das Fortexistieren der Seele nach dem Tod. Die ersten drei Unsterblichkeitsbeweise in Platons "Phaidon"
College
University of Koblenz-Landau  (Philosophie)
Course
Philosophische Anthropologie
Grade
1,0
Author
Ivana Ries (Author)
Publication Year
2021
Pages
16
Catalog Number
V1039889
ISBN (eBook)
9783346455758
ISBN (Book)
9783346455765
Language
German
Tags
Platon Phaidon Unsterblichkeitsbeweise Philosophie Seele Tod Interpretation
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Ivana Ries (Author), 2021, Das Fortexistieren der Seele nach dem Tod. Die ersten drei Unsterblichkeitsbeweise in Platons "Phaidon", Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1039889
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