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Die Ästhetik der Gesellschaft. Ein Vergleich der Theorien von Niklas Luhmann und Pierre Bourdieu

Titel: Die Ästhetik der Gesellschaft. Ein Vergleich der Theorien von Niklas Luhmann und Pierre Bourdieu

Hausarbeit , 2021 , 28 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Felix Werner (Autor:in)

Soziologie - Allgemeines und Theorierichtungen

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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Begriff und der begrifflichen Selbstabstraktion der Ästhetik. Als essentially contested concept ist Ästhetik wesensmäßig umstritten, wobei unterschiedliche Zuschreibungsweisen und ästhetische Empfindungen das Ergebnis eines Ausdifferenzierungsprozesses von Wertvorstellungen darstellen. In der gesellschaftlichen Wahrnehmung von Ästhetik scheint also Konsens darüber zu herrschen, dass ihrerartige Empfindungen und Verweisungszusammenhänge subjektiv seien, dass sie sich begründen in den Differenzen der sozialen Norm, der Wertvorstellung, dem eigenen Geschmack.

Die daraus resultierende Inkonvergenz bestreitet trotzdem nicht die Vorstellung, der Ästhetik wäre ein entsprechendes Normenverständnis vorausgesetzt – also dass es Grenzen bezüglich der Möglichkeiten gäbe, was als ästhetisch beschrieben werden kann und was nicht – und das veranlasst dazu, etwaige Entstehungsprozesse gesellschaftlicher Leitvorstellungen der Ästhetik aufzudecken und ebenjene Grenzsetzungen auszuarbeiten.

Dass die Lösung dieser Inkonvergenz des Ästhetikbegriffes mit unterschiedlich ausgestalteten Definitionsvorschlägen behoben wäre, die dann um Deutungshoheit konkurrieren, mag ernsthaft bezweifelt werden. Stattdessen geht es um die Frage, ob und wie ein entsprechendes Begriffsverständnis von Ästhetik in der Gesellschaft mit ihren unterschiedlichen Wertvorstellungen entsteht, wie es erzeugt wird und sich verändert.

Dafür wird im Rahmen der Arbeit in zwei soziologische Theorien eingeführt, die, gleichsam als Gesellschaftstheorien geeignet, zu einer Antwort dieser Frage befähigt scheinen: die selbstreferentielle Theorie der sozialen Systeme von Niklas Luhmann und die Feldtheorie von Pierre Bourdieu. Dabei soll erläutert werden, wie ästhetische Vorstellungen und Zuschreibungen im Rahmen komplexer soziokultureller respektive sozioökonomischer Prozesse entstehen und sich wechselseitig beeinflussen. Zum Schluss werden anhand einiger empirischer Beispiele anhand von verschiedenen Zeitungen und Magazinen die Distinktion des Ästhetischen vollzogen. Neben den jeweiligen Hauptwerken werden dafür auch eine Vielzahl weiterer Monographien, Aufsätze und Interviews mit einbezogen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Zum Begriff der Ästhetik

2. Niklas Luhmanns Theorie der sozialen Systeme

3. Pierre Bourdieus Feldtheorie

4. Ästhetik der Gesellschaft

4.1 Luhmanns Kunstsystem

4.2 Bourdieus Kunstfeld

4.3 Theorievergleich

5. Ästhetik als Differenz

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die Entstehung und Veränderung gesellschaftlicher Leitvorstellungen über Kunst und Ästhetik. Ziel ist es, mithilfe der Systemtheorie von Niklas Luhmann und der Feldtheorie von Pierre Bourdieu zu analysieren, wie ästhetische Wahrnehmungen und Zuschreibungen innerhalb komplexer gesellschaftlicher Prozesse erzeugt und transformiert werden, anstatt sich auf rein subjektive Geschmacksempfindungen zu beschränken.

  • Vergleichende Analyse der Gesellschaftstheorien von Niklas Luhmann und Pierre Bourdieu.
  • Untersuchung der Autonomie des Kunstsystems sowie der Struktur gesellschaftlicher Felder.
  • Analyse der Rolle von Kapital und Habitus bei der Ausbildung ästhetischer Urteilsfähigkeit.
  • Empirische Anwendung der theoretischen Konzepte auf historische Zeitschriften und Magazine.
  • Reflexion über Ästhetik als Resultat gesellschaftlicher Differenzbildung.

Auszug aus dem Buch

1. Zum Begriff der Ästhetik

Der Begriff der Ästhetik stellt uns vor ein Verständnisproblem. Wir mögen einerseits dazu geneigt sein, den unterschiedlichsten Sachverhalten eine ästhetische Wirkung zuzusprechen und variieren andererseits bezüglich ihrer Empfindungen, ihren konkreten Bezugsobjekten und Zuschreibungsweisen. Während der eine möglicherweise nur „kunstnahen“ Objekten, wie Literatur, Filmen und Kunstwerken wie Gemälde oder Skulpturen eine potenziell ästhetische Wirkung bescheinigen mag, begreift sie ein anderer die auch in vergleichsweise banalen Ereignissen wie einem Sonnenuntergang oder einer klaren Sternennacht – und damit ist noch nichts darüber ausgesagt, welches Begriffsverständnis zugrunde liegt.

Man sagt: Ich finde dieses oder jenes ästhetisch – ohne sich darüber bewusst zu sein, was Ästhetik ist und wie sie entsteht. Alltagsweltlich wird man dazu geneigt sein, Verschiedenstes als ästhetisch zu empfinden und zu benennen, aber es ist uns kein explizites Begriffsverständnis verfügbar. Als Bezugssystem kultureller Imperative, welche wiederum einem historischen Wandel unterliegen, kann man annehmen, dass Sinnkomplexe zur Informationsarbeitung sich verschoben haben und Ästhetik als Begriff unterschiedlich tradierten. Das eröffnet zum einen Vergleichsmöglichkeiten, mit denen die semantischen Rekonstruktionen des Ästhetikbegriffs und damit die Divergenzen ästhetischer Verständnisse und Empfindungen im Wandel der Zeit nachvollzogen werden können.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Zum Begriff der Ästhetik: Einführung in die Problematik eines diffusen Ästhetikbegriffs und dessen Einordnung als gesellschaftliches Konstrukt.

2. Niklas Luhmanns Theorie der sozialen Systeme: Darstellung der systemtheoretischen Grundlagen, insbesondere der Konzepte von Autopoiesis, Kommunikation und der Differenz zwischen System und Umwelt.

3. Pierre Bourdieus Feldtheorie: Erläuterung der Feldtheorie, des sozialen Raums und des Habitusbegriffs zur Erklärung sozialer Hierarchien.

4. Ästhetik der Gesellschaft: Anwendung der beiden Theorien auf das Kunstsystem und das Kunstfeld zur Klärung ästhetischer Leitvorstellungen.

5. Ästhetik als Differenz: Empirische Überprüfung der theoretischen Ansätze anhand der Gestaltung von historischen Zeitschriften und abschließende Synthese.

Schlüsselwörter

Ästhetik, Systemtheorie, Feldtheorie, Niklas Luhmann, Pierre Bourdieu, Kommunikation, Habitus, Kapital, Kunstsystem, Gesellschaft, Differenz, Soziologie, Geschmack, Leitvorstellungen, Distinktion

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die soziologischen Grundlagen von Ästhetik und Kunst und wie diese in modernen Gesellschaften als Leitvorstellungen entstehen und sich wandeln.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die Gesellschaftstheorien von Niklas Luhmann (Systemtheorie) und Pierre Bourdieu (Feldtheorie) und deren Anwendung auf ästhetische Phänomene.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Beantwortung der Frage, wie ästhetische Urteilsmaßstäbe in einer Gesellschaft jenseits rein individueller Subjektivität erzeugt und strukturiert werden.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Es wird ein theoretischer Vergleich der beiden soziologischen Ansätze durchgeführt, ergänzt durch eine empirische Analyse von Gestaltungselementen in historischen Zeitschriften.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit den theoretischen Fundamenten der Systemtheorie und Feldtheorie und deren Übertragung auf die Analyse von Kunst und Ästhetik.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind Ästhetik, Systemtheorie, Feldtheorie, Habitus und soziale Differenzierung.

Wie unterscheidet sich die Sichtweise von Luhmann von der Bourdieus?

Luhmann betrachtet Kunst als autopoietisches System, das durch Kommunikation reproduziert wird, während Bourdieu ästhetische Urteile als Resultat von Machtkämpfen zwischen sozialen Klassen und kapitalbestimmten Gruppen versteht.

Warum spielt der Habitus bei Bourdieu eine so wichtige Rolle?

Der Habitus dient als Vermittlungsglied, das soziale Herkunft, Bildung und Kapital in individuelle Denk- und Wahrnehmungsmuster übersetzt, die auch ästhetische Präferenzen determinieren.

Welchen Zweck verfolgt die empirische Analyse von Zeitschriften?

Die Zeitschriften dienen als anschauliches Material, um theoretische Konzepte wie ästhetische Differenzierung und Distinktion an konkreten, historisch wandelbaren Objekten zu belegen.

Ende der Leseprobe aus 28 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Ästhetik der Gesellschaft. Ein Vergleich der Theorien von Niklas Luhmann und Pierre Bourdieu
Hochschule
Johannes Gutenberg-Universität Mainz  (FB 05 Philosophie und Philologie)
Veranstaltung
Ästhetische Aspekte des Buches
Note
1,3
Autor
Felix Werner (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
28
Katalognummer
V1039272
ISBN (eBook)
9783346456175
ISBN (Buch)
9783346456182
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Ästhetik Kunst Luhmann Bourdieu Gesellschaft System Systemtheorie Feld Feldtheorie Kapital Kommunikation Differenz Soziologie Theorie
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Felix Werner (Autor:in), 2021, Die Ästhetik der Gesellschaft. Ein Vergleich der Theorien von Niklas Luhmann und Pierre Bourdieu, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1039272
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Leseprobe aus  28  Seiten
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