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Heterogenität in der Grundschule. Stellt die Aufgabe und Umsetzung der individuellen Förderung für Grundschullehrkräfte eine Belastung dar?

Titel: Heterogenität in der Grundschule. Stellt die Aufgabe und Umsetzung der individuellen Förderung für Grundschullehrkräfte eine Belastung dar?

Seminararbeit , 2018 , 14 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Pädagogik - Der Lehrer / Pädagoge

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

In der Arbeit wird folgende Fragestellung bearbeitet: „Stellt die Aufgabe und Umsetzung der individuellen Förderung für die Lehrkräfte (im Besonderen für Grundschullehrkräfte) eine Belastung dar?“ Es wird also diskutiert, inwiefern Heterogenität eine Belastung oder auch Entlastung für die Lehrkräfte darstellen kann. Um im Folgenden eine Wissensgrundlage zu schaffen, wird zunächst kurz der Begriff der Heterogenität erläutert und der bisherige Umgang mit Heterogenität dargelegt. Danach wird überlegt, welche Veränderungen ein besserer Umgang mit Heterogenität bedeutet und welche Schwierigkeiten und Belastungen damit einhergehen können. Woraufhin die Kehrseite - nämlich weshalb die individuelle Förderung auch eine Entlastung für Lehrkräfte darstellen kann – beleuchtet wird.

Bereits Johann Friedrich Herbart (1776-1841) verstand die „Verschiedenheit der Köpfe“ als das „zentrale Problem“ für die Schule und die Lehrkräfte und war der Meinung „darauf nicht zu achten ist der Grundfehler aller Schulgesetze, die […] alles nach einer Schnur zu hobeln veranlassen.“ Auch das Zitat von Günther Schorch zeigt auf, dass die Grundschullehrkräfte besonders stark mit der Ungleichheit beziehungsweise Heterogenität der Schülerschaft konfrontiert sind: „Die Grundschule ist die Schulart mit der größten Heterogenität und muss mit der besonderen Belastung einer noch unausgelesenen Schülerschaft zurecht kommen: Von hochbegabten bis förderbedürftigen Schülern, von „Überfliegern“ bis Langsam-Lernern, von sozioökonomisch Privilegierten bis sozial Benachteiligten. Somit ist der Grundschule das schwer zu lösende Dauerproblem des pädagogischen Umgangs mit Heterogenität schon ins Stammbuch geschrieben.“

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriff der Heterogenität

3. Homogenisierungsdenken in deutschen Schulen

4. Kompetenzen und Belastungen im Umgang mit Heterogenität

4.1. Einstellungen der Lehrkräfte

4.2. Diagnostische Fähigkeiten

4.3. Didaktisch-methodische Kompetenzen

4.4. Fachspezifische Kompetenz und Klassenführungskompetenz

4.5. Vorgaben der Institution Schule

5. Vorteile und Entlastungen in Bezug auf den Umgang mit individueller Förderung

5.1. Umgang mit Heterogenität im Ländervergleich

5.2. Belastung durch Homogenisierung

5.3. Entlastung durch selbstorganisiertes Arbeiten

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die zentrale Forschungsfrage, inwieweit die Aufgabe und Umsetzung der individuellen Förderung im Schulalltag für Grundschullehrkräfte eine Belastung oder Entlastung darstellt, wobei der Fokus auf dem Umgang mit Heterogenität liegt.

  • Analyse des Begriffs der Heterogenität und des traditionellen Homogenisierungsdenkens
  • Untersuchung der Kompetenzanforderungen an Lehrkräfte im Umgang mit Diversität
  • Bewertung des Einflusses institutioneller Rahmenbedingungen auf den Lehrerberuf
  • Vergleich internationaler Ansätze zur Nutzung von Heterogenität
  • Diskussion über Potenziale individueller Förderung als Entlastungsstrategie

Auszug aus dem Buch

4.2. Diagnostische Fähigkeiten

Zu der Voraussetzung der richtigen Einstellung, kommt noch die Fähigkeit die verschieden Lernvoraussetzungen der Schüler zu diagnostizieren. Darunter zählt unter anderem das Erkennen des Vorwissens, der Interessen, des Lerntempos und der Lernschwächen sowie das Einschätzen der Lernergebnisse, um sie daraufhin individuell und produktiv zu unterstützen und zu fördern (vgl. Schenz 2012, S.47). Diese Kompetenz ist zwingend notwendig, da ohne diese auch weitere didaktisch-methodische Fähigkeiten nicht von Nutzen sind, wenn sie nicht auf die Interessen und Lerntypen der Schüler angepasst sind.

Dabei müssen die Lehrer jeden einzelnen Schüler jeder Zeit im Blick behalten, die Lernprozesse mitverfolgen sowie das Sozialverhalten und auch außerschulische Verhalten beobachten beziehungsweise sich darüber informieren (vgl. Trautmann/Wischer 2011, S.115).

Dies ist keine leichte Aufgabe, da die Lehrer nicht nur den Lernprozess eines Schülers wahrnehmen müssen, sondern Lernvoraussetzungen von meist 20 Schülern parallel beobachten und für jeden individuelle Fördermaßnahmen entwickeln sollten.

Hinzu kommt, dass es schwierig ist abzuwägen, welche beobachteten Merkmale nun entscheidend sind und wie man mit diesen dann weiter verfährt (vgl. Trautmann/Wischer 2011, S.117).

Diese diagnostische Kompetenz stellt hohe Anforderungen und auch oft Überforderung an die Lehrer, zumal diese nicht über die benötigten Kenntnisse in ihrer qualifizierten Ausbildung instruiert wurden (vgl. Greiten 2015, S.233). Denn diese und auch weitere Kompetenzen bilden sich meist erst über langjährige praktische Erfahrung aus, weshalb sich auch gerade junge Lehrer schnell überfordert und belastet fühlen können.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der Heterogenität im Grundschulwesen ein und formuliert die zentrale Forschungsfrage nach der Belastung durch individuelle Förderung.

2. Begriff der Heterogenität: Das Kapitel definiert Heterogenität als natürliches Merkmal von Schulklassen und betont die Notwendigkeit einer individuellen Förderung aufgrund unterschiedlicher Lernvoraussetzungen.

3. Homogenisierungsdenken in deutschen Schulen: Hier wird kritisch beleuchtet, wie das Konzept des fiktiven „Mittelkopfes“ und die frühe Selektion in Schulformen zu ineffektivem Unterricht und Überforderung führen.

4. Kompetenzen und Belastungen im Umgang mit Heterogenität: Dieses Kapitel analysiert die komplexen Anforderungen an Lehrkräfte – von der Einstellung über Diagnose bis hin zu Didaktik und Klassenführung – und die resultierenden Belastungsfaktoren.

5. Vorteile und Entlastungen in Bezug auf den Umgang mit individueller Förderung: Es werden internationale Erfolgsmodelle sowie entlastende Ansätze durch selbstorganisiertes Lernen vorgestellt, die Heterogenität als Chance begreifen.

6. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass individuelle Förderung zwar hohe Kompetenzen erfordert, aber bei entsprechenden Rahmenbedingungen eine Entlastung für Lehrkräfte darstellen kann.

Schlüsselwörter

Heterogenität, individuelle Förderung, Grundschule, Lehrkräfte, Belastung, Homogenisierungsdenken, Kompetenzen, diagnostische Fähigkeiten, Didaktik, Selektion, Schulentwicklung, Unterrichtsplanung, pädagogisches Handeln, Lehrerausbildung, Leistungsdifferenzierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen dem pädagogischen Anspruch einer individuellen Förderung in heterogenen Klassen und der damit verbundenen Belastung oder Entlastung für Grundschullehrkräfte.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Themen umfassen den Umgang mit Heterogenität, die Kompetenzanforderungen an Lehrkräfte, die Kritik an homogenisierenden Strukturen im deutschen Schulsystem sowie Lösungsansätze aus dem internationalen Vergleich.

Was ist die primäre Forschungsfrage der Arbeit?

Die zentrale Forschungsfrage lautet: „Stellt die Aufgabe und Umsetzung der individuellen Förderung für die Lehrkräfte (im Besonderen für Grundschullehrkräfte) eine Belastung dar?“

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Arbeit?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer umfassenden Literaturanalyse sowie dem Vergleich mit internationalen Bildungsmodellen (z.B. skandinavische Länder) basiert.

Welche Aspekte werden im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse des Homogenisierungsdenkens, die detaillierte Betrachtung der geforderten Lehrerkompetenzen (Diagnostik, Didaktik, Führung) sowie die Untersuchung von Entlastungspotenzialen durch neue Unterrichtsformen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist maßgeblich durch Begriffe wie Heterogenität, individuelle Förderung, Lehrprofessionalität und die Komplexität pädagogischen Handelns geprägt.

Warum wird der „Mittelkopf“ als problematisches Konzept bezeichnet?

Der „Mittelkopf“ ist ein fiktiver, durchschnittlicher Schüler; die Ausrichtung des Unterrichts an diesem nicht existenten Typus führt dazu, dass sowohl leistungsstärkere als auch schwächere Schüler unter- bzw. überfordert werden.

Welche Rolle spielen die Rahmenbedingungen der Institution Schule?

Institutionelle Rahmenbedingungen wie Zeitvorgaben, Klassenraumgrößen und Leistungsdruck durch Ziffernzeugnisse schränken das Lehrerhandeln oft ein und erschweren die Umsetzung einer effektiven individuellen Förderung.

Ende der Leseprobe aus 14 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Heterogenität in der Grundschule. Stellt die Aufgabe und Umsetzung der individuellen Förderung für Grundschullehrkräfte eine Belastung dar?
Hochschule
Justus-Liebig-Universität Gießen
Note
1,3
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
14
Katalognummer
V1035691
ISBN (eBook)
9783346446565
ISBN (Buch)
9783346446572
Sprache
Deutsch
Schlagworte
heterogenität grundschule stellt aufgabe umsetzung förderung grundschullehrkräfte belastung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2018, Heterogenität in der Grundschule. Stellt die Aufgabe und Umsetzung der individuellen Förderung für Grundschullehrkräfte eine Belastung dar?, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1035691
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Leseprobe aus  14  Seiten
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