Seit der Entdeckung von Antibiotika in den 1920er Jahren ist das Medikament nicht mehr aus den Behandlungsmethoden gegen bakterielle Erreger wegzudenken. Unglaublich viele Menschenleben konnten seitdem gerettet werden. Doch das zu häufige Verschreiben und Einnehmen von Antibiotika hat im letzten Jahrhundert vermehrt zu Antibiotikaresistenzen geführt.
In meiner Arbeit habe ich mich intensiv mit den Themen Antibiotika, deren Resistenz und mit Krankenhauskeimen auseinandergesetzt.
Zunächst werde ich allgemein erläutern, was Antibiotika eigentlich sind und wozu sie dienen.
Als Nächstes gehe ich auf das Thema Antibiotikaresistenz ein. In diesem Zusammenhang werde ich alles über die Entstehung und Verbreitung von Resistenzen ansprechen, sowie einige Gegenmaßnahmen nennen, die ergriffen werden, um die Resistenzen zu vermeiden.
Schlussendlich werde ich mich mit den drei gefährlichsten Krankenhauskeimen befassen und deren Symptome erklären. Außerdem soll dargelegt werden, wie diese Krankenhauskeime jeweils nachgewiesen und übertragen werden. Dadurch, dass sich die Krankenhauskeime in dem Punkt „Wie kann man sich schützen?“ sehr ähnlich sind, habe ich diesen Punkt verallgemeinert und für die drei Krankenhauskeime alle Maßnahmen zusammengefasst.
Ebenfalls habe ich ein Glossar erstellt. Alle wissenschaftlichen und schwierigen Begriffe, die mit einem Stern (*) versehen sind, werden in diesem Glossar definiert.
Mein Ziel ist, dass der Leser mehr zu dem Thema Antibiotikaresistenz erfährt und somit besser aufgeklärt wird.
Inhaltsverzeichnis
Vorwort
Einleitung
Hauptteil
1 Antibiotika
1.1 Begriffserklärung
1.1.1 Anwendung bei einer Transplantation
1.1.2 Anwendung in der orthopädischen Chirurgie
1.2 Entdeckung von Antibiotika
1.3 Arten von Antibiotika
1.4 Klassifizierung von Antibiotika
2 Antibiotikaresistenz
2.1 Begriffserklärung
2.2 Arten von Resistenzen
2.3 Ursache und Ausbreitung
2.3.1 Genetische Voraussetzung
2.3.1.1 Vertikaler Gentransfer
2.3.1.2 Horizontaler Gentransfer
2.3.2 Massenverwendung
2.3.2.1 Massenverwendung in der Medizin
2.3.2.2 Massenverwendung in der Tierhaltung
2.4 Gegenmaßnahmen
2.4.1 Organisationen
2.4.1.1 WHO
2.4.1.2 DART
2.4.1.3 CDDEP
2.4.2 Aufklärung
3 Krankenhauskeime
3.1 Begriffserklärung
3.2 Die gefährlichsten Krankenhauskeime
3.2.1 MRSA
3.2.1.1 Symptome
3.2.1.2 Nachweis
3.2.1.3 Übertragung
3.2.2 ESBL
3.2.2.1 Symptome
3.2.2.2 Nachweis
3.2.2.3 Übertragung
3.2.3 VRE
3.2.3.1 Symptome
3.2.3.2 Nachweis
3.2.3.3 Übertragung
3.3 Wie kann man sich schützen?
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, ein tieferes Verständnis für die Problematik der Antibiotikaresistenz bei Krankenhauskeimen zu entwickeln, die Hintergründe der Resistenzbildung zu erläutern und Präventionsmaßnahmen aufzuzeigen. Die Forschungsfrage zielt darauf ab, wie Resistenzen entstehen und welche Rolle ein bewussterer Umgang mit Antibiotika in der Medizin und Gesellschaft spielt.
- Grundlagen und Klassifizierung von Antibiotika
- Mechanismen der genetischen Resistenzbildung (vertikaler und horizontaler Gentransfer)
- Einfluss der Massenverwendung in Medizin und Tierhaltung auf Resistenzen
- Strategien und Organisationen zur Bekämpfung von Resistenzen (WHO, DART, CDDEP)
- Charakterisierung und Infektionsprävention bei den gefährlichsten Krankenhauskeimen (MRSA, ESBL, VRE)
Auszug aus dem Buch
1.1.1 Anwendung bei einer Transplantation
Das Immunsystem ist ein sehr wichtiger Bestandteil des menschlichen Körpers. Es erkennt Fremdkörper und bekämpft diese umgehend. Bei Transplantationen hingegen kann das gesunde Immunsystem zum Nachteil des Körpers handeln. Während das geschädigte Organ des Patienten durch ein fremdes funktionsfähiges ersetzt wird, um den Menschen am Leben zu halten, setzt das Immunsystem alles daran, das fremde Organ aufgrund von fremden Zellen und Proteinen abzustoßen. Um diese Reaktion zu verhindern, wird das Immunsystem des Patienten „heruntergefahren“, sodass es nicht mehr fähig ist, das fremde Organ abzustoßen. Zum „Herunterfahren“ des Immunsystems werden Immunsuppressiva eingesetzt; der Patient nimmt diese von nun an bis an sein Lebensende.
Ein Nachteil dieser Prozedur ist, dass der Körper sehr anfällig für andere Infektionen ist, da auch in diesem Fall das Immunsystem nicht mehr agiert. Um eine Infektion mit einem Krankheitserreger (z.B. Herpesviren, Krankenhauskeime, Pilzinfektionen) zu verhindern, muss der Patient zusätzlich zum Immunsuppressiva zeitweise Medikamente zur Prophylaxe* einnehmen, z.B. Antibiotika und Virustatika*. Die Prophylaxe dient dazu, das Risiko einer Infektion zu minimieren. Auch das Krebsrisiko liegt aufgrund der Immununterdrückung deutlich höher, deshalb rät man besonders diesen Patienten, regelmäßige Krebsvorsorge- und Früherkennungsuntersuchungen durchführen zu lassen.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Antibiotika: Dieses Kapitel erläutert die Definition und Wirkungsweise von Antibiotika sowie deren Anwendung in spezifischen medizinischen Bereichen wie Transplantationen und der orthopädischen Chirurgie.
2 Antibiotikaresistenz: Hier werden die Entstehung von Resistenzen, die genetischen Grundlagen wie der horizontale Gentransfer und die Auswirkungen der Massenverwendung in der Medizin und Tierhaltung detailliert analysiert.
3 Krankenhauskeime: Das Kapitel definiert den Begriff Krankenhauskeim und stellt die drei gefährlichsten Erreger (MRSA, ESBL, VRE) inklusive ihrer Symptome, Nachweisverfahren und Übertragungswege dar.
Schlüsselwörter
Antibiotika, Antibiotikaresistenz, Krankenhauskeime, MRSA, ESBL, VRE, Gentransfer, Infektionsprävention, WHO, DART, Immunsystem, nosokomiale Infektion, Hygiene, Massentierhaltung, Wirkstoffforschung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Facharbeit im Kern?
Die Arbeit befasst sich mit der Problematik der Antibiotikaresistenz, insbesondere im Kontext von Krankenhauskeimen, und untersucht deren Ursachen sowie mögliche Gegenmaßnahmen.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die zentralen Felder umfassen die Wirkungsweise von Antibiotika, die genetischen Mechanismen der Resistenzbildung bei Bakterien sowie die Gefahren und Präventionsmöglichkeiten bei spezifischen Krankenhauskeimen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, den Leser über das wachsende Problem der Antibiotikaresistenz aufzuklären und die Notwendigkeit eines bewussteren Umgangs mit Antibiotika in Medizin und Tierhaltung zu verdeutlichen.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literatur- und Quellenanalyse, bei der aktuelle Daten von Gesundheitsorganisationen sowie wissenschaftliche Fachbegriffe für die Auseinandersetzung mit dem Thema genutzt werden.
Was sind die inhaltlichen Schwerpunkte des Hauptteils?
Der Hauptteil gliedert sich in die Bereiche Antibiotika-Grundlagen, Ursachen und Ausbreitung von Resistenzen (inklusive politischer Gegenmaßnahmen) sowie eine detaillierte Analyse der gefährlichsten Krankenhauskeime.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am stärksten?
Neben Antibiotika und Resistenzen sind vor allem Begriffe wie MRSA, ESBL, VRE, horizontaler Gentransfer und Hygiene zentral für das Verständnis der Arbeit.
Wie genau erfolgt die Resistenzübertragung durch den horizontalen Gentransfer?
Die Übertragung findet hauptsächlich durch Transformation, Transduktion oder Konjugation statt, wobei Erbgut auf andere Bakterien übertragen wird, was diesen die Bildung von Resistenzen ermöglicht.
Warum ist die Massentierhaltung ein kritischer Faktor für Antibiotikaresistenzen?
In der Massentierhaltung werden Antibiotika häufig zur Wachstumsförderung eingesetzt, was die Entstehung multiresistenter Keime begünstigt, die anschließend über die Nahrungskette auf den Menschen übergehen können.
Welche Rolle spielt die Politik bei der Bekämpfung von Antibiotikaresistenzen?
Die Politik ist entscheidend, da sie gesetzliche Rahmenbedingungen schafft, um den Antibiotikaverbrauch in der Human- und Veterinärmedizin zu regulieren und internationale Strategien wie die DART zu verabschieden.
Welche praktischen Schutzmaßnahmen werden für Patienten im Krankenhaus empfohlen?
Empfohlen werden vor allem eine gründliche Händedesinfektion, das Meiden von direktem Kontakt mit kontaminierten Oberflächen oder dem Krankenbett sowie ein bewusster Umgang mit persönlichen Gegenständen wie Smartphones.
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- Anonym (Author), 2021, Antibiotikaresistenz bei Krankenhauskeimen, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1032952