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Der geheime Vertrag zwischen Philipp V. und Antiochos III. aus dem Jahre 203/2 v. Chr.

Entstehung, Inhalte und Resultate

Titel: Der geheime Vertrag zwischen Philipp V. und Antiochos III. aus dem Jahre 203/2 v. Chr.

Hausarbeit , 2021 , 15 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Richard Siegert (Autor:in)

Weltgeschichte - Frühgeschichte, Antike

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Ungefähr im Jahre 203/202 v. Chr. beschließen die beiden Könige Philipp V. und Antiochos III. einen geheimen Vertrag, um sich gegen einen sehr jungen König, welcher soeben erst den Thron seines Vaters bestiegen hatte, zusammenzuschließen. Dieser war Ptolemaios V. Epiphanes, König des Reiches der Ptolemäer. Der bereits erwähnte Geheimvertrag sollte die spätere Aufteilung des Ptolemäerreiches unter dem König von Makedonien und dem König des Seleukidenreiches regeln. So wird dieser in der Literatur oft auch als „Teilungsvertrag“ bezeichnet. Außerdem bekommt diese Vereinbarung zwischen den beiden Königen auch oft den Namen „Raubvertrag“, da der Inhalt einige hohe Bedingungen, besonders für einen der beiden Vertragspartner, beinhaltete. Daher soll genau dieser Vertrag Zentrum der Arbeit werden. Die Ereignisse, die zur besagten Vereinbarung führten, spielten sich in den Nachfolgestaaten des Reiches von Alexander dem Großen ab.

Das konkrete Ziel dieser Arbeit soll sein, die jeweiligen Hintergründe der Beteiligten dieses Vertrages zu untersuchen, weiterführend den Inhalt des Vertrages zu analysieren und spätere Folgen darzulegen. Zusätzlich soll die allgemeine Historizität des Vertrages diskutiert werden. Dies soll insbesondere anhand der antiken Autoren Polybios, Appian und Livius belegt werden.
Diese Arbeit folgt dabei einem chronologischen Aufbau: zuerst werden die Gegebenheiten vor Abschluss des Vertrages dargelegt, um anschließend Inhalte des Vertrages und die Schilderungen der antiken Autoren herauszuarbeiten. Danach sollen Folgen des Teilungsvertrages untersucht werden, ehe dann schlussendlich die Historizität des Vertrages diskutiert werden soll.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis der Arbeit

Einleitung

1.0 Die Ausgangslagen der Beteiligten vor dem Vertragsabschluss

1.1 Die Sicht der Vertragspartner

1.2 Die Sicht der Gegenspieler

2.0 Der Teilungsvertrag von 203/2 v. Chr.

2.1 Die Entstehung des Vertrages

2.2 Der Inhalt des Vertrages

3.0 Resultate des Vertrages

4.0 Die Historizitätsfrage des Vertrages

Fazit

Zielsetzung & thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht den historischen Hintergrund, den Inhalt sowie die Konsequenzen des geheimen Vertrages zwischen den Königen Philipp V. und Antiochos III. aus dem Jahr 203/2 v. Chr. Ziel ist es, die Motive der beteiligten Akteure zu analysieren und die kontroverse Debatte über die Historizität dieses „Raubvertrages“ anhand antiker Quellen und moderner Forschung zu beleuchten.

  • Analyse der Ausgangssituationen von Seleukiden und Makedonen
  • Untersuchung der Entstehungsgeschichte und des Inhalts des Teilungsvertrages
  • Diskussion der direkten und indirekten politischen Folgen für die hellenistische Welt
  • Kritische Auseinandersetzung mit der Historizitätsfrage des Abkommens
  • Bewertung der Rolle des aufstrebenden Römischen Reiches als intervenierende Macht

Auszug aus dem Buch

2.2 Der Inhalt des Vertrages

Der Inhalt des Vertrages kann nicht vollständig wiedergegeben werden, da er als solches nicht überliefert ist. Daher wird die folgende Darstellung des Inhaltes auch eher grob gehalten sein und soll als Überblick dienen. Als kurzfristige Ziele galten wohl, dass Philipp nicht in die Eroberung Antiochos` in Syrien eingreift. Im Gegenzug sollte Antiochos auf seine Gebietsansprüche in Westkleinasien und Thrakien verzichten. Gemäß dieser Vereinbarung verfolgte Philipp seinen bereits begonnenen Thrakienfeldzug weiter und Antiochos marschierte in Koilesyrien ein. Polybios behauptet sogar, dass die beiden Könige langfristig den jungen Ptolemäerkönig beseitigen wollten.

Die weiteren Ausführungen handeln von Interessensgebieten der beiden Vertragspartner. Belege dafür lieferten die beiden antiken Autoren Polybios (III, 2, 8) und Appian (Mak. 4, 1). Doch bei Vergleich der beiden Darstellungen der beiden Autoren fällt auf, dass diese teils unterschiedliche Abmachungen niederschrieben. Laut Polybios soll Philipp dabei Karien und Samos bekommen und Antiochos soll Koilesyrien und Phoinikien erhalten. Appian dagegen berichtet vor drei Gebieten, welche an Philipp fallen sollten: Kyrene, Kykladen und Ionien. Antiochos auf der anderen Seite sollte nur Kypros zugeschrieben werden. Die beiden Darstellungen unterscheiden sich also erheblich, allerdings überschneiden sie sich in einem Punkt: Das Gebiet Ägypten. Dieses soll laut Polybios an Philipp und laut Appian an Antiochos gehen. Hier liegt nun eine Überschneidung der Gebiete vor. Was zuerst nach einem Forschungsdilemma klingen mag, wurde von Schmitt entschlüsselt. Er stellte fest, dass beide Autoren auf ihre eigene Art und Weise Recht hatten. Polybios berichtete von den tatsächlich resultierenden Taten der Könige wohingegen Appian deren Pläne notierte. Die einzige Schwierigkeit bleibt das Thema Ägypten.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Einführung in die Thematik des geheimen „Teilungsvertrages“ und Definition der Forschungsziele.

1.0 Die Ausgangslagen der Beteiligten vor dem Vertragsabschluss: Analyse der politischen Motivationen und Ausgangssituationen der Könige Philipp V. und Antiochos III. sowie der ptolemäischen und römischen Perspektive.

2.0 Der Teilungsvertrag von 203/2 v. Chr.: Erläuterung der Entstehungsbedingungen und der grob rekonstruierbaren inhaltlichen Absprachen zwischen den Monarchen.

3.0 Resultate des Vertrages: Untersuchung der unmittelbaren politischen Folgen, insbesondere der Reaktion Roms und des Ausbruchs des zweiten Makedonischen Krieges.

4.0 Die Historizitätsfrage des Vertrages: Kritische Auseinandersetzung mit der Debatte in der Forschung, ob der Vertrag in dieser Form tatsächlich existierte oder als Propaganda gewertet werden muss.

Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Forschungslage und der Auswirkungen des Vertragsabschlusses auf das regionale Machtgefüge.

Schlüsselwörter

Teilungsvertrag, Philipp V., Antiochos III., Ptolemäerreich, Zweiter Makedonischer Krieg, Römisches Reich, Historizität, Polybios, Diplomatie, Machtpolitik, Raubvertrag, Antike, Interessensgebiete, Koilesyrien, Geheimbündnis.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit behandelt den sogenannten „Teilungsvertrag“ aus dem Jahr 203/2 v. Chr., in dem sich Philipp V. von Makedonien und Antiochos III. von Syrien gegen das Ptolemäerreich verbündeten.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Im Zentrum stehen die Machtambitionen der hellenistischen Herrscher, die diplomatischen Verflechtungen sowie die Auswirkungen dieser Politik auf die römische Expansion im Osten.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit untersucht, unter welchen Umständen der Vertrag entstand, was er beinhaltete und inwiefern seine historische Existenz wissenschaftlich belegbar ist.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit basiert auf einer quellenkritischen Analyse antiker Autoren (insbesondere Polybios, Livius und Appian) im Abgleich mit moderner fachwissenschaftlicher Literatur.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Ausgangslage der Beteiligten, die Analyse der Vertragsinhalte und -entstehung, die Resultate der Vereinbarungen sowie die Historizitätsdebatte.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am stärksten?

Die wichtigsten Begriffe sind Teilungsvertrag, Machtpolitik, hellenistische Nachfolgestaaten, Römische Einflussnahme und Quellenkritik.

Warum wird der Vertrag oft als „Raubvertrag“ bezeichnet?

Der Begriff spiegelt die aggressive Absicht wider, das Reich eines jungen, unmündigen Ptolemäerkönigs unter sich aufzuteilen, was in der Forschung oft kritisch bewertet wird.

Welche Rolle spielte Rom bei den Ereignissen?

Rom fungierte als Schutzmacht der Ptolemäer und nutzte die makedonisch-seleukidischen Expansionspläne als Legitimation für eine militärische Intervention, die zum zweiten Makedonischen Krieg führte.

Wie bewertet der Autor die Historizitätsfrage?

Der Autor legt dar, dass die Forschung gespalten ist, neigt jedoch zu der Tendenz, dass zumindest informelle Absprachen über Interessensgebiete zwischen den Königen stattgefunden haben müssen.

Was ist das zentrale Ergebnis bezüglich Philipp V.?

Philipp V. ging laut Autor aus dem Bündnis nicht als Gewinner hervor, sondern verlor durch die römische Intervention massiv an Macht und Einfluss.

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Der geheime Vertrag zwischen Philipp V. und Antiochos III. aus dem Jahre 203/2 v. Chr.
Untertitel
Entstehung, Inhalte und Resultate
Hochschule
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg  (Institut für Altertumswissenschaften)
Veranstaltung
Roms Aufstieg zur Weltmacht und seine innenpolitischen Rückwirkungen
Note
1,3
Autor
Richard Siegert (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
15
Katalognummer
V1032896
ISBN (eBook)
9783346440266
ISBN (Buch)
9783346440273
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Rom Alte Geschichte Raubvertrag Geheimvertrag Teilungsvertrag Philipp V. Antiochos III. 203/2 v. Chr. 202 v. Chr. 203 v. Chr. Seleukiden Makedonien Ptolemäer
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Richard Siegert (Autor:in), 2021, Der geheime Vertrag zwischen Philipp V. und Antiochos III. aus dem Jahre 203/2 v. Chr., München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1032896
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Leseprobe aus  15  Seiten
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