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Die Darstellung des Religionsbegriffes bei Emile Durkheim. Fortführung, Rezeption und Kritik

Title: Die Darstellung des Religionsbegriffes bei Emile Durkheim. Fortführung, Rezeption und Kritik

Seminar Paper , 2021 , 13 Pages , Grade: Gut

Autor:in: Beatrix Schwaiger (Author)

Theology - Miscellaneous

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In dieser Arbeit wird der Religionsbegriff bei Durkheim genau erläutert. Diese Darstellung bezieht sich auf Durkheims Werk "Die elementaren Formen religiösen Lebens", das zu einem Klassiker der Religionssoziologie wurde.

Bereits zu Lebzeiten Durkheims wurden seine Theorien zum Totemismus kritisiert. Diese Kritik setzt sich bis heute fort. Es gibt aber auch Stimmen, die Durkheims Thesen und Religionsverständnis positiv rezipieren. Unter den Kritikern finden sich unter anderen Arnold Van Gennep, Alexander Goldenweiser, Edward Evans-Pritchard, Franz Thiel sowie Claude Levi- Strauß. Besonders harsche Kritik kommt von Theodor W. Adorno. Zu den positiven Rezipienten gehören der Sozialphilosoph Hans Joas und ein Vertreter der Jungen Religionswissenschaft Mathias Olk. Alle Genannten werden in dieser Seminararbeit zu Wort kommen.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Darstellung des Religionsbegriffes bei Emile Durkheim

3. Fortführung, Rezeption und Kritik

3.1 Van Gennep

3.2 Josef Franz Thiel

3.3 Alexander Goldenweiser

3.4 Edward Evans-Pritchard

3.5 Claude Levi-Strauß

3.6 Theodor W. Adorno

3.7 Hans Joas

3.8 Mathias Olk

4. Conclusio

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit setzt sich kritisch mit dem Religionsbegriff von Emile Durkheim auseinander, analysiert seine theoretischen Grundlagen und untersucht die darauf folgende wissenschaftliche Rezeption sowie die damit verbundene Kritik durch namhafte Theoretiker.

  • Darstellung des Durkheimschen Religionsbegriffs und der sozialen Funktion von Religion.
  • Untersuchung des Totemismus als ursprüngliche Form religiösen Ausdrucks.
  • Diskussion der theoretischen Auseinandersetzung durch Ethnologen, Soziologen und Sozialphilosophen.
  • Reflektion des Eurozentrismus und des Potenzials Durkheims für machtkritisches Denken.

Auszug aus dem Buch

2. Darstellung des Religionsbegriffes bei Emile Durkheim

Emile Durkheim gilt neben Max Weber als einer der Gründerväter der Religionssoziologie. Für ihn ist Religion eine soziale Tatsache. Er stellt nicht die Frage nach dem Wesen der Religion und interessiert sich auch nicht für transzendente Inhalte. Durkheim fragt nach der sozialen Funktion der Religion. Da Durkheim überzeugt war, dass in den hochkomplexen europäischen Religionen die Urformen des Religiösen stark überlagert und daher kaum zu erkennen sind, wendete er sich für seine religionssoziologischen Studien den ihm primitiv erscheinenden einfachen Stammesreligionen zu. Er versuchte den Ursprung der Religionen, der allen anderen Religionen zu Grunde liegt, zu finden.

Um mit seinen Studien beginnen zu können, entwarf Durkheim zunächst eine eigene Religionsdefinition. Zu diesem Zweck werden „Elementarphänomene“ charakterisiert, aus denen nach Durkheim jede Religion besteht. Elementarphänomene sind Bruchstücke untergegangener Religionen, gemeint sind Mythen, Dogmen und einzelne Riten. Durkheim nimmt eine Einteilung in Glaubensvorstellungen einerseits und Riten andererseits vor. Glaubensüberzeugungen teilen die Dinge in eine heilige und eine profane Sphäre ein. Heilig ist die Sphäre des Totems, dieses wird durch Tabus geschützt. Diese Tabus beziehen sich auf die profane Sphäre. Dazu gehören zum Beispiel Speise und Sexualvorschriften. So darf das Totem vom Klan, dem es zugehört weder verletzt noch verspeist werden. Sexualkontakte innerhalb der Totem-Klangemeinschaft sind untersagt. Für Durkheim ist die Trennung zwischen heilig und profan absolut. Durch Riten wird dieser ansonsten unüberwindbare Abstand überbrückt. Der Religionsbegriff besteht also zunächst in einem System aus Glaubensvorstellungen und Riten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung skizziert die methodische Vorgehensweise und führt in die zentrale Fragestellung der kritischen Auseinandersetzung mit Durkheims Religionsverständnis ein.

2. Darstellung des Religionsbegriffes bei Emile Durkheim: Dieses Kapitel erläutert Durkheims Verständnis von Religion als soziale Tatsache und seine Fokussierung auf den Totemismus sowie die Trennung von heilig und profan.

3. Fortführung, Rezeption und Kritik: Hier werden unterschiedliche fachliche Perspektiven von Ethnologen und Philosophen wie Van Gennep, Adorno und Joas beleuchtet, die Durkheims Thesen teils scharf kritisieren oder konstruktiv weiterentwickeln.

4. Conclusio: Die Conclusio reflektiert den Eurozentrismus in Durkheims Werk und arbeitet dessen aktuelle Relevanz sowie das Potenzial für moderne machtkritische Ansätze heraus.

Schlüsselwörter

Emile Durkheim, Religionssoziologie, Totemismus, soziale Tatsache, Religion, heilig, profan, Sozialstruktur, Machtkritik, Ethnologie, Religionswissenschaft, kollektive Rituale, Gemeinschaft, Strukturalismus, Moderne.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem religionssoziologischen Werk von Emile Durkheim, insbesondere mit seinem Werk "Die elementaren Formen des religiösen Lebens", und unterzieht es einer kritischen Analyse.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den zentralen Themen gehören der Totemismus, die soziale Funktion der Religion, die Differenzierung zwischen dem Heiligen und dem Profanen sowie die gesellschaftliche Integrationskraft religiöser Vorstellungen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, den Durkheimschen Religionsbegriff fundiert darzustellen und durch die Gegenüberstellung mit verschiedenen Kritikern und Rezipienten ein umfassendes Bild seiner theoretischen Tragweite zu zeichnen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin verwendet eine literaturanalytische Methode, bei der sie das Primärwerk Durkheims mit einer Vielzahl an fachspezifischer Sekundärliteratur und zeitgenössischen ethnologischen sowie soziologischen Kritiken abgleicht.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine systematische Darstellung des Begriffsapparates Durkheims und eine ausführliche Diskussion der Rezeptionsgeschichte, eingeteilt in die Positionen verschiedener Gelehrter.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Hauptbegriffe sind Durkheim, Religion, Totemismus, Soziologie, Machtkritik, Ethnologie und soziale Funktion.

Wie bewertet Adorno Durkheims Gesellschaftstheorie?

Adorno übt harsche Kritik und wirft Durkheim eine rechtfertigende Haltung gegenüber autoritären Strukturen vor, wobei er die Gesellschaft bei Durkheim gar als eine Art Ersatzreligion bezeichnet.

Welche Rolle spielt der Totemismus laut Durkheim für das Verständnis von Religion?

Durkheim sieht im Totemismus die einfachste und ursprünglichste Form der Religion, an der sich allgemeine soziale Mechanismen der Heiligung und Identitätsbildung ablesen lassen.

Inwieweit sieht Mathias Olk Potenzial in Durkheims Theorie?

Olk argumentiert, dass Durkheims Unterscheidung zwischen heilig und profan genutzt werden kann, um moderne Machtverhältnisse und soziale Ausgrenzungsmechanismen kritisch zu hinterfragen.

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Details

Title
Die Darstellung des Religionsbegriffes bei Emile Durkheim. Fortführung, Rezeption und Kritik
College
University of Vienna  (Religionswissenschaft)
Course
Seminar
Grade
Gut
Author
Beatrix Schwaiger (Author)
Publication Year
2021
Pages
13
Catalog Number
V1032816
ISBN (eBook)
9783346445162
ISBN (Book)
9783346445179
Language
German
Tags
Durkheim Kritik Van Gennep Josef Franz Thiel Alexander Goldenweiser Edward Evans-Pritchard Claude Levi-Strauß Theodor W. Adorno Hans Joas Mathias Olk Ursprung der Religionen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Beatrix Schwaiger (Author), 2021, Die Darstellung des Religionsbegriffes bei Emile Durkheim. Fortführung, Rezeption und Kritik, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1032816
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