Die vorliegende Arbeit untersucht, inwiefern ein digitaler Wandel von Organisations- und Unternehmensstrukturen das Führungsverständnis und das Führungsverhalten beeinflusst. Konkret wird daher der Frage nachgegangen, ob im Zeitalter der Digitalisierung mit der Entwicklung einer neuen digitalen Unternehmenskultur auch die Entstehung von digitaler Führung notwendig ist. Dabei wird zudem untersucht, wie Vertrauen zwischen den Mitgliedern eines virtuellen Teams sowie zwischen Teammitgliedern und der Führungskraft hergestellt und aufrechterhalten werden kann. Im Fokus der Arbeit stehen dabei generell bedeutende Merkmale, Kennzeichen und Herausforderungen digitaler Unternehmen und deren Kultur im Kontext von Führung.
Die Arbeit beginnt mit der Definition des Begriffs „Digitalisierung“ und der Einordnung dieses Megatrends in Bezug auf Unternehmen und Organisationen, nachdem im ersten Teil auf die Relevanz des Themas hingewiesen wurde. Basierend auf dem aktuellen Stand der Wissenschaft wird dabei zunächst der Begriff der Digitalisierung definiert, um daraufhin wichtige Entwicklungen und Phänomene im Kontext von Unternehmen und Organisationen während des digitalen Wandels der letzten Jahrzehnte zu erläutern. Anschließend werden Zusammenhänge zwischen der zunehmenden Digitalisierung und der Globalisierung als weiterer Megatrend herausgearbeitet.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung
1.3 Aufbau der Arbeit
2 Der digitale Wandel
2.1 Definition des Begriffs Digitalisierung
2.2 Megatrend Digitalisierung
2.3 Zusammenhänge zwischen Digitalisierung und Globalisierung
2.4 Zusammenfassung
3 Führung im Zeitalter der Digitalisierung
3.1 Digitale Arbeits- und Organisationsformen
3.2 Digitale Führung
3.2.1 Zentrale Aspekte und Kennzeichen
3.2.2 Herausforderungen
4 Digitale Unternehmenskultur
4.1 Kennzeichen und Merkmale
4.2 Voraussetzungen und zentrale Treiber für die Entwicklung einer digitalen Unternehmenskultur
4.3 Maßnahmen zur Implementierung von Schlüsselelementen einer digitalen Unternehmenskultur
5 Diskussion
6 Zusammenfassung und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss des digitalen Wandels auf moderne Organisationsstrukturen, das Führungsverständnis sowie die Notwendigkeit zur Etablierung einer neuen digitalen Unternehmenskultur.
- Digitalisierung als globaler Megatrend und dessen Auswirkungen auf Wertschöpfungsketten.
- Veränderung von Arbeits- und Organisationsformen durch agile Methoden wie Scrum.
- Anforderungen an Führungskräfte in einem komplexen und volatilen "VUCA-Umfeld".
- Strategien und Change-Management-Modelle zur Implementierung einer digitalen Kultur.
- Vertrauensaufbau in virtuellen Teams und Bedeutung der interkulturellen Kompetenz.
Auszug aus dem Buch
3.2.1 Zentrale Aspekte und Kennzeichen
Das Führungsverhalten der letzten Jahrzehnte war maßgeblich geprägt von starren und festen Hierarchieebenen mit klaren Rollenverteilungen. Die Führung der Vergangenheit basierte v.a. auf Kommunikations- und Kooperationsfähigkeit, Teamfähigkeit und Entscheidungsfähigkeit. Da durch die Digitalisierung und die damit einhergehende Agilität nicht nur neue Arbeitsmodelle (siehe hierzu Abschnitt 3.1) entstanden sind, sondern gleichzeitig auch die eben angesprochenen Schlüsselkompetenzen maßgeblich verändert wurden, ergeben sich nun infolgedessen auch neue Ansprüche an die Führung der Mitarbeiter (Ciesielski & Schutz, 2016, S. 121).
Die Digitalisierung hat jedoch nicht nur die bisherig für Führung notwendigen Schlüsselkompetenzen beeinflusst. Vielmehr bedingt der digitale Wandel auch die Entwicklung neuer Kompetenzen, die für ein digitales Führungsverständnis zukünftig essentiell sein werden. Zwei zentrale Querschnittskompetenzen, die gemäß den Autoren Ciesielski und Schutz fortan in diesem Kontext wichtig sein werden, sind die Medienkompetenz und die interkulturelle Kompetenz.
Dies ist damit zu begründen, dass durch die neu entstandenen Kommunikationsmöglichkeiten eine zunehmende virtuelle Arbeitsweise zu beobachten ist, sodass ein sicherer Umgang mit den Medien von der Führungskraft vorausgesetzt wird. Gleichzeitig ermöglicht eine derartige Entwicklung jedoch auch einen interkulturellen Informationsaustausch über Ländergrenzen hinweg, ohne dafür den Arbeitsplatz im Inland verlassen zu müssen. Damit ist die interkulturelle Kompetenz schließlich nicht mehr nur für Führungskräfte relevant, die längere Zeit an ausländischen Unternehmensstandorten tätig sind (Ciesielski & Schutz, 2016, S. 122).
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Arbeit führt in die Relevanz des digitalen Wandels ein und definiert die zentrale Forschungsfrage hinsichtlich der Notwendigkeit einer digitalen Führung und Unternehmenskultur.
2 Der digitale Wandel: Es wird die Definition von Digitalisierung erläutert, der Megatrend in Phasen eingeteilt und der Zusammenhang zur Globalisierung sowie zur Entstehung einer VUCA-Welt aufgezeigt.
3 Führung im Zeitalter der Digitalisierung: Dieses Kapitel behandelt neue Arbeitsformen wie Scrum sowie die notwendigen Kompetenzen und Herausforderungen für Führungskräfte in einem digitalisierten Umfeld.
4 Digitale Unternehmenskultur: Hier werden Merkmale einer digitalen Kultur analysiert und Strategien (wie das Drei-Phasen-Modell nach Lewin) zur Implementierung dieser Kultur im Unternehmen vorgestellt.
5 Diskussion: Die Ergebnisse werden kritisch reflektiert, wobei insbesondere der Wandel vom aufgaben- zum beziehungsgetriebenen Führungsstil im Kontext des Risikomanagements beleuchtet wird.
6 Zusammenfassung und Ausblick: Das Fazit unterstreicht die Notwendigkeit, Digitalisierung als ganzheitliche Aufgabe zu begreifen, bei der der Mensch im Mittelpunkt des Wandels stehen muss.
Schlüsselwörter
Digitalisierung, Digitaler Wandel, Digitale Führung, Unternehmenskultur, Leadership, VUCA-Welt, Agilität, Scrum, Change-Management, Globalisierung, Virtuelle Teams, Medienkompetenz, Mitarbeiterführung, Organisationswandel, Transformation.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit primär?
Die Arbeit analysiert den Einfluss der Digitalisierung auf moderne Unternehmenskulturen und Führungskonzepte.
Welche zentralen Themenfelder stehen im Fokus?
Die Hauptfelder sind der digitale Wandel, neue digitale Arbeits- und Organisationsformen, sowie der Aufbau einer digitalen Unternehmenskultur.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Das Ziel ist zu untersuchen, ob im Zeitalter der Digitalisierung die Entwicklung einer neuen Unternehmenskultur und die Entstehung digitaler Führung zwingend notwendig sind.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und dem Vergleich verschiedener wissenschaftlicher Modelle, wie etwa dem Drei-Phasen-Modell von Lewin.
Was behandelt der Hauptteil der Arbeit?
Der Hauptteil gliedert sich in die Bereiche Definition und Kontext der Digitalisierung, Analyse von Führung im digitalen Zeitalter und die Implementierung einer digitalen Unternehmenskultur.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?
Zu den Schlüsselbegriffen zählen Digital Leadership, VUCA, Agilität, Change-Management und Vertrauenskultur.
Welche Bedeutung hat die sogenannte VUCA-Welt in diesem Kontext?
VUCA beschreibt die Volatilität, Unsicherheit, Komplexität und Mehrdeutigkeit der modernen Geschäftswelt, welche neue Anforderungen an die Anpassungsfähigkeit von Führungskräften stellt.
Warum wird das Modell "Servant Leadership" in der Arbeit erwähnt?
Es dient als Beispiel für einen Führungsstil, der im digitalen Zeitalter an Bedeutung gewinnt, da er den Fokus auf die individuelle Entwicklung und Eigenverantwortung der Mitarbeiter legt.
Welche Rolle spielt Vertrauen bei der digitalen Führung?
Vertrauen ist laut Arbeit die Basis für eine erfolgreiche Zusammenarbeit in virtuellen Teams, da direkte Leistungskontrollen durch die räumliche Trennung schwieriger werden.
Was ist das zentrale Ergebnis bezüglich der Unternehmenskultur?
Eine erfolgreiche digitale Transformation ist nur möglich, wenn die Unternehmenskultur durch Veränderungsmanagement aktiv angepasst wird, wobei der "Faktor Mensch" im Mittelpunkt steht.
- Arbeit zitieren
- André Müller (Autor:in), 2021, Digital Leadership. Wie verändert der digitaler Wandel von Organisations- und Unternehmensstrukturen das Führungsverständnis und das Führungsverhalten?, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1031741