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Die Identitätskrise des Osmanischen Reiches. Ein gescheiterter Versuch der "nation building"?

Titel: Die Identitätskrise des Osmanischen Reiches. Ein gescheiterter Versuch der "nation building"?

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2021 , 14 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Weltgeschichte - Altertum

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Zusammenfassung Leseprobe Details

Das "lange 19. Jahrhundert" des Osmanischen Reiches war eine Epoche grundlegenden Wandels, mehr oder minder unmittelbar verbunden mit der Idee der Nation und des Nationalstaates und den damit einhergehenden Anstrengungen, Spannungen und Konflikten.

Die vorliegende Arbeit geht der Frage nach, ob und inwieweit der Zerfall des Osmanischen Reiches auf eine nicht-bewältigte Identitätskrise infolge des gescheiterten Versuchs der "nation building" zurückzuführen ist. Theoriegeleitet wird im Kapitel 2 der Übergang von einer Politik des Reiches hin zu einer nationalstaatlichen Politik beschrieben. Im Kapitel 3 geht es dann um die Identitätskrise, die sich aus ebendieser nationalistischen Eine-Identität-Politik ergibt: „Whose imagined community?” ist dabei die Frage, die sich im Streit zwischen Islamismus und Säkularismus und zwischen Osmanismus und einer türkischen Identität stellt. Ein kurzes Resümee im Kapitel 4 beschließt die Arbeit.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Der osmanische Umbruch: vom Reich zum Nationalstaat

2.1 Reich – eine politökonomische Einheit mit kultureller Vielfalt

2.2 Multipluralismus des Osmanischen Reiches

2.3 Nationalstaat oder another man’s political prison

3 Die osmanische Identitätskrise: whose imagined community?

3.1 Islamismus und Säkularismus

3.2 Osmanismus und die türkische Identität

3.3 Und the voice & exit of the subaltern

4 Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht, inwieweit der Zerfall des Osmanischen Reiches auf eine nicht-bewältigte Identitätskrise zurückzuführen ist, die aus dem gescheiterten Versuch des nation building im 19. und frühen 20. Jahrhundert resultierte.

  • Transformation vom multiethnischen Reich zum Nationalstaat
  • Konflikt zwischen Islamismus, Säkularismus und Osmanismus
  • Einfluss der Identitätspolitik auf ethnische Minderheiten
  • Anwendung der Exit-Voice-Theorie auf staatliche Transformationsprozesse
  • Herausforderungen der kulturellen Homogenisierung

Auszug aus dem Buch

2.1 Reich – eine politökonomische Einheit mit kultureller Vielfalt

In Anlehnung an die Weltsystemanalyse vom US-amerikanischen Sozialhistoriker Immanuel Wallerstein (1930-2019) lässt sich wie folgt zwischen Reich und Nationalstaat differenzieren: Ein Reich stellt ein soziales System dar, das sich durch eine gemeinsame Arbeitsteilung sowie eine politische Einheit definiert. Die Arbeitsteilung erfolgt in der Regel in Form von Tributzahlungen, Steuern und anderen Abgaben vonseiten der Untertanen und in Form von Schutz, Sicherheit und Bereitstellung von Infrastruktur vonseiten der Regenten. Eine geteilte Kultur und Identität wird aber nicht beansprucht, sodass eine, wenn auch stratifizierte, Koexistenz verschiedener Kulturen die Normalität darstellt (Wallerstein 2010: 176f).

Ein Nationalstaat hingegen erhebt den Anspruch, ein „Minisystem“ zu sein, dessen zentrale Merkmal eine geteilte, gemeinsame Kultur bildet. Ein solches Sozialsystem war eigentlich nur in Jäger- und Sammlergesellschaften oder in einfachen Agrargesellschaften zu finden und sei in der heutigen globalisierten Welt nicht mehr existent (vgl. ebd.). Seine heutige Existenz in nationalstaatlicher Gestalt – um mit Anderson zu sprechen – ist allerdings in der Imagination eines jeden Staatsbürgers von einer Gemeinschaft („imagined community“) zu begründen, die eine beachtliche Sozialisationsarbeit voraussetzt. Dies erklärt auch die meist konflikthaften Auseinandersetzungen und aufwendige Mobilisierungsarbeit, die bei nation buildings zu beobachten sind (Anderson 1983: 49).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik des nation building im spätosmanischen Reich ein und stellt die zentrale Forschungsfrage nach dem Zusammenhang zwischen dem Zerfall des Reiches und einer ungelösten Identitätskrise.

2 Der osmanische Umbruch: vom Reich zum Nationalstaat: Dieses Kapitel erläutert den theoretischen Wandel von einer auf politökonomischer Vielfalt basierenden Reichsstruktur hin zu einem homogenisierenden Nationalstaat und dessen inhärente Widersprüche.

3 Die osmanische Identitätskrise: whose imagined community?: Das Kapitel analysiert die internen Konfliktlinien bezüglich der nationalen Identität, insbesondere das Spannungsfeld zwischen Islamismus, Säkularismus und der Entstehung einer türkischen Identität.

4 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bestätigt, dass die nationalstaatliche Identitätspolitik und die damit verbundene Abwertung von Minderheiten maßgeblich zur Destabilisierung und zum Ende des Osmanischen Reiches beitrugen.

Schlüsselwörter

Osmanisches Reich, Identitätskrise, Nation Building, Nationalstaat, Osmanisierung, Tanzimat-Reformen, Millet-System, Exit-Voice-Theorie, Moderne, Minderheiten, Säkularismus, Islamismus, Türkisierung, Ethnische Identität, Imperialismus.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Hausarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert den Zerfall des Osmanischen Reiches als Resultat einer Identitätskrise, die durch den Übergang von einem multiethnischen, auf Vielfalt basierenden Reich zu einem homogenisierenden Nationalstaat ausgelöst wurde.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Felder umfassen die Geschichte des spätosmanischen Reiches, die Theorie des nation building, Konzepte der Weltsystemanalyse sowie Identitätskonflikte zwischen verschiedenen Bevölkerungsgruppen und der Staatsmacht.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Das Ziel ist es, zu untersuchen, ob und inwieweit der Zerfall des Osmanischen Reiches auf einen gescheiterten Prozess der Identitätsbildung zurückzuführen ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretisch geleiteten Literaturanalyse, wobei insbesondere Konzepte wie die Weltsystemanalyse von Wallerstein und die Exit-Voice-Theorie von Hirschman zur Anwendung kommen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Transformation vom Reich zum Nationalstaat, die Analyse der osmanischen Identitätskrise und die Anwendung von Reaktionsmodellen wie Protest oder Abwanderung auf die Beziehung zwischen Staat und Bürgern.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Osmanisches Reich, Identitätskrise, Nation Building, Millet-System, Säkularismus und Türkisierung.

Welche Rolle spielte das Millet-System bei der Identitätskrise?

Das Millet-System garantierte religiöse Autonomie, fungierte jedoch ungewollt als Nährboden für ethnonationalistische Bestrebungen, da es die Identität der Menschen primär über ihre Konfession definierte.

Wie erklärt die Arbeit das Aufkommen des türkischen Nationalismus?

Das Aufkommen wird als Reaktion auf die Notwendigkeit einer einheitlichen Identität im modernen Nationalstaat sowie als Ergebnis einer gezielten Osmanisierungs- und Türkisierungspolitik interpretiert.

Wie ist die Exit-Voice-Theorie in den Kontext der Arbeit eingebettet?

Sie dient zur Analyse, wie unzufriedene Minderheiten und Untertanen auf die Politik des osmanischen Staates reagierten: entweder durch Proteste (Voice) innerhalb des Systems oder durch Unabhängigkeitsstreben und Emigration (Exit).

Ende der Leseprobe aus 14 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Identitätskrise des Osmanischen Reiches. Ein gescheiterter Versuch der "nation building"?
Hochschule
Universität Hamburg  (Asien-Afrika-Institut)
Note
1,0
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
14
Katalognummer
V1030416
ISBN (eBook)
9783346434500
ISBN (Buch)
9783346434517
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Osmanisches Reich nation building Identität Voice and Exit Nation Pluralismus
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2021, Die Identitätskrise des Osmanischen Reiches. Ein gescheiterter Versuch der "nation building"?, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1030416
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