Hausarbeiten logo
Shop
Shop
Tutorials
De En
Shop
Tutorials
  • How to find your topic
  • How to research effectively
  • How to structure an academic paper
  • How to cite correctly
  • How to format in Word
Trends
FAQ
Go to shop › Social Work

Drogen, Sucht und Hilfe. Neue Erkenntnisse der Suchtforschung und Perspektiven für Drogenpolitik und Suchthilfe

Title: Drogen, Sucht und Hilfe. Neue Erkenntnisse der Suchtforschung und Perspektiven für Drogenpolitik und Suchthilfe

Diploma Thesis , 1998 , 146 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Peter Engert (Author)

Social Work

Excerpt & Details   Look inside the ebook
  • eBook
     Free Download! (PDF)
     Free Download! (ePUB)
Summary Excerpt Details

Um einen geeigneten Zugang zum emotionslastigen Thema zu verschaffen, handelt das erste Kapitel von Drogen, von ihrer Geschichte, von Wirkungen und Gefahren, von Rauschzuständen und damit zusammenhängenden Vorgängen im menschlichen Gehirn. Letztere sind denn auch zu einem zentralen Punkt im Verständnis von Sucht avanciert, womit sich die plausible Überleitung zum zweiten Kapitel anbietet, welches von Süchten, ihrer Entstehung und den verschiedenen Erscheinungsformen handelt.

Außer der Beschreibung des Bedeutungswandels des Suchtbegriffes werden hier die klassischen Erklärungsmuster für die Entstehung von Sucht aufgeführt und kritisch hinterfragt. Neben einer Beschreibung verschiedener Formen von Sucht finden hier gängige theoretische Modelle, Klassiker wie neuere Ansätze ihren Platz. Nun ergeben sich zwar inzwischen plausible Erklärungszusammenhänge, ohne jedoch auch die gesellschaftlich-kulturellen Hintergründe mit einzubeziehen, muß ein Bild von Sucht unvollständig bleiben. Um dieser Anforderung zu genügen, wird im dritten Kapitel der Bogen zu maßgeblichen Normen und Werten heutiger westlich-kapitalistisch geprägter Gesellschaftssysteme geschlagen. Hierbei erschien es auch wichtig, die Prozesse zu beschreiben, die zu Stigmatisierung und Ausgrenzung führen und – bezogen auf die Bildung von Drogenszenen als Legitimationsargument - die herrschende Strafverfolgungspolitik gegen Drogengebraucher mitbestimmen.

Bezüglich juristischer Rahmenbedingungen und der damit zusammenhängenden Bindung der klassischen Drogen- und Suchthilfe an die wissenschaftlich längst überholten Mythen vom Abstinenzideal und der Utopie einer drogenfreien Gesellschaft war es im vierten Kapitel notwendig, noch deutlicher Stellung zu beziehen. So wird im ersten Abschnitt die zum Zeitpunkt der Textentstehung herrschende Gesetzgebung analysiert und hinterfragt und die entsprechenden Wirkungen auf die Drogenhilfe beschrieben. Hierhin gehört auch die Diskussion darüber, warum die Maßnahmen klassischer Prävention nicht die erhofften Resultate erbringen (können), obwohl der Bedeutung präventiver Aspekte ein unumstritten hoher Rang zugestanden werden muss. Am Ende wird mit der Beschreibung einer Utopie der Blick in eine Zukunft gewagt, die dem Konsum von Drogen jeder Art den notwendigen Stellenwert zuweist; nämlich den Menschen zu Entspannung und Genuß zu dienen, eingefügt in eine aufgeklärte Gesellschaft und nicht schädlich sondern vielmehr der menschlichen Entwicklung förderlich...

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Vorwort

Danksagung

1. WAS SIND DROGEN?

1.1. Drogenbetrachtungen: Verherrlichung und Verdammung

1.2. Drogen, Drogennutzen und Rauschzustände

1.3. Das Belohnungssystem

1.4. Zusammenfassung

2. DER BEGRIFF DER SUCHT

2.1. Nebel um den Suchtbegriff

2.2. Klassische Ansätze zur Erklärung von Sucht

2.3. Gängige Suchtformen im Vergleich

2.4. Was also ist Sucht?

2.5. Zusammenfassung

3. GESELLSCHAFT UND SUCHT

3.1. Gesellschaftliche Suchtförderung

3.2. Gesellschaftliche Funktion der Sucht

3.3. Zusammenfassung

4. BAUSTEINE FÜR EINE NEUE DROGENPOLITIK

4.1. Drogenrecht und Drogenunrecht

4.2. Fernziele und Nahziele

4.3. Suchthilfe: Abstinenz oder Akzeptanz

4.3.1 Drogenarbeit im klassich-konservativen Stil

4.3.2 Progressive Formen der Drogenarbeit

4.4. Prävention: Dogma oder Ehrlichkeit?

4.5. Zusammenfassung und Ausblick

Schlußbemerkungen

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, die Diskrepanz zwischen wissenschaftlichen Erkenntnissen zur Suchtforschung und der aktuellen Realpolitik zu überbrücken, um für eine pragmatischere Drogenpolitik zu plädieren. Die zentrale Forschungsfrage untersucht, wie Sucht als Phänomen, eingebettet in soziokulturelle Kontexte, verstanden werden kann, ohne die Betroffenen durch Kriminalisierung weiter zu marginalisieren.

  • Kulturgeschichte und neurobiologische Aspekte des Drogengebrauchs.
  • Kritische Analyse des Suchtbegriffs und klassischer Suchterklärungen.
  • Wechselwirkung zwischen gesellschaftlichen Normen, Konsumzwängen und der Suchtentstehung.
  • Bewertung von Drogenpolitik, Suchthilfe-Paradigmen (Abstinenz vs. Akzeptanz) und Präventionsansätzen.

Auszug aus dem Buch

1.1. Drogenbetrachtungen: Verherrlichung und Verdammung

Soweit sich die Geschichte der Menschheit zurückverfolgen läßt, waren Rauschzustände, Ekstase oder Trance Teil der menschlichen Kultur. Dennoch existieren nicht viele Begriffe, die geeignet sind, ähnlich ambivalente Assoziationen auszulösen, wie dies der Begriff DROGEN vermag. Die Palette der jeweils damit verbundenen Zusammenhänge reicht heute von den stark negativ besetzten Aspekten der Drogenproblematik (einhergehend mit Stichworten wie Rauschgiftmafia, Drogenhandel, Drogen- und Beschaffungskriminaltität, Rauschgifttote usw. und all den damit verbundenen Ängsten) über die - rein wissenschaftlich betrachtet - recht willkürliche Einteilung in legale und illegale Drogen mit den entsprechenden Gesetzgebungs- und Strafverfolgungstendenzen von HändlerInnen und KonsumentInnen bis hin zu den in der Drogenkultur eher positiv besetzten Aspekten, wie Euphorie, Bewußtseinserweiterung, Erschließung intensiver Gefühlswelten und des Unbewußten, spirituelle Erkenntnis, Schaffung geistiger Traumwelten, Entspannung, Überwindung von Ängsten und Hemmungen etc.

Mystifizierung und Faszination auf der einen Seite, Dämonisierung und irrationale Ängste auf der anderen Seite begleiten die Verwendung von Drogen durch die Jahrtausende menschlichen Daseins. Selten jedoch waren die Menschen im Lauf der Zeiten in der Lage, das Thema sachlich zu behandeln und darzustellen; - und dies gilt, je nach Zeitalter und kulturellem Hintergrund, für alle Drogen. Ziel dieses ersten Kapitels ist es deshalb, anhand der Kulturgeschichte der gebräuchlichsten Drogen aufzuzeigen, wie sich die Art und Weise der Betrachtung und Verwendung von Drogen und Rauschmitteln aller Art je nach zeitlichem Kontext und entsprechendem Kulturzusammenhang bis zum heutigen Tag verändert hat. Außerdem sollen auch deren Wirkungen und Gefahren dargestellt werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. WAS SIND DROGEN?: Dieses Kapitel beleuchtet die Kulturgeschichte von Drogen, von deren historischer Nutzung bis zu den aktuellen Auswirkungen auf das menschliche Gehirn und das Belohnungssystem.

2. DER BEGRIFF DER SUCHT: Hier wird der historische Bedeutungswandel des Suchtbegriffs nachgezeichnet und die verschiedenen theoretischen Erklärungsmodelle für Suchtentstehung kritisch hinterfragt.

3. GESELLSCHAFT UND SUCHT: Dieses Kapitel analysiert, wie moderne kapitalistische Gesellschaften Konsum fördern und dadurch Suchtstrukturen mitbeeinflussen, sowie die Rolle der Stigmatisierung als gesellschaftliches Instrument.

4. BAUSTEINE FÜR EINE NEUE DROGENPOLITIK: Der abschließende Teil bewertet das Drogenrecht, stellt die Paradigmen Abstinenz und Akzeptanz gegenüber und entwirft Perspektiven für einen humaneren Umgang mit Drogenkonsum.

Schlüsselwörter

Drogen, Sucht, Rausch, Suchtprävention, Drogenpolitik, Abstinenzparadigma, Akzeptanzparadigma, Belohnungssystem, Suchtgenese, Stigmatisierung, Sozialarbeit, Legalisierung, Konsumgesellschaft, Harm Reduction, Drogenhilfe.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Es ist eine Streitschrift für eine pragmatische und an der Realität orientierte Drogenpolitik, die wissenschaftliche Erkenntnisse stärker gewichtet als ideologisch geprägte Verbote.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit behandelt die Kulturgeschichte des Drogengebrauchs, die neurobiologischen Grundlagen des Belohnungssystems sowie die soziologischen und politischen Rahmenbedingungen von Sucht und Drogenhilfe.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist der Aufruf zu einem Paradigmenwechsel: weg von einer rein repressiven Drogenpolitik und dem dogmatischen Abstinenzideal, hin zu akzeptierenden und risikomindernden Ansätzen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine tiefgehende Literaturanalyse, eine Zusammenführung systemtheoretischer und interdisziplinärer Ansätze sowie eine kritische Hinterfragung aktueller juristischer und gesellschaftlicher Diskurse.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Entstehung von Sucht als Überlebensstrategie, die Rolle des Konsums in kapitalistischen Systemen und die negativen Auswirkungen der Kriminalisierung auf die Drogenhilfe.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind Suchtgenese, Akzeptanzparadigma, Stigmatisierung, Drogenprohibition und die Forderung nach einem bewussten, kontrollierten Umgang mit psychoaktiven Substanzen.

Wie bewertet der Autor das "Therapie statt Strafe"-Modell?

Er sieht es kritisch, da es eine Verquickung von Strafe und Therapie darstellt, bei der der therapeutische Erfolg durch den Zwang und die Motivation des "kleineren Übels" von vornherein gefährdet ist.

Welche Rolle spielen "Druckräume" in der Drogenhilfe?

Druckräume werden als notwendige akzeptierende Angebote bewertet, um einen hygienischen und sichereren Konsum zu ermöglichen und die gesundheitliche Verelendung der Betroffenen zu mindern.

Excerpt out of 146 pages  - scroll top
  • eBook
     Free Download! (PDF)
     Free Download! (ePUB)

Details

Title
Drogen, Sucht und Hilfe. Neue Erkenntnisse der Suchtforschung und Perspektiven für Drogenpolitik und Suchthilfe
College
Mannheim University of Applied Sciences  (Hochschule für Sozialwesen)
Grade
1,0
Author
Peter Engert (Author)
Publication Year
1998
Pages
146
Catalog Number
V10250
ISBN (eBook)
9783638167338
ISBN (Book)
9783638697934
Language
German
Tags
Drogen Sucht Suchthilfe Drogenberatung Suchtmodell Therapie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Peter Engert (Author), 1998, Drogen, Sucht und Hilfe. Neue Erkenntnisse der Suchtforschung und Perspektiven für Drogenpolitik und Suchthilfe, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/10250
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  146  pages
Hausarbeiten logo
  • Facebook
  • Instagram
  • TikTok
  • Shop
  • Tutorials
  • FAQ
  • Payment & Shipping
  • About us
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint